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Jüdische allgemeine Zeitung · 1935-07-24 · 30 (24.7.1935) · page 5

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische allgemeine Zeitung
Volume
15 (1935)
Issue
30 (24.7.1935)
Date
1935-07-24
Page
– (sequence 5)
Language
German
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gleichen Material hergestellt werden sollte, wie der Fabrikneu b a u, der kurze Zeit vor seinem "Tode in Angriff genommen war. Nun zieren ein Erinncrungamal und eino Einfassung aus . rötlichbraunen Klinkern dieses Grabmal. Sie muten an wie ein Sinnbild der Arbeit, der der Verstorbene sein ganzes Leben geweiht hatte. Ein anderes Erinncrungsmnl ist einem Architekten von seiner jungen Frau gewidmet, als sio ihn nach kaum einjähriger Ehe wieder verlor. Eine mächtige Trauerweide senkt ihre Innghcrabhüngcndcn Aste über einen Marmoradlor mit hangenden Flügeln. Zu seinen Füßen liegen Reißbrett, Winkelmaß und Zirkel, getreu dem Rüstzeug nochgcbildct, das der Verstorbene im Leben für Beine Tätigkeit benutzt hat. In das Postament, daB den Adler trügt, ist eino herausziehbare Lade eingelassen. Das winzige Schlüsse Ichcn dazu tragt die Witwe ständig an einem Armband. Die Lade enthalt ein Porträt des teuersten Menschen, den sie hier begraben mußte. Für diese Frau gibt es weder Külte noch Hitze, um sio vom Besuch des Grabes zurückzuhalten. Auch jetzt kniet sie, tiefgebeugt, unter den Rosen, die das ganze Grabmal wie eino blühende Mauer umgeben. Ein Bild echtester Trauer, denn es ist über ein Vicrteljahrhundcrt her, daß man ihren Gatten hier zur owigen Buhe gebettet hat. In altem Stile (Aus einer Partie zwischen Dr. E. Laaker und Capablonca.) Kg3; Thl, Th3; Sc3, Sc6; Bauer g4, Fromme Lüge / Skizze von ALICE STEIN-LANDESMANN Seit über 48 Jahren sind die beiden Alten Nachbarn: jeden Morgen, wenn Elias die schweren Tuchballen heraustrügt, um sie vor das Schaufenster zu legen, öffnet Mandel seine cisernu Türe, und beeilt sich, auch seine Waren draußen auszubreiten. Immer Bteht Mandel zu früh auf, das lange Lesen in der Nacht laßt ihn erst gegen Morgen Schlaf finden. Er ärgert "sich seit Jahrzehnten darüber, daß Elias, der doch der Ältere ist, so gut aüsgeruht erscheint. „Und warum hast du dein Kappchen nicht auf?" fragt Mandel mit zornigem Blick auf Elias' kahlen Schädel. „Eine Lungenentzündung und weg bist dul" „Wie lange weissagst du mir das schon?" murmelt der Alte und lächelt. Aber im nächsten Augenblick muß er sich plötzlich gegen die Wand lehnen und tief Atem holen: er hat den bekannten Schritt des Postboten gehört. „Mandel — der Briefträger — —", keucht Elias. Der Angeredete zuckt die Achseln: „Was siehst du schon wieder mit deinen schlechten Augen? Es ist noch nicht 8 Uhr — du träumst I Immer diese Unruhe — wie soll denn jetzt schon Nachricht kommen? Wann sind unsere Jungen fortgefahren? Ist das kein weiter Weg bis Haifa? Na alsol Elias nickte begütigend: „Ich sag' ja nichts mehr. Aber, daß ich warte, Mandel — — Wartest du nicht? Gott soll nur geben, daß die Kinder glücklich gelandet sindl Ich liebe nicht große Schiffe und Stürme und fremde Länder mit schlechtem Klima--" „Du bist ein Kleinstädter und ein unmoderner Mensch dazu, Elias! Und wer sagt, das Klima ist schlecht?" Elias ordnet die Stoffballen auf dem langen Holztisch: „Es ist aber doch der Postbote 1" sagt er eigensinnig. Sein geschärftes Ohr vernimmt diesen raschen Knarrenden Tritt durch alle Geräusche der erwachenden Straße hindurch. Jetzt zieht er die Brille heraus ,abcr er steckt sie mit einem resignierten Lächeln gleich wieder fort — alte, dumme Gewohnheit I Die scharfen Gläser nützen ihm schon lange nichts mehr, täglich wird seine Sehkraft geringer. Es ist schwer, den Enkelsohn zu entbehren, der so hilfreich war. „Jakob, mein gutes Kind — —" Er wagt nicht, die zärtlichen Worte laut werden zu lassen. Mandel wird böse, wenn er ihn hört. Mandel ist zwar auch schon fast 70 Jahre — aber er ist aus härterem Holz. Er findet sich leichter in das Unabwendbare. Er ist es, dor zuredete, als die beiden Jungen den Plan faßten, nach Palästina zu gehen. „Jugend soll arbeiten —• laß sie ihr Glück versuchen, Elias 1 Wir Alten haben unser Leben hinter uns!" So hat er gesprochen, immer wieder, bis Elias mürbe wurde und nachgab. Undnun Bind die beiden Großväter allein: Mandcls Kinder wohnen seit Jahren in dem großen Berlin, und Elias hat seihe Tochter früh begraben müssen--Die Enkclsöhhc haben alle Heiterkeit mit sich hinaus genommen, scheint es dem Alten. „Aus einem Hafen unterwegs kann man auch schreiben —", bcharrt Elias und macht ein paar zögernde Schritte auf die Straße Tunaus." „Man konn alles mit gutem Willen!" Mandel läßt ihn reden. Er sortiert sorgfältig die kleinen Spitzenkragen, die Bünder, die Strümpfe — —. Wie gut hat es Davy verstanden, den Käuferinnen die Ware anzubieten--1 Jetzt dringen die ersten Sonnenstrahlen in die enge Gasse. ,.Es wird Tieiß —", seufzt Elias und denkt an Jakob, der vielleicht unter der Hitze leiden wird. Jetzt hat er den Briefträger erreicht — er streckt die Hand uus, um die Post entgegenzunehmen. „Nichts für. Sie, Herr Elias — aber für den Herrn Mandel habe ich etwas.". ■ Elias steht .unbeweglich; „Nichts für mich? Tut nichts — nur Nachrieht! Schnell, Mandel — mache auf! Lies vor —-I" Mandel kramt umständlich die Brille hervor, Elias zittert vor. Ungeduld, er muß sich sotzcn: ,,Ob du .endlich, anfangen wirst?" Die Bogen des dünnen Ubcrscepapiers rascheln in MandelB Händen — warum liest er noch immer nicht? Elias packt ihn am Arm: „Was ist?" Mandel ist über die ersten Sätze nicht hinausgekommen — er starrt' bleich und rattos auf diese Zeilen, die ein'Unglück melden, ein grausames Unglück — — „Er schreibt da — eine elende Handschrift hat der Junge — gar nicht klug kann ich werden aus dem Geschreibsel — —", stammelt Mandel. Elias schüttelt den Kopf: „Daß ich nicht besser sehe — ein Jammer ist das! Du bist unbrauchbar, Mandel — da wartet mo» und erfährt nichts!" „So laß mich doch erst einmal richtig zum Lesen kommen — — Geduld, Elias — — also — jetzt sehe ich schon — zuerst einmal: die Reise war gut, ruhige See und das Essen reichlich — und Bekanntschaften gemacht — —" „Was soll das bedeuten, Mandel — liest man so einen Brief vor? Genau, wörtlich mußt du lesen! Oder ich werde, es dir auch nicht zeigen, wenn mein Jakob mir schreibt — —. Wahrscheinlich hat Jakob viel ausführlicher geschrieben, und sein Briet kommt erst morgen — was meinst du?" „Wahrscheinlich wiederholte Mandel, und sein kleiner Kinnbart zittert. Ist es denn möglich, dem alten Freund diesen entsetzlichen Schlag zu versetzen? Jakob ist tot — Jakob, der prachtvolle Junge — innerhalb dreier Tage hat ihn eine tückische Gehirngrippe umgeworfen — kaum, daß die beiden Jungen gelandet waren — — — Davy schreibt verzweifelt: „Großvater, Du mußt Jakobs Tod verschweigen! Wir müssen gemeinsam -diese fromme Lüge aufrecht erhalten! Ich werde an Jakobs Stelle an den armen Onkel Elias schreiben — schon morgen will ich versuchen, den Brie! 'fertig zu machen. Späterhin werde ich auch einmal Geld schicken — alles will ich tun, um den alten Mann zu schonen — — Du mußt ihm ja ohnehin die Briefe vorlesen — also wird es sich hoffentlich durchführen lassen! Ich kann es ja selber noch nicht begreifen, daß ich meinen liebsten Freund verloren habe --!" Elias ist neben den Nachbarn getreten und heftet seine trüben Augen aut den Verstummten: „Gencimnissc, Mandel? Kein Wort über meinen Jungen? Ist etwas nicht in Ordnung? Haben sich die Kinder etwa gezankt? Sic brauchen einander doch so nötig im fremden Land — —." Seino Stimme wird immer leiser und endet in einem hilflosen Aufschluchzen. Mandel wagt nicht, den Freund anzusehen. Da stehen sie nebeneinander: zwei Greise, am Ende ihres Lebens vereinsamt —. In einer selbstverständlichen Gemeinsamkeit haben sie durch Jahrzehnte Leiden und Freuden zusammen getragen. Es war ihnen ein trÖBtlichcr Gedanke, daß sich in ihren Enkeln diese Freundschaft Wiederhofen konnte —" —. l[nd nun — —. „Gott wird mir beistehen — von jetzt ab muß ich immer lügen — —." Mandel fühlt eine helfende Kraft in sich erwachen, ein Strom von tiefstem Mitleid durchglüht ihn. Mit ungewohnter Zartheit beugt er sich zu dem Alten hin. Aber in1 letzter Sekunde findet er zu Beinern derben Ton zurück: „Was ouülst du mich, alter Narr? Wirst schon hören, setze dich hin, .sollst es wörtlich vorgelesen kriegen! Nämlich, Jakob wird dir morgen schreiben — die Jungen wollen sich abwechseln, dos teure Porto, du verstehst! Wie schreibt mein Davy? Es ist so viel Arbeit zu tun; alles ist noch so neu für uns — — wir müssen sehr dahinter sein — diese Zeilen sind für Euch beide — immer werden die Briefe für Euch gemeinsam sein — —. Sobald wir klarer sehen, bekommt Ihr schnellstens Bericht! Wir sprechen soviel von Euch --. Was sogst du, Elias -rdie Kinder, vergessen uns nicht da draußen — die Kinder — unsere Jungen--." Mandel stockt und sucht nach dem Taschentuch. Elias hört mit verklärtem Gesicht zu: „Gute Kinder haben wir, Mandel — Gott hat uns gesegnet — — man muß dankbar sein — —." Mandel nickt. DER JÜDISCHEN ALLGEMEINEN Leiter: Siegf ried Winitzki Aufgaben aus der Praxis Mattangriff durch Ablenkungsopfer (Aus einem amerikanischen Turnier, gespielt zwischen Grünberg und Steiner.) '," Weiß: 12 Figuren'.' Khl; De2; Tal, Tdl; Lf4; Se5, Sd2; Bauer h2, g2, c2, b4, a3. Schwarz: 12 Figuren. Ke7; De8; Ta8, Th8; Lf2, Lf5; Se4; Bauer g7, g6, et, b5, a6. f g h mm . *«r « WM ü tß^0,lm m Äii m fmm ■. i90mm WJfyi ffizmzL tiW1^ vfäffl?, f//<//<*wmt™™yMW//^\/f/M'" i Kc8; Tg8, Td7; Lb7; Sb6; Weiß: lOFigurcn. f5, c4, c2, b4. Schwarz: lO Figurcn. Bauer b5, c6, d6, (6, g5. Stellung nach dem 34. Zuge von Schwarz (Capablonca) 35. c4—c5!l (Durch dieses glänzende Bauernopfer wird eine Bresche in dio feindlicho Stellung gelegt, und der Sicj» erzwungen. Das Freiwerden des Punktes c4 für den weißen Springer iBt die wichtige Folgo des tiof durchdachten Bauernopfers.) 35. . . . d6Xc5; 36. Sc3—c4 Sb6—d5; 37. Sc6— c51 (Wenn Schwarz den Turm von d7 jetzt wegzieht, gewinnt Sc5xh7-(- nebst Sc4—d6-f-.) 37. . . . Lb7—c8s 38. Sc5Xd7 Lc8Xd7; 39. Th3—h7 (Der entscheidende Stoß) Tg8—f8; 40. Thl—al Kc8—d8; 41. Tal—a8+ Ld7—c8; 42. Sc4—c5 Schwarz gibt auf. 9 Gebote beim Schachfpielen Praktische Winke, zusammengestellt von Siegfried Winitzki Die Schachpartie iBt ein heißer, erbittertor Kampf, ein Kampf, in dem man allein mit dem GeiBt nicht auskommt, wo auch das Gefühl mitredet, wo Energie, Entschlossenheit ebenso wichtig Bind wie Gcistigkeit und Besonnenheit. Dazu gehört auch Selbstvertrauen, der überzeugte Glaube an sich, und man darf nicht durch einen Mißerfolg seine Ansichten und Meinungen umwerfen. Man wird erst durch Schaden klug — ein alter Spruch, der sich jederzeit neu bewährt. Hier ein paar praktische Winke: 1. Spiele nur Eröffnungen, die du genau kennst. In fremden Gegenden verirrt man sich leicht. 2. Bringe deine Figuren in Stellungen, in denen sie arbeiten. 3. Versuche jede Figur mit einem Ruck auf einen Posten zu stellen. Viel tun, in wenig Zeit. 4. Vermeide unnützen Figurentausch*, denn du brauchst Macht und Ubermacht. 5. Provoziere keinen Zug beim Gegner, den er von selbst machen muß. 6. Halte dich auf dem Punkte, auf dem du passiv bleiben mußt, gut gedeckt. 7. Beachte, ob deine vorgeschobene Figur noch einen Rückzug hat. 8. Schrick nicht vor Opfern zurück. 9. Schreibe einige deiner Partien nieder, verloren, gewonnen, und analysiere b!c. Es kommt darauf an, daß du dir über deine Verluste und Gewinne genügend klar wirst. f ß Schwarz zieht und gewinnt I Auflösung in unserer »Hellsten Schachecke Die Pointe — elegant und korrekt Weiß: 5 Figuren. Kfl; Ta4; Ldl; Bauer g2, h3. Schwarz : 6 Figuren. Kc4; Td4; Lb6; Bauer e3, f4, g3. In dieser Stellung zog Weiß \'. Ta4—al. Nach diesem Zugo fand Schwarz einen hübschen Weg zum Gewinn: 1. . . . Td4X dl-j-!: 2. TalXdl f4—f3l; 3. g2Xf3-(- Kc4xf3; 4. Tdl—d3 Lb4—elll Die Pointe!! (Auf 5. KflXel läuft der g-Bauer zur Dame,, außerdem droht g3—g24nebst Lei—f2+.) 5. Kfl—gl Lei—f2+; 6. Kgl—hl g3—g2-f und Weiß gab auf. Ubungsbeifpiel Weiß: 8 Figuren. Ka2; Dc2; La3; Bauer c4, d5, 16, g5, h6.' Schwarz: 7 Figuren. Kg8; Dc3; Lf8; Bauer d6, f7, g6, h7. In dieser Stellung zog Weiß La3—cl und die Partie wurdo unentschieden. Statt dessen hätte Weiß elegant gewinnen können. Wie? Auflösung in der nächsten Schachecke Lehrreiche Schachfehler Die Ge(fahr erkannt und doch hereingefallen! Weiß: 8 Figuren. Kd5; Df4; Lb3; Se2; Bauer a2, b2, c2; e4. Schwarz: 8 Figuren. Kc7; Tg5; Se5; Bauer a7, c5, d6, f7, h6. Die weiße Dame kann dem Abzugsschach nicht entsinnen, das einzig« weiße Feld, da» ihr zur Verfügung steht (fl) darf sie . wegen Se5—g4-(-, Kd5—c4, Sg4—e34nicht betreten. Am einfachsten zog daher Df4Xg5, womit Weiß sicher gewinnen würde. Er fürchtete aber (zu Unrecht) die Schwierigkeiten, die sich auch dann noch aus der eingeklemmten Stellung seines Königs ergeben könnten, und wollte dem Gegner nicht einmal diese Chance lassen. Weiß zog oIbo 1. Df4—f6, um nun auf ein Springerabzugsschach die Dame gegen den Turm zu opfern und dann mit dem König über c4 zu entweichen. Er mußte dieses Abirren vom klaren Wege aber schwer büßen, denn es folgt, 1. . . . Se5---d71 '2. Df6Xg5 Sd7—b6 mattlt RECHT im ALLTAG Aus neuen Entfcheidungen oberfier Gericlite Die Aufwertung von hochvcrzinslichcn Dollar sc h u t z c n wird vom Reichsgericht abgelehnt. Ohne den Hinzutritt besonderer Umstände vermag hier eine Entwertung von 38 v. H. eine Aufwertung nicht zu begründen. Infolgedessen bleibt das Dollardarlchen ein Dollardarlehen. Zu berücksichtige« aber und zu ersetzen ist der Verzugsschaden. Ist das Dollurdurlchcn nicht zur vereinbarten Zeit zurückgezahlt worden und ist der Schuldner dadurch in Verzug geraten, so kann der Gläubiger den aus der Dollarabwcrtung herrührenden Schaden als Verzugsschaden verlangen, solange nicht andere gesetzliche Vorschriften wirksam geworden sind. (RG VI 13/34.) Die Erfüllung des GcscllschaftBvcrtrageB kann von einem Gesellschafter auf Grund des § 28 Vcrgl. O mit Ermächtigung des Gerichts abgelehnt werden. Denn der Gcscllschuftsvertrug gehört nach dem Sprachgebrauch des BGB zu den gegenseitigen Vertrügen im Sinne der §8 4 und 28 Abs. 1 Vcrgl. O. Zwar kannnicht die Gesellschaft sclbBt die Erfüllung des noch nicht erfüllten Vertrages ablehnen, aber einer der Gesellschafter kann es tun. (RG II 327/34.) Wenn ein säumiger Steuerschuldner die von dem Finanzamt eingeleiteten Bcitreibungsniaßnalimen durch irgendwelche Täuschungsmanöver verhindert, macht er sich des Erschlcicheus von Steuervorteilen strafbar. (RG 2 D 189/34.) Verpflichtet sich in einem SchcnkUngsvertrag der Schenker zur Verzinsung des geschenkten, aber noch nicht ausgehändigten Betrages, so ist darin regelmäßig die Begründung eines Zihscnstammrechts zu erblicken, das seinerseits der Schenkungssteuer unterliegt. Während der Zinsanspruch als solcher steuerpflichtig ist, unterliegen aber die einzelnen Zinslcistungcn nicht noch gesondert der Versteuerung. (RFH nie A 15/33.) Beim Umbau von Großwohnungen in Kleinwohnungen und Ausbesserung der Fassade haftet der Vermieter nicht für eine kurze, vorübergehende Störung des Mieters, wohl aber für länger dauernde Störungen und Beschädigung der Sachen des Mieters. (KG 17 . U 8499/34.) Unklare Vertreterverträge Die Rechtsverhältnisse des ' Vertreters, insbesondere wenn, zwischen dem GcschäftshcyrTn und dem Vertreter hoch Bczirkslcitcr stehen, sind seit langem umstritten. Daher beansprucht eine kürzlich ergangene Entscheidung des Berliner Arbeitsgerichts, die sich mit diesen Verträgen beschäftigt, besonderes Interesse. Ein Bezirksleiter hatte mit einem Untervertreter einen Vertrag ge-r schlössen, in dem hinsichtlich der Provision Unklarheiten enthalten waren. Nach Auflösung des Vertrages verklagte der Untervertreter überall. , nie „Jarnsens fliineniBiDB" JflfcMAX BERNSTEIN, Uhrmacher Düsseldorfer Straße 14, I 2 Oliva 2180 ^fc»» Uhren, Oeschenke — Bestecksachen d. Württ. Met.- War.-Fabr. — Rcpflr. preisw. n. gut. Aul Wunsch Abb'olg Jüngere perfekte Köchln in Einfamilienhaus neben jüdischem Hausmädchen gesucht. J 3 1198 giiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiuiiiiiiiiiiiiiiiiiiiminmiiiiiiui| 1KAPITA1SCHUR / VERWERTuHQ | | ÜBERNAHME 1 lunter sicherer Anlage wird! Izu getreuen Händen ausge-f I führt. Oefl. Anfragen unter 1 1A 110 an die Geschäftsstelle | | der J A Z. | illllllllllllllllllllllllllllllUIIIIIUIIIIIIlillllUllllllUIIIIUIli Aufienflände—Forderungen ob ausgeklagt oder nicht werden In voller Hllte mit Zinsen u.s.w. gegen Lieferung von sehrnitzllcherhailbaier Ware aufgekauft,'auf eigenes Risiko bearbeitet und belgaogin. Fordern Sie bitte die einfachen günstigen Bedingungen an unter Beilage des Briefräckportos unter Nummer A 109 an die Geschäftsstelle derj A Z, - TEILHABERIN / HEIRAT welche «Ich mit ca. 8.-10.000 RM in einem ertragreichen Unternehmen in der Nahrung«- und denullmlltelbranche bete 11 Igen will Ist ein Wegium atack offen, well auch Eheanbahnung mit einem tüchtigen gesunden Jungen Menschen geboten Ist. Inserent lest Wert auf ein treues, ehrliche« Mldel Im'Alter von 17-29 Jahren. Oefl. Zuschriften mit Bild werden streng verschwiegen und «Ind zu «enden unter A 108 an die Oeschlltsstelle der J A Z. , Sie bitte ge Beachten n»« unss4r«n Anzeigenteil

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