Jüdische allgemeine Zeitung
- Journal
- Jüdische allgemeine Zeitung
- Volume
- 15 (1935)
- Issue
- 19 (8.5.1935)
- Date
- 1935-05-08
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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>■ endigt mit einem Exkurs über das ZcrcmönialgoBctz und einer Darstellung des Zionismus. Diese 336 Seiten wollen dienen „dem Nichtwissenden zur Grundlage, dem Halbwissendcn zur Wcgweisung, dem Wissenden zur Anregung und Wehorgabc". Da ein so' kenntnisreicher und erfahrener Mann wie Emil Bernhard Cohn als Herausgeber zeichnot, "ist Verbürgt, daß da» Work im großen und ganzen seinen Zweck erfüllen wird. Trotzdem laßt sich über die Auswahl des Stoffes und über seine nicht' immer Ökonomische Verteilung streiten. Gewisse Wiederholungen, hatten, sich leicht vermeidon lassen. Ganz und gar uneinheitlich ist die stilistische Abfassung der einzelnen Artikel. So stehen stichwortartige Beitrüge heben breit dargestellten. Kritische neben rein sachlichen. Ferner: Zahlreiche Druckfehler fallen auf (Dcutorojcsajn!). Flüchtigkeit vorritt beispielsweise, daß das verhängnisvolle Jahr 1492 die Vertreibung der Juden aus England, anstatt aus Spanien, verzeichnet. Störend ist weiterhin ■ die "ungleiche Schreibweise einigor Worte. So hat man die,, Auswahl . zwischen dor Hochschule von Pumbcditlia und Pumbadita, zwischen Tel Aviv. und Tel Awiw. Warum heißt es wiederholt fälschlich Psomimbüchso statt. BcsomimbüchBc? . Dio Abbildung der Mesuso, auf die im Text vorwiesen wird, fehlt. Sio stammt vermutlich ebenso wie die übrigen Zeichnungen von Josef Avroch. Ich weiß, daß dieso Schönheitsfehler nicht auf Konto des Herausgebers zu setzen sind, sondern auf das des „Revisionisten" dor. Korrekturbogen. Sie werden auch nicht erwähnt, um Beckmesserei zu treiben, sondern als Hinweis zu ihrer Beseitigung in einer hoffentlich bald erforderlich werdenden zweiten Auflage. Ein ,Wcrk, das ein pädagogisches Ziel verfolgt, wie das vorliegende, muß sich in jeder Beziehung größter Exaktheit bcfloißigen. i Eine Einführung in dio jüdische Wirklichkeit will Leo Hirsch in seiner „Praktischen.Judentums künde" (Vortrupp Verlag, Berlin) geben. Es ist beinahe eine Verführung zur Orthodoxie geworden. Es ist sozusagen ein neuer Schulchan Aruch, mit fcuilletonistischen Blüten garniert, mit Bibel- und Gebotzitaten, kulturgeschichtlichen Arabesken, mit Legenden, scherzhaften Anekdoten und ebensolchen Druckfehlern durchsetzt, wie dem hübschen Tausehbad, dessen Benutzung nach allen Regeln geschildert ist Ein Lesebuch für das jüdische Haus.' Schön. Aber auch, nach der Absicht des Verlages, für dasentjudete? Ich fürchte sehr, daß man mit diesen detailliert geschilderten Dinim und Minhogim, die den Tag des Juden, das Haus dos Juden und dos Jahr ' des Juden umfassen, von dor Geburt des Knaben und seiner Aufnahme in den Bund bis zu den Vorschriften für die Trauer um einen Verstorbenen, nicht allzuviel „Entjudote" dem Judentum wird zuführen können. Und an vielen Stellen des Buches ist man versucht, mit den Worten des Hoscho aus der Pcssach-Haggada zu fragen: moh hoawaudoh hausaus löchern, dio man allerdings in diesem Fall übersetzen müßte: Was soll uns dieser Gottesdienst? Leo Hirsch ist ein viel zu kluger, gewandter und feinsinniger Schriftsteller, um nicht auch der Schilderung dieses Brauchtums seinen Reiz abzugewinnen. Aber für die jüdische Wirklichkeit, wie wir sio verstehen und leben, verlangt diese Praktische Judentumskundc etwas allzuviel Praxis. Eugen Tannenbaum. OottesMflilk in den Berliner Synagogen mit neuem Ritus Freitag, 10. Mai. Fasanenstraße: 6.30 Uhr. Prinzregontenstraße: 7.15 Uhr. Dio übrigen Synagogen: 7 Uhr. Ansprachen: Ncuo Synagoge: Hamburger) Lindenstraße: Ostfcld; Lützowstraßc: Wiener; Fasanenstraße: Galliner; Friedcnstcmpcl: Sacngcry Prinzrcgcntcnstraßc: Swarscnsky.. Predigt: Levctzowstraße: van der Zyl. Liberale Synagoge Norden, Schönhauser Allee 162, 7.15 Uhr: Schcuermonn. Liboralo Synagoge Osten, Kaiserstraße 30, 7.30 Uhr: Goetz. Liberalo Synagogo Nordost, Prenzlauer Promenade 176, 7.30 Uhr: Oberländer. , liberale Synagoge Westend, Kaiscrdamm 78, 7 Uhr: . Graf. Liberalo Synagogo Wedding-Roinickcndorf, Exerzierstraße 13, 7i30 Uhr; Zimet. Jüdische Rcligionsgemcindo Charlottenburg, Schulstr. . 7, 6.30 Uhr: Predigt Anschl. Kiddusch der Jugend. Jüdische Reformgemeinde, Joachimsthaler Straße 13, 6.30 Uhr: Gottschalk. Sonnabend, 11. Mai. Hauptgottesdienst: 10 Uhr. Frühfottesdionst: Lindenstraße, Levctzowstraßo, Prinzregentenstraße: .30 Uhr. Liberale Synagogo Norden: Scheuor'mdnn. Liberale Synagoge Osten: Goetz. Liberale Synagoge Nordost: Oborlßnder. Jüdische Roligionsgemcindo Charlottenburg: 9.30 Uhr.' Sonntag, 12. Mai. Jüdische Reformgemeinde, JohanniBstroßo. 16: Gottschalk. SpvAmSv^^vv^uc^ p m (Naohdruok Vorboten.) Aufgabe 4 Von Dr. S. Luric ♦ K, 9, 7, 3 (? K ❖ - 4 A, 8, 7, 3 ) I \m tjk D, B, 10 9 D, 5 O Q, 8, 6, 4 * - N W O *- <?■- O D, B, 7, 5, 2 •J. K, D, 10, 6 ,;Worte am Wege". Unter diesem Titel erscheint in den nächsten Wochen im Philo-Vorlog, Berlin, ein Gedichtheft, das Günter Friodlfinder und Kurt Julius Ricgrxcr für daB Materialamt des Bundes Deutsch-Jüdischer Jugend herausgeben. Das Heft wird etwa 20 Gedichte. enthalten, die im Bund entstanden sind und die bezeugen sollen, daß in der jungen Generation; des deutschen , Judentums: und, ihrem Bund) ein neuer schöpferischer Willen lebendig ist. \ ^uJU^kaf-dal Wcrtt-*' Beethoven und Moscheies Anläßlich der Umbencnnung einer Reihe von Straßen in Leipzig, u. a. der Moschclcsstraßc, sei daran erinnert, daß Ignaz Moscheies, der glänzende Klavicrvirtuoso und geschützte Komponist, dem von r-clix Mendelssohn begründeten Leipziger Konservatorium 27 Jahre lang bis zu seinem Tode angehörte. Die Bedeutung Moscheies für dio Nachwelt liegt vor allem in seiner von Dankbarkeit getragenen Hilfsbereitschaft für seinen verehrten Meister Beethoven, mit dem ihn eine wahrhaft tiefe und innige Freundschaft sein Leben lang verbunden hat.. „Ihr edles Benehmen wird mir unvergeßlich bleiben", schreibt der sterbende Meister seinem Freunde. Es waren seine letzten Zeilen. M. B. i :> Emil Pineus dankt. Von Emil Pincus erhalten wir die nachstehenden Zeilen mit der Bitte um "Veröffentlichung: „Anläßlich meines 80. Geburtstages ist mir eine solche Fülle von . Glückwünschen und Liebesbeweisen zugegangen, daß es mir unmöglich ist, all den lieben Freunden einzeln zu danken. Ich bitte deshalb die" Vorsicherung entgegenzunehmen, daß Bio mir eine aufrichtige Freude bereitet haben. Insbesondere danke ich nochmals den Gemeindebehörden und Organisationen für die mich beglückende außerordentliche Würdigung meiner für die Gemeinde geleisteten Arbeit Emil Pineus." Die Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums enthält in ihrem Aprilheft eine Anzahl von Aufsätzen bewährter Fachleute über Maimonides. So arbeitet E1 bogen auf Grund eines weitverzweigten Materials daB Charakterbild Maimunis heraus. J. Bergmann (der frühere Berliner Rabbiner, jetzt in Jerusalem) lehrt in Maimuni den Erzieher kennen. I. He ine mann zeigt, wie Behr sich Maimuni durch seine Bekämpfung der grobsinnlichen Göttesvorstellungen "des Volkes von den arabischen Philosophen unterschied. Ergänzend weisen M. Guttman'n und J. Neubau«r auf Maimunia Beziehungen zu anderen Meistern der Halacha hin. Mehrere Arbeiten Bind dem Nachleben Maimunis gewidmet. *~ 10, 9 <> A, K, 10, 3 ❖ B, 9, 5 Pik ist Atout. Süd ist am Spiel und darf nur zwei Stiche abgeben. Sieger Rzeschewski Auf dem jetzt zum Abschluß gelangten Schachturnier zu M.argato gewann Samuel .Rzeschewski in der letzten Runde eine, sehr gute Partie gegen Reilly und sicherte sich dadurch den ersten Preis. Capablanca'schlug-Thomas in einer guten Positionspartic. Fairhurst verlor eine holländische Partie gegen Klein. Miß Menchik siegte in einer wilden Partie gegen Milner-Bary und Mieses vorlor gegen Sergeant. SchlußBtand: Rzeschewski 7Vj> . Capablanca -7, Thomas 5, Klein, Reilly und Sergeant 41/*, Fairhurst 4, Milner-Bnry 3*/*» Miß Menchik 2i"/s, Mieses 2. „j^fBefcSCtV^ Rzeschewski ist jener jüdisch-polnische Wunderknabe, der im Jahre 1917 als Fünfjähriger durch sein gutes Schachspiel Aufsehen erregte Seit fünfzehn Jahren lebt er in Nordamerika. |l i IVIendelsfohn-Denkmal in Deflau ■wird verlegt Dessau.' In einer kürzlich stattgefundenen Sitzung der R e - prüsentantcnversammlung der Gemeinde Dessau wurde bekanntgegeben, daß der Magistrat der Stadt Dessau der Gemeinde mitgeteilt habe, daß die Verlegung des auf dem Bahnhofsvorplatz stehenden Moses Mendelssohn-Denkmals erforderlich sei, weil an dieser Stelle das Kriegerdenkmal errichtet werden solle. Der Magistrat ersuchte um die Zustimmung der Gemeinde zur Aufstellung des Denkmals von Moses Mendelssohn im Vorgarten des Israelitischen Friedhofs. Es wurde beschlossen, dem Antrage der Stadt zuzustimmen mit der Maßgabe, daß die KoBten der Verlegung des Denkmals von der. Stadt Dessau getragen, werden. Dio Stadt „Dessau hat.hierzu ihr Einverständnis; erklärt . CtttpfeMeuswecte ffiezugsquediea BERLIN | Autobereifung ~1| Fahrräder |[ tatobtnlftng. Vrikublar- Autall Klaaalbach, OharlottanBuro, Kurtstr. 41 Speiial-Profilieren garantiert rutschfrei von 1,— an.. Reparil, slmtf. Autorelfen An-.und Verkaut gebr. Reifen. C1 6179 W. LIEDTKE & Co. Ansbacher Str. 55, Bavarla 5838 Fahrräder u. Trantpcrirtlder (3v. 8rttdrig) Ballonrüier verchromt. Reparatur-Werkstatt | Buchdruckereien || Fleischereien | BadMUndcem ZIEfiEUIUDi Papier Und Bürobedarf Stempel. Charlottenburg, UaUtnU U 01 Steloplatz 45% | Buchhandlungen ""I Oliva - Buchhandlung L Antiquariat u. Sortiment Biso. 691. 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