Jüdische allgemeine Zeitung
- Journal
- Jüdische allgemeine Zeitung
- Volume
- 15 (1935)
- Issue
- 30 (24.7.1935)
- Date
- 1935-07-24
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Es wird gemeldet: ■ Im „Rcichüonzciger" gibt der Regierungspräsident von Breslau bekannt, daß die Einbürgerung von 6 Personen nebst Familienangehörigen widerrufen worden ist. ' * ■ In Berlin ist die Schaffung eines neuen Orient-Institutes beabsichtigt, das im Oktober eröffnet werden soll. Dnü neue Institut wird neben dem Orientalischen Seminar u. a. das I n - Btitut für Semitistik und islamische Wissenschaften umfassen. * ■ Der ordentliche Professor der Staatswissenschaften an der Berliner Universität, Dr. J. J a s t r o w, beendete sein hundertstes Dozentensemester in Berlin. * ■ Die „Jüdische Zeitung" in Breslau veröffentlicht die Namen von 7 Personen, die /.wischen dem, 28. Mai und 25. Juni d. ,J. in Breslau aus dem Judentum ausgetreten sind. * .'" H Rabbiner Dr. Aron'HcppneT, der Leiter des-Archivs der Breslauer Gemeinde, wurde am 22. Juli 70 Jahre alt. Dr. Hcppner hat zahlreiche Arbeiten, besonders auf familienkundlichcm Gebiet, veröffentlicht. . Das bekannteste Werk ist die Darstellung „Aus Vergangenheit und Gegenwart der Juden und der Jüdischen Gemeinden in den Poacncr Landen". * ■ Auf dem Flugplatz von Amsterdam ereignete sich ein verhängnisvoller Flugzeugabsturz, bei dem acht Personen getötet und vierzehn verletzt wurden. Auch einer der Piloten, Heinz Silberstein, kam, wie die JTA meldet, bei der Katastrophe ums Leben. Am Grabe fand der Direktor der Fluggesellschaft Worte der Anerkennung für die großen Fähigkeiten des tödlich Verunglückten. * ■ Der erste Jahrzeitstag des hebräischen Dichters Chaim Nachmann B i a 1 i k wurde am 22. 'Juli in London als liialik- Tap begongen. Auch in mehreren Synagogen fanden Gedenkfeiern statt. * ■ Der Stadtrat von Tel A w i w hat beschlossen, eine Straße nach dem kürzlich verstorbenen französischen Oberstleutnant Alfred Dreyfus zu benennen. * M Anläßlich des Autounglücks des österreichischen Bundeskanzlers Dr. Sohuschnigg und des dabei erfolgten Todes seiner Gattin haben der Vorstand der Wiener Israelitischen Kultusgemeinde und der Oberrabbiner von Wien an den Bundeskanzler Beileidstelegramme gerichtet. + ■ In Jerusalem ist ein Touristenklub gegründet worden, der sich zur Aufgabe stellt, oinzolnc Touristen, die nach Paliistina kommen, zu betreuen. * H Wegen Teilnahme an den blutigen Unruhen von C o n - s t a n t i n e, die im August des vergangenen Jahres stattfanden, wurden drei Angeklagte zu je 7 Jahren Gefängnis verurteilt. Zwei sind freigesprochen worden. Die Prozesse gegen weitere Angeklagte dauern an. * H In Crcmona wurde, wie auB Rom berichtet wird, die Kantate eines jugendlichen jüdischen Komponisten, des zwölfjährigen Giorgio Levi, aufgeführt. Die Kritik zollt dem Werk große Anerkennung. * H Aus Jerusalem wird gemeldet; Unter der Anklage, Ende Januar d. J. den jüdischen Siodler in Ramat Gan, Israel Lachman, ermordet zu haben, stand ein Araber vor Gericht. Er wurde zum Tode verurteilt. * ■ Nach Meldungen aus Athen haben die zuständigen staatlichen Behörden angekündigt, daß die griechische Regierung für den Ausbau und die Erneuerung des Judenviertels von Saloniki einen Betrag von 10 Millionen Drachmen zur Verfügung stellen werde. * ■ Bei der Einweihung von zwei jüdischen Schulgcbäudcn in Warschau hielt der Direktor für Erzichungswesen bei der Warschauer Stadtverwaltung eine Ansprache, in der er mitteilte, daß die Stadt die Talmud-Tora-Schulen nicht mehr subventionieren werde. * ■ Der französische Regisseur des Napoleon-Films, Abel G a n c c , beabsichtigt, in nächster Zeit einen Film über L u c r c - zia Borgia zu drehen. Als Unterlage soll das Buch „Lucrezia Borgia" von Leopold Marchand dienen. * ■ Die Palästina-Regierung hat veranlaßt, daß mit Bauarbeiten für die Erweiterung des Hafens von Haifa begonnen wird. Der Hafen soll derart erweitert werden, daß in ihm gleichzeitig zehn Schiffe, anstatt wie bisher vier, landen können. AUS DEN GEMEINDEN Lernzeit in Ratibor , Für die Führer der jüdischen Jagendbünde Bericht für die „Jüdische Allgemeine" Glciwitz. In Ratibor fand die zweito, vom Landesausschuß Oborschlcsicn veranstaltete Lernzeit für die F ü h - ror der Jugendbündc Btatt. Sic wurde in Gemeinschaft mit der Mittolstcllc für jüdischo Erwachsenenbildung durchgeführt. Von der Mittelstcllc waren Herr Prof. Kantorowitz und Musikdirektor Adler aus Stuttgart anwesend. Der Roiclisausschuß der jüdischen Jugendverbünde hatte seinen Geschäftsführer Bruno Sommerfeld entsandt. Die Tagung hatte ein dreifaches Ziel. Neben der Darbietung reinen Wissensstoffes sollten den Führern vor allem methodische Anregungen für ihre Arbeit in den Bünden gegeben werden, und darüber hinaus sollten die Führer gleich welcher Richtung für eine Woche in einem, schlechthin jüdischen Milieu vereinigt worden. Leider entsprach der Besuch der Veranstaltung nicht den Entartungen, zu denen das Niveau imd die Kosten der Tagung berechtigt hätten. Im Mittelpunkt der Tagung stand die Persönlichkeit Karl Adlers, die diese Tagung zu einem wirklichen Erlebnis werden ließ. War es im täglich stattfindenden Musikkurs, war cb beim Onop Schabbat oder beim abendlichen Musizieren im kleineren Kreise, immer wnr man wieder von diesem unermüdlichen, von seiner Musik geradezu besessenen Menschen gefesselt. Gerade für Oborschlcsicn, wo das Musizieren noch Bchr im argen liegt, war das Erscheinen Adlers außerordentlich fruchtbar. Das jüdische Programm bot einen Kursus von Rabbiner Dr. Simonsohn (Breslau) über das Thema: „Das Wunder der jüdischen Geschichte". Robbiner Dr. Keller (Bcuthcn) gab einen Einblick in die Denkweise und soziale Auffassung des Talmud. Felix David (Bcuthcn) behandelte die Frage: „Wie treiben wir jüdische Geschichte in den Bünden?" nach methodischen Gesichtspunkten. An Hand des T'nnchtcxtcs wurde die Königswahl Sauls besprochen Und so ein Beispiel für Bibcllcscn als historische Quellenkunde gegeben. In einem weiteren Teil behandelte David kritisch die jcschichtskuracn zugrundclcgbarc Literatur. Es fanden dann noch zwei allgemeinere Arbeitsgemeinschaften statt. Prof. Kantorowite (Frankfurt a. M.j legte die Wichtigkeit soziologischer Fragen in der hündischen Arbeit dar. Erich Sommerfeld (Berlin) behandelte an Hund zahlreichen Materials in außerordentlich sachlicher Form „Die Berufsaussichten der jüdischen Jugend". Im ganzen kann die Lernzeit durchaus bIb gelungen bezeichnet werden. Der für die Legislaturperiode von 1935—1940 von der Repräsentanz neugewählte Gemeindevorstand in Glei- ,w i t z setzt sich aus folgenden Herren zusammen: Justizrat Kochinann (lib.), Vorsitzender; Dr. Ernst Kohn (Hb.), stcllvcrtr. Vorsitzender; Georg Lange (Hb.); Hugo Kallmann (kons.); R.-A. Ehrlich (zion.), Dr. Werner (zion.); Heinrich Knoche (RjF.). Letztere drei Herren sind in den Vorstand neu eingetreten. Im Hinblick auf den erweiterten Aufgabenkreis der Gemeinde wurde die Verwaltung dezentralisiert und eine VerselbBtändigung der Dezernate, deren Hauptarbeit früher auf dem Vorail>wjiden| lastete, durchgeführt. 8 .• - „Juden unerwünfeht" Wir veröffentlichen nachfolgend eine Reihe uns vorliegender Meldungen über Bäder; deren, Benutzung den Juden verboten wurde. Wir gehen dabei von der selbstverständlichen Erwartung aus, daß alle Menschen der jüdischen Gemeinschaft diese Stätten meiden und richten an sie erneut und dringend den Appell zu allergrößter Zurückhaltung bei ihrem Auftreten in der Öffentlichkeit. Die Stadtverwaltung Stettin hat den Juden mit sofortiger Wirkung die Benutzung der städtischen Schwimmbäder „Glambeckeee" und „Martinscc" verboten. Auch die Stadtverwaltung Augsburg hat, wie das Deutsche Nachrichtenbüro mitteilt, mit sofortiger Wirkung den Juden das Baden in den städtischen Familicnbädem, Familicnfreibüdera und im Sportbad verboten. Der Oberbürgermeister von Breslau hat, wie aus Breslau berichtet wird, angesichts verschiedener Vorfälle den Juden nahegelegt, vier der Breslauer Strandbäde r überhaupt nicht mehr zu benutzen. Entsprechende Schilder würden an den Eingängen der Bäder angebracht werden. In den übrigen stfidtSachen Bädern würden den Juden besondere Teile der Liegeflächen zugewiesen. Im KTurhaua Augu'stabad am Tollensesee wurden, nach einer Meldung des „Niederdeutschen Beobachters" Schilder angebracht, auf denen Juden als unerwünscht bezeichnet werden." Die Neustrclitzer Hoteliers und Gaststätteninhaber haben sich durch Vermittlung des Städtischen Verkehrsamtes zu einer Gemeinschaftsaktion vereinigt, wonach überall Schilder mit der Inschrift „Der Zutritt von Juden ist unerwünscht" zum Aushang gebracht werden. In S t u h m (Ostpreußen) befindet sich auf dem Straßcnpflaster am Markt die Inschrift: „Wir brauchen keine Juden." In Osterode (Ostpr.) lehnen Hotehj und Fremdenheime die Beherbergung von Juden ab. Wie der „Mainzer Anzeiger" berichtet, hat die Gemeindeverwaltung \ von Eberstadt a. d. B. an dem Gemeinde- Schwimmbad (Freibad im Mühltal) ein Schild angebracht, demzufolge Juden keinen Zutritt haben. Der Gemeinderat von Osann, einem Winzerdorf in einem Seitental der Mosel, hat den Beschluß gefaßt, daß kein Jude und keine Jüdin in Osann zuziehen darf, kein Jude ein Haus oder ein Grundstück erworben darf, kein Handwerker, Geschäftsmann oder sonstiger Volksgenosse eine Gemeindearbeit oder Gemeindelieferung erhält, der noch mit Juden Verkehr pflegt oder diese in ihrem Handeln unterstützt. Das Kaufen bei Juden wird als Verrat am Volke und an der Nation bezeichnet. Wie die „Pommersche Zeitung" in Stralsund aus N e u - strelitz meldet, hat ein dortiger Kaufmann an sein Geschäft mehrere Plakate mit der Aufschrift: „Juden unerwünschtI*' aufgehängt. Er sei damit der erste Kaufmann in NeustroÜtz, / der auf jeglichen Verkauf seiner Waren an Juden verzichtet. Der Komponift des „Kol nidre" ... . . . und der Verfasser des Niederländischen Dankgebets In der. letzten Ausgabe des „Fridcricus" lesen wir: „Max Bruch, der berühmte Komponist, der auch das jüdische Kolnidre-Gcbet vertonte, ist kein Jude. Wenigstens hat er das, als andere behaupteten, er sei jüdischer Abstammung, energisch bestritten und gesagt: er sei zwar ein großer Verehrer der Juden und ein abgesagter Feind der antisemitischen Bewegung, aber kein 'Jude. Er stamme vielmehr aus einer alten Familie loth-' ringischer Hugenotten, die Ende des 17. Jahrhunderts wegen Rcligionsvcrfolgungcn unter Ludwig XIV. aus Frankreich nach der benachbarten Pfalz flüchteten. Dort verdeutschten sie ihren Namen und dann ging eine ganze Reihe evangelischer Pfarrer aus dieser Familie hervor." In der gleichen Nummer befaßt sich der „Fridcricus" auch mit Joseph W e y 1, dem ,Text-Verfasser des Niederländischen Dankgebets: „Joseph Wcyl 5n' Wien ist es gewesen, der dem Niederländischen Dankgebet den heute leider noch üblichen Text gegeben hat. Leider! Denn dieser Text ist arg verjudetes Deutsch, und der inzwischen verstorbene Marburger Professor, Dr. Karl Budde hat sich wiederholt auch im „Fridericus" sehr sachverständig zu der Sache geäußert und einen weit besseren Text geschrieben. Damals behaupteten wir bei ■ Behandlung der Anfelegenheit, Joseph Weyl sei Jude. Das wurde dann in allen onarten bestritten. Jetzt haben amtliche Stellen festgestellt, daß Joseph Weyl doch ein Jude gewesen ist. Nunmehr sollte man aber wirklich den Text des Niederländischen Dankgebetes umformen und vor allem die durchaus jüdische Wendung ,,Wir treten zum Beten vor Gott den Gerechten" durchaus entfernen." PolizeiAuudc für jüdifchc Eisdielen j auf 19 Uhr feftgefetzt Die „Berliner Lokalnachrichten" melden: „Im Interesse der öffentlichen Ruhe und Ordnung und zur wirksamen Unterbindung weiterer unerwünschter Demonstrationen ist seitens des Polizeipräsidenten in Berlin — die Staatspolizeistello für den Landcspolizeibezirk' Berlin — für alle jüdischen Eisdielen in der Zeit vom 20. bis' 28. Juli 1935 die Polizeistunde auf 19 Uhr festgesetzt worden. In Schutzhaft genommen * Wie von der „Westfälischen Landeszeitung" ' gemeldet wird, wurden zweiJudeninStralsundin Schutzhaft genommen, weil die Bevölkerung darüber empört gewesen sei, daß sie in diesen Tagen arische Mädchen geheiratet hätten. Außerdem habe die Schwiegermutter, eine Hausbesitzerin, die Wohnung eines arischen Mieters für. die Neuvermählten in Anspruch genommen. " Der „Angriff" meldet aus Drosden : „Wie jetzt bekannt wird, sind seit Endo 1934. in Sachsen auf Anordnung dcB Sächsischen Innenministeriums 14 Frauen und ein Mann wegen rassenschänderischen Beziehungen mit Juden in Schutzhaft genommen worden. Diejüdischen Portner dieser „Verbindungen wurden, soweit es sich um Ausländer handelt, des Reiches vorwiesen. Die übrigen sind einem Konzentrationslager, zugeführt worden." Nach Mitteilungen der Geheimen Staatspolizei K a r 16 r u h c wurden drei Personen in Schutzhaft genommen und eine weitere verwarnt. Im ersten Falle handelte es sich um eine Ariorin, die Beziehungen zu einem Juden Unterhalten habe. Ein Fabrikant und ein Handelsvertreter kamen in Schutzhaft, weil sie als Nichtarior die Ehre des deutschen Kaufmanns ■ gröblichst verletzt hätten. Eine Nichtarierin, die in besonders herausfordernder Weise die Entfernung des Schildes „Deutsches Geschäft" von einem Geschäftsinhaber verlangt habe, sei infolge ihres hohen Alters nür verwarnt worden. Für den Grabhügel Marrchall Pilfndrids Warschau. In der polnischen Stadt Kazk, wo der jüdischol Iiis che Freiheitskämpfer Oberst Bcrck Jasselewicz _jgraben liegt, .ist eine Delegation dor jüdisthen Frontkämpfer Polens eingetroffen. Sic wird dem Grabhügel Erde entnehmen und sie nach Krakau zum Grabhügel des verstorbenen Marschalls Pilsudaki bringen. Hamburg. Der verstorbene Arzt Dr. M. Cohn hat der Deutsch- Israelit. Gemeinde testamentarisch 100 000 RM. in Wertpapieren und Liegenschaften mit dor Vorschrift vermacht, davon Zöglinge der beiden hiesigen Waisenhäuser in ihrer Berufsausbildung zu fördern. — Das jüdische Erholunga- und Landjugend heim Wilhclmincnhöhe in Altona-Blankenese ist vor kurzem nach gründlicher Renovierung wieder eröffnet worden. Neben dem Landjugendheim, in dem die jungen Leute für wenig Geld Obdach und Verpflegung finden, hat das Heim auch eine Abteilung für Erwachsencncrnolung. Hier wird für 3,75 bis 4,50 RM volle Pension gowührt. — Die „J ü d i s c h e Gesellschaft für Kunst und Wissenschaft", die ihre Tätigkeit bisher auf die Verunstaltung von Konzerten und Vorträgen beschränken mußte, hat nunmehr die Genehmigung erhalten, auch Theater zu spielen und wird demnächst ihr Winterprogramn» bekanntgeben. E. F. Mannheim. Kürzlich fanden hier die Wahlen zur Syn.ode statt, wobei auf Grund des Einheitsvorschlags folgende Herren, davon vier Liberale, als Abgeordnete unserer Gemeinde zur Synagoge gewählt wurden: Justizrat Dr. Appel, Eduard Bauer, ProL Dr. Billigheimcr, Josef Erlangcr, Julius Löffler, Dr. Otto Simon, Verwaltungsdirektor Otto Simon, Gustav Thalheimer. In der letzten Gemcindcvertretungs-Sitzung wurden an Stelle von Studienprofessor Levi und Ludwig Lehmann Zahnarzt Joseph Levi und Dr. Hans Götzl in die Gemeindevertretung gewählt. Außerdem wurden für ausscheidende Mitglieder in die KultuBkommission gewählt Prof. Dr. Billigheimcr und in die WahlvorbereitungsKommission Zahnarzt Dr. Karl Kahn. In derselben Sitzung .wurden die Ausgaben für den neuon Voranschlag der Gemeinde besprochen und einstimmig gutgeheißen. In der Claus-Synagoge, in der auch Mannheims Uberalo, Rabbiner sämtlich zugegen waren, fand eine Abschiedsfeier für Rabbiner Dr. Unna statt, der mit seiner FamiUe nach Palästina pcht .Der Vorsitzende des Synogogenratcs, Stadtrabbiner Dr. Grünewald brachte den Dank dor Gemeinde Mannheims in ergreifenden Worten zum Ausdruck. Den Abschluß bildete cino Ansprache des Nachfolgers Dr. Unnas, Rabbiner Dr. Lauer, der betonte, daß auch sein Leitstorn der Einheitsgedankc in der Gemeinde sein werde. —ön* V 4totfc8töt»lft in den Berliner Synagogen mit neuem Ritus Freitag, 2 6. Juli, abends 7 Uhr. Prinzrcgentenstraßo 7.15 Uhr. Änspr.: Lindenstraße: Heymann. Fasanenstraße: Scheuermann. Predigt: FricdenBtcmpel: Prinz. Liberale Synagoge Norden, Schönhauser A1W 162: Wegen Ronovierung geschlossen. Liberole Synagoge Osten, Kaiserstraßo 30, 7.30 Uhr: Goetz. Liberale Synagoge Nordost, Prenzlauer Promenade 176, 7.30 Uhr: Adler. Liberale Synagoge Westend, Kaiserdamra 78, 7 Uhr: Graf. Liberale Synagogo Wedo^ng-neinickendbrf, Exerzierstraße 13, 7.30 Uhr: Loeb. Jüdische Religionsgemeinde diarlottenburg, Schulstraßo 7, 6.30 Uhr. Jüdische Reformgemeinde, Joachims^ thaler Straße 13, 6.30 Uhr: Gottschalk. Sonnabend, 2.7. Juli, vorm. 10 Uhr. Frühgottesdicnst: Lindenstraße, Levetzowstraße, Prinzregentenstraße: 7.30 Uhr. •Predigt: Neue Synagoge: Warschauer. Lützowstraßo: Graf. Lovetzowstraße: Hamburger. Prinzregcnlonstraße: Brasch. Liberale Synagoge Osten: Lit.: Goctz. Jüdischo Roligionsgemeinde Charlottenburg: 9.30 Uhr: Prcd.: Pfingst (Neumondsweihc). Sonntag, 2 8. Juli. Jüdische Roformgemeindo, Johannisstraße 16, vorm. 10.30 Uhr: Rosenthal.