Jüdische allgemeine Zeitung
- Journal
- Jüdische allgemeine Zeitung
- Volume
- 15 (1935)
- Issue
- 29 (17.7.1935)
- Date
- 1935-07-17
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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\ scheinbare Reisen, durch den Aufenthalt in kleinen unschönen Städten und am Land. Wir leben in goisäger Beziehung wie die Kokotten, die nur französischen Salat und Gefrorenes essen. Ich habe hier das Buch von Engländer mit: ca besteht sehr schlech t neben meinen andern Bachern, Gedichten von Goethe, Pindar und den Novellen von MnupuBsant. Ich will nicht viel von den Frauen sagen: aber es iBt sonderbar, wie es die Seele austrocknet, zu viel mit ihnen zu sein. Ich sehne niich unbeschreiblich nach dem Sommer. Ich glaube, es hat nie solche Menschen gegeben, wio wir sind. Aber wir sind weder schwach, -noch schlecht. Wir sind nicht von der glücklichen Möglichkeit ausgeschlossen, dem Leben gerecht zu worden. Ich habe hier wieder die Verteidigungsrede des SokrntcB felcscn: es iBt wunderschön, daß er sagt, auch dieser ungorcchlo 'od erscheine ihm schließlich als kein zu hoher Preis für das Glück, so viele sehr schöne Gespräche mit jungen und alten Menschen geführt zu haben. Es besteht ein merkwürdiges Verhältnis zwischen Wilde und Sokratcs. Nur freilich ist bei Wilde alles verzerrt, erniedrigt. Schreiben Sic mir doch, wenn Sic zum Reden keine Lust haben, schreiben Sic mir die Vorsätze, die Sic für den Mai und Juni hoben. Hier ist nichts, das man mit Freude anschauen könnte, völlig nichts, nicht einmal die Schwertlilien, mit denen Sie sich in Czaslau getröstot haben. Und seit diesen 12 Tagen hab ich nur einmal die Sterne gesehen. Mir kommt vor, ich lebe unter der Welt, wie ein Dachs, oder noch eher neben der Welt. Der Ihre Hugo. Varcsc, 5. IX. 97 Mein lieber Richard, ich hoffe, daß Sic irgendwo dieser Brief erreicht, der Ihnen sagen soll, daß ich über Ihr Telegramm eine jjroßc Krcudc hatte, recht eine ernste Freude, die gerade dos Schreiben schwer macht. Mein lieber Richard, Sic sind um bo viel reifer und fertiger wie iuh und haben beides um so viel mehr Güte und Einsicht in dos Richtige, daß ich wohl weiß, daß meine Freundschaft für Sic nicht den Wert haben kann wie Ihre für mich, sondern nur einen viel viel geringeren. Ich werde nie im Stand sein und werde mir's auch nie verlangen, aus dem Gewebe meines Wesens die Fiidcn herauszuziehen, die Ihr Geschick sind: es fiele dann alles nuscinmidcr. Ich weiß genau, daß es keinen Menschen gibt, dem ich so viel schuldig bin wie Ihnen, ganz unscheinbar ist dos gekommen, in den Hunderten von Gesprächen, die wir in diesen fünf Jahren miteinander gehabt haben. Und wenn ich Ihnen heute verspreche, daß Ihr Kind an mir einen guten Freund haben wird, in 5 Jahren oder in 20 Jahren, wann sein Leben es fordert, dann ober unbedingt, soweit ich die menschlichen Dinge dann erkenne und soweit meine Kräfte reichen, so weiß ich, daß das heute nicht viel ist, aber einmal eine Art von Wiedererstattung dessen werden kann, was Sic mir ohne solche bestimmte Absicht gegeben haben. . . . Seine wissenschaftliche Arbeit ist bis auf den heutigen Tag eine ungemein vielseitige und fruchtbaro gewesen; sie umfaßt rund 150 Veröffentlichungen. Sein Hauptgebiet ist die Clürurgie der Bauchorgano; danebon beschäftigte er sich, gleich seinem großen Lehrmeister Israol, vorwiegend mit den Kraukhcitszuständen der Nicro und der Harnwege. Hier hat er sieh besonders auch durch eine Reihe plastischer Operationsmethoden bekannt gomacht. Sic zeigen ihn — und nicht bloß auf diesem Sondergebiet — als erfindungsreichen, kühnen und technisch geschickten Chirurgen. Uber eine besonders kühne und wohlgculngcnc Operation berichtete unser Jubilar auf dem Berliner Chirurgenkongreß im Jahro 1911, wo er eine Patientin vorstellte, bei der er zum ersten Male am Lebenden eine sogenannte Eckschc Fistel, das heißt eine operative Verbindung der beiden größten Sougadern in der Bauchhöhle, vorgenommen worden war. Auch heute ist Paul Rosenstein als Krankcnhauslcitcr und als Berater einer großen Klientel unermüdlich tätig und findet daneben noch Zeit, auf seinem Wochcncnd-Tuskulum sportlichen Neigungen nachzugehen. Mit dem Dank seiner Patienten und Kollegen und der Jüdischen Gemeinde zu Berlin verbindet sich allseitig — auch von unserer Seite — der Wunsch, daß dem Scchzigiährigcn noch viele, viele Jahre segensreichen Wirkens, in voller körperlicher und geistiger Frische, bcschicdcn Bein mögen. Medien«. Unter denfehwarzen Juden Abeffiniens SalomoniJ'che Herkunft des Herrfcherhaufes? — Der „Kleine Sabbat" — Der Tempel als Vorbild — Das Leben der Falafchas Seit dem Tode des Negus Ncgesti, deB Kaisers Mcnelik IL, der 1913 starb, war es um Abessinien ein wenig stille geworden. Der Weltkrieg und die nachfolgenden weltpolitischen Ereignisse hatten das Interesse für die am Kriege beteiligten und unter den Kricgsfolgcn leidenden Völker gänzlich in Anspruch genommen: der Thronwechsel in dem ostafrikanischen Lande wurde, wie irgendein anderes exotisches Ereignis, einfach zur Kenntnis genommen, und man ging darüber — wie man zu sagen pflegt — zur Tagesordnung über. Die politischen Ereignisse der letzten Zeit, in deren Verlauf sich der alte italicnisch-abcssinischc Zwiespalt so verschürft hat, daß man ernstlich mit einem Krieg rechnet, haben Abessinien wieder stark in den Mittelpunkt des Interesses gerückt. AbcBsinien ist ein interessantes Land — nicht zuletzt für die Juden. Führt doch das abessinische Königshaus seinen Ursprung auf König Salomo zurück, und die jeweilige Dynastie bezeichnet sich stets als salomonische. Die vom Negus erlassenen feierlichen Dekrete beginnen mit den Worten: „Gesiegt hat der Löwe aus dem Stamme Juda". Die salomonische Herkunft des abbessinischen Herrscherhauses wird mit einer Verbindung der Königin von S a ba , die nach den Abessinicrn den Namen Makeda trug, mit König Salomo in Zusammenhang gebracht. Auch in der Religion der Abessinier macht sich jüdischer Einfluß in starkem Maße geltend. So wird am achten Tage nach der Geburt die Beschncidung vorgenommen, gewisse Spciscvor- 8chriften wurden von den Juden übernommen, und auch manche kirchliche und priesterliche Riten klingen stark an Jüdisches an. Die Abessinier feiern auch neben dem christlichen Sonntag den Sonnabend als „kleinen Sabbat". Im Bau der Kirchen, in denen drei Teile, der Vorhof, das Heilige und das Allerhciligsto streng voneinander getrennt werden, wira der Plan des salomonischen Tempels nachgeahmt. Es gibt jedoch in Abessinien auch Bekenner des jüdischen Glaubens. Eino gonauorc Kenntnis von ihnen stammt erst aus neuerer Zeit. Joseph Halevy, ein französischer Gelehrter, der im Auftrage der Alliancc Israelitc Abessinien bereiste, brachte im Jahre 1868 die ersten genaueren Nachrichten über die Falaschas mit, Abessinier, die zweifellos die Nachkommen der jüdischen Bevölkerung sind, die vom 9. bis 13. Jahrhundert in Abessinien eine große Rolle spielte. Dreißig Jahre sputer, im Jahre 1898, hat Dr. Jacques Faitlov i t s c h sich eingehend mit den Falaschas befaßt. Rassisch sind die Falaschas abessinische Neger, sie stellen einen rein afrikanischen Typus dar, haben schwarze, krause oder wellige Haare und sind dunkelfarbig, braun oder schwarz. Dem Glauben nach gehören sie aber unbedingt dem Judentum an, an dem sie treu festhalten, wenn sie ihre Riten auch infolge einer vielleicht mehr als tausendjährigen Abgeschlossenheit geändert haben. Die Falaschas nennen eich aber Bietn Israel — Haus Israel —, und sie werden von den anderen Abessiniern Yahoudi — also Juden — genannt. Dr. J. Fuitlovitsch, der seit 1914 ständig zwischen den Falaschus wohnt, ist vor kurzem in Rom eingetroffen und hat neue interessante Aufschlüsse über die schwarzen Juden in Abessinien gegeben. Das Wort Falascha bedeutet emigriert, in der Diaspora lebend. Diese Juden genießen vollständige; Gleichberechtigung und leben in Frieden mit den andern Einwohnern. Meistens wohnen sie in der Hauptstadt Addis Abeba und in den umliegenden Dörfern. Seit ich zwischen ihnen lebe, ist keine Taufe mehr vorgekommen; im Gegenteil, es sind viele zum Judentum zurückgekehrt. Sie kennen nur die schriftliche Bibel, aber nicht den Talmud und die Midraschim. Sic halten die Gesetze der Bibol, besonders den Schabbos, wie die Karotten, sehr streng. Chanukka und Purim kennen sie. nicht, beim Fleischeseen bewahren sie sehr streng das Blutve'rbot. Pünktlich halten sie auch das Beschheiden am achten Tag. Zum Gebet ver.8amroe.ln,,sie sich in ihren Synogogen. Während deB Ge~ betB sind sie bloß kö p f.ig, - Ihre To r a hat, nicht nollenform, sondern Buchform, und hegt ständig auf einem speziell reservierten Tisch (also nicht im Uraun), wie bei uns.. .Beim Toravorlesen folgen sie auch nicht unserem einjährigen System-, immer wird ein nach Beliehen ausgesuchter Teil vorgelesen. Ihr Familienleben ist sehr innig. Dio Hciratszoremonie ist Behr einlach, nur "zwei Zeugen sind nötig. . Die Falaschas haben biblische Namen. Ati der Spitze der Gemeinden Btehcn keine Rabbiner, sondern Priester, welche den Kindern Bibelunterricht geben und auch Opfer darbringen, von welchen sie hauptsächlich ihr Gehalt haben. - Beruflich sind sie Hand.werkor und Landwirte und als solche wegen ihrer Geschicklichkeit und Ehrlichkeit geschätzt. Vereinzelt kamen früher — nur aus dem religiösen Gegensatz heraus — gewaltsame Bekehrungsversuche und auch Verfolgungen vor. .Unter der Regierung des jetzigen Kaisers Hailasso hat man aber davon nichts mehr gehört. . Seit der Studienreise'des Dr. Fuitlovitsch hat man sich der Falaschas angenommen und namentlich dafür Sorge getragen, daß durch Ausbildung von Lehrkräften und Gründung von Schulen für eine bessere religiöse und auch weltliche Bildung etwas geleistet werde. Junge Falaschas wurden naclMJuropa gebracht und erzielten, dank ihrem Eifer und ihrer Intelligenz, erfreuliche Lernerfolge, die sie dann im Heimatlande zum Nutzen ihrer Glaubensgenossen verwerten durften. .<■;■ ■.' .. 'Außer de« einheimischen-' FalaschaB deren Zahl bei einer G'esamlbevolkorung voa W-Millionen hach'einer vagen Schätzung 50 00(1 beträgt,' leben auch ah den größeren- Handelsplätzen vereinzelt jüdische Kauflcutc und Handelsvertreter. Jemenitische Juden wohnen in etwas größerer Anzahl in Addis Abeba. Der Kuriosität halber sei noch eine Nachricht verzeichnet, die vor einer Reihe von Jahren auch durch deutsche Zeitungen ging, und die, wenn sie wahr wäre, so etwas wie die Geschichte einer neuen Königin Esther wäre: In der Nähe von Zloczow in Galizicn schloß sich im Jahre 1917 Rahcl Brauer, die Tochter eines orthodoxen Schneiders, einem russischen Oberst an. Sic flüchtete mit ihm vor der Revolution nach Konstantinopcl, wo sie der Offizier im Stiche ließ. Rahel ging als Tänzerin an ein Theater, bis ein giiccirischcr Staatsangehöriger sie heirutete und nach Kairo brachte. Nach dem Tode ihres Mannes mußte sie einen Erwerb suchen und trat in einem Theater in Kairo wieder als Tänzerin auf. Dort sah sie der frühere Thronfolger von Abcßsinicn und nahm sie nach Addis Abeba mit, wo sie, nachdem er zur Herrschaft gekommen, seine morganatische Frau wurde. Sie soll angeblich ihrem Vater nach Zloczow 5000 Pfund Sterling geschickt haben und sich aucli sonst für ihre alte Heimat interessieren. Si non e vere . . . —f. Profeffor Paul Rofenftein Zum 60. Geburtstage Der Jubilar, dem diese Zeilen zu seinem sechzigsten Geburtstag gelten, hat — nach seiner Bedeutung als wissenschaftlich und praktisch tätiger Arzt und als leitender Chirurg des Jüdischen Krankenhauses — in der Berliner Ärzteschaft seit Jahren eine beachtenswerte Rolle gespielt. Von den '^^^/ "Autn.: Herbert Soimenfeld jüdischen Ärzten Berlins und darüber hinaus in jüdischen Kreisen überhaupt wird diese Bedeutung unter den heutigen Verhältnissen begreiflicherweise doppelt hoch gewertet. Professor.Dr. Paul Rosenstein ist seit dem Jahre 1924 Nachfolger des berühmten Berliner Chirurgen James Israel, der lange Zeit den Posten eines dirigierenden Arztes am Jüdischen Krankenhause innehatte; Rosenstein war vior Jahre lang-, bis-zum-April 1905, sein Assistent, nachdem er vorher an 3er Königsborger Universität als Volontär- und Assistenzarzt der Professoren Neumann ,\Vinter und ' von Eiseisberg gewirkt hatte. Em Jahre 1910 wurde er zum dirigierenden Arzt der chirurgischen Und gynäkologischen Abteilung am Krankenhaus Hasenheide. (Berlin) gewählt und verließ'diese Stellung, um bei der Mobilmachung August 1914' ins Feld zu rücken. Den Krieg mochte er als Chefarzt des Feldlazarott&IdcsGdrdck'orps und später der Garde, kavallerioschützendivision mit. Er wurde 1918 im Felde verwendet, ist Inhaber des Eisernen Kreuzes I. und II. Klasse und wird als Oberstabsarzt der Landwehr geführt. Ein Jahr, nachdem . er.' ,die Leitung der chirurgischen-und urolpgischen Abteilung am ' .Jüdischen. Kronkenhatfe - übernommen, erhielt er in .Anerkennung ' seiner wissenschaftlichen Verdienste den Prbfessörtitcl." RECHT im ALLTAG Aus neuen Entfcheidungen oberfter Gerichte Als Berufung^ Ii egründung genügt die Angabc von Punkten nicht, auf die sich die Urtcilsanfcchtung beziehen soll, sondern es muß dargelegt werden, aus welchen Gründen tatsächlich oder rechtlich die Urtcilsuuslühiungcii im einzelnen angegriffen werden. (RAG. B. 67/34.) Gegen den nicht armen Streitgenossen einer armen Partei erwirbt die Staatskasse durch Erstattung der Armcnnnwaltskoslcn an den Armenanwalt keinen Regreßanspruch gemäß § 5 ArmAnwG. Der nichlarmc Strcitgcnossc kann nicht durch Gcrichtflkostcnrcchnung zur Zahlung der Armcnanwaltskostcn dca armen Streitgenossen angehalten werden. (Dtsch. Justiz 3/1935.) Das Herabsetzungsrecht übermüßig hoher D i c n s t v c r g ü t u n g c n umfaßt alle vor dem 6. Oktober 1931 gemachten Rentenversprechen, solange die Rcntcnbczügc nicht zugleich Entgelt für andere als Dienstleistungen darstellen. Bei einem Verkauf des mit einer Hcntcnpflicht belasteten Unternehmens goht dus Recht zur Herabsetzung auf den neuen Erwerber über. Die Berücksichtigung der übernommenen Rcntcnvcrpflichtung im Kaufpreise schließt das Hcrabactzungsrccht nicht Ein Kraftfahrer, der seinen Wagen oder sein Motorrad in der Nähe eines Bahnüberganges mit übermäßigem Geräusch führt, muß sich gefallen lassen, daß im Unglücksfalle die von dem Kraftfahrzeug ausgehende Betriebsgefahr in Anrechnung gebracht wird. Die Bahn ist nicht verpflichtet, so laute Signale zu geben, daß sie jedes von einem Kraftfahrzeug ausgehende Geräusch übertönen. (RG VI 528/34.) Verlangt ein Stcucrgläubigcr wegen einer Steuer, die als öffentliche Last auf einem Grundstück ruht, Befriedigung aus dem Grundstück, bo ist jeder, der Gefahr läuft, durch die Zwangsvollstreckung ein Recht an dem Grundstück zu verlieren, berechtigt, den Stcuergläubiger zu befriedigen. Durch den Übergang auf einen Dritten wird dio Stcuerfordcrung aus ihren hoheitsrechtlichen Beziehungen gelöst. Sic kann nunmehr von dem Dritten im ordentlichen Rechtsweg geltend gemacht werden. (RG V 347/34.) Anstellungsvcrt rüge mit einseitiger Kündigungsfrist des Angestellten, also zweiseitige Verträge mit der Klausel, daß der Angestellte mit sechsmonatlichcr Frist kündigen kann, sind weder sittenwidrig noch nichtig. (RAG 201/34.) Bei einer Verurteilung wegen Steuerhinterziehung kann angeordnet werden, daß die Bestrafung auf Kosten des Verurteilten öffentlich bekannt gemacht wird. Zur Bestimmung der Art und Weise der Bekanntmachung sind lediglich die Finanzbehörden berechtigt. (RG 3 D 1363/34.) Gymnastikunterricht gehört nicht zu den künstlerischen Berufen; seine Einnahmen unterliegen daher der Umsatzsteuer. (RFH V A 456/34.) Nikotinfrei — koffeinfrei In einer neuen allgemein interessierenden Hcichsgcrichtsentscheidung heißt es: „Unlauterer Wettbewerb durch täuschende Reklame wird angenommen, wenn von einer von Natur aus aromatischen oder narkotischen Bestandteile enthaltenden Ware (Kaffee, Tabak) gesagt wird, daß „die" schädlichen Bestandteile durch ein besonderes Verfahren abgebaut und die Ware gut bekömmlich gemacht und doch schmackhaft sei, während in Wirklichkeit nur ein Prozentsatz (vielleicht 20 oder 30o/o) der Giftstoffe abgebaut sind." (RG II 252/34.) Entziehung der Rente Mehrere in der letzten Zeit ergangenen Entscheidungen, ins-; besondere des RcichsvcrsicherungBamtes beschäftigen sich mit der Frage der Rcntonentzichung. Danach ist eine Entziehung zulässig, wenn der Rentner wieder arbeitsfähig geworden ist, sei es, daß eine Gewöhnung an den krankhaften Zustand und eine Anpassung an ihn stattgefunden hat, sei es, daß die Arbeitsfähigkeit durch Hilfsmittel oder durch Ergreifen eines neuen Berufs behoben ist. Wir haben d(e Neuanstellung Je eines Herten RABBINER konservativer und religiös-liberaler Richtung In Aussicht genommen und erbitten Bewerbungen von Herren mit längerer Amtserfahrung an die Adresse des unterzeichneten Vorstandes bis 31. 8. 35. zu richten. Vorstand der Judlechen Gemeinde zu Berlin Wir suchen für die J o m I m niurolm einen Rabbiner oder Rabblnatskandldaten als Prediger (Orgelsynagoae). Umgehende Meldungen mit Angabe der Ansprüche (einschlleullch Fahrt und Aufenthaltskosten) - werden' erbeten. Dar Vorstand dar Sjmijogenjemelnile Bochum. l KApnuiscHun / verwertuho i | ^. ÜiBEHHAHME s | unter sicherer Anlage wird §§ zir gelreuen HSnden ausge-! führt. Geft. Anfragen unter | A 110 an die Geschäftsstelle 1 \^r;i;Avz;;';;:';::;;.B miiiniiiiiiiiiiiiiliMiiiiiuiiiiiNiiiiiiiiKiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiffl Außenfiänäe—Forderungen ob ausgeklagt oder nltlit werden In voller Höhe mit Zinsen u.s.w. regen Lieferung von SehrnBlxlIcherhaitiaur Wäre aufgekauft, auf eigenes Risiko bearbeitet und belgaogen, ' Fordern Sie bitte die einfachen einstigen Be* dingungen an unter Beilage des Briefrückpoitos anter Nummer A 109 an die Geschäftsstelle derf A Z. TEILHABERIN / HEIRAT welche »Ich mit ca. 6.-10.000 RM an einem ertragreichen Unternehmen In der Nahrungs- und Oenußmlttelbrancha beteiligen will Ist ein Weg zum 01ück offen, well auch Eheanbahnung mit einem tüchtigen gesunden Jungen Menschen 'geboten Ist Inserent teet Wert auf ein treues, ehrliches Mädel im Alter von 17-29 Jahren. Oed. Zusclirllten mit Bild werden streng verschwiegen und sind zu senden unter A 108 an die Oe- .schjftsstelie, der JA?.. il'l Jt . " > '■ t ■ ■ ' «Viri/.Lrt. « W* \\ H^M