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Jüdische allgemeine Zeitung · 1935-06-05 · 23 (5.6.1935) · page 5

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische allgemeine Zeitung
Volume
15 (1935)
Issue
23 (5.6.1935)
Date
1935-06-05
Page
– (sequence 5)
Language
German
Belongs to
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Seltfame Begegnung Von HERTHA ROSENFELD Einer, der menschenmüdo, glücklich des Alleinseins mit der Natur, seines Weges ging, hatte eine Bcltsamc Begegnung. Er sah eine endlose Zahl vermummter Gestalten einen unübersehbaren Kreis bilden. Sic schritten rundherum, im gleichen Schritt und gleichen Takt und sangen eine Melodie, die er zu ' kennen glaubte. Der Mensch war jung und voll Wißbegier, deshalb wollte er unbedingt erfahren, wer diese Armee schemenhafter Wesen sein könne, von denen er nicht wußte, ob es Männer oder Fraueii waren: Kurz entschlossen gesellte er sich einem von ihnen zu: „Verzeiht mir meine neugierige Frage: wer seid Ihr?" „Wer weiß ih Wahrheit von sich, wer er iat. Jeder glaubt zu sein, wie er genannt wird." „Und wie nennt man Euch?" ^Vergängliche Jahre." „Achl" — Einen Augenblick verharrte der Mensch erstaunt. Doch das Jnhr setzte seine Wanderung unbeirrt fort. „Ich wende mich nicht um!" rief es. „Wenn du mit mir sprechen willst, darfst du nicht zurückbleiben." Das wollte der Mensch nicht. „Ihr habt eine so merkwürdige Stimme, die Euer Geschlecht nicht erkennen lüßt. Seid Ihr Jahre Männer?" „Nein!" „Also Frauen!" „Nein!" Der Mensch verstummte. Dann fragte er weiter: „Warum geht Ihr immer im Kreis? Man weiß nicht, welches von Euch das erste und welches das letzte Jahr ist?!" „Alles geht im Kreist. Hast du noch nicht einmal diese Erkenntnis gewonnen mit deinem ewigen Wissensdurst?" „Ich selbst zum Beispiel", antwortete er, „gehe nie im Kreis, ausgenommen jetzt, wo ich Euch freiwillig begleite." „Tust du es denn freiwillig?" fragte das Jahr. „Hast du es mir hcfohlcn?" fragte der McnBch zurück, spöttisch und im irrigen Bewußtsein seines unumschränkten Willens. „Ich nicht!" crwidcrlc das Jahr schlicht. Sic gingen Bchwcigend weiter. Nach einiger Zeit verspürte der Mcnscji eine Btnrko Ermattung. Seine Füße vermochten ihn kaum zu trogen, und seine Schultern beugte eine unsichtbare Last. „Du hast eine große Ausdauer", begann er und wunderte sich über den zerbrochenen Klang seines Organs. „Du scheinst noch immc munter, ohne jede Ermüdimg, und wir wandern doch gemeinsam schon eine riesige Strecke. „Ich bin gerade jetzt an" deine Scito gelangt," hörte er Hagen, „das Jnhr, mit dem du zuerst gesprochen hast, ist langst nri dir vorbei." Erschreckt blickte der Mensch auf. Er fühlte nicht mehr den Wunsch, zu fragen, aber sein Blick hatte sich geschfirft. Nur scheinbar bewegte er sich vorwärts! Die Jahre glitten an ihm vorbei. Nun erfaßte er den Sinn des Kreises: Ewig alternd — ewig sich verjüngend, erlöschend — neu geboren, nohmen die Johrc ihren Lauf. Er aber erfüllte mit seinem jetzigen Leben nur Btümpcrhaft die geringste Aufgabe allen Seins. Erkennend warf sich der Mensch zu Boden und schrie unaufhörlich: „Ich sehe! Ich sehe!" Als er sich aufrichtete, fand er sich allein und erblickte neben sich einen Bach, in dem er sich spiegelte. Alt und zerfallen, ein Greisengesicht, sah er sich in der klaren, ruhigen Flut und brach bewußtlos zusammen. Der Mensch erwachte. Ein Trugbild hatte ihn genarrt. — Ein Trugbild? Gesenkten Hauptes, die Hönde auf dem Rücken verschränkt, ging er zurück. Er dachte nach. Aus den Gemeinden Aachen. Das „D r c i - K a n t o r c n" - K o n zc r t, das der Synagogcnchorvcrcin in der Aachener Synagoge veranstaltete, erfüllte diesen Zweck mehr als vollkommen. Jeder Jude, ob glaubig oder nicht, der diese eineinhalb Stunden mit erleben durfte, war in eine gottnahe Stimmung gebracht. Die drei Solisten des Abends boten eine Fülle ncrrlicher Musik und prachtvoller Sangeskunst. Herr Nicolai N.. Flcischmann verfügt über eine gute, klare Höhe, er bringt eine ausgezeichnete Musikalität mit und hat eine anerkennenswerte Treffsicherheit des Tones. Sein Bruder Hermann Fleischmann besitzt einen lyrischen Bariton mit angenehmer blühender tcnoraler Färbung von ebenfalls erstaunlichem Volumen. In den Duetten klangen die Stimmen der beiden Brüder gut zusammen. Mit Stolz hörten wir unseren Herrn Alt als den dritten des Drci-Kantorcn-Konzcrtcs. Sein zu Herzen gehender Bariton ist durch seine religiöse Wärme wie selten eine Stimme geeignet, den Hörer in eine weihevolle Stimmung zu bringen. Herr Duscli, unser erprobter Organist, meisterte wie gewohnt die manchmal äußerst schwierige Begleitung. Besonders schön erklang unter seinen Händen die eigenartig schöne, oft an slawische Volkslieder anklingende Musik des von Herrn Nicolai N. Flcischmann komponierten „Schacharawckcsch'cho", und ganz hervorragend musizierte Herr Dusch bei den „Biblischen Gesängen" von Dvorak mit Herrn Alt zusammen. Der außerordentlich zahlreiche Besuch des Konzertes bietet die Gewähr, daß sein wohltätiger Zweck, voll und ganz erfüllt wurde. Breslau. Anläßlich des zehnjährigen Bestehens der Hebräischen Universität Jorusalcm ist in Breslau ein Arbeitsausschuß der Freunde der Universität Jerusalem gegründet worden, der sich aus Vertretern der führenden Richtungen unserer Synagogcngcmeindc zusammensetzt. In dieser einmütigen Zusammenarbeit kommt die Anerkennung der hohen Bedeutung zum Ausdruck, die die Universität Jerusalem für die großen kulturellen und erzieherischen Aufgaben in- Palästina und für das Gesamtiudentum besitzt. Der Arbeitsausschuß besteht aus folgenden Herren: Stud.-Rat i. R. Alfred Cohn, Prof. Dr. S. Fischer, Philipp Lachs, Stadtrat o. D. Lcß, Dozent Dr. Lewkowitz, Theo Pinczowor, Rabbiner Dr. Simonsohn, Dozent Dr. Speyer, Gemeinderabbiner Dr. Vogelstcin. Der Arbeitsausschuß hat an die Mitglieder der. Gemeinde einen Aufruf gerichtet, dem Verein der Freunde der Universität Jerusalem beizutreten. Anmeldungen an Herrn Prof. Dr. Siegfried Fischer, Breslau, Kaiser-Wilhelm-Str. 4. Zu Gunsten des Jüdischen Wohlfahrtsamtes fand ein Synagogenkouzert statt, in dem nur heimische Künstler zu Gehör kamen. Erich Schüffer an der Orgel, die Sopranistin Anni Hecker und der verstärkte Synagogenchor unter Leitung Heinrich Markts hatten sich in den Dienst dieser musikalisch-religiösen Wcihestundo gestellt. — Der heiteren Muse war ein Abend des Humors mit Willy Präger und Willy Rosen gewidmet, an dem auch Hanni Rosen mitwirkte. Der Beifall zeigte, daß auch solche dem Heiteren gewidmeten Abende zu begrüßen Bind. R. Ti. Gleiwitz. Als Ergebnis des musikalischen Schaffens in diesem Winter fanden hier und in Beuthen zwei großangelegte Bach- Händel-Abende statt. Im ersten Teil des Programms dirigierte Erwin Hcrper-Beuthen mit jugendlichem Elan, doch ohne in den Charakter des Werkes genügend einzudringen, das Konzert für Klavier und Orchester in g-moll von Bach. Paula Zcrnik- Beuthen als Pianistin bot ein im ganzen sauberes Spiel, aber ohno innerlich zu überzeugen. Das folgende Konzort in d-moll von Bach unter Stabführung von S. R. Blumonfeld mit seinem Glciwitzer Orchester war in der schönen Vcrinnerlichung und exakten Durchführung der streng kontrapunktisch aufgebauten Dynamik [die. Glanzleistung der Abende., Die Pianistin, Sidonie Wohlgemut-Hiridcnburg, fand allgemeine Anerkennung. Der zweite Abschnitt der Abende begann — Händel gewidmet — mit dem Concerto grosso Nr; 21 unter S. R. Blumenfeld, der mit dem vereinigten Orchester die , farbenprächtige Tonmalerei herausholte und 'besondors die Erlcbnifltiefc im „Air" veranschaulichte. Der Abschluß des Glciwitzer Abends stand unter der Leitung des Chordirigenten Willy Fleischer, der mit seiner Chorycrcinigung und dem Glciwitzer Orchester in einzelnen Szenen aus dem Oratorium Sani' eine beachtliche Leistung erzielte. — Am 18. Mai sprach der Syndikus des C. 'V., Dr. Alfred Hirschberg, über „Unsere jüdische Wirklichkeit". Der Redner forderte auf, dio Tatsachen, vor die das Judentum in Deutschland heute gestellt werde, nicht nur zu registrieren, sondern hieraus - eine jüdiodio Wirklichkeit zu gestalten, die von Selbstbewußtsein, gegenseitiger Hilfeleistung und erhöhter Willenskraft erfüllt sei. H. B. Halle. Der Kulfurkrcis der Synagogen-Gemeinde Hüll« veranstaltete ein Konzert in der Synagoge, das dem Schaffen des jüdischen Komponisten Julius Kau ima nn, Nürnberg, gewidmet war. Einleitend brachte die ChorgcmcinBchaft unter Stabführung des Kapellmeisters Leo Schünbach-Hnllc aus Psalm 92 „Zodik kotomor für dreistimmigen Frauenchor und „Od j'nuwun" für gemischten Chor mit Orgclbegleitung. Den breiten Raum des Konzertes nahmen die Lieder ein, zu denen der Komponist einleitend erklärte, daß die inhaltliche Crundstimmung von dort stammt, wo das Leben des Juden am stärksten klingt, aus dem jüdischen Schicksal. Aus der Fülle der Darbietungen seien nur einige hervorgehoben: Die düstere Stimmung in „Nacht" von ■ Reisen, „Uralter Ahnen Schwermut" mit seinen stark sinfonischen Zwischenspielen und „Psalm 137", dessen Begleitung eine motivische Untcrmalung einer traditionellen Tischoh-b'aw-Mclodic darstellt. Zwei jüdische Volkslieder „Hamawdil" und „Heimweh" in der Bearbeitung des Komponisten beschlossen diesen Teil des Programms. Der Komponist selber sang diese zum Teil sehr anspruchsvollen Lieder und war mit seinem gepflegten Bariton seinen Werken ein vorzüglicher Interpret. An instrumentalen Werken brachte das Programm zwei Klavierwerke. Zunächst „Vcrsunkcnhcit", eine impressionistische, ganz auf klavicristisebe Klangwirlamg gestellte Piece. Als zweites, den Höhepunkt des Abcnd-3 bildend, die Uraufführung des Klavierwerkes „10 Variationen über die Hatikwah". In diesem Werke zieht der Komponist alle Register formaler und klanglicher Gcstaltungskunst. Hier ist ein Werk, das seinen Weg durch die jüdischen KonzcrtveraiiBt.nltungen machen wird. — Karl Ettlinger (Karlchcn) brachte au zwei Abenden im Gemeindehaus „Heiteres aus seinen Werken". In seiner feinsinnigen, humorvollen Art gewann er Allc*r Herzen im Sturm, so daß man ihm begeistert zujubelte. Hamburg. Rabbiner Dr. Italiener sprach im voll besetzten Tempel über das Thema: „Eindrücke einer Reise ins Heilige Land", in dem der Redner ein äußerst anschauliches Bild von Stadt und Land gab. Haifa sei die Stadt der Zukunft, Tel Awiw die Stadt der Gegenwart, Jerusalem die Stadt der Vergangenheit und der Zukunft. Palästina sei ein Land der Gegensätze. Aue Ii im religiösen Leben Kontrast über Kontrast. Man stößt auf Gottesdienste aller religiösen Schattierungen, auch auf solche deutsch-jüdischer Art. Die Synagogen sind am Sabbat überfüllt, daneben ist aber ein großer Tcir der Juden arcligiös. Den Grund dieser bedauerlichen Einstellung vieler Kreise sieht der Redner darin, daß auf diese in Palästina übliche Weise der Ausübung der Zeremonien, des Kultus, dio Lehrart keine Anziehungskraft habe. Dem religiösen Liberalismus sei hier die große Aufgabe gestellt, die Jugend wiederzugewinnen. — Die „Jüdische G c s e 11 8 c h a f tt für Kunst und Wissenschaft" brachte einen Vortragsabend von Joseph Plaut, der aus Werken dänischer, schwedischer, russischer, amerikanischer und anderer ausländischer Autoren rezitierte. Das Publikum quittierte mit lebhaftem Beifall. An einem kürzlich von der Deutsch-Israelitischen Gemeinde veranstalteten Vortragsabend sprach Rabbiner Dr. Benno Jacob über das Themar „Tora und Pyramidc". Der Redner verstand es, seinen Zuhörern den Gegensatz jüdischer und ägyptischer Religiosität treffend darzulegen. — In einem Kammermusikabend der jüdischen Gesellschaft für KunBt und Wissenschaft spielten Hertha Kahn (Violine), Dr. Jacob Sakum (Cello), Werner Singer (Klavier) mit bewährter Meisterschaft Werke von Beethoven, Cesar Franck und Mendelssohn-Bartlioldy. Diesem Konzert folgte, als letztes der Saison, ein Gastspiel des Orchesters des jüdischen Kulturbundes Rhein-Main, Frankfurt, unter Leitung des Generalmusikdirektors Steinberg. Man hörte Fuge B-dur op. 133 für Streichorchester von Beethoven, Symphonie Es-dur von Mozart und das Konzert a-moll op. 54 für Klavier und Orchester von Schumann, in dem sich Bernhard Abromowitsch als Solist betätigte. Die vollendete Technik, das seelenvolle Spiel des Künstlers sowie die Leistungen des Orchesters wurden mit reichem Beifall belohnt. E. F. Hannover. Die kürzlich eröffnete Jüdische Schule arbeitet mit vier Lehrkräften. Es werden besucht die 0. Klasse von 25, dio 7. und 6. Klasse von 25, die 5. und 4. Klasse von 34 Kindern. Im ganzen gehören also 84 Kinder der Jüdischen Schule an. — Dos Frankfurter Kulturbund-Orchester bot unter Leitung von Generalmusikdirektor Steinberg u. a. Mozarts Symphonie Es-dur und Beethovens „Vierte". Besonders die Mozartscho Symphonie wurde zu einem unvergeßlichen Erlebnis. — Der Martlia-Fischcr- Kindcrgartcn kann jetzt auf ein zehnjähriges Bestehen zurückblicken. In den Jahren Beines Wirkens hat er unendlich viel Segen gestiftet. — Der Wohltätigkcitsvcrcin (chewra kadischo) hielt sCino ordentliche .Vcrcinsversammlung ab. Der Verein verausgabte 1934 für Unterstützungszwecke, Ärzte, Apotheken, Bäder, Krankcnliausbchandlung 7089.— RM. 600.— UM. dieses Betrages sind fpr Brotzügäbc iii der Mittelstands- Und Notstandsküche aufgewandt; Die turnusgemüß ausscheidenden Herren Rudolf. Herzberg (Vorsteher), Paul Goldmann und Moses Wallach (Beisitzer) wurden einstimmig wiedergewählt. Kassel. Kurz nach der Rückkehr von seiner Palästina- Rcise hielt Landrabbinor Dr. Waltor im Rahmen des hiesigen jüdischen Kulturbundes einen überaus fesselnden Vortrag über Muimonides und seine Werke. Klar und .scharf stellte er dio Persönlichkeit dieses Großen in Israel vor die Augen seiner Zuhörer. Uberaus instruktive Beispiele aus -seinen Werken trugen wesentlich zum Verständnis bei. Der Vortrag war umrahmt von zwei Chören, die der ncugcgründctc Jüdische A-Coppclla-Chor unter Leitung von Fräulein Anicly Heincraann sang: „Sanctus" in der Vertonung von Schubert und Paalm 115 in der von Lcwandowski. Man hatte Freude an der schönen musikalischen Leistung, dio der Chor bot. Die Vorträge waren ein schöner Auftakt für die musikalische Aufgabe, die sich der Chor gestellt hat. Klein-Krutzenburg (Hessen). In der hiesigen Synagoge fand die feierliche Enthüllung einer Gedenktafel für die jüdischen Gefallenen des Weltkrieges statt. Der RjF Hanau und dio Nachbargemeinden waren durch Abordnungen vertreten. Sobernheim (Nahe). Rabbiner Dn Lorgo aus Mainz wurdo als Bczirksrahbinor für den Gcmcindcbczirk Sobernheim gewühlt. Stettin. Des Tages der 60. Wiederkehr der Einweihung der hiesigen Synagoge ist am 24. Mai durch eine Fcstprcdiijt im Rahmen des Freitagabend-Gottesdienstes gedacht worden, die der Verweser des zurzeit unbesetzten Rnbbinats, Herr. Dr. S. Roscnhcrg, hielt. Ee ist aber nicht der 60. Jahrestag der Einweihung allein, der festlich begangen werden soll, es sind außerdem 100 Jahre verflossen, seit an der Stelle des heutigen Gotteshauses die erste Synagögo in Stettin erbaut wurde. Aua Anlaß dieses Doppcljubiläums erscheint auch eine Schrift ,übcr „D ic Geschichte der Synagogcngcmeindc zu Stettin", verfaßt von Herrn J; Pciscr, wclcho zum erstenmal die Entwicklung der Gemeinde seit ihrer Gründung veranschaulicht und mit einer Reihe von Bildbeilagen ausgestattet ist. Ferner veranstaltete die Gemeinde vom 26. bis 28. Mai eine ü d i a c Ii c Kunstscha u", die Kunstgegenstände aller Art, die in Beziehung zum Judentum stehen, umfaßt; ebenso wurden auch Urkunden von historischem Interesse, Familicnpnpierc u. a. m. gezeigt. Wuppertal-Elberfeld. Die Arbeit dcB Kulturbundes Rhein- Ruhr geht unermüdlich weiter, und es Bind einige Veranstaltungen zu nennen, dio mit besonderer Freude und Genugtuung aufgenommen wurden. So sprach in der Synagoge Julius Bah über den „Widerhall der Bibel in der europäischen Literatur", und in einem weiteren Vortrag auf Veranlassung des Frauenbundes über „Hiob und Faust". Auf das Orchcstcrkonzcrt des Kulturbundes Berlin mußten wir in Wuppertal leider verzichten, weil unB kein geeigneter Raum mehr zur Verfügung steht. Es war jedoch Gelegenheit geboten, nach Essen zu fahren, und dnvon haben mancho Mitglieder des hiesigen Kulturbundes gern Gebrauch gemacht. An Stelle von Generalmusikdirektor Rosenstock mit seinem Orchester kam Boris Schwarz zum zweiten Mate zu uns, und zwar in Begleitung Beines Vaters Josef Schwarz. Er hatte besonderen Erfolg mit der „Kreutzorsonatc" von Beethoven, wie überhaupt das wundervolle Zusammenspiel der beiden Künstler lebhaften Beifall hervorrief. Die Schauspiclbühnc des Kulturbundes Rlicin-Ruhr gastierte mit einer Aufführung des „Großen Bariton", nachdem vorher Shakespeares unverwüstliche Komödie „Was ihr wollt" in einer von Witz und Laune sprühenden Aufführung gegeben worden war. Trotz der äußerst primitiven Bühncnvcihällnisse kamen unter der Regie llnns Hinrichs Aufführungen zustande, die auch verwöhntesten Ansprüchen gerecht werden. H. I. ^Awvj2/ Kreuzworträtsel Waagerecht: 3. Diener Abrahams, 5. Sohn Jakobs, 6. erste Frau, 7. Strnußcnvogel, 9. Wohnort Samuels, 11. An- Biedlung, 13. Nachfolger von 8, 14. römisches Gewand, 16. bibl. Person, 18. König von Juda, 20. Frau Jakobs, 21. Stammvater, 22. Bibclbuch. Senkrecht: I. Hast, 2. Bruder Jakobs, 3. anderer Name von 2, 4. ital. Stadt, 8. Führer der Juden, 9. Titel, 10. indischeB Kindermärchen, 11. Sohn Jakobs, 12. Pelz, 15. kleines Gewicht, 17. Berg in Griechenland, 18. Zahl, 19. Nährmutter. Silbenrätsel a — be — chei — chi — dä — dcl — di — do — c — ei — gen — he — holz — but —. i — il — la — lc — lo — lob — lu — mark — me — mi — mi — nach — nc — ne — nc — no — ö — on — ra — san — sei — si — so — wa — wa Aus vorstehenden Silben sind 13 Worte zu bilden, deren Anfangs- und Endbuchstaben, beide von oben nach unten gelesen, den Anfang eines gortcsdicnstlichcn Liedes ergeben, (cli ein Buchstabe, i j.) Bedeutung der Worte: 1. Rumänischer Landesteil, 2. Einbildung, 3. flaches Land, 4. orientalische Holzart, 5. südanicrik. Freistaat, 6. Ostsecinscl, 7. militür. Formation, 8. Tochter des Hcrodias, 9. hintcrindischer Strom, 10. Statthalter von Jerusalem, 11. europäischer Staat, 12. Brettspiel, 13. Selbstruhm. Wirklich moderne Inneneinrichtung Hans Schneider, Uhlandstraße 165 zwischen Kurfürstendamm und Lietzenburger Straße FRANZ H I L L A & SOHN Wiener Herrehmoden Je 7 Ecke Augsburger Straß», Fernsprecher: J1 Bismarck 3991 Rankestraße ßchneidern Wänchenähen, Plätten, Zuschneiden, private Lehrgänge Frieda Müller.Tauentzlenstraßeö Telelon B 4 Bavarla 0130 Cafö Uhlandeck KurfQralandamm 31 -angenehmer Aufenthalt Konzertqimtkl Tjml Hotel Heßler u^Zool Stamme«Ni «M. 1,60f Kaffee — Konditorei I fgnnmt»t»H» ertttoetf Polnische Rethttangeleg« nhelten durch Dr. Jur. Roman Pratze! Sachverständiger für polnisches Recht u. Dolmetscher der polnischen Sprache B a r 11 n W 1 5. KurfOratandimra 4S-49 Tel. Bismarck 9373 . Bad Kissingen Thereslenslr. 7, praktizieren wie bisher. SanitBts-Ral Dr. P. HQnz Dr. Alfred Münz Im Haute auch preiswerte Zimmer

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