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Jüdische allgemeine Zeitung · 1935-08-14 · 33 (14.8.1935) · page 5

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Journal
Jüdische allgemeine Zeitung
Volume
15 (1935)
Issue
33 (14.8.1935)
Date
1935-08-14
Page
– (sequence 5)
Language
German
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Reife nach Jerufalem j Von LUDWIG AUGUST FRANKL Ein in diesen Tagen in der anregenden, bunten Bücherei des Schocken - Verlages erscheinendes Bündchen hebt die Gestalt Ludwig August Fra nk 1 s aus der Vergessenheit empor. In bescheidener Einschätzung seiner Persönlichkeit hat er einmal von sich selbst bekannt: „Meinen Namen nennt ein Jahrhundert dem andern nicht." Wenn dieser vielseitige, fruchtbare Schriftsteller, eine der markantesten Erscheinungen des Wiener Vormärz, in_ Hie Literaturgeschichte eingegangen ist, so gowiß nicht wegen scinor Lyrik, seiner Balladen und umfangreichen epischen Gedichte, sondern als Freund und Förderer zahlreicher Dichter wie Hebbel, Lcnau, Anastasius Grün, Raimund, Grillparzer, denen er nahestand, und zu deren Biographie er wesentliche Beitrüge geliefert hat. ' Ludwig August Frank! — er lebte von 1810—1894 — hatte Medizin studiert, doch schon frühzeitig die arztliche Praxis mit der Sckrctärstclle der Wiener Kultusgemcindc, deren spaterer . Präses er wurde, vertauscht. An seiner Wochenschrift „Sonritagsblättcr" arbeiteten alle namhaften österreichischen Dichter mit. Fürv'„ seine Verdienste um das Zustandekommen des von ihm angeregten Wiener Schillcrdcnkmals, sowie des Bcethovcnmoriur ments wurde er mit dem Prädikat „Ritter von Hochwart" in den erblichen Adelsstand erhoben. Aber Ludwig August Frankl ist nicht nur mit der Literatur verbunden. Der Name dieses selbstlosen Menschenfreundes ist auch im Buch jüdischer Humanität verewigt. So hat er unter anderem auf der Hohenwarte bei Döbling die Israelitische Blindenanstalt ins Leben gerufen, wozu er ein bedeutendes Grundkapital zusammenbrachte. Auch dio heute noch einen wichtigen Kulturfaktor darstellende Edler von Lümel-Schule in Jerusalem entstammt seiner Initiative. Seiner ersten Palüstinareiso im Jahre 1856, die neben wissenschaftlichen Studien den Zweck verfolgte, diese jüdische Schule aus den Mitteln einer Stiftung zu gründen, verdankt oin zweibändiges Werk „Nach Jerusalem , Eine Reise in das Heilige Land, seine Entstehung. Die Auswahl, die dor Schocken Vertag vorgenommen hat, zeigt die außerordentliche Fähigkeit Frankls, seine Eindrücke klar und plastisch wiederzugeben. Das Buch liest sich wie die fesselnde Reportage eines Journalisten, in der sich Stimmungsmomente, Interviews und sachliche Ergebnisse zu einem lebendigen Gesamteindruck des Landes um die Mitte des 19. Jahrhunderts glücklich vereinen. Er schildert das Werden und Wesen der jüdischen Gemeinden, ihro Feste und ihre Trauerfeiern, er sammelt Sagen und Legenden, dio er formvollendet wiedergibt, und bringt statistisches Material bei, das gerade heute als Quelle für die neuere Geschichte Palästinas von besonderem Interesse ist. Hier zwei Proben für die lebendige Schildcrungsweise des Palästinareisenden Ludwig August Frankl: Beim Oberrabbiner von Jerufalem Ich verfügte mich zum Oberrabbiner Herrn Chajim Nissim Abulafia von Jerusalem. Vor Jahren stellte die türkische Regierung, die den Chacham Baschi als einen von ihr bestätigten Würdenträger ehrt, eine doppelte Ehrenwache vor das Haus, dio vor einem Dezennium der Kosten wegen dankbar abgelehnt wurde. Ich stieg eine schmale, steinerne Treppe empor, trat über eine offene Terrasse, wo zwei Frauen rasch ihr Antlitz verhüllten, und wurde in einen geräumigen Saal geführt, der nach orientalischer Sitte ringsum mit niedrigen Diwanen umgeben war. Auf einem derselben saß der mehr als achtzigjährige Greis. Das Haupt;, von einem blaugrauen Turban umwunden, ließ die Haare nicht wehen, ein lungcr.wpißcr..Bart,.fiel auf.einen weißwoHcncn, weiten Talar. .Er ließ Bich von zwei Dienern emporheben, um mich zu begrüßen. Eine ehrwürdige patriarchalische Gestalt. Er legte die rechte Hand an Brust und Stirno und winkte mich neben sich zum Sitzen. „Verzeihe", begann er in spanischer Sprache, „daß wir dir nicht vor das Tor der Stadt entgegen gezogen sind." Es wäre beschämend für mich gewesen, wenn Du, der ehrwürdige Greis, mir, dem jüngeren Manne, entgegengekommen wäre „Wenn Opfernde nach Jerusalem kamen, ging ihnen der .Hohepriester immer entgegen. Und du bringst ein Opfer. Bist du nicht so weit gereist?" Eine Sehnsucht meines Lebens ist erfüllt, Jerusalem zu sehen. Sieh meinen Siegelring, er zeigt dir nebst dem Schilde Davids den Spruch, mit dem wir die Pessachfeier betend schließen: „Lcschana hubaa bi-jerusclialaim". „Du hat Grund, dich zu freuen I Dir wird mehr Heil alB Moses, unserem Lehrer. Er durfte das verheißene Land nur von ferne sehen. Du hast es betreten. Wir aber, die wir hier geboren sind, warten sehnsuchtsvoll traurig auf den Maschiach." Mit der grijßcndcn Handbewegung an Brust und Stirnc reichte ich ihm meine Empfehlungsbriefe. Mittlerweile hatten einige Rabbiner in orientalischer Tracht, um dem Herrn des Hauses durch ihre Gegenwart den Gast ehren zu helfen, sich versammelt und Platz genommen. Zwei Diener reichten Tschibuk und Kaffee und auf silberner Tasse eingemachte süße Früchte und Limonade dar. Nicht ohne früher das, bevor man Spciso oder Trank genießt, übliche kurze Gebet gesprochen und, gegen den Hausherrn sich neigend, dio Hand au Brust und Stirne gelegt zu haben, genoß ich des Dargereichten. .Der Chacham Baschi hatte unterdessen, selbst aus einem Tschibuk rauchend, die Briefe aufmerksam gelesen und richtete wiedor dos Wort an mich: Aura.: Sonaonfeld „Dicso Briefe freuen mich; Bie sind ober nicht nötig: wer ein gutes Werk tut, ist empfohlen genug." Gott vielleicht, aber noch nicht den Menschen. Du kennst mich nicht, und darum schienen sie mir nötig. „Du bist ein trefflicher Mann, hätte man sonst gerado dich gewählt? "Wir sind alle Sklaven Gottes." Gib^ mir deinen Rat; ich will ohne diesen in der Heiligen Stadt nichts unternehmen. Vielleicht ist manches, wenn auch gut gemeint, nicht landesüblich. „Es ist alles gut; ich habe schon frühor davon gehört! Ich bin alt, abor was ich tun kann, dich zu unterstützen, werde ich tun." Dein Ansehon ist alt und ehrwürdig, aber dein Geist iBt jung. „Das ist dio Gnade Gottes." Ich freue mich, zu dir 'gekommen zu sein, dein Name iBt bekannt, wio im Morgenso im Abcndlande. „Musik klingt weit." Erlaube mir, daß ich wieder zu dir komme. „Komme zu mir, ich will dich unterstützen. Ich kann es um so mehr, als" — anspielend auf die anwesenden Rabbiner — „das Geschlecht der Tannaim und Amoraim noch nicht ausgestorben ist." Ich schied, nicht ohne die Hand, wie schon beim Kommen, an die Mesusa der Türpfostc und an die Lippen zu legen, welche fromme Sitte in Jerusalem durchweg geübt wird. Zwei Tag^o darauf erwiderto mir der Chncham Baschi, umgeben von seinem ehrwürdigen Besdin (Rabbinerkollegium) unter Vortritt seiner Diener, feierlich den Besuch, wobei es mir auffiel, daß olle, da es doch Sabbat war, sogenannte spanischo, mit Silber beschlagene Stöcke trugen, während die deutschen Juden es für Sünde halten, sich am Sabbat eines Stockes zu bedienen. Vor seiner Ankunft hatte der Chacham Basclii mir, „damit mir die Ankunft in der Heiligen Stadt wohlschmeckend sei", süße Kuchen gesendet. , Gefpräch mit einem Einwanderer „Besitzen Sic Vermögen?" Nein. „Wovon wollen Sic in Jerusalem leben?" Eine Anzahl von Freunden hat mir durch Subskription tausend Gulden jährlich zugesichert. „Wenn einzelne dieser Wohltäter sterben oder ihres Vermögens verlustig werden oder auch ihr Wort nicht erfüllen?" Wird mir Gott helfen. „Gewjßl-- Aber Sic müssen f Gott unterstützen in seiner Gnade, indem Sic arbeiten." Ich werde lernen. „Wie alt sind Ihre Kinder?" Mein ältester Sohn ist einundzwanzig, mein zweiter neunzehn, mein dritter siebzehn Jahre alt, die übrigen vier Kinder sind jünger, das jüngste erst vier Jahro alt. „Wenn Ihre Söhne Handwerker sind, werden sie willkommen sein." Sio sind keino Handwerker. „Was werden Bio in Jerusalem tun?" Lernen. „Aber die Sprüche der Väter lehren: Du sollst nicht die Tora zum Spaten machen, um damit zu graben." Er lächelt. „Gut, sie lernen. Damit ist aber, wenn ich den weisen Spruch auch vergesse, kein Brot zu orwerben." Was soll ich tun? „Sehen Sie, lieber Hcrrl Ich wünsche Ihnen gewiß ein langes und gesund heiteres Leben; aber wenn dor Herr Sio früh zu den Vätern versammelt, was in dem ungewohnten Klima, bei völlig veränderter Lebensweise möglich ist, was wird aus Ihrem Weibe, was aus Ihren Kindern? Werden dio Wohltütor, dio Sic, den frommen, würdigen Rabbi, gorn unterstützen, dann Ihre erwachsenen, zur Arbeit fälligen Kindor in weitor Fcmo zu erhalten geneigt sein?" Was tun die andoren? „Die anderen leben vom Almosen im Elend, sie betteln." Wenn Gott es haben will. „Nein, Hcrrl Das will Gott nicht habenI Gott will nicht, daß junge Menschen ein müßiges Leben hinträumen, daß sie, kaum nach Jerusalem kommend, unmündig wie Bio sind, heiraten müssen Müssen, sage ich Ihnen, nach der dortigen Anschauung der Juden. Gott will, daß sich junge Kräfto rühren, Gott will, daß sie sich und die Gesellschaft fördern; daß dio Söhno tüchtig gemacht werden, ihre Eltern, wenn dicso alt und gebrechlich werden, erhalten zu können. Gott will, daß die Kinder Vater und Mutter ehren, auf daß es ihnen wohl ergehe auf Erden. Wissen Sic, was Gott will? Die Arbeit im Schweiße des Angesichtes." Das ist sein Fluch, zu dem er durch des Menschen Sünde gezwungen worden ist, aber es ist nicht sein Wille gewesen. „Ich aber sage Ihnen, lieber Hcrrl Während Sic des frommen Glaubens sind, eine gottgefällige Tat zu tun, wenn Sio nach Jerusalem sich begraben gehen, begehen Sic in Ihrer Hcrzcnscinfalt ein Verbrechen. Sic stürzen eine Familie, ein künftiges Geschlecht in Not, in körperliche und goistige Armut. Und wissen Sic auch, welcher Empfang Ihrer in Jerusalem harrt? Die Almosen werden dort von den Aschkcnasim je nach der Anzahl der Köpfe verteilt, und da werden Sie allerdings cino ansehnliche Summe erhalten müssen; diese aber wird die Almosen der übrigen verringern. Ihr Kommen wird darum mit Mißmut,' . mit Scheelsucht angeschen werden; Ihr Kommen und Verweilen werden keine Freundlichkeit begrüßen." Es ist zu spät. Alles ist zur Reiso bereit. „Aber Ihre drei älteren Söhne können Sic zurücklassen, daß sie ein Handwerk lernen." Dazu sind sie zu schwach und zu odcl. Ich fühlte den Zorn heftig in mir aufwallen. Der Mann, der seit dreißig Jahren, wie er mir erzählte, von der Sehnsucht nach Jerusalem gedrängt iBt, hatte keine Ahnung, wie man dahingclangt, er wußte über die Reise, über Klima und Sprachen, über Gewohnheiten und Sitton des Gelobten Landes nichts. Nur die Traube dachte er sich so groß, wie diejenige war, welche die Kundschafter schwer auf einem Stabe tragen mußten, und die Milch- und Honigströmung hielt er für noch unversiegt. Pferdestall als Gotteshaus In dem Berliner Vorort Tegel ist zurzeit eine Synagoge im Entstehen begriffen, die der. Jüdischen Gemeinschaft Tcgol und Umgegend als Gotteshaus dienen wird. Der Vorsitzende dieser Gemeinschaft, Hermann Grossmann (im Bilde links), läßt zu diesem Zweck auf seinem Grundstück Karolinenstraße 7 einen leerstehenden Pferdestall und Schuppen umbauen und, wie der bereits stehende Toraschrein zeigt, als Synagoge einrichten. Für den Jüdifchen Kulturbund Der Jüdische Kulturbund Berlin geht in sein drittes Jahr. Die Bewegung, die er im Sommer 1933 hervorgerufen hat, ist inzwischen über ganz Deutschland gegangen. Sie lebt im Reichsverband der Jüdischen Kulturbünde in Deutschland und sucht geistige Anregung und künstlerische Erhebung noch in tiic kleinsten jüdischen Gemeinden Deutschlands zu bringen. Berlin aber, das fast ein Drittel aller deutschen Juden umfaßt, bleibt Kern "und Mittelpunkt dieser Kulturarbeit. Der Berliner Kulturbund ist groß, aber er ist im Verhältnis zum Umfang der Berliner Gemeinde längst nicht groß genug, denn es dürfte nicht möglich sein, daß Juden, die den sehr bescheidenen Monatsbeitrag für die Mitgliedschaft noch aufbringen! können, nicht auch Mitglieder des Kulturbundes sind. Hier handelt es sich ja nicht nur darum, für Hunderte von i'üdischcn Künstlern und Geistesarbeitern, denen jede andere Wir- :ungsmöglichkcit genommen ist, ein neues Schaffensfcld zu finden und zu erhalten — liier handelt es sich nicht nur darum, allen unseren jüdischen Mitbürgern in dieser schwersten Zeit eine heilsame Ablenkung, eino wohltätige Zerstreuung durch Gaben der Kunst durch Theater, Musik, Wort und Schrift und Bildnerei zu gewähren —, der eigentliche Sinn des Kulturbundes besteht darin, dor Gefahr innerer Erstarrung zu wehren, Gefühl und Geist jüdischer Menschen mit den großen Werten künstlerischen und denkerischen Lebens in Beziehung zu halten. Darum scheint es uns Sache jedes selbstbewußten 'Juden, in den Kulturbund einzutreten und Beine Bestrebung durch aktive Mitarbeit so stark und so erfolgreich zu machen wie möglich. Heichsvertrehing der Deutschen Juden. Baeck. Hirsch. Zentralausschuß der Deutschen Juden für Hilfe und Aufbau. Borchardt. Adler-Rudel. Jüdische Gemeinde zu Berlin. Alexander. Klee. Preußischer Landesverband jüdischer Gemeinden. , Wolff. Reichsverband der Jüdischen Kulturhunde in Deutschland. Singer. Ccntralverein Deutscher Staatsbürger Jüdischen Glaubens Julius Brodnitz. Jüdisches Lehrhaus Berlin. (Freie Jüdische Volkshochschule e. V.). Epstein. ,'. Bamberger. Künstlerhilfe der Jüdischen Gemeinde zu Berlin. Schildberger. Lehrstiittc Ch. N. Bialik der Berliner Zionistischen Vereinigung. Cohn. Tschertok. Ranibom-Lchrliaus. Altmann. Reichsausschuß Jüdischer Jugendverbände. Friedrich Brodnitz. Reichsbund Jüdischer Frontsoldaten, Löwenstein. Zionistische. Vereinigung für Deutschland. , Moses. , Meyer. Vereinigung für das religiös-liberale Judentum. Stern. Simon. Eime Wanderbühne Ensemble des Rcichsverbandcs der jüdischen Kulturbünde Der Reich sverband der Jüdischen Kulturbünde in Deutschland (Vorsitzender: Intendant Dr. Kurt Singer) wird in Gemeinschaft mit der Künstlerhilfo der Jüdischen Gomcindc Berlin (Leitung: Dr. Hermann Schildberger) vom Herbst an ein Ensemble von Schauspielern und Sängern zusammenstellen, das als Wanderbühne des Reichs-'. Verbandes die Kulturbünde im Reich bespielen soll. Künstler, die in den festen Ensembles Berlin und Köln bisher nicht untergebracht werden konnten, sollen die Möglichkeit zu einer schauspielerischen und musikalischen Weiterbildung sowie zum Auftreten bei Gastspielen im Reich erhalten. Gedacht ist dabei nicht an Menschen, dio erst jetzt beginnen wollen, den Schauspiclerberuf zu ergreifen, sondern an den schauspielerischen und 'gesanglichen Nachwuchs, der bereits 1933 die Bühnenlaufbahn begonnen hat, und an bewährte Kräfte, für die bisherkein Platz in den fcBtcn Ensembles geschaffen worden konnte. Zu dem Stab der Lehrkräfte und künstlerischen Vorstände des Unternehmens gehören außer den Obengenannten: Hans H i n r i c h (Regie), Fritz W i b t e n, Jenny S c n a f f e r (schauspielerische und Sprachbildung), Kurt B a u m a n n , Nikolai EI i - aschof f (Regie), Kapellmeister Dr. Strelitzor,Kapellmeister Ernst Ewald Gebert (musikalische Einstudiorung). Die organisatorischen und wirtschaftlichen Geschäfte führt der Generalsekretär des. Rcichsvcrbandcs: Dr. Wernor Levic. Tournccleitung: Herbert Fischer, Egon Jacobsohn. Die vorbereitende Arbeit soll Ende August aufgenommen werden, so daß boreitB im Oktober Gastspiele stattfinden könnend Es ist zu hoffen, daß durch dio Neugründung dieser Wanderbühne eine beträchtliche Anzahl von Menschen künstlerische Entfaltungsmöglichkeit und wirtschaftliche Stützung finden kann. <0otk0l>imffe in den Berliner Synagogen mit neuem Ritus > Freitag, 16. August. Abends 7 Uhr. Prinzregcntenstraßo 7.15'Uhr. Neue Synagoge: Heimann. Lindenstraße: Salo- ,'monski. Lützowstraßo: van der Zyl. Fasanenstraße; Galliner. Levetzowstraßo: Sucnger. Friedenstempel: Prinz. Prinzregenten- Promenade 176, 7.30 Uhr: Loch. Liberale Synagoge Westend, Kaiserdamm 78, 7 Uhr: Brasch. Liberale Synagoge Wedding- Reinickendorf, Persische Straße 13, 7.45 Uhr: Goetz. Jüdische Religionsgemeindo Charlottenburg, Schulstraße 7, 630 Uhr: Pfingst. Anschl. Kiddusch der Jugend. Jüdische Roformgcmeindc, Joaclümsthalor Straßo 13, 6.30 Uhr: Roscnthal. ' "* Sonnabeud, 17. August. Hauptgottesdienst vormittag 10 Uhr. Frühgottesdionst: Lindenstruße, Levetzowstraße, Prinzrogentenstraße: 7.30 Uhr. Liberale Synagoge Norden: Zimef, Liberale Synagoge Osten: Graf. Jüdische Religionsgemeindo Charlottenburg: 9.30 Uhr. Sonntag; 18. August.. Jüdische Reformgemeinde, Johannisstraße 16, vorm. 10.30 Uhr: Koppel. Für die hohen Feiertage sind in der Liberalen Synagoge Oston noch einige Plätze-zu 3 und 5 RM zu hjfjben), Verkauf vorm. 10—13 Uhr bei Gerson, NO 35, Braunsberger Straße 71. . Synagoge Gesundbrunnen, Prinzenallee 87. Wiedereröfft nun am Freitag, den 16. August; abends 7.30 Uhr. Sonnabend früh 9 Uhr: Einsegnung des Abr. Mühlbaum, Sohn des Herrn Solo Mühlbaum. Neumondweihe des Monats Ellul, Sonntag vorm. 10.30 Uhr: Einweihungsfeier nach der Renovierung.

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