Mannheim
Compact Memory

Jüdische allgemeine Zeitung · 1935-06-19 · 25 (19.6.1935) · page 5

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische allgemeine Zeitung
Volume
15 (1935)
Issue
25 (19.6.1935)
Date
1935-06-19
Page
– (sequence 5)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
91% known words query
IRI
…/4109741-2613367-2613391--364-2615197
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

10 Jahre Preußischer Landesverband _ Dio Zeit ist zum Jubilieren nicht geeignet. Wenn trotzdem der Proußiache Landesverband Jüdischer Gemeinden die Wiederkehr des Tages, aii dem vor zehn Jahren seine verfassungsmäßigen Organe, Rat und Vorbandstag, ins Leben getreten sind, mit einem Festakt im Rcprüscntantensitzungssaal der Berliner Jüdischen Gemeinde begeht, so darum, weil es ein Tag der gesamten deutschen Judcnhcit ist. Nicht zuletzt deshalb, weil das Ziel des Landesverbandes, die _ Gemeinden über dio sich in jeder Weise auswirkende Krisenzeit hinwegzuhringen, sie nicht nur materiell zu stützen, sondern ihnen auch religiös und geistig ,cincn Halt zu bieten, von allen Richtungen des Judentums anerkannt wird. Eine lange Zeit verging zwischen dem vom Gemeinschaf tswillcn der Juden aller Parteien und Weltanschauungen getragenen Entschluß, den Preußischen Landesverband zu gründen, und jener denkwürdigen Sitzung am 21. Juni 1925 im ehemaligen Preußischen Herrenhaus, in der er Wirklichkeit wurde. Als die Reichsvorfassung vom Jahre 1919 für die Synagogongemeindcn völlig neue Grundlagen geschaffen hatte, ergriff der Deutsch - Israelitische Gemeindebund die Initiative zur Schaffung des Preußischen Landesverbandes. Aber es vergingen noch Jahre, che die Vcrbandstagawahlcn auf den 1. Februar 1925 festgesetzt werden konnten. Zum ersten Male in der Geschichte, wühlten an diosem Tage preußische Juden in freier, unabhängiger Wahl ihre eigene öffentliche Gesamtvertretung. Im Laufe der nächsten beiden Monate erfolgte dann seitens der Gemeinden die Benennung der Vertreter für den Rat des Verbandes. Auf Grund der Wahlergebnisse traten am 21. Juni 1925 die Vertreter des Landesverbandes zu dem ersten Verbandstagc zusammen, der nun also der 1922 erfolgten Gründung die praktische Konstituierung der Vcrbandsorganc folgen ließ. Zur gleichen Zeit, d. h. wahrend des Verlaufes der dreitägigen Verbandstugssitzung, konstituierte sich auch der Rat und wühlte sein verfassungsmäßiges Präsidium, darunter Kammcrgcrichtsrut Leo Wölfl als Präsidenten und Rechtsanwalt Dr. Alfred Klee als Kammergerichtsrat i. R. Leo Wolff, der seit Gründung des Preußischen Landesverbandes au dessen Spitze steht. Aufn.: SoiiDoufeld einen der Vizepräsidenten. Beide Herren hüben seither ihr Amt im Präsidium ununterbrochen ausgeübt; es ist also mcht zuletzt auch ihr Jubiläum, wenn heute der Wiederkehr des Tugcs gedacht wird, an dem vor zehn Jahren der Landesverband seine ordnungsmäßige Arbeit aufnahm. Die viclverzwcigtc Arbeit des Preußischen Landesverbandes hat sich nicht im Licht der großen öffcntliclilccit abgespielt. Ihre Auswirkungen sind heute mehr denn je zu erkennen. Den Bemühungen, einen straff organisierten Reichsverband inB Leben zu rufen, ist zwor ebenso wenig ein Erfolg beschieden gewesen, wie denen zur Schaffung eines neuen Verfussungsgcsetzes für die jüdischen Gemeinden Preußens, aber es blieben und bleiben noch Aufgaben genug, dio der Umschwung des Jahres 1933 in den Vordergrund gerückt hat. . An vielen segensreichen Arbeiten, auch wenn Bio nicht mehr alle, unter seiner Flügge geführt werden, hat der Preußische Landesverband reichen und überreichen Anteil. Unverlorcn für lunge Zeit und viele Generationen ist u. a. eine geistige Neuschöpfung des Landesverbandes: sein liberaler Kulturauascmiß hat das sogenannte Einhoitsgcbotbuch für den liberalen Gottesdienst geschaffen, das heute in einer großen Zahl preußischer und außerpreußischer Gemeinden in Gebrauch ist. Dies nur ein Beispiel aus der ersten Arbeitsperiodo des Jahrzehnts. Erwähnt man, daß der Preußische Landesverband, seinem Grün- Dic GrilndungBversammlung im ehemaligen Preußischen Herrenhaus Aufn.: Sonnenfold dungszweck getreu, im Wege des Finanzausgleichs und unter Zuhilfenahme von Staatszuschüssen all die Jahre hindurch Hunderte von kleinen und Mittclgcmcindcn am Leben erhalten, für ausreichende Existenzbedingungen der Rabbiner, Kantoren, Lehrer und auch der Beamtcnhinlcrbliebcncn gesorgt hat, so wird ersichtlich, wie sehr er in intensiver Arbeit und in kluger Vorausschau alle diejenigen ideellen und materiellen Vorbedingungen geschaffen hat, die es ermöglichten, auch unter den so gänzlich geänderten Verhältnissen der letzten Periode des Jahrzehnts das jüdische Gcmcindclcben aufrechtzuerhalten. Geradezu ungeheuer war die Aufgabe, vor die sich der Landesverband angesichts der seelischen, kulturellen und materiellen Veränderungen gestellt sah, die das Jahr 1933 für die deutsche Jtidcnheit mit sieh gebracht hat. Es wird immer als ein geschichtliches Verdienst des Landesverbandes und seiner Leitung zu gelten haben, daß es gelang, diese seelische und in wirtschaftlicher Hinsicht sich auswirkende Krisenzeit zu überwinden. Gegenüber dem erweiterten und vertieften Aufgabcnkrci» will es nichts bedeuten, daß der Landesverband einige Aufgaben auch an andere Stellen abgegeben hat, vor allem die Bearbeitung der politischen Angelegenheiten und aller Wohlfahrtsaufgaben an die Reichsvertretung und die ihr neuerdings als Abteilung angegliederte Zentralwohlfohrtsstcllc. Auch nach dem Fortfall der Staatszuschüssc ist die Erhaltung der leistungsschwachen Gemeinden die Huuptaufgabe des Landesverbandes geblieben. Die Leistungen des Staates hatten sich noch im Jahre 1931 auf fast 600 000 Mark belaufen; sie sind seit April 1933 eingestellt, und die Beträge, die nun aus eigenen Kräften aufgebracht werden müssen, haben Bich seither ständig erhöht. In seihen letzten Haushaltsplan hat der Landesverband für die unmittelbare Unterstützung der Gemeinden allein 220 000 Mark eingestellt. Dazu kommen 45 000 Mark für die Bezirksrabbinatc, und als indirekte Unterstützung der Gemeinden Zuschüsse an fast 200 Beamte im Ruhestand und Hinterbliebene solcher Beamten, sowie stellungslos gewordene Lehrer und Kantoren im Gesamtbeträge von 100 000 RM. Während das Schulwesen jetzt zum Teil zur Zuständigkeit der Rcichsvcrtrctung gehört, ist die Bearbeitung der Lehrerbildung und Lehrcrfortbildung eine seiner wesentlichen Aufgaben. Die Übernahme dieser Leistungen — u. a. wurde im Mai vorigen Jahres die Lehrerbildungsanstalt für' jüdische Volksschul- und Rcligionslchrcr eingerichtet; der erweiterten Lehrcrfortbildung dienen Kurse und Arbeitstagungen — zeigt, daß der Landesverband seine Mission darin erblickt, nicht nur in finanzieller Hinsicht für einen Lastcnausglcich zu sorgen, sondern auch kulturelle Arbeit in weitestem Umfang zu leisten. Zu den Hauptfesten werden an die prcdigcrloscn Gemeinden Predigten verschickt, es werden Aktionen unternommen, um den Glaubensgenossen auch in den kleinsten Gemeinden eine Feier der jüdischen Feste zu ermöglichen. Bekannt ist, welcher Segen und welche Anregungen von den Kulturfahrte n ausgehen, die die Menschen in den verschiedensten Landesteilcn in lebendigste Beziehung zu jüdischer Arbeit, jüdischem Schicksal und jüdischer Kultur gebracht haben. Auch die Einrichtung der über 1000 Bände umfassenden Wanderbibliothek mit Werken jüdischen Inhalts und jüdischer Autoren muß erwähnt werden. In diesen Zusammenhang gehört auch dio Einrichtung einer Musikkommission, die dabei ist, die Feierlichkeit des Sabbatgottesdienstes durch musikalische Ausgestaltung zu erhöhen. Wenn der Preußische Landesverband jüdischer Gemeinden jetzt auf sein zehnjähriges Bestehen zurückblickt, so darf er mit seinen Leitern stolz sein auf seine Arbeit, dio heute um so mehr gewürdigt wird, als mehr und mehr verstanden wird, daß das Judentum nicht nur aus einzelnen Menschen besteht, sondern daß es getragen wird von seinen Kraftzentren, den Gemeinden. Sehir hafchirim Enrico Bossis Chorwerk in der Neuen Synagoge Sch|r haschirim, das Hohelied der Bibel, hat seit Jahrhunderten eine großo Anziehungskraft auf die Komponisten ausgeübt. Namentlich die großen Meister des Barock, von Palcstrina über Schütz bis zii' Bach, hüben einige ihrer hcrrJielistcn Sätze über Hohcliedtcxto geschaffen. Dabei ließen sie sich mehr oder weniger von der traditionell religiösen Auffassung leiten, dio dio Dichtung in allegorischer Weise auf das Verhältnis zwischen Gott und Kirche — im Judentum zwischen Gott und Israel — bezieht. Auch Enrico B o s s i, der moderne italienische Meister, löst sich nicht völlig, von dieser Betrachtungsweise: der ausgeprägt oratorienliaftc Charakter seiner Komposition, wie auch namentlich dio Verwendung gregorianischer Weisen, beweist es, wennschon die stark waguerischo sinnliche Glut seiner Tonsprachc das woltlich-erotiacho Moment gleichfalls unterstreicht. Immerhin hinterläßt das Werk nicht den Eindruck einer eindeutigen Festlegung in dieser Richtung; Feierlichkeit und Lyrik in eigenartiger, aber doch zu einem einheitlichen' Grundstil verschmelzender Art beherrschen das Ganze. Ein gediegener Chorsatz, auch in der Polyphonic meisterlich, dazu üio ganzo Farbenpracht des modernen Orchesters vermögen trotz dos' Mangels großer Kontraste immer wieder zu fesseln; nur am Schluß spürt man gowisso Breiten. — An Stolle dos lateinischen Textes hatte Dr. Oskar Weinbaum den hebräischen Urtext unterlegt. Vorher gub cb den „P s a 1 m u b H u n g a r i c u b" von Z. Koilaly, dessen Text eine altungurischc Umdichtung des 55. Psalms darstellt. Die Musik, seinerzeit auch von Ochs aufgeführt, wandelt instrumcntationsreicli gleich Bossi in den Bahne» der Spätromantik, stößt abor in der kräftigen kirchentonartlichen Melodik und besonders in ihrem harmonischen Gepräge weit mehr in die Moderne vor. Dos in großen Konturen aufgebaute Werk erhebt sich am Schluß zu visionärer Ekstatik. Die Aufführung unter Alexander Woinbaum Btand, wie nicht anders zu erwarten war, trotz .ungünstigster äußerer Umstände auf großer Höhe. Die in lotzter Stunde notwendig gewordene Verlegung in die Neue Synagogo hinderte aus raumteehnischen Gründen die Mitwirkung der Orgel — dio Mitwirkenden standen auf der hinteren Emporo —, »io bedingte wohl auch das Fehlen des letzten Ausgleichs zwischen Chor- und Orelicstcrklang. Prachtvoll, wie Wcinbaura seinen A'- c a p c 11 a - Chor und das verstärkte Kulturbuudorchostor trotz allem mit Schwung und fabelhafter Sicherheit über die Schwierigkeiten der ansnruclisvollcn Wcrko hinwegreißt und cino cin- * drucksvolle, geschlossene Wiedergabe erzielt. Unter den Solisten überragend Hermann S c h e y , desson herrliches Organ mühelos den Raum füllt; außerdem der edle Tenor des Oberkantors Karl N c u m a n n und Rose Walter, deren weiches Sopran sich in der sehr tief liegenden Partie nicht immer ganz durchzusetzen vermochte, aber durch seinen milden Klang erfreute. II. Freylion. Es wird gemeldet: ■ Dio Rcichsvcrtrctung der deutschen Juden hat angesichts der wachsenden Bedeutung, dio die Jugondalijah innorhnlb des Hilfswerks der deutschen Juden einnimmt, beschlossen, zwei Vertreter, Frau Lola Hahn-Warburg und Herrn Adler-Rudol, in die Arbeitsgemeinschaft für Kinder und Jugcndalijah zu entsenden. B Bei einem Gewitter, das über Hamburg niederging, schlug ein Blitz in das Dach dor GcmoindoBynagogc am Bornplatz, Zahlreiche Ziegel wurden aus dem Dach herausgerissen; außerdem wurde der Untergrund des Dachen beschädigt. B Wie aus dem Geschäftsbericht der GcBcllBchaft zur Förderung der Wissenschaft des Juden tumB hervorgeht, den der Vorsitzende bei der letzten Mitgliederversammlung erstattete, hat sich die Zahl der Mitglieder im Jahre 1934 weiter vermehrt. Im laufenden Geschäftsjahr ist eine abermalige Steigerung um 168 Mitglieder festzustellen. ■ Der Chordirigent an der Neuen Synagoge in der Oranienburger Straße, Dr. Oscar Guttmann, der sich auch als Komponist und Musikschriftstcllcr einen geachteten Namen gemacht hat, wurde am vergangenen Sonntag 50 Jahre alt. * ■ Wie der JTA aus Wien gemeldet wird, hat die Leitung des österreichischen Verkehrsbüros die ihr untergeordneten Stellen beauftragt, Prospekte, in denen sich einzelne Orte als „arische Sommerfrische" bezeichnen, sofort zu vernichten. * ■ Die Pariser Sorbonne veranstaltete im Richclicu- Amphithcnlcr eine Maimonidcsfcicr, deren Ehrenvorsitz der Präsident des französischen Senats, Jules Jcanncncy, übernommen hatte. Der Minister für nationale Erziehung war durch den Direktor des höheren Unterrichtswesens, Cavalicr, vertreten. * ■ Nach Berichten aus Paris hat der Paleatine and Orient Lloyd für den kürzlich in Dienst gestellten Dampfer „N o rm a n d i c", den größten Ozeandampfer der Welt, eine Torarolle gestiftet. Auf dem Dampfer wurde ein eigener llaum zur Abhaltung jüdischer Gottesdienste eingerichtet. Schiff besitzt ferner eine große judaistischc Bibliothek. * . B Auf einer in Wien abgehaltenen Tagung der Delegierten der israelitischen Kultusgemcinden Österreichs wurde die Gründung eines Verbandes der israelitischen Kultusgemcinden im Bundesstaate Österreich beschlossen und vorläufig eine Arbeitsgemeinschaft eingerichtet. B Im Rahmen der nächsten Paramount-Produktion beabsichtigt Ernst Lnbitsch, mehrere Opernfilme zu drehen.. Wahrscheinlich wird zuerst eine Verfilmung von „C a v a 11 c r i a rua tic ana" vorgenommen werden. Singetreffen der Jugend Weit draußen in Nicdcrschönhauscn. Handgemaltc Plakate weisen den Weg zum Sportplatz, auf dem das Jugcndpflcgcdezernat der Berliner Jüdischen Gemeinde zusammen mit dem Reichsausschuß der jüdischen Jugendverbände dio sangesfreudige jüdische Jugend Berlins zu einem Singetreffen konzentriert hat. Da sitzen sie, viele Hunderte von Jungens und Mädels aller Bünde,, einen Halbkreis bildend, im regenfeuchten Gras und umstehen ein improvisiertes Podium, von wo aus der Stuttgarter Direktor Karl Adler die Veranstaltung leitet. Einzelne sind mit Lauten bewaffnet, andere mit Geigen, wieder andere haben Schlagzeug in Gestalt von Zigarrenkisten, Triangeln und Kastagnetten in Bereitschaft. Auch für den Zuhörer ein Genuß, mit welch pädagogisclicm Geschick, mit wieviel mitteilsamer und suggestiver Musikalität der lebhafte Mann im hellgrauen Sportanzug mit den muBiknlischnorvösen Händen diese bunte Schar in seinen Bann zu zwingen' weiß. Mit leiser, einprägsamer Stimme Bingt er die primitive Tonfolge eines Volksliedes vor. Ein paar Stimmen fallen zögernd ein. Andere folgen. Jetzt singt der ganze Kreis. Die die Luft in zierlichen Serpentinen durchschneidenden Dirigier-Gcbürden des süddeutschen Musikpädagogen teilen ihn während do8 Singens in Gruppen auf, dämpfen, befeuern, fordern einen Wechsel des Tempos. Es ist kein bloßes Töncproduzieren, es ist ein Erleben der Musik, das don Inhalt einer Komposition, gleichviel welcher Art, bis zum letzten ausschöpfen will. Adler begnügt sich auch keineswegs mit dem Singen. Er läßt den Rhythmus durch Händeklatschen betonen, «r läßt seine Schüler pfeifen oder mit den Lippen einen Kanon blasen. „Leute, Leute", kritisiert or einmal, „Ihr wißt noch nicht, was Einordnung, was Konzentration heißt", als die Singenden sich nicht seinem Rhythmus und Tempo einfügen. Aber er kritisiert nicht nur liebevoll, er läßt auch Kritik mit Humor über sich ergehen. Ein Junge bemängelt in einem bayerischen Volkslied Adler» nicht einwandfreien Dialekt. Sofort holt or sich den widerstrebenden Kritiker aus dem Kreis hdrauB und läßt üin das Lied unter allgemeinem Beifall in „Originalfassung" vortragen, was ein wenig zögernd geschieht. Eine „Schwützpausc" wird eingelegt. Dann folgt ein hebräisches Lied. Lotahcr libenu leowdecha bccmctli. Zuerst erläutert er kurz den Inhalt, mit allerlei, kulturellem Beiwerk, dann interpretiert er dio musikalische Ausdruckswciso, bis nach einigen Proben das Lied in seiner feinsten Nunnciorung durch die Landschaft klingt, plötzlich seinen aynagogalen Charakter verläßt, um in einem immer mehr sich steigernden Tanzrhytlunus überzugehen, boglcitet vom Händeklatschen und den Akkorden des improvisierten Orchesters. Stundenlang wurde so am Sonntag auf der Wieso in Niederschönhausen musiziert. Der. Nachklang dieses Singens ist für alle Beteiligten unvergeßlich. Zu Beginn der Veranstaltung hatte der Vorsitzende der Berliner Jüdischen Gemeinde, Direktor Hoinrich Stahl, dio Versammelten mit herzlichen Worten begrüßt. E. Ta. Kulturlmmlkonzert. Zu unserem letzten Bericht tragen wir noch nach, daß Kurt Sonderling dio Begleitung mit feinster Anschmiegsamkeit und überlegenem pianistischen Können versah. Jüdischer Kulturbund ttüeln-Kulir. '„Spiel im Sohloß" von Frani Molnar. Golsenkirohon: 20. Juni, 20.30 Uhr, Logo! Krotold: 23. Juni, 20.30 Uhr, Gcmoindohaus; Köln: 2t.—27. Juni, 20.16 Uhr, Itheinlandlogo.?* y- * •ie ie 'in "ü* > £10 | ld > pt l'ir Ihe;in r- .h .»ß '•'.ld, t ■ iätl ,r ,or % er >*;i°r in -ei i. s ■% er ^ut h I sn .1 - .r - bo 'lieh ri-?r te» ,en n.- 'te on •er ]x> ■ I. Jit m c 'lr- .«"> p» fr e??n ijht s >d. ffc jht H p m P>. f?

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.