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Jüdische allgemeine Zeitung · 1935-08-14 · 33 (14.8.1935) · page 6

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Journal
Jüdische allgemeine Zeitung
Volume
15 (1935)
Issue
33 (14.8.1935)
Date
1935-08-14
Page
– (sequence 6)
Language
German
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v4a DER JUBJSCHEN ALLGEMEINEN Aus der Praxis Eigenartige Wendungen im Bauernendspiel Weiß: 5 Figuren. Kcl; Bauern f2, f5, g4, h5. Schwarza 5 Fieuron. Kc3; Bauern f7, g7, h7,. c4. Schwarz am Zuge hatte mit f7—f6 gewinnen' müssen, da' 2. h5—h6 an 87xh6- 3. f2—£4 h&—h5! 4. g4—g5 h5—h4 uaw^ acheitort. In der Partie geschah: 1. . . . h7—h6; Weiß erwiderte 2. f2—£4? und verlor, da Schwarz, mit 2. . . . f7—f6 die weißen Bauern nüfhult. MorkwurdigcrwciBe konnte Weiß nach 1. . . ., h7—h6 wie folgt gewinnen: 1. . . . h7—Ji6; 2. fS—£61 g7x£6; 3vf2—f4 Kc3-d4; 4. g4—g5 £6Xg5; 5. £4xg5 Kd4—e5; 6. g5xh6 Kc5—f6; 7. Kcf—c2 c4—c3; 8. Kc2Xc3 und Schwarz muß h6—h7—h8 zulassen. Schachaufgabe Nr. 14 Von M. Peigl. . Weiß: 7 Figuren. Kh6j Dh3; Tf3; Lb3s Sc3; Bauer d4, c5. ' ' .v '" ■ Schwarz: 7 Figuren. Kc4; Bauer B4, h5, hf>, t4, f6, gS. a b c d f g h h f3, ab c d e f g . Matt in 3 Zügen. Übungsbeispiel 8 Figuren. Khl; Del; Td2, Tc4; Bauer a2, Woiß: c2, h4. Schwarz: 7 Figuren. Kh8; Dc6; Tg8, Tg7; Bauer o6, c5, h7. Schwarz spielte hier 46. ... De6—h6? und verlor. Stattdessen hatte Schwarz glatt gewinnen können! Wie? Auflösungen in unserer nächsten Schachecke Auflösung dcB Cbungsbciflpiola aus Nummer 32 „Warum ist dies ein Fehler?" Wegen 27. . . . Td8—d3l! (Auf Dxd3 geht mit fXe44-4dio Dame verloren, auf TdXd3 sotzt Db7Xe4 matt). Es geschah also 28. Kf3—g2 Db7Xc4+;29. Kg2—£1 Td3xdl+ nebst Dc4xc6 mit Figurengowinn für Schwarz. Auflösung, der Schachaufgabe' aus Nummer 32 1. Dc4—g811 Kb7Xa8; 2. Lb3—d5 matt 1. Dc4—g8 Kb7—c6; 2. "Lb3—a4 matt. Schachlehrkurfus IL -*""' Gangart der Figuren und Bauern Um den Verlauf einer Partie rekonstruieren zu können, hat man die Felder des Schachbretts, wie aus dem obenstchenden Diagramm ersichtlich, bezeichnet: Betrachten wir zunächst den Turm. Diese Figur beherrscht die geraden Linien, d. h. sie geht in horizontaler und vertikaler) Richtung über beliebig viele leere' Felde r. Ein Beispiel: Ein auf.'d4 stehender Turm beherrscht nachstehend bezeichnete Felder: dl, d2, d3, d5, d6, d7 und d8 in senkrechter, ferner a4, b4, c4, e4, f4, g4 und b.4 in waogcrechter Richtung.' ■ |U Gangart des Springers Die Gangart des Springers ist ein Sprung, der sich aus zwei geraden und einem schrägen odor zwei schrägen und einem geraden Zug ^zusammensetzt.. Ein auf einem weißen Feld stehender Springer beherrscht daher nur schwarze Felder. So kann* sich z. B. der auf o4 stehende' Springer nach d6, c5, g3, c3, d2, f2 oder £6 begeben. Der Springer wechsolt mit jedem Zugo die Farbe der Felder und geht also von einem weißen Felde auf ein schwarzes und umgekehrt. Er zieht aber nicht auf ein unmittelbar anstoßendes, sondern auf ein dem anstoßenden benachbartes andersfarbiges Feld. 'Dabei ist es gleichgültig, ob die dozwiBchonlicgcnden Felder frei odor von anderen Steinen besetzt sind, wenn nur auf dem Felde, auf welches 4er Springer gestellt werden soll, kein Stein derjenigen Partei, welcher er selber angehört, sich befindet. Zu beachten ist noch, daß kein Zwang zum Schlagen besteht. , WM Gangart des Lüufers tf esä 6 * Der Lfiufor zieht schräg über eine beliebige Anzahl leerer Felder, daraus folgt, daß er nie die Farbe des Feldes wechselt, sondern immer entweder auf schwarzen oder weißen Feldern zieht. Jeder Spieler hat einen Läufer, der idio weißen, und einen, der dio schwarzen Felder beherrscht. Beispiel: Ein auf c4 stehender Läufer hat folgende Felder zur Verfügung: entweder bl, c2, d3, £5, p6. h7 oder hl, g2, £3,:dS, c6, bY, a8. Er bloibt also nur auf weißen -Feldern. Ein auf . d4 stehender Läufer hat ebenfalls folgende Felder zu durchqueren al, b2, c3, o5, f6, g7, h8 oder) c3, £2, gl, c5, b6, a7; er bleibt also nur auf schwarzen Feldern. (Fortsetzung folgt.) SpvsW/ §v£^) VvAiC^? (Naohdruok Verbotes.) Aufgabe 8 Von Dr. S. Lurie 6, 5, 4 V- <> 10, 5 ❖ B, 9, 2 N W O ). s # A, 8, 7 's? K, 6, 2 ❖ — * K, 6 Treff ist Atout. Süd ist am Spiel und darf nur einen Stich abgeben. ♦ ~ <? A, 5, 4 O 9, 8, 7 •j» 10, 8 # D. B, 9 V D, B, 7 o - *7, 4 LSsung . der Bridge-Aufgabe 7 S. s. N. N. S. ■ N. a) N. Karo König, 7, Coeur 5, Karo 5 Pik Damo, König, Treff 6, Pik 9 Troff Dame, Coeur 8, a) 9, Pik 4 N. 4) Treff 9, Coeur 10, Karo 6, Bube oder oder Karo Dame Pik 8 Coeur 6, Bube, As, 3 Coeur 2, 4, '7, Pik Bube Coeur König, Karo Dame, Pik 8, Coeur Dame Treff Dame, Karo Dame, Coeur 2, Pik 4 Treff 9, Coeur 8, Pik 8 N. ^ofoxsjk,/ Kreuzworträtsel Waagerexht: 1. bibl. heidn. Priester, 5. Sohn' Adams, 6. Krieger Davids, 7. Körperteil, 9. Wiesenpflanzo, 10j -Fjrzetfgel, 12. große indische Münzöy'. 13v: Angehöriger einer VölkorgrupöeV. 14. Wild, 15. Tonart, 16. Land in-Asien, 19. Fluß in Rußland, 20. See in Palästina, 21. Talmudabschnitt, 22. franz.' Verneinung, 23. FrauerigcBtalt aus „Cavalleria rusticana", 24. Stadt in Belgien, 25. Vater. Samuels. - "' - : Senkrecht: 1. Heerführer der Debor'ah, 2. heiliger Vogel der Ägypter, 3. Frau Jakobs, 4. Land in Kanaan, 6. Vorfahren, 7. wie 7 waagerecht, 8. erster jüdischer Boxweltmeister, 9. deutscher Dichter, 11. Kraftwerk in Thüringen, 17. Arznei, 18. elektrisch geladenes Atom, 19. Flußmündung, 21. Stadt am Rhein, 23. wie 3. Zahlen aus Mannheim Anhaltender Rückgang der Mischehen Mannheim. „Das Israelitische Gcmeindcblatt" in Mannheim veröffentlicht einen Aufsatz über die Zahl der jüdischen Ehen und Mischehen, die in Mannheim im Jahre .1934 geschlossen worden sind. Danach haben im Jahre 1934 von tausend Personen der Mannheimer Gcsamtbcvölkorung 12,6 Personen geheiratet. Bei' der jüdischen Bevölkerung Marinheims dagegen weniger als die Hälfte, nämlich nur -5,8 Personen. Im Jahre 1933 kamen bei der Mannheimer jüdischen Bevölkerung rund 7 Eheschließungen auf tausend Personen. Es "zeigt sich also eine erhebliche Abnahme der Eheschließungen. Diese rückläufige Tendenz ist, •wie bemerkt wird, eine Folge des ungünstigen Altersaufbaues der jüdischen Bevölkerung in Mannheim, der Abwanderung der Jugendlichen sowie der durch die wirtschaftlichen Verhältnisse und die Lebensangst bedingten Eheunlust der Juden. Im Jahre 1935 werde aber voraussichtlich die Zahl der jüdischen Eheschließungen wesentlich größer sein bIb im Jahre 1934 und den vorhergehenden Jahre. In den letzten Jahren, bo heißt es in dem Aufsatz weiter, kam zu der Abnahme der jüdischen Eheschließungen die Zunahme der Mischehen, wodurch Bich die Ziffer der reinjüdischen Ehen noch mehr verringerte. Jetzt ist die Zahl der jüdischen Mischehen in dauerndem Rückgang begriffen. Noch im Jahre 1933 'imp^sa 44«/o sämtlicher in Mannheim geschlossener jüdischer Ehen, Mischehen, im Jahre 1934 nur noch 20»/o. Von den insgesamt 35 geschlossenen jüdischen Ehen waren nämlich nur 7 Mischehen, dagegen im Jahre 1933 von 45 geschlossenen jüdischen Ehen 20 Mischehen. Trotz Rückgangs der Gesamtzahl der jüdischen Eheschließungen um 10, hat also die Zahl der reinjüdiBchen Ehen zugenommen, und zwar von 25 auf 28, Dabei ist festzustellen, daß die Mischehen hauptsächlich von jüdischen Männern eingegangen worden sind. Es heirateten nämlich 3, israelitische Männer evangelische und 2 israelitische Männer katholische. Frauen, dagegen nur ein evangelischer Mann eine jüdische Frau. Mannheim zählte im Jahre 1933 6402 Juden. Abwurfzwang für West. ■ Der „Angriff" wendet sich in einem Aufsatz ■ gegen <tic Tnulc von Juden. Die Kirche'müsse endlich'zu einer l'larcn Entscheidung in dieser Frage kommen. Von der Holte »rDok Dr.LeoDOldMoses 0 S Waat» 3102, Stralsutufsr Straft* N Sprechstundenhilfe (Ausbildung) sucht Zahnarzt Charlottenburg, Kantstraße 34 Steinpl. 2484 Zurück Prof. Dr. R. Ehrmann . 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