Jüdische allgemeine Zeitung
- Journal
- Jüdische allgemeine Zeitung
- Volume
- 15 (1935)
- Issue
- 35 (28.8.1935)
- Date
- 1935-08-28
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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irnfc Ilapolcoti (Bin Qcitcrcc Äuczroraatt oon Ru6olf $ranb 2. Fortsetzt!; m6 Nach längerem Umherirren fand er in einer engen Gasse unweit einer alten Kirche an den Türen zweier niederer Häuser die Namen Simon und Goldschmidt, hinter welchen eich cino Klcidcrhahdlung und ein GoldschmicdcgcBchäft verbargen. Er entschied sich für den Goldschmied Goldschmidt und hatte damit wieder einmal das Richtige getroffen. Er wurde mit Freundlichkeit aufgenommen, bekam zu essen, und — was ihm trotz seines Hungere noch wichtiger war — die Frau des Hauses, die selber der Vorstellung beigewohnt hatte, bestätigte aus eigener Überzeugung alles, was Gurli an der Auffahrung ausgesetzt hatte, und •fügte noch manches hinzu, was von Gurli nicht erwähnt worden war. Frau Wilhelminc Goldschmidt hatte schon einmal in Frankfurt im Schauspiel gesessen und war infolgedessen kritisch. Nathan trank ihre Rede wio ein Verdurstender. Das hatte ihm gefehlt. Jedoch Frau Goldschmidts Kritik beschränkte sich keineswegs auf goldene Worte des Tadels. Indem sie dio mangelhafte Garderobe der Spieler rügte, erbot sie sich zugleich, den dürftigen Fundus um Einiges aus ihren eigenen Vorrütcn zu ergänzen. Dos Paket. Frauenkleider, Tücher, Stoffe und Schleier, das sio dem Gast zurecht machte, mochte gut seine dreißig Pfund wiegen. Mehr noch. Als sie Nathan auseinandersetzte, der Thronscssel des Geisterkönigs sei einfach lächerlich gewesen, schofel und ordinär, zog sie in ihrer guten Stube einen Überzug ab und enthüllte einen vergoldeten Armstuhl im allcrncucstcn Empirestil. Der, fand sie, würde sich besser eignen, und falls sich Herr Franck dafür verbürge, daß dem kostbaren Stück kein Schade geschehe, wolle sie ihn gern für dio morgige Vorstellung ausleihen. Man kann sich vorstellen, wie sich Selbstbewußtsein und Ansehen meines Ahns infolge dieser kunstfreundlichen Unterstützung und Belehrung hoben. Den ganzen folgenden Vormittag arbeitete er auf der Bühne und im Zuschauerraum, verklebte Löcher in der Leinwand, reinigt» die Öllampen, schleppte Blumenkübel herbei, scheuerte den Saal, und dabei stand immer das Bild der Donaunymphe vor seinen Augen, wie sie sich mit schüchternem Lächeln im Tanze gedreht, sich zu dem sterbenden Jüngling gewandt und ihn geküßt hatte. Ob sie ihn auch einmal küssen werde? Auch wenn er dabei nicht auf der Bühne liegen und sterben würde? Ob er sie heut Abend mit zu Goldschmidts nehmen solle? — Sie hatte der kritischen Frau gut gefallen. Diese Demöisello Gurli, hatte sie gemeint, habe entschieden «ine Zukunft. Ob er e3 wagen solle? . . . Ob dio Demoisclle die Einladung annehmen würde? ... Ob Donaunymphen koscher essen-. . .? Da er auf all diese schwierigen Fragen keine genaue Antwort wußte, ging er auch am folgenden Abend nach der Vorstellung allein in das gastliche Heim. Dort erschloß ihm der würdige Goldschmied eine Vitrine aus Zirbelkiefer mit spiegelnden Türen und zeigte ihm sehr zierlichen und prunkvollen Gold- und Silberschmuck, den er selbst gearbeitet hatte. Da waren Stücke, die selbst einer Kaiserin Joscphinc hätten gefallen können. Es war eine Lust, sie zu betrachten. Die mochten ein schönes Stück Geld kosten. Wenn das der Vater gesehen hätte, vielleicht hätte er ihm doch noch erlaubt, nach Kissingen zu gehen. Auch feine silberne Kettchen waren vorhanden, und er stellte sich vor, wio sich wohl so eine milde Schnur an dem zarten Hals der Donaunymphe ausnehmen würde. Er überschlug seine Barschaft und seine Außenstände und beschloß, die Sache zu überschlafen. Inzwischen lauschte"* er begierig dem Bericht, den Frau Wilhelminc von ihrem damaligen Frankfurter Thcatc'r- .besuch gab. Das- Stück, das sie dort gesehen hatte, hieß „Nathan der Weise" und handelte, wie sie erzählte, von der Liebe eines christlichen Ritters. zu einem Judenmädchen sowie von drei Ringen, die ein Vater seinen Sühnen vermachte. Dabei ging ea Nathan zum ersten Male auf, was eindramatischer Konflikt sei. Er befand sich ja selbst in einem solchen. Nur war cb bei ihm gerade umgekehrt wie. bei dem Nathan im Frankfurter Schauspiel. Der Jude war in ein Christenmädchen verliebt. Aber das kam im Endergebnis wohl auf das Gleiche heraus. So oder so, es war ein tragischer Konflikt. s In tiefem Sinnen verließ er das Goldschmicdohaus. Obwohl es bereits nach zehn Uhr war,- herrschte auf den Straßen ein Treiben, lauter als am hellichten Tag. Horner, Rufe, Kommandos und wildes Gerenne. - „Alarm, Alarml" Die französischen Truppen rückten mitten in der Nacht in gewaltigen Eilmärschen zur' Thüringer Saale. Damit fiel die morgige Komödie, von der sich die Schauspieler so viel versprächen hatteii (sie "wollten des „Doriauweibchens" ersten und beliebtesten Teil spielen) schmählich ins Wasser. Was tun? Die Truppe zu begleiten, verbot das Oberkommando, eine Ordre, die 'Nathan im Stillen aufrichtig begrüßte. Am liebsten Mtto «r das Donauweibchen auf seinen Bretterwagen gepackt und wäro mit ihr zum Main gefahren. Aber die Mainlinie war abgeriegelt. Die Su'alelinie war abgeriegelt.' Weser und Worra waren abgeriegelt, Es blieb nur noch ein schmaler Korridor, gen Norden. . / Bei strömendem Regen mit klappernden Zähnen kletterte das frierende Ensemble auf Nathans offenen BrotterWagen, hoc] dicht ancinandergedrflngt auf Kisten und Kasten und fuhr über glitschige Wiönstraßeii und durch das triofende Tal der Fulda einer Ungewissen Zukunft entgegen. In Kassel residierte bereits Napoleons Bruder Jcröme. Sein ■ deutscher Sprachschatz, der aus den zwei Worten „Imraor Iustik" bestand, hatte sich schon im Land herumgesprochen. Ab der Regen nachließ, .riefen sich die Spieler die hoffnungsvolle Parole aufmunternd zu. Sie waren entschlossen, in Kassel längeren Aufenthalt zu nehmen und von dem allgemeinen Hang zu .Vergnügungen und Lustbarkeiten für ihr Teil gehörig zu profitieren. „Unter einem Monat gehen wir da bestimmt nicht weg", rief der Buffo Alva:' „Immer lustikl" Und stimmte die Arie des Aatrubal aus dem „Verfolgten Unbekannten" an, mit der er seinerzeit am Kärntncrtorthcatcr in Wien debütiert hatte. Aber allo frohen Erwartungen wurden grausam enttäuscht. Dio weltberühmten Kasseler Festivitäten waren ausschließlich zum Vergnügen des Hofes, und der Hof war französisch. Französische Oper, Schauspiele und Ballette wurden in verschwenderischer Pracht mit deutschem Golde hergestellt. Das kaum zum Leben erwachte deutsche Theator war beschlagnahmt. Da gab es keinen Raum, wo cino deutsche Truppe hütto spielen können, und das arme Donauweibchen mußte hungernd und friorend von dannen ziehen. Es läßt sich aus den Aufzeichnungen meines Vorfahren nicht mit Gewißheit feststellen, an welchen Orten dio vom Unglück und' den Franzosen' verfolgte Truppe in der Folgezeit ihr Glück versuchte. Nur soviel erhellt aus den Randbemerkungen, dio Bich verstreut in den militärwissenschaftlichen Werken des Ururgroßvaters finden, daß er aller guten und strengen Vorsätzo ungeachtet so oft und so lange in seine Geldkatze greifen mußte, Mb sowohl sein eigenes Zehrgold wie der Erlös aus der Fuhre geschnittenen Nußbaumholzes gänzlich oufgebraucht war. Ehe er sichs recht versah, war er aus dem Fahrer zum Führer der Theatertruppc geworden. Vermutlich geschah das gleich nach dem Kasseler Rcinfall. In diesen faulen Zeiten wollte keiner der Gesellschaft dio Verantwortung tragen. Do kam den Leutchen der gutmütige Franke im blauen Kittol gerade recht. Fast scheint es, als habe< man den Zaudernden mit sanfter Gewalt auf den riskanten Posten des Schauspiclprinzipals befördert. In Hannover erfuhr der neugebackene Direktor unter dem Schutz des Gcncralpasscports die Freude, Beine Gesellschaft, dio am Ort schon bekannt war, für drei Abende im Theater eines wohlwollenden Prinzipals mit Namen Pichlcr unterzubringen. Sic spielten ihr gesamtes Repertoire: des Donauweibchens ersten, zweiten und dritten Teil, und ihre Reisekasse.füllte eich wieder. Inzwischen waren die Schlachten bei Jena und Auerstfidt geschlagen, und das ganze Norddcutschland befand Bich in den Händen Napoleons. In Hamburg, wohin sie sich nach einigen verzweifelten Kreuz- und Querzügen wandten, verbot die kaiserliche Zensur das Donauweibchen von Ferdinand Kaucr, ohne zwischen den drei Teilen auch nur den geringsten Unterschied zu machen. Die englische Flotte blockierte den Hafen. Das war dio Antwort auf Napoleons Kontinentalsperre, die das Leben der Handelsstadt zu vernichten drohte. Die armen Komödianten, die sich nicht einmal das einheimische Brot in ausreichender Menge kaufen konnten, legten auf den Kaffee und die Gewürze, die ihnen durch die Sperre entzogen wurden, keinen Wert. Abgebrannt, verzweifelt hockten sie in ihrem armseligen Quartier am Langergang oder streiften wie hungrige Wölfo durch dio große Stadt, und wenn sie zurückkamen, bedrängten sie ihren Prinzipal mit törichten Klagen. Nathan hatte gleich am zweiten Tag nach ihrer Ankunft dio Synagoge aufgesucht. Er hatte schon lange danach verlangt. Gerade weil es ihm so dreckig ging wie nie in soinom Leben. Sie war für ihn ein Stück Heimat. Denn wenn er es sich auch nicht gestehen wollte, er fühlte Heimweh nach den Wiesen und Feldern von Wicscnfcld, nach dem Stall, dem Schuppen, dem Haus und denen, die darinnen waren. Er sehnte sich nach den Seinen. Nun traf er sich mit ihnen im Gebet. Denn auch daheim beteten sio jeden Abend für den spurlos verschwundenen Jüngsten. Nathan hatte wohl einige Male den Versuch gemacht, Nachricht nach Hause zu senden, allein mit der Reichsgcwalt war auch dio einst so vortreffliche Thum und Taxissche Post dohingesunken. Mein Ahn war von den Seinen wie durch das Grab getrennt. Am Abend des achten Dezember begegnete der arme Prinzipal im Fuhrmannakittcl, den er noch immer trug, auf seinem gewohnten Gang zur Synagoge (er hat das später einmal erzählt, und so gelangto dieses Zusammentreffen durch mündliche Überlieferung auf unsere Tage) an der Ecke der Brüderstraße der Darstellorin des Donauweibchens, Regine Gurli. Schon wollte er sie fragen, wohin sie gehe,! da hatte sie die gleiche Frage schon an ihn gerichtet. Und wieder erlebte. mein wackerer Ahn einen dramatischen Konflikt. Die Frage nach dem religiösen Bekenntnis war ihm auf dieser Fahrt bisher weder innernoch außerhalb des Theaters gestellt worden; Hinter seinem rötlich blonden Vollbart hatte niemand die jüdische Herkunftvermutet. „Ein Wort ist eine Mark wort, Schweigen zwei," stand im Talmud, „und wer viel Worte macht, kann Fehler nicht vermeiden" und „Nichts Besseres für den Menschen als Schweigen" stand auch drin. Also hatte .Nathan geschwiegen. Einmal, das "wußte er, mußto sein Glaubo ' zur Sprache kommen. Jetzt war es so weit. „In die Synagoge", antwortete er auf Gurlis Froge und suchte ihren Blick. Er wollte genau wissen, wie sie das aufnahm. Aber in ihr. Gesicht kam nichts von dem gefürchteten Abscheu. Ihre dunklen Augen blickten inniger noch als sonst, und io sagte, und um ihre Lippen war ein Lächeln: „Da können wir ja zusammen gehen." Die Synagoge zu ihrer Linken war auch Gurlis Ziel. Sie war Jüdin. Und hatte geschwiegen wio er. Obwohl sie .längst in ihm den Glaubensgenossen vermutet hatte. Als Frau und Jüdin besaß sio in dieser Hinsicht einen schärferen Blick, ein aufmerksameres Ohr als ihre Kollegen, einschließlich den Buffo Alva, der eigentlich Aaron hieß. Gurli aber hieß mit ihrem richtigen Namen Guggenheim, Regine Guggenheim, und war die Tochter eiheB Nürnberger Primgeigers, der sich Gurham nannte. Während dio beiden-. in . ihrem glücklich ausgceprochcricn . Glauben und einer noch unausgesprochenen Zuneigung vor \der Hamburger Synagoge auf und ab wandelten, cntwickolto. sich ein Gespräch, wio es sich in mancherlei Abwandlungen, doch immer in der gleichen Grundform, überall da vollzieht, Wo Juden -aus verschiedenen Bezirken Bich freundschaftlich begegnen. „Kopmanns Hand / reicht' von Land zu Land", besagt ein alt hanseatischer Spruch. Es gab in Nürnberg mehrere Guggenheims, und jenor, nach dem sich Nathan ungesäumt erkundigte, war der gleiche, von dem Isanc Franck vor zwei Jahren auf dem Pferdemarkt in Veitshöchheim don Schimmel Fixlein gekauft hatte. Nathan kannte diesen Salomon Guggenheim Bchr gut. Er war Rcginens Onkel. Es wäre ja auch merkwürdig gewesen, wenn sie keino gemeinsomen Bekannten gofundon hätten. Befriedigt trennten sio sich. Rcginc begab sich auf die Empore zu den Frauen, Nathan zu den Männern, und obwohl or kein besonderes Gebet um Erleuchtung oder Linderung der Not gesprochen, sondern nur Gott aus tiefstem Herzen gedankt hatte, entsprang seinem frohen und andächtigen Gemüt ein wunderbar glücklicher Gedanke, den er nach beendetem Gottesdienst Rcgine mitteilte. „So geht das nicht weiter mit dem Theater", leiteto er scino Eröffnungen ein. Gurli stimmte zu. „Wir sitzen hier in Hamburg wie die Maus in der Falle. Bloß daß kein Speck drin ist." „Wir müssen raus", erklärte Nothan. „Dieser Napoleon ist unser Unglück. Wir müssen wohin, wo es keinen Napoleon gibt. Bis jetzt ist er mir überall hin nachgekommen, aber was meinst du, Gurli: wenn wir seine Kontinentalsperre durchbrechen — dann sind wir ihn los . . ." „Die Kontinentalsperre durchbrechen . . .? Nicht einmal dio Engländer bringen das fertig." Rcginc lächelte Bkcptisch. „Das tun jetzt viele Vatcrlandsfrcundc", bcharrtc Nathan auf seinem Plan. „Den Kopf kanns nicht 'kosten. Raus lassen sio einen eher als rein. Was nehmen wirr schon mit? Die paar Kostüme I" „Aber was willst du denn bei den Engländern?" fragte die Schauspielerin, „wo willst du ein Schiff hernehmen? Und was willst du drüben anfangen? Kannst du englisch? Ich nicht. Die andern auch nicht. Ist ja Unsinn." „England ist Unsinn," gab Nathan zu, „ober ich will auch nicht nach England, ich will nach Dänemark. Dänemark ist ein friedliches Land, ich hob schon davon gehört, ich hab auf dem Markt eine dänische Eierfrau gesprochen. Die redet deutsch wie du und ich. Dänisch klingt ganz ähnlich wie deutsch. Das werden wir schon lernen, Kleinigkeit." „Glaubst du wirlklich," zögerte Gurli, „daß wir in Dänemark mit unserm Donauweibchen orBtor, zweiter und dritter Güte Glück haben?" „Muß doch nit immer Donauweibchen sein", versetzte Nathan kühn. „Ich möcht mit dir wetten, es gibt noch andere Stücke. Eine Frau Goldschmidt in Bad Kissingen hat mir auch davon gesprochen. Vielleicht finden wir in Dänemark andere Stücke. Ich werd suchen. Die spielt Ihr dann." Das war Gurli aus der Seele gesprochen. Sie fühlte sich als Künstlerin. Sio wollte einmal hoch hinaus. So sehr das Wanderleben der Truppe ihrem unsteten Temperament entsprach, so sehr widerte sie die Eintönigkeit und Leere ihrcB Spielplans on. Sic hatte schon manchmal daran gedacht, die Donauweibchentruppe zu verlassen. Wenn sie nur etwas Besseres gefunden hätte. Auf Bamberg und den Freiherrn von Soden hatte sio große Hoffnungen gesetzt. Aber damit war es nun endgültig aus. Der hatte sich längst eine andere Truppe verschrieben. Fortsetzung folgt. Bilder der Arbeit Aus der Reihe der zu erwartenden Kalender für das jüdische Jahr 5696 stellt sich der^des Jüdischen Frauenbundes als erster ein. Diese übergroße Pünktlichkeit ist deshalb nicht staunenswert, weil der Jüdische .Frauenbund bereits cino Kalenderplan» von zehn Jahren hinter sich hat. Lisbct Cassirer nnu Hannnh Kurminski, die für die Gestaltung verantwortlich zeichnen, haben der Veröffentlichung das Motto „Bilder jüdischer Arbeit' 'gegeben. Man begegnet berühmten Namen wie Max Liebcrmann, Josef Israels, Pissaro, Pascin, Marc Chagall, Eugen Spiro, Steinhardt und Bato neben Gemälden und Zeichnungen weniger Bekannter und noch Unbekannter. Aber es wird-nicht nur die Arbeit gezeigt, wie sio das Auge des Malers sieht; auch die photographische Linse hat mit größter Beweglichkeit jüdische Jugend bei der Arbeit erfaßt. Man Bieht sio im Werkdorf, in der Schlosserwerkstatt, Chaluzim bei der Landarboit, Mädchen beim Werkunterricht im, Kmdergärtnerinneiiseminar. Arbeitende Juden aus allen Ländern der Welt werden in charakteristischen Typen gezeigt, Fabrikarbeiter und Lastträger, Modistinnen und Landarbeitcrinnen, arbeitende Menschen auf dem Acker und . im Lehrhaus, im Kinderheim und auf dem Bauplatz, in Universität und an den Stätten der Kunst. Dem Kalender ist weiteste Verbreitung zu wünschen. Er lBt im Verlag Gebr. Braun, Frankfurt a. M., erschienen. Die Jüdische Buch-Vereinigung teilt uns mit, daß als nächste ihrer Veröffentlichungen der Palüstina-Bilderband, den Dr. Georg: Landauer-Jerusalem herausgibt, Anfang September erscheint und den Mitgliedern der JBV zugeht. Oberau: Die Jüdische Allgemeine Mathematik-Unterricht an Schaler jeden Alters erteilt Lehrer mit langjähriger Erfahrung Im Schuldienst. Dr. Ph. Schwirr, Berlln-Scnoneberg, Innsbrucker Str. 38, V. Von der Reise zurück Professor'Rosenstein Jetzt Lletzenburgcr Straße 10, Tel.i Bismarck 3828. Hmd«*«,*«—■ Sprachen ' und einzeln Ulrich Wollttaln, Dipl. Kim., Dipl. Hdl. W IS, Mclneckeatr. 22. J 4 Blam. 6MS Für meinen Sohn, 28 J. Inhaber einer Apotheke Im Anslande, suche anprob. Apothekerin bis 30 als EheKamcradln. Lichtbild erwünscht. Zuschriften unt. 1118 an d. Oesch.-Ltg. der JAZ.