Jüdische allgemeine Zeitung
- Journal
- Jüdische allgemeine Zeitung
- Volume
- 15 (1935)
- Issue
- 26 (26.6.1935)
- Date
- 1935-06-26
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Beilage 26. Juni 1935 JUDISCHE AUGEMEIME ZEITUNG „Haben Sie was von . . Gafifpwl in einer jüdifchen Buchhandlung )66 üiiclicr, Bücher, nichts als Büchcrl Wunderbar, den ganzen Inj: iu ihnen liorumBchmökcrn zu dürfen — so malte icli mir meine Gastrolle im liüchcrlndcn aus. Die Wirklichkeit sah Ranz anders aus. Morgens. Arbeiten, wie sie in jedem Geschäftsbetrieb üblich sind, harren der Erledigung. Die eingegangene PoBt — Anfragen, Bestellungen, Hcklamationen nie. — wird durchgesehen, bennt,- wortet. Hcehnuiigcn werden ausgeschrieben, abgesandt oder geordnet, ubgclcgt. Dann erfolgt eine Einführung iu das Lager. „Hier — das ltomuiilagcr, alphabetisch nach Autorcnnumcn aufgestellt, daneben rechtes llcgal, alle Judaica". „Sind jüdische Werke sehr gefragt?" „Außerordentlich. Ungefähr aiebzig Prozent aller Käufe kommen auf das Konto Judaicn. Was am meisten vorlangt wird? „Weg ohne Ende", „Maria Nunnez", „Ein kleiner Prophet" von Edmond flog, das Plülo-Lcjdkon, Elbogcna „Geschichto der Juden in Deutschland'', liubers Schriften und sehr viele Kinderbücher." In einem Eckregal sind die wissenschaftlichen Bücher untergebracht, nach Wissenschaften geordnet, innerhalb der einzelnen Stoffgebiete nach dem Namen der Verfasser. „Auf der anderen Seite — nein, da links drüben — finden Sic alles, was unter den Begriff Sport fällt, auch hier wiederum in Stichwortc aufgeteilt. Eine Schrift über „Angeln" müssen Sie also vor „Billurd" suchen. Und dann natürlich nicht vergessen: die. Autorennamen stehen inncrhulb dieser Unterabteilungen wieder in alphabetischer! Bcihcufolgol" , Eine verwickelte Angelegenheit. Aber mein „Chef" führt unerbittlich fort: „Für den Buclihlindlcr-licruf braucht man ein unheimlich gutes Gedächtnis. Es existieren nämlich unendlich viel Sammlungen. So finden Sic Schriften von Bubcr in der Sammlung der „Schockcn-Uändchcn", genau so, wie der „Opfcrgang" von Binding nicht im Uoraanlagcr unter B. steckt, sondern in der Sammlung der Insel-Bücherei, Nummer soundsoviel. Das ist ziemlich kompliziert, das gebe ich zu." Kunden unterbrechen die Lager-Unterweisung. „Ich möchte ein Buch haben. Für meine Mutier, zur Heise — nur eine kleine' Aufmerksamkeit." Das eine ist zu leicht, ein anderes zu schwer. Lange Auswahl. „Ostwind-Westwind" von der Pearl Buck wird dio Mutter auf die Heise begleiten. i , ,! , „Ich hatte gern Briefe von Strauß." (Natürlich sind gerade nur die von Verdi und Mahler da.) Nein, zu schicken brauchen Sic mir das Buch nicht. Ich komme wieder herein, will es mir erst ansehen." „Mein Neffe, der im Ausland lebt, interessiert sich nur für jüdische Sachen. Könnten Sie ihm die Torczyncr-Bibel schicken?" Kinder des „Bundes" kommen, wollen „Worte am Wege", Gedichte, die aus dem Bund heraus entstanden und unter diesem Titel gesammelt wurden. Es ist noch nicht am Lager. Ein Gutschein verlritt vorläufig das Geschenk. „Kann man schon was Nettes für 2,50 HM. haben? Mehrkann ich leider nicht ausgeben." .. „Das Philo-Lcxikon, bitte. Darin kann ich mich doch Über alle jüdischen Fragen orientieren, nicht wahr?" „Ich möchte gern ein gutes Buch. Etwas Jüdisches —r aber nicht zu dick. Da soll es doch so ein Werk geben, ich -wieiß nicht von wem, über Juden im Deutschen Reich. Ja, richtig. „Geschichte der Juden in Deutschland" von Elbogcn. Das nehme ich, danke." Ein alter Herr, feingeschnittener Kopf, betritt den Laden, kauft für 35 Pfennige ein Hcclam-Buch. Die Heine-Biograph i c von Mn? Brod erregt seine Aufmerksamkeit. Er blättert darin, legi sie dann zögernd wieder hin. „Das kann ich mir leider nicht mehr kaufen. Ich hin Hcine-Licbliabcr, ich besitze alles sonst über Heine, auch Manuskripte, habe damals auch für die Errichtung des Heine-Denkmals in Paris gespendet „Kann ich hei Ihnen ein dänisches Wörterbuch bekommen, möglichst antiquarisch? Das gibt es nur neu? So teuer? Da muß ich erst sehen, ob ich es nicht wo anders antiquarisch bekommen kann." Eine junge jüdische Schriftstellerin, deren Gedichte sooben gesammelt erschienen Bind, fragt voller Autorcnstolz nach, oh ihr Uuch auch gekauft wird. Wieder ein Sohn, der seiner Mutter ein Geschenk machen will. „Da hat doch Luis Trcnkcr so ein Bucli über dio Alpen geschrieben. „Das Alponhuch?" Ganz recht. Ist das nur für Bergsteiger oder auch für eine alte Dame, — meine Mutter geht jetzt nach der Schweiz, wissen Sie, — die sich lieber die ßorge von unten ansieht?" „Schachaufgaben" von Mieses — kann ich die bei Urnen bekommen?" „Da soll ein neues Buch über Autotouren herausgekommen sein. Ich habe aber keino Ahnung, wie es heißt. „Uber Sonnabend- Sonntag?" Ist es das wirklich? Na, mcinctwcgcnl" Ein alter Wilnacr Talmud wird zum Verkauf angeboten. Der Besitzer wird an eine ausgesprochen hebräischo Buchhandlung verwiesen. , Eine t kurze Atempause. Trdtzdcm — mit dem Schmökern wird es nichts. Der „Unterricht" geht weiter. „Kommen Sie, wir müssen mal im H i n r i c h s — kennen Sic den lUcscnkatalog, er .heißt jotzt übrigens „Nationale Bibliographie" — nachschlagen. Eüi Kunde will da ein Werk, er kennt aber nur bo von uugoltthr den Titel, entsinnt sich weder des AutorB noch weiß er das Erscheinungsjahr. Ein Hinrichs ist unBcrc einzige Hilfsquelle. Aber wir können unter Umstünden bis zum Jaliro 1851 zurückgehen. Ein schweres Stück Arbcitl Und dann kann es noch passieren — wenn wir das Buch oohon finden —, daß es im Handel vergriffen oder dem Kunden zu teuer ist. Dann wäre dio Heidenarbeit umsonst. Trotzdem: das Umgehen mit diesem Nachschlagewerk gehört mit zu den wichtigsten buchhändlerischon Praktiken." „Wie kaufen Sie eigentlich ein?" „Schon lange vor Erscheinen der Bücher schicken die Verleger ihre Vortreter. Sie haben natürlich nicht das fertige Buch in Händen, sondern höchstens ein Expose über den Inhalt des Werkes. Der Buchhändler, wenn er einen Auftrag erteilt, muß also zum Autor odor zum Verleger großes Vertrauen haben. Handelt es sich um einen noch unbekannten Autor, so wird daB Buch er3t in Kommission genommen. Das ist allgemein üblich. Es gibt auch noch eine andere Art des Einkaufs. Die Verleger zeigen iliro Neuerscheinungen im Börsenblatt des Deutschen Buchhandels an. Dem Blatt Hegt ein Bestellschein des betreffenden. Verlages bei, er wird ausgefüllt an den Verlag direkt gesandt." „Wie ergänzen Sic Ihren Bestand?" „Sie wissen sicher, daß Bich in Leipzig die Zentrale für Quchauslieferungen befindet. Bücherwagen werden beispielsweise nach Berlin geschickt, fähren bei Verlagen und einzelnen Bucli- - handlungen vor, holen Bücher ab, liefern andere an, fahren nach Leipzig zurück, wo Kommissionsfirmen den Warenvorkehr weiter vermitteln. Selbstverständlich wird in dringenden Fällen der direkte Weg durch dio Post benutzt. Haben Sie übrigens Bchon mal Schaufenster dekoriert? Die Bände da mus^n gleich ins Fenster . . . Diese Neuerscheinung hätten wir ja fftui möglichst auffällig placiert. Gefüllt es Ihnen so?" „Großartig, nur daß ich überhaupt nicht zum Lesen komme, gefällt mir .gar nicht." „Im Laden lesen? Während der Arbeit? Dürfen Sio denn das auch woanders?" „Natürlich nicht. Aber ich dachte . . . liier in der Buchhandlung ..." „Kommt gar nicht in Frage. Zum Lesen kommen Sie liier im Laden nie. Höchstens nach sieben Uhr abends und dann auch nur — zuhausei" Hilde Rosen. und Bcrufencuroae bis zur Hysterie. Freilich läßt sich dor Anteil der Juden an Neurosen nur schätzungsweise beurteilen) cino Statistik Worüber gibt es nicht und kann es auch nicht geben. Und dio Gründe für diese verstärkte Nervosität? Zunächst spielen äußere Momente eine beträchtliche Rollo — gerade auch bei den Ostjuden dor harte Daseinskampf, dor bei Juden besonders starke Zug nach der denorvierenden Großstadt, dio früher im Ghetto geübte vorwiegend geistige Betätigung ohno — bis in dio jüngste Zeit wenigstens — wesentliche körperliche und sportliche Äquivalente und vor allem der unerhörte Leidensweg des jüdischen Volkes über Jahrtausende, dio soolischen Erschütterungen durch Verfolgungen. Das hat Bich u. a. auch in dor hohon Zahl von Selbstmorden gezeigt — gerade in der letzten Zeit. Auf der anderen Seite fällt wiederum der verschwindend geringe Anteil der Juden an alkoholischen und epileptischen Störungen auf. Neben den äußeren Ursachen, dio für dio Zunahme nervöser Störungen verantwortlich zu machen sind, darf man auch die endogenen, die inneren Ursachen, nicht vorgessen. Es handelt sich nun einmal hei den Juden um eine uralte, durch Ehegesetze mehr odor weniger in sich abgeschlossene, den erbbiologischen Normen der Inzucht unterworfene Gemeinschaft, bei dor sich — man denke nur an manche alte hochgezüchtete Familie — eng beieinander psychisch Extreme finden, neben psychisch Abnormen und Minderwertigen in größerer Zahl hervorragende Geisteswissenschaftler bis zum Genie und Nobelpreisträger. Vergessen wir nicht, daß von Nobelpreisträgern in Deutschland allein rund 20 Prozent und in der gesamten Welt etwa 12 Prozent auf dio Juden kommen — und das, obschon dio Juden nur rund 1 Prozent in Deutschland und rund 3/i Prozent im Verhältnis zur gesamten Menschheit ausmachen. Vielleicht liegt in der angegebenen Gegensätzlichkeit eines der Geheimnisse jüdischer Wesensart, die —> nicht bloß auf psychopathologischcm Gebiet — so sehr zum Extremen neigt und sich in Extremen erschöpft. ** Verlobung ahne Braut ^^S^^^t fig an längst vergesseno Epochen der Geschichte anklingen. Es war keine Seltenheit, daß die Ostjuden im 18. und auch nocH im 19. Jahrhundert ihre Kinder im unreifen Alter miteinander verlobten, ohne daß dos Brautpaar mitzusprechen hatte. Ein russischer GhottoBchriftstcller Bebildert, wie zwei Öiassidim sich miteinander befreundeten und in der Woinlauno ihre Kinder miteinander verlobten. Dann fragte der Eine: „Wie alt ist Deine Tochtor?" Vollor Schrecken -antwortete der Andere: (,Abor ich habe doch nur einen Sohnl" Seitdem nahm man sich vor, vorsichtig zu sein und sich immer erst zu .erkundigen, ob das Kind des neuen Freundes ein Jungo oder ein Mädchen ist. Die Geschichte kopiert nichts und in dieser grotesken Gestalt kehrt die alte Zeit nicht wieder. Aber die Verlobung ohne Braut ist trotzdem kein Witz,_fiondern eine Wahrheit aus dem jüdischen Leben des Jahres 1935. ' Da Btudicrto eine geborene Berlinerin jüdischen Blutes im sonnigen Mailand Musik, um ihre Stimme nicht für die Eho, Bondcnl fürs Theater auszubilden. DaB launische Schicksal will cb andere. Es verliebt sicli ein italienischer Jude in sie und will, daß sie nun nur für ihn singe und sonst nur eine „beratende Stimme" habe. Dio Vorliebten sind schnell einig, die beiderseitigen Eltern einverstanden. Aber dio Verlobung in üblicher Formist nicht durchführbar. ' Die Braut kann nicht nach Berlin wegen Paßschwierigkeiten, ihre Eltern können nicht nach Mailand wegen Doviscnschwierigkeitcn. So führt der Bräutigam nach, Berlin, und im fröhlichen Kreise wird dio Verlobung gefeiert, während der Braut nur tolofonisch grahiliort werden Kann. Hoffentlich rächt sich dor Bräutigam nicht und läßt die Hochzeit ohne Bräutigam feiern. . ' Das iüdischo Leben bietet heute so viel Stoff zu Tragödien, warum mcht auch einmal zu einem Lustspiel? F. S. Die Künstlerhllfp der Jüdischen Gemeinde teilt mit: Die für Donnerstag, den 27. Juni geplante Aufführung der Oflenbach'schen Singspiele: „Die neue Zauberflote" (Forlunlos Lied) und „Ehemann vor der Tür" muß verschoben werden. Neues Datum wird spHter bekannt gegeben. Bereits gekaufte Kaden werden eingelegt. Nervenftörungen bei Juden Die jüdischen Frauen stärker beteiligt Es steht unleugbar fest und ist statistisch wiederholt bestätigt worden, daß die Juden eine erhöhte Disposition zu .gewissen Krankheiten zeigen. Vor einigen Monaten hat der bekannte Berliner Kliniker Prof. Hermann Strauß an anderer Stelle darauf hingewiesen, daß Diabetes, dio Zuckerkrankheit, sowie gewisse HerzBtörungen bei Juden verhältnismäßig häufig vorkommen, während die Tuberkulose selten ist! Einen weiteren Beitrag zu dieser Frage liefert ein Vortrag, den Dr. A. Stern im Rahmen eines von der Gesundheitsverwaltung dor Berliner jüdischen Gemeinde veranstalteten Vortragszyklus vor Ärzten hielt. Gestützt auf eine ganze Reihe von Autoren und auf eigene Beobachtungen, untersucht er dio Frage, in welcher Form und in welchem Umfange sich Norven- und Geistesstörungen bei Juden finden. Man wird nicht leugnen können, daß das Problem aus verscliiederien Gründen heute erhöhtes Interesse bietet. Das Zahlenmaterial, das Dr. Stern beibringt, zeigt allerdings gewisse Widersprüche, so beispielsweise bei dem großen Kapitel der Geistesstörungen. In der überwiegenden Mehrzahl stimmen die Autoren darin überein, daß der Anteil der ■ Juden an diesen Störungen kein kleiner ist. Das trifft für Deutschland zu, ebenso für Osterreich, Ungarn, Polen, Italien. Der veretorber* Berliner Nervenarzt Hermann Oppenheim äußerte sich in einer wissenschaftlichen Arbeit dahin, daß dio Juden anerkanntermaßen eine Prüdisposition namentlich für Neurosen und Psychosen besäßen. Aber schon ein anderer namhafter Neurologe, Theodor Ziehen, der jahrelang Ordinarius an der Berliner Ünivorsitüt war, hielt den Beweis für eine stärkere Beteiligung dor Juden nicht für erbracht. Und eine amerikanische Statistik aus dem Jahre 1925 Btollt bei den Juden von New York und Massachusetts Bogar einen erheblich geringeren Anteil an psychischen Störungen gegenüber. der übrigen Bevölkerung feBt. Man darf hierbei abor nicht .außer Acht lassen, daß Nordamerika als großes Auswandererin!«! gerade dio jüngsten und tatkräftigsten und damit die gcsundcBten Elemente aufnimmt. Das gilt in gewissem Umfange auch für Palästina, und deshalb• glaubt Dr. Stern auch dort mit einor günstigen physischen Statistik rechnen j zu dürfen. |, Auffallend ist die stärkere Beteiligung der jüdischen Frauen: sie,übertreffen ihre andersgläubigen Mitbürgerinnen an Psychosenzahl ganz erheblich. Auffaltend ist weiter der Unter-3 schied zwischen ' Ost- und AVestjudon. Die Ostjuden zeigen im] allgemeinen eine größere Neigung zu psychischen Erkrankungen und auch sonst zu allen Arten von Neurosen, von Angst-, Zwangs- DIE BIBEL ERZÄHLT im Wochenabfclmitt Schelach lecho von der Entsendung der Kundschafter nach Kanaan. Nacli vierzig Tagen kamen sie zurück, brachten von den Früchten des Landes und erstatteten dem Volke Bericht: „Wir sind in das Land gekommen, in das Ihr uns gesandt habt, es fließt von Milch und Honig, doch das Volk, das darin wohnt, ist stark, und die Städte sind sehr befestigt. Riesen haben wir dort gesehen." Josua und Kaleb traten ihnen entgegen und sprachen: „Wir wollen hinaufziehen und das Land erobern, denn wir haben die Kraft dazu." Das Volk aber hörte nicht auf sie. Es murrte gegen Mose. Und als Josua und Kaleb die Menge zu beschwichtigen suchten, wurden sie bedroht. Unser Wochenabschnitt zeichnet zwei verschiedene menschliche Verhaltungsweisen angesichts großer und schwieriger Aufgaben. Die Mehrzahl der Kundschafter ist willensschwach und mutlos. Sie erkennen das Ziel, die Eroberung Kanaans, als wertvoll und notwendig an, doch die Schwierigkeiten, die dabei bezwungen werden werden müssen, erscheinen ihnen als unüberwindlich. Das Volk läßt sich von ihnen sofort entmutigen. In t-der langen Knechtschaft war es nicht nur äußerlich gefesselt, sondern auch in seiner S.eele versklavt worden. Das Gefühl für nationale Ehre und Freiheit war ihm geschwunden, und alle heroischen Empfindungen und Kräfte waren zerbrochen. Deshalb mußte dieses Geschlecht auch in der Wüste sterben. Ein mutloses, aller Ideale beraubtes Volk war für den Kampf um die Heimat nicht geeignet. Auf welche Weise eine Bolcrfe Aufgabe allein gelöst werden kann, zeigen uns Josua und Kaleb. Ihre Willensstärke und ihr mutiges Selbstvertrauen sind so groß, daß sie sich jeder Schwierigkeit gewachsen fühlen. Angesichts der großen Aufgaben, die uns jetzt vom Schicksal gestellt sind, warnt uns die Erzählung der Tora vor Mutlosigkeit und Willensschwäche. Unser Ziel ist nur zu erreichen, wenn unser Streben entschlossen und kraftvoll ist. Dazu aber werden wir nur fähig sein, wenn wir in aller äußeren Einengung unseres Lebens unsere seelische Unabhängigkeit und Freiheit, den Stolz auf eigene Art, auf die geschichtliche Leistung des Judentums für die Menschheit uns wahren, und wenn wir die idealen Kräfte unserer Seele in uns lebendig erhalten. Aller Idealismus aber gewinnt seine Kraft aus dem Glauben an Gott. Lewkowitz-Bcrlin. Caf«5 Uhlandeck KurfOrstandamm 31 ' angenehmer Aufenthalt Konzertmusiki Tinzl Bad Kissingen Thereslenstr.1?, praktizieren wie bisher Sanltats-Rat Or. P. Muni Dr. Alfred MOiu Im Hause auch preiswerte Zimmer Hotel Hemer an Zoo] Statnmessea RM. l.äCfB Kaffee — KondUoret] Somraertorrasse eröffnet«! Leopold Drand A Senklng-Herde /A\ Eiserne Oefen Z~^iBade-Anlagen Elgenä Konditorei und PrsllnonfibrlkifJon Spezlalltit.lnPrageru.WlenetBsckwaren la bitter? Pralinen, Wein, Teeu. Kaffeegebäck. Ständiger Eingang v. Neuheiten WAG EN KN ECHT | Berlin W IS Ollvaer Platz 9 J 1 Bismarck 4369 Berlln-Charlburg.2 KantstraBe 28 Fernruf: C 1 Steinplatz 7490 Teilzahlungen [Beachten Sie 1 41-4MAX BERNSTEIN, Uhrmacher blltS Unteren 1 Wm Düsseldorfer Straße 14, 12 Olvai 2180 «n«ln.nl0ll Ä Vhnti, Oe.cbenke - Be.tecksacfien d. Warlt. Met.- flnZelOentell War..Fabr. — Repar. preljw. u. gut. Auf Wunsch Abbolg.