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Jüdische allgemeine Zeitung · 1935-07-17 · 29 (17.7.1935) · page 6

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Journal
Jüdische allgemeine Zeitung
Volume
15 (1935)
Issue
29 (17.7.1935)
Date
1935-07-17
Page
– (sequence 6)
Language
German
Belongs to
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^/.JÜDISCHEN ALLGEMEINEN Knapper Makkabi~S\eg im Verbands-Wettkampf Überaus ehrenvolles Abfchneiden des RjF Am Sonntag fand in Berlin auf dem umgebauten Sportplatz der Jüdischen Gemeinde am Bahnhof Grunewald vor etwa 2000 Zuschauern das mit Spannung erwartete Zusammentreffen, der Leichtathletik-Auswahlmannschaften <1cb Makkabi und des RjF- SportbundcB statt. Um es vorwegzunehmen: der Makkabi gewann nach schärfstem Kampf erst in den letzten Konkurrenzen infolge besserer Sprintcr- Jeiatungen knapp, aber verdient mit 2813/41 249»/4 Punkten. Und trotzdem hatte auch die Mannschaft des RjF-Sportbundcs reelle Siegeschancen. Mit etwas mehr Schlachtcnglück, vor allem bei den, Sprintern, hätte der große Schlag eines Sieges über den Makkabi gelingen können. Als in der zweiten Hillfte des Kampfes der RjF durch glänzendes Abschneiden Beiner Leute in den technischen Übungen und Sprüngen den hohen, fast 100 Prozent betragenden Punktevorsprung des Makkabi nahezu wieder wettgemacht hatte und weiter durch die drei ersten Platze im Männerweitsprung bis auf 3 Punkte herangekommen war, hätte ein überflügeln durchaus im; Bereich des Möglichen gelegen. Daß nichts daraus wurde, dafür sorgte eine schlecht wechselnde 4x100 ni Fraucnstaffel und die völlig versagenden 200-m-Lüufcr. Wie gesagt, kristallisierte sich im Laufe der Veranstaltung eine klare Überlegenheit der Makkabi-Sprinter in den Einzellaufen und in den Staffeln heraus. Bei den Männern siegte über 100 m Dr. Lew in (Makkabi) in 11,3 vor Schattmann (Makkabi) und Schild (RjF), und über 200 mSchattmann vor Stcrnlieb (Makkabi) und dem frühzeitig abstoppenden Dr. Lewin. In der 100-m-Strccke für Frauen ergab sich ebenfalls für den Makkabi die Höchstpunktzahl, da es den drei Blau-Weißen in der Reihenfolge Meyer (13,3), Kendziorra und Lcescr gelang, als erste das Ziel zu erreichen. Daß die 400-m-Staffcln nach diesem glatten Erfolg in den Einzellaufen eindrucksvoll für den Makkabi enden würden, kommt kaum überraschend. Die schönsten Rennen des Tages, vielleicht auch besten Leistungen neben dem 1,78 m Hochsprung von Blank 1 (Makkabi), wurden auf den noch übrigbleibenden Lüufen über 400 m, 800 m und 3000 m erzielt. Gelang es über 3000 m dem stark verbesserten Klaus Wi'enskowitz, einen galttcn Sieg in 9:37 davonzutragen und hierbei Abt (RjF), Wcrthcn und Pctzall (beide Makkabi) hinter sich zu lassen, hatte Franz Orgler (Makkabi) diesmal erst heftigen Widerstand zu brechen, che er sich über 400 m in 52,7 gegen Hcnoch (53,4) und Fröhlich und über 800 m in 2:04,1 gegen Fröhlich (2:04,2) und Bergmann I durchgesetzt hatte. Grctel Bergmann (RjF) und Blank I (Makkabi) hießen die Sieger in den Hochsprüngen. Grctel, die junge württembergische Meisterin, dio als Mitglied der Olympia-Kernmannschaft ausnahmsweise Starterlaubnis vom Leichtathletik-Verband erhalten hatte, schonte sich für die vielen anderen Wettbewerbe, zu denen sie angesetzt war, und verzichtete bei 1,40 m, die sie noch im Trainingszeug bewältigte, auf ein Weiterspringen. Zweite wurden hinter ihr Inge Mcllo (RjF), Lcescr und Bukofzcr (beide Makkabi), die sämtlich nicht über 1,30 m kamen. Zu einer ähnlichen Punkteteilung kam es bei den Männern. Klar war der Sieg von Blankf I (iMakkabi), der in glänzender Form die Jahrcsbestlcishing von 1,78 m herausholte, hinter ihm plaizertc sich überraschendder zweite Makkabimann Grünebaum mit 1,63, vor allen übrigen, die sämtlich bei 1,58 aufhören mußten. ■ Zu einer überlegenen Sache für den RjF gestalteten sich die Weitsprungentscheidungen. Während Hilde Finkenstein ihr Versagen vom 100-m-Lauf durch gleichmäßige, sämtlich über 5 m liegende Sprünge etwas ausgleichen konnte und mit 5,18 m vor Grctel Bergmann, die es trotz verletzten Beines auf 4,93 m brachte, blieb, endeten bei den Männern mit P o 1 a k (6,30 m), Schild (6,23 m) und Salmang (6,22 m) drei RjF-Loutc in Front. Uns scheint, daß gerade in dieser Disziplin bei ernstem Training noch eine enorme Leistungssteigerung zu erwarten ist. Fast ohne jede Überraschung verliefen die Kämpfe in, den technischen Übungen. Vor allem boi den Männern war der RjF hier nicht zu schlagen und stellte sämtliche 3 Sieger. Die beste Leistung war die von Pförtner .im Speerwerfen, dor im vorletzten Wurf den bis dahin mit 45 m führenden Prciß überflügelte ..und Bich mit 46,14 m den Sieg und einen neuen Sportbundrekord holte. Dritter Klaber mit 42,87 m. Unter ihren Bestleistungen blieben unsere „schweren Männer". Wenn es dann trotzdem zu glatten Siegen über den Makkabi reichte, zeugt das für die Überlegenheit des RjF. Im Diskuswerfen blieb Rosenbaum (34,04 m) vor dem Duisburger Burg, der es nur auf 32,87 m brachte, dafür aber im Kugelstoßen einen feinen Stoß von 11,88 m erzielte. Dahinter folgte jedesmal der Makkabi-Meister Hermann. Bei den Frauen feierte Martel Jacob (Makkabi) einen schönen Triumph. Mit 11,54 m gelang ihr eine hervorragende Leistung im Kugelstoßen, sie blieb damit Erste vor Gretcl Bergmann (10,93 m), im Diskuswerfen kam sie mit 33,38 m vor Sclma Schulmann (Makkabi) und Grctel Bergmann und nur im Speerwerfen mußte sie von der jungen Ruth Caro (RjF) eine knappe 2-cm-Nicderlage hinnehmen, , Einen schönen Kampf brachte dann noch einmal die die Veranstaltung beschließende 4x400-m-Staffcl. Der Makkobi nahm vom ersten Mann an die Führung, bo daß Orgler als Schlußmann von Fröhlich, der trotzdem hervorragend lief und sogar einige Meter gutmachte, nie zu gefährden war. Außerhalb des Verbandskampfcs kam nooh eine 15x200 m- Staffel zwischen Bar Kochba und JTSC 05 zum Austrag, die nach vielen Zwischenfällen den Bar Kochba als Ersten sah, der allerdings wogen unvorschriftsmäßigen Wcchselns disqualifiziert werden mußte. „Bad Dürkheim judenfrei'' Der „Landespressedienst" des „Deutschen Nachrichtenbüros" verbreitet unter der Überschrift „Bad Dürkheim judenfrei" folgende Meldung: „Bad Dürkheim, das mit der Erstellung seiner Brunnenhallc und nach dem bei den Einwcihungsfcierlichkcitcn vorgetragenen Sachverständigengutachten des Professors Dr. Böhm den ersten Schritt zum Weltbad getan hat, wird judenfrei. Am Eingang zum Kurgarten und damit zum Kurmittolhaus und zur Kurverwaltung prangt seit Sonntag ein rotes Schild mit der Aufschrift': „Juden ist der Zutritt verboten!" Die beiden vorhandenen Hotels (folgen die beiden Namen. Schriftltg.) nehmen keine Juden mehr auf." , * Der „Niederdeutsche Beobachter" in Schwerin teilt mit, daß die Pensionsbesitzer im Ostseebad Arendsee es ablehnen, Juden bei sich zu beherbergen. Die „Goslarscho "Zeitimg" berichtet aus Hahnonklcc : „Juden sindvhier unerwünscht. Anfragen von Juden werden von der Kurverwaltung und einem großen Teil der Einwohnerschaft nicht beantwortet. Jetzt ist am Eingang von Bockswiese-Hahnenklee noch ein Schild mit der Aufschrift: „Juden sind in Hahncnklcc-Bockswiese unerwünscht" aufgestellt worden. Ferner hat das NSKK mit Zustimmung des Ortsgruppenlciters vor dem Rathaus einen „Stürmerkasten" aufgestellt. Hannenklcc-Bockswiese ist also judenrein." InWalchensee (Oberbayern) sind an den Ortseinfahrten Schilder mit dor Aufschrift: „Hier sind Juden nicht erwünscht 1" angebracht. Nach einer Mitteilung der Rhein. NSZ-Front, Neustadt, sind an den Ein- und Ausgängen des Luftkurorts Bergzabern Schilder angebracht mit der Aufschrift: „Achtung, ■ Kurort — Juden unerwünscht". Das Hamburger Tageblatt schreibt: „Am Eingang zum Freibad Krupundersee ist seit einigen Tagen deutlich zu lesen: Juden sind hier nicht erwünscht. Auch über der Kasse am Eingang zum Bad fällt ein großes deutliches Schild demjenigen auf, der die Schrift auf dem großen Eingangstor übersehen hat." Die Entladung -von Nichtariern Vor dem Arbeitsgericht Köln klagto, wie das „Nachrichtenbüro Deutscher Zeitungsverleger" berichtet, ein Halbarier auf Widerruf der gegen ihn ausgesprochenen Kündigung. Er begründete seinen Einspruch mit der Bemerkung, daß seine Eigenschaft als Hulbaricr kein Grund zur Kündigung sein könne, nachdem das Gesetz über die allgemeine Wehrpflicht die Möglichkeit der Zulassung der Halbarier zum Heeres- und Arbeitsdienst ausdrücklich vorsehe. Der Vertreter des beklagten Unternehmers wandte ein, daß der Geschäftsrückgang d^o Kündigung einer Reihe Angestellter notwendig mache, und da habe man entsprechend der nationalsozialistischen Auffassung mit der Entlassung der Nicht- und Halbarier begonnen. Das Gericht schloß sich diesem Standpunkt an. Man könne dem Beklagten nicht zumuten, einen Arier zu kündigon, solange noch ein Nicht- oder Halbarier im Geschäft tätig sei. Was die Zeitfchrifien bringen Mit besonderem Vergnügen stellt der Rezensent fest, daß das vorliegende Heft der „Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland" ein ungewöhnlich vielseitiges Material aus allen Teilen Deutschlands (Konstanz, Regensburg, Göttingen, Westfalen, Berlin, Leipzig und Niederschlesien) vorlegt und daß auch die einzelnen Epochen der Geschichte der Juden in Deutschland gleichmäßig hierbei zu Worte 'kommen. Der Beitrag über Konstanz bietet Material über den Geschäftsbetrieb der Juden im Anfang des 15. Jahrhunderts. Die Auseinandersetzung von Raphael Straus mit dem Historiker Grau über das Ende dor Itcgensburgcr Judengemeinde führt in das 16. Jahrhundert. Bernhard Brillings Darstellung über Auras in Niedorschlcsien als Sitz einer jüdischen Druckerei, reicht an die Wende des 17.; Jahrhunderts. Jacob Mann veröffentlicht zwei Briefe des Ottinger Rabbiners Pinchas Katzenelnbogen vom- Endo dep 18, Jahrhunderts. Ins 19. Jahrhundert geleitet Gustav Samuels Abhandlung übor die Namensgebung dor westfälischen Landjudenschaft von 1808. Arno Kapp bringt neues Material über die jüdischen Meßmakler.und Kleiderhänaler .in. Leipzig in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Endlich schildert Fritz Pinkuss die Emanzipationstheorie des Berliner > Saul Ascher, eines Schriftstellers aus dor Generation noch Moses Mendelssohn. Ohne dem Stoff Gewalt anzutun, verstehen es alle Verfasser, den Zusammenhang ihrer Darlegungen mit den Fragen der Gegenwart klar herauszuarbeiten, was daB Interesse, das der Leser daran nehmen kann und soll, noch erhöht. Das Heft stillt in willkommener Weise das vielseitige Wissensbedürfnis des jüdischen Lesers von heute, der gar nicht eingehend genug über die Geschichte seiner engeren und weiteren Heimat zu erfahren vermag. Dr. H. R. # über das Erstarken der jüdisch-wissenschaftlichen Arbeit in Deutschland gibt der neueste Bericht der Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums beachtenswerte Auskunft, den das Juniheft der Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums enthält. Ferner berichtet darin Max Karten, einer der besten Kenner dor alten jüdischen Bibelerklärer, über die Auffassung des Gebotes der Nächstenliebe im Judentum und stellt eine Fülle feinsinniger Erläuterungen zusammen, die ein Zeugnis für die Weite jüdischer Ethik ablegen. Untersuchungen über die Mathematik im Talmud und Forschungen zur jüdischen Gescluchtc schließen sich in wertvollen Beiträgen an.. » Die Zeitschrift „Jüdische Wohlfahrtspflege und Sozialpolitik", die jetzt bei der Reichsvertretung der deutschen Juden erscheint, bringt u. a. einon Artikel von Dr. Paul Eppstein „Sozialarbeit und innorjüdischo Politik", in dem brennende Tagesfragen zur Diskussion gestellt werden. Dr; Arthur Prinz trägt , in seinem Aufsatz „Der Stand dor AuswondcrungB- •fragc" wichtiges Material über dio Wondcrung der deutschen Juden und dio Lage , in den Auswanderungsländern zusammen. Dr. Walter Prcuß zeigt den Einfluß der deutschen Alijah 'auf die Entwicklung der jüdischen Gemeinschaft in Palästina. Dr. Ludwin Batzncr macht Vorschläge zur Reform der Haushaltsführung der Gemeinden, und" Dr. J. L. Auerbach bchandejt. dio Stellung der jüdischen Arbeitsnachweise. Otto Gl iulcinvitz geftorben Der populäre Heidelberger Rechtsgclchrtc Der ehemalige Heidelberger Professor des römischen und bürgerlichen Rechts, Otto Gradenwitz, der seit seiner Emeritierunp in Berlin lebte,' ist;im Alter von 75 Jahren gestorben. Gradenwitz, der auch Ehrendoktor der Berliner Universität und Mitglied mehrerer Akademien war, hat namentlich auf dem Grcnzfeld von Itcchtsgcschichte und Philologie Bahnbrechendes polcistct. Er war der Begründer der juristischen Lexikographie, er hat die Palimpsest-Photographie angeregt, seine idcerivolle und auch zu materiellen Opfern bereite Arbeit kam großen Hilfswerken für die Papyrologio zugute. Seine ganze Meisterschaft zeigte sich aiif dem von ihm begründeten" ühd ausgebauten Gebiet' der textkritischen Methode, die seit Jahrzehnten tiefe Einblicke in die Entwicklungsgeschichte des römischen Rechts erschlossen hat. Zahlreiche Anekdoten, die ihn als erheiterndes Original zeigen, und von denen die „Jüdische Allgemeine" erst kürzlich einige wiedergab, sind über ihn vorbreitet. Soinc treffsicheren Aussprüche, die von Sarkasmua nicht frei waren, haben ihm namentlich in Heidelberg große Popularität verschafft. Er war als Jude geboren, gehörte jedoch der jüdischen Gemeinschaft nicht mehr an. 20000 Zeichnungen für den Louvre Dos Testament der Baronin Edmonde de Rothschild Paris. Die vor kurzem hier verstorbene Boronin Edmonde de Rothschild hat dem Louvre 20 000 Zeichnungen und Stiche von holländischen, italienischen und französischen Meistern des 14, bis 18. Jahrhunderts vermacht. In dieser unvergleichlichen Sammlung sind Dürer und Rombrandt mit sehr wertvollen Blättern vertreten. Ferner befindet sich unter den Zeichnungen Davids berühmtes Blatt .Königin Maria-Antoinette auf dem Wege zur Guillotine". Das Testament der Baronin de Rothschild bestimmto einen größeren Betrag für die Wiederherstellung des Pavillons de Flora des Louvre, der als Kupferstichabtciluhg eingerichtet werden Boll. Kembrandt-Ausftellung in Amfterdam eröffnet Amsterdam. Am Sonnabend wurde in Amsterdam das 50jährigo Bestehen des Rijksmuseums durch Eröffnung einer Rembrandt-Ausstellung festlich begangen. Die Ausstellung dauert bis zum 12. Oktober und zeigt von den etwa 450 Bildern, die Rembrandt gemalt hat, 33, dazu über 60 Zeichnungen und 34 Radierungen, darunter zahlreiche Werke, deren Stoff der Bibel entnommen ist. So sieht man u. a. das Gomüklc „Bilcams Esel" des 20jährigen Rembrandt. . . Aus . der berühmten Privatsammlung Knocdlcr, New York, stammt „Joseph und die Frau des Potiphar", das einst von Katharina II. für die Petersburger Eremitage erwoijben war. Graf Nostiz-Riencck, Prag, hat das Bildnis eines' Rabbi aus dem Jahre 1634 geliehen. Aus deutschen Museen sind fünf Bilder ausgestellt, darunter aus Borlin „Jacobs Kampf mit dem Engel" und „Moses zerbricht die Gesetzestafeln". Erinnerungzeichen an die Abftimmung in Oft- und Weftprenßen Der Jüdischen Telegraphen-Agentur wird mitgeteilt: Der Bund heimattreuer Ost- und Westpreußen e. V. hat mit Genehmigung des Reichs- und Preußischen Ministers des Innern ein Abstimmungsorinncrungszeichen geschaffen, das an alle Teilnehmer der Abstimmung in Ost- und Westpreußen am 11. Juli 1920 verliehen wird, soweit sie für Deutschland gestimmt haben. Dabei ist es gleichgültig, ob die Teilnehmer Mitglieder des Bundes heimattreuer Ost- und Westpreußen sind oder nicht. Das Erinnerungszeichen wird von dem Leiter des Bundes nach Einreichung eines einheitlichen Antragblattcs und nach Entrichtung einer Gebühr von RM. 2.— ausgegeben. Antragsblätter, in denen auch die Bedingungen für die Verleihung des Abzeichens genau angegeben Bind, Können durch die Hauptgeschäftsstelle des Ccntral-Vcreins, deutscher Staatsbürger, jüdischen Glaubens, Berlin. W 15, Emser Straßo 42, gegen Einsendung. des Portos bezogen werden. <0otk9i>fenlfe in den Berliner Synagogen mit neuem Ritus Freitag, 19. Juli, abends 7 Uhr. Prin'zregcntcnstraße. 7.15 Uhr. Anapr.: Neue Synagoge: Zucker. Lindenstraße: War-, schauer. Lützowstraße: Adler. Fasanenstraße: Brasch. Lcvetzow- Btraßc: Heymann. Fricdenstempel: Graf. Prinzregentenstraße: Wiener. Liberale Synagoge Norden:' Wegen "Renovierung pjc- Bchlossen. Liberole Synagoge Osten, KaiserBtraße 30, 7.30 Uhr. Graf. Liberale Synagoge Nordost, Prenzlauer Promenade 176, 7.30 Uhr: Zimet. Liberale Synagoge Westend, Kaiserdamm 78> 7 Uhr: Brasch. Liberale Synagoge wedding-Reinickendörf, Exerzieratraße 13, 7.30 Uhr: Goetz. Jüdische ReUgionsgomeinde,, Schulstraße 7: 6.30' Uhr. Jüdische Reformgemeinde, Joachimsthaler Straße 13, 6.30 Uhr: Rosenthal. ■ Sonnabend, 20. Juli, vorm. 10 Uhr. Frühgottesdienst: Lindenstraße, Levetzowstraßc, Prinzregentcnstraßo: 7.30 Uhr. Liberale Synagoge Osten: Lit.: Graf. Jüdische Reformgemcinde, Charlottenburg: 9.30 Uhr. Sonntag, 21. Juli. Jüdische Reformgemeinde, Johannisstraße 16, 10.30 Uhr: Gottschalk. Kulturbund RhcIn.Ruhr. Klelnkunstabrnd. Dortmund: 21. und 22. Juli, 20.30 Uhr, Oemclndehaus; Aachen: 23. Juli, 20.30 Ubr, Städt. Konzerthaua; Konzerl. Oa»y Renardy. Oelsenkirchen: 21. Juli, 20.30 Uhr, Arnos-Loge; Duisburg: 22. Juli. 20.30 Uhr, Theodor Lauter Haus; K8tn: 23. Juli, 20.15 Uhr, Rheln'landloge. Hauplscbrlltlelter: Dr. Eugen Tannenbaum, Berlin - Wilmersdorf. Lslter der Anzelgen-Abtelluns und verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Hans Ehrlich, Berlin W 16. — DA II 2600. Zur Zeit Ist Preisliste Nr. 2 gültig. Verlag: Verlagagenossenschalt in Deutschland ansässiger Juden zu Berlin eOmbH., Berlln-Charlottcnburg 2, BlelbtreustraOe 2. Druck: Sonnendruckerei QmbH. (Feil* Woll), B,erlln-Chailoltenburg 4.

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