Jüdische allgemeine Zeitung
- Journal
- Jüdische allgemeine Zeitung
- Volume
- 15 (1935)
- Issue
- 23 (5.6.1935)
- Date
- 1935-06-05
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Es wird gemeldet ■ Im Monot April 1935 sind 4556 Juden, von denen 273 zur Knlcgorio A (Einwanderer mit einem Mindcstkapital von 1000 Pfund) gehörten, sowie. 57 Araber nach Palästina c i n - pe w a n d e r t. ■ Nach Veröffentlichungen in der Presse hat der Gemeinderat von Nidda folgenden Beschluß gefaßt: „In dor Folge werden nur noch diejenigen Handwerker, Fuhrleute, Geschäftsleute usw. mit Lieferungen und Arbeiten für die Stadt berücksichtigt, die der Bürgermeisterei gegenüber eine eidesstattliche Erklärung abgeben, daß sie und ihre Familienangehörigen mit nichtnrisehen Personen keine Geschäfte tütigen." ■ Im Rohmen der Tagung für Deutsche Volksgcsundheit, die in Nürnberg stattfand, sprach auch Gauleiter Julius Streicher. Dem Bericht der „Allgemeinen Rundschau", Nürnberg, zufolge führte er aus, er werde verlangen, daß durch ein Gesetz dem deutschen'Volksgenossen v.erioten werde, einen jüdischen Arzt aufzusuchen. * ■ Die Konzertdirektion Hermann W o 1 f f (früher Wolff und Sachs) in Berlin wird ihr Unternehmen bis spätestens Frühjahr 1936 auflösen. * Ii Auf einem Frühjahrslager in Eisenach, das die Führung der Deutschen Burschenschaft veranstaltet, wird, wie die „Nationalsozialistische PartcikorrcBpondenz" meldet, u. a. der §19 Sachverständige im Rcrncr Prozeß um die „Protokolle der Weisen von Zion", Oberstleutnant a. D. Fleischhauer, sprechen. * H Wie englische Blätter berichten, wurden in London die Vorverhandlungen über die Verfilmung der „Heiligen Johanna" mit Elisabeth Bergner abgeschlossen. * ■ Der Stadtrat von Tel-Awiw hat einmütig beschlossen, ein Bialik -Museum in Tel-Awiw zu errichten. ■ Wie aus Kairo gemeldet wird, fand im Continental-Hotel zu Ehren des neuen Leiters des Kairoer Jüdischen Krankenhauses, Dr. Hugo Piccard, der früher am Krankenhaus der Jüdischen Gemeinde zu Berlin tatig war, oin vom Arztcstab des Krankenhauses verunstalteter festlicher Empfang Btatt. ■ In Nizza verstarb im Alter von 57 Jahren der bekannte jüdische Finanzraann und technische Erfinder Robort Goldschmidt, der Sohn des Begründers des Brüsseler Bankhauses Goldschmidt. König Leopold von Belgien und die Mitglieder der belgischen Regierung sandten an die Familie des Verstorbenen Beileidstelegramme. * ■ Im Rahmen dor offiziellen Feierlichkeiten anlaßlich des 25jährigen Rcgicrungsjubiläums König GcorgB V. stattete das englische Königspuar dem Londoner jüdischen Viertel White chapel einen Besuch ab, wo ihm von der Bevölkerung ein begeisterter Empfang bereitet wurde. Die Verordnung über Musterung und Aushebung 1935 Dos „Rcichsgcsetzblott" Nr. 56 vom 1. Juni 1935 enthalt dio vom Rcichskriegsminister v. Blomberg und vom Roichsministcr des Innern, Frick, unterzeichnete Verordnung über die M u b t o - runp und Aushebung 193 5. Danach werden die Dienstpflichtigen in der Zeit von Anfang Juni bis 15. August, in der entmilitarisierten Zone Mb 31. August Bemustert. Der § 19 der Verordnung bestimmt, daß arische Abstammung eine Voraussetzung für den aktiven Wehrdienst und Arbeitsdienst ist. Als nicht ariBch gilt, wer von nicht arischen \jüdischcn Eltern oder Großeltern abstammt. ' Wehrfähige Dienstpflichtige nichtarischer Trauung abgelehnt Wehrmachtgesetz als Rechtsgrundlage Pforzheim. Vor dem Pforzheimer Standesamt wollte ein gewisser B. mit einer Jüdin vor kurzem die Ehe eingehen. Wie der „Pforzheimer Anzeiger" mitteilt, hat das dortige Standesamt die Eheschließung abgelehnt, und zwar, wie „dos Blatt mitteilt, mit der Begründung, daß nach der Bestimmung der Wchrmaclitgesct7.es den Angehörigen arischer Abstammung der Wehrmacht und des Beurlaubtenstandcs das Eingchcn^der-EISr mit Personen nichtarischer Abstammung verboten ist. Angehörige der Wehrmacht sind nicht nur die Soldaten, die aktiv dienen, sondern auch Angehörige des BcurlaubtenBtandes und der Ersatzreserve. Isolierung Ehctrennung liegen Rassenverschiedenheit in Österreich Wien. Das Weener Landesgerieht für Zivilrechtssachen hat die 1929 von einem Amtsarzt und einer jüdischen Ärztin geschlossenen Ehe auf Antrag beider Parteien getrennt (Ehetrennung nach österreichischem Recht gleichbedeutend mit Ehescheidung nach deutschem Recht). Der Gatte hatte erklärt, daß die Rassenvorschiedenheit zwischen den Eheleuten das weitere Zusammenleben unmöglich mache; er sei früher römisch-katholisch gewesen, sei Btreng national erzogen worden und habe, um die Ehe zu schließen, konfessionslos werden müssen. Die Gattin fügte dem hinzu, sie sei von ihrem Mann am 6. April 1933 verlassen worden; er habe nach dem politischen Umschwung in Deutschland erklärt, die eheliche Gemeinschaft mit Rücksicht auf die antisemitischen Tendenzen des Nationalsozialismus nicht aufrecht erhalten zu können. Das Gericht stellte u. a. fest, daß der innere Grund für die Zerwürfnisse zwischen den Ehegatten in der Isolierung lag, in die der Ehegatte zwischen seiner Frau und ihren Verwandten einerseits und seinem Elternhaus andererseits geraten war. Diese Isolierung sei durch die Rassenunterschiede, die sich als unüberbrückbar erwiesen hatten, bedingt gewesen. Keinen der beiden Ehegatten treffe an dem Trennungsgrund ein Verschulden. Die Geficbtspunkte der Ausbürgerungen Nachdem bereits mehrere Listen von Ausgebürgerten für den Bereich der Rcichahauptstadt bekanntgegeben worden sind — neuerdings hat der Berliner Polizeipräsident 50 Ausbürgerungen, fast ausschließlich von Nichtaricrn, verfügt — haben auch andere deutsche Stiidte, gestützt auf das Gesetz über den Widerruf der Einbürgerungen, die bei ihnen zwischen dem 9. 11. 1918 und dem 30. 1. 1933 vollzogenen Einbürgerungen auf unerwünschten Zuwachs hin überprüft. Ein Überblick über die erfolgten Ausbürgerungen ergibt, daß vom Widerruf der Einbürgerung in der Hauptsache Ostjuden (ausgenommen Frontkämpfer auf deutscher Seite) und solche Personen betroffen wurden, die sich einCB schweren Vergehens oder Verbrechens schuldig gemacht oder sich sonstwie in einer dem Wohle von Volk und Staat abträglichen Weise verhalten haben. Nach diesen Gesichtspunkten wurde in Ludwigshufen zunächst die Einbürgerung von 16 Leuten widerrufen. Abstammung, die innerhalb von zwei Wochen nach dem Mustorungstngc keinen Antrag auf Heranziehung zum aktiven Wehrdienst einreichen, Bind der ErBatzrcscrve II zu überweisen. Dienstpflichtige arischer Abstammung haben boi der Musterung eine Erklärung über ihre Abstammung schriftlich abzugeben, deren Wortlaut, im § 19 wiedergegeben ist. Sportliches Allerlei Helene Mayer beteiligte sich in Amerika wieder mit gutem Erfolge an den diesjährigen Meisterschaften im Florett. Wie im vorigen Jahr gelang es ihr nucli diesmal, den Titel mit guten Leistungen zu verteidigen. Erich Seclig, der ehemalige deutsche Meister im Mittel- und Halbschwergewicht boxte in London gegen den schottischen Schwergewichtsmeister Axel Bell und konnte durch einen begeistert aufgenommenen k. o.-Sicg in der sechsten Runde sein immer noch großes Können unter BcwciB stellen. Am 16. Juni wird es in Berlin zu einer interessanten. Begegnung zwischen Mannschaften des TcnniB-Clubs Bar Kochba und des RjF-Vercins Tennis-Club „Grunewald 1933" kommen. Im Rahmen eines Klubkampfes werden beide Vereine mit ihren besten Dnmen und Herren die Kräfte messen. Die Tennisabteilung der BSG 33 veranstaltet in der Zeit vom 20. bis 23. Juni auf ihren Plätzen in der Friedrichsruher Str. 42/48, ein Allgemeines jüdisches Tennisturnier, an dem alle jüdischen Spieler, mit Ausnahme der Spitzenkönner, tcilnahmcbercchtigt sind. * Die „Westfälische Landeszeitung Rote Erde", Dortmund, schreibt: „Wir möchten au dieser Stelle kurz, aber sehr energisch darauf aufmerksam machen, daß der von Zeit zu Zeit in der deutschen Öffentlichkeit auftauchende Segelflieger Robert Krönf c 1 d Jude ist. Er läßt sich 'geflissentlich bezeichnen als der „österreichische Segelflieger". Wir glauben, daß damit wieder einmal der sattsam bekannte „österreichische Mensch" auf die Bildflächc gezaubert ist, — diesmal um einen Juden zu tarnen. Übrigens ist Kronfcld nicht nur seiner Rasse nach Jude, Bondcrn auch seinem Charakter nach. Besondere Kennzeichen: Rücksichtslose Gcschäftslüchtigkcitl Wie wir persönlich, abo zuverlässig, haben feststellen können." „Die Fledermaus64 im Jüdischen Kulturbund Lustig flatterte die „Fledermaus" der Sommcrspiclzcit voran und hinterließ ein Rauschen des Beifalls. Das Spiel im Schloß des Prinzen Orlofsky, eingebettet in das betäubende melodische Blütcnfclt! Straußscner Musik, sichert dem Kulturbund neuen Kredit. Das Berliner Gcmcindcblatt hat, wie schon so oft, die Kritik, die der Regisseur der Aufführung, Dr. Kurt Singer, geschrieben hat, vorweggenommen. Trotzdem bleibt noch einiges nachzutragen. Singer hat von einer Gastinszenierung an der Berliner Staatsoper noch Wiener Blut in den Adern. Hier hat er es mit Sprecwasscr vermischt. Die Schuld daran, daß die sicherlich gewollte Leichtigkeit nicht überall aufkommen konnte, trägt nicht er allein, vielmehr die Erdgebundenheit des Gefängnisdirektors Siegfried U r i a s , die Unbcschwingtheit, der ^Fledermaus" Walter Olitzki und die auffallende Mattigkeit und Mürrischkeit Susanne S t c i n b als mit gelber Seide behoster Orlofsky. Hier und auch sonst vielfach zweigt der Sprachfluß des Dialogs ab von der hinströmenden Melodik des zigeunerhaften Genies, anstatt sich mit ihr zu vereinen. Im großen und ganzen bietet Siriger in seiner Inszenierung gut überlieferte, nicht artistische Operette, durchsetzt mit eigenen Einfällen, die aus dem Bezirk des Parodistischen kommen. So im Terzett des ersten Aktes, wenn Rosalinde, Adele und Eisenstein nugenzwinkemd ihre Worte Lügen strafen, wenn der alkoholisierte Frosch (Gerhard Pechuer, klischeemäßig) im Souffleurkasten und in der Versenkung verschwindet, wenn der Ballsaal den Versuch macht, im Sektrausch mitzutanzen. Der befeuernde gute Geist der Aufführung iBt Joseph Rosen stock. Er entwickelt den ganzen Zauber dieser — in seclis . Wochen entstandenen I Musik. In der Atmosphäre von beglückender , Heiterkeit und unsentimentaler Gefülilsseligkeit reißt er sein .'Orchester mit durch die wiegenden Takte der Walzer und durch die pikante Rhythmik antreibender Polkas. ' In der' wirbelnden Bewegtheit und dem tänzerischen Schwung wirkt Rita A11 a s z als Stubenmädchen Adele ein wenig hausbacken, obwohl ihr das Dienstzeugnis ausgestellt werden muß,' daß sie ihre Koloraturen und Staccnti mit viel Können serviert. In musikalischer und szenischer Sicherheit bewegt sich Fritzi J o k 1 als Rosalinde. Der Gesangslehrer Alfred mit dcm> hohen C in der Kehle und der großen Pause im Kopf ist Paul Feher, der sich mit' stimmlicher-Hingabe angenehm tenoral benimmt. Julius Kuthan ist ein Eisenstein von Routine. Die Sucht nach Liebe und Wein flackert ihm aus den Äuglein. Hinter Wein und Weib bleibt allerdings der Gesang etwas zurück. ' - Anmut und gtilwille läßt Heinz Condell in der Abstimmung der Kostüino und Dekorationen erkennen. Er malt geraffte Portieren, Palmen und Fächer an die Wand, gibt 'dem GefängnisloknLoie bloue Farbe .und den Dunst des Alkohols, verbindet Maskenfreudlgkoit mit der Nutumähe des prinzlichen Parks. Orlofskyfl GSste klatschten Nelly Hirtli, Ruth Anselm. Und Rolph Ray für ihre tänzerischen Einlagen Beifall. Das Publikum dehnte ihn auf die ganze Aufführung und alle Mitwirkenden aus. Eugen Tannenbaum. „Dibbuk" in der Warfchauer Staatsoper Warschau. Die Erstaufführung der Oper „Dibbuk", die nach dem bekannten. Drama von S. An-ski von dem jungen italienischen Komponisten Ludovico R o c c a geschrieben wurde und vor einiger Zeit ihre Uraufführung in der Ma iländcrScala erlebte, fand in Warschau im Staatlichen Opernhaus unter außerordentlichem Erfolg statt. Die Vorbereitungen für die Aufführung hatten einige Monate in Anspruch genommen. Die Dekorationen waren von dem jüdischen Maler Wcintraub hergestellt worden. Die polnische und jüdische Presse hebt dio Aufführung, an der auch ein 150 Mitglieder starker Chor der Warschauer Großen Synagoge mitwirkte, mit besonderem Lob hervor und bezeichnet die Aufnahme dor Oper in den Spielplan des Staatsopernhauses als einen sehr anerkennenswerten Entschluß der Direktion. Die Oper einer jüdifehen KomponiAin Rom. In Rom fand die Uraufführung der Oper „A s f o d e 1 o" von Dorothea Bloch, einer jüdischen Komponistin, Btatt. Die Aufführung gestaltete sich zu einem großen Erfolg. Die Tagespresse äußert eich begeistert über die musikalischen Qualitäten des Werkes. Menuhin lehnt ab Melbourne. Der berühmte, jugendliche Violinvirtuose Jehuda Mcnuhin, der zurzeit eine Tournee in Australien absolviert, hat dos Angebot der Paramount Film - Gosel ls oh n ft, gegen ein Honorar von einer halben Million Dollar bei der Herstellung eine» Films mitzuwirken, abgelehnt. Der Vater Jehuda Menuhins erklärte, .die Kunst seines Sohnes sei für Geld nicht feil. Ein Jude — VerfuJTer eines Laienfpiels Kassel. Die.„Kurhessische Landeszeitung'' in Kassel schreibt:. ,;Für das große Himmelfahrtafest auf dem -Heiligenberg war die Aufführung eines Laienspiels „Grenzmark" von Otto Bruder vorgesehen. Wie sich jetzt im letzten Augenblick herausstellte, handelt es sich bei dem Verfasser des Stückes um einen Juden. Mit Recht hoben daher die in dem Stück mitwirkenden Laicnspieler es ab gelohnt, ein jüdisches Werk zur Aufführung zu bringen und damit jüdischem Geist zu dienen. Das Volksfest findet im übrigen im geplanten - Rahmen. Btatti ■ Wieder einmal Judas Hand! Versteckt und geschickt getarnt hat ein Jude es verstanden, sein volksfremdea Machwerk in einem Verlag unterzubringen und damit die Möglichkeit erreicht, es der Öffentlichkeit zu präsentieren, sie mit jüdischem Gcistcsgnt zu beeinflussen. An dem gesunden Geist unserer kurhessischen Landbevölkerung ... ist der Versuch gescheitert. Wir wehren uns dagegen, daß uns heute noch von den Verlagen in der Laicnspicl- •literatur jüdische Schmierereien vorgesotzt werden, mögen sie auch inhaltlich noch so national verbrämt Bein . . ." Stern'fehes Konfervatorium wird gleichgefchaltet Versammlung der arischen Lehrerschaft und der NS-Studcntcnbund-Grnppe Der „Völkische Beobachter" berichtet über eine Versammlung, dio die arische Lehrerschaft und die NS-Studcntcnbundgruppc am Stcrn'schcn Konservatorium einberufen hatte, um grundlegend die Verhältnisse an diesem Institut zu klären. „Es ist von höchstem öffentlichen Interesse zu erfahren," so schreibt der „Völkische Beobachter", „daß heute noch, im dritten Jahre der nationalsozialistischen Revolution, dio größte private Musikschule der Rcichshauptstadt, da sie auf jüdischem Kapital basiert, auch in stärkstem Maße jüdisch beeinflußt iBt. Das Allermindcste, was dieser Einfluß bewirkte, von üblichen Einzelfällen abgesehen, war dio systematische Verhinderung dcB Eindringens nationalsozialistischer Ideen und vor allem nationalsozialistischer Taten in die Musikerziehung dieses Instituts. Das hat einmal zu einer Atmosphäre kulturpolitischer Flauheit und weltanschaulicher Interesselosigkeit unter dem Großteil der Lehrer und Schüler geführt, zum anderen sind dadurch auch beruf liehe Schädigungen der Schülerschaft entstanden. Als größtes Versäumnis sei nur die unterbliebene Einrichtung der Fachschulschnft genannt. ■ Allein durch dio Macht des jüdischen GeldeB haben hier Verhältnisse einreißen können, die alles andere als die vom Führer' geforderte, ortgemflße Erziehung zur Kurist waren, vielmehr einer Btändigen, nur schlecht getarnten Sabotage am kulturellen Aufbauwork des- Nationalsozialismus gleichkamen. Und das bei einem zahlenmäßigen Verhältnis von 7 jüdischen Lehrern und 28 jüdischen ^äcbulern zu 72 arischen Lehrern und über 270 arischen Schülern. Durch die Initiative der nationalsozialistischen Lehrer und Schüler ist diesem Spuk — anders' kann man ea nicht nennen — endlich ein Ende bereitet worden." , Der „Völkische Beobachter" berichtet welter über die Forderungen, ' dio dor Leiter des VertrauensraU und Führer derarischen Lehrerschaft in der Versammlung aufstellte. Danach soll u. u. die Erziehung des beruflichen Nachwuchses in Zukunft ausschließlich in den Händen .arischer Lehrer liegen. Es wird sodann berichtet, daß die' arischen Lehrer ürid der NS-Studentenburid die geistige Führung, dieses wichtigen Musik-: Institutes übernommen nahen, und daß' der Chordirigent Bruno' Kittel; zum kommissarischen Direktor-; des Stern'schen Kori- 'j servatoriums eingesetzt worden sei. ■ 1 ■ \