Jüdische allgemeine Zeitung
- Journal
- Jüdische allgemeine Zeitung
- Volume
- 15 (1935)
- Issue
- 19 (8.5.1935)
- Date
- 1935-05-08
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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*wie wir sie empfinden, sie war immer noch nützlicher als alle ausgeklügelte Politik: Wir trafen die Maßstäbe unserer Entwicklung, die Normen sittlicher Verantwortung in uns. Wir ' sind eine. Gemeinschaft mit einem ausgesprochenen Charakter, mit natürlicher Eigenart, mit eigenen Tugenden und Fehlern. . Wir haben das fdeal unserer Propheten nicht erreicht, das mcssianische Zeitalter ist noch nicht angebrochen. Haben die anderen Völker den Gipfel menschlicher Höhe bereits erreicht? Wir wollen den Weg der Geschichte, der Natur gehen, und zu unserem Wesen zurückkehren. Wir werden um so nützlichere Glieder der Menschheit sein, je mehr wir unsere jüdischen Pflichten erkennen. Es hat keinen Sinn, über eine jüdische Zukunft in Deutschland zu phantasieren, — wir wissen ja nicht, wbb der morgige Tag bringt. Wir sind Objekt und nicht Subjekt des Staatslebens, wie wollen wir da Konstruktionen für einen neuen bürgerlichen Baumachen? Wir stellen Programme auf, fragt der Sturm nach Programmen? Wir bauen wie die Kinder Festungen im Sande des Strandes, und die Flut kommt und fegt sie weg. Das Jüdische bejahen, das ist Gebot •der Stunde. Das heißt: den Juden nehmen wie er ist, seine Gemeinschaft lieben, wie man seine Familie liebt, nicht weil sie die beste, sondern weil sie uns die nüchBte ist. Wir schließen uns zusammen als Kreis im großen menschlichen Rahmen. Wir hören nicht auf, uns nach höherer geistiger und sittlicher Entwicklung zu sehnen, nach Kräften dafür zu arbeiten, als heilige innere Aufgabe. Wir tragen unser Schicksal, wie es unsere Väter . getan, als jüdisches Schicksal, — das ist jüdische Würde. Sie ist noch unser einziger Schutz, unsere Flucht ins Innere. Nicht alle deutschen Juden besitzen den Heroismus, die Grenzen der Würde zu wahren. Das ist, wie gar vieles, aus einer ungesunden Entwicklung heraus begreiflich, und doch in so schwerer Zeit "besonders traurig. Es gibt nichts Törichteres, als zu versuchen, sich oem Gegner anzubiedern. Die jüdische Würde allein kann uns zur Erkenntnis des Notwendigen und Möglichen führen, sie allein kann uns unser Schicksal ertragen helfen. Jüdisch denken, ohne zu klügeln1, jüdisch fühlen, ohne zu verzweifeln, arbeiten, ohne zu prunken, hoffen, ohne sich Illusionen hinzugeben, — das ist die Pflicht der Gegenwart. Es wird gemeldet: AUS DEN GEMEINDEN Steuern, Schule, Wohlfahrt Be.richt für die „Jüdische Allgemeine" Breslau. Die Etatsberatungen in der Brcalauor Jüdischen Gemeinde sind zum Abschluß gekommen. Die Steuerabgaben wurden in der gleichen Höhe wie im -vergangenen Jahre festgesetzt Sic betragen .25 % Zuschlag zur Rcichscinkommcnstcuer, 45 o/o Zuschlag zur Ilcichavcrmögcnsatcuor, die jedoch, nur zu zahlen sind, wenn sich dabei im Einzelfalle ein näherer Betrag als bei einer Berechnung nach der Einkommensteuer i ergibt; außerdem ist ein Gcmcindcgcld zu zahlen, das zwischen 6,— RM. und 60,— RM. gestaffelt ist. Aus dem Bericht über die Entwicklung des Schulwesensin der Gemeinde ist zu entnehmen, daß im Jahre 1934/35 die Volksschule des alten Schulvercins 470 Schüler, sein Rcformroalgymnasium 297 Schüler, zusammen 767 Schüler hatte. Die Schule des neuen Schulvercins, der sich im wesentlichen auf die liberalen KrciBC der Gemeinde stützt, besuchten 330 Schüler. Im Schuljahr 1935/36 umfassen die Schulen des alten Schulvercins insgesamt 890 Schüler (530 und 360), die Schule des neuen Schulvercins 400 Schüler, über die soziale Zusammensetzung der Schüler an beiden Schulen gibt der bemerkenswerte Hinweis Aufschluß, daß an den Schulen des oltcn Schulvcrein» 353 Freischüler sich befinden (303 und 50), nn der Schule des neuen Schulvercins 120. Die Tätigkeit des jüdischen Wohlfahrtsamtes hat in ungewöhnlicher Weise zugenommen. Nicht weniger als 45 % aller Gemeindeungehörigen werden in irgendeiner Form vom Wohlfahrtsamt betreut. B Auf Anordnung des Berliner Polizeipräsidiums wurde der Name ,,Kulturbund Deutscher Juden" in „Jüdischer Kulturbund Berlin" umgewandelt. * Die Namensänderung wurde von einer Mitgliederversammlung einstimmig beschlossen. * Hl Im Monat März sind, wie das" Einwanderungsamt der Palästinaregierung mitteilt, 6800 Juden in Paläatin.a eingewandert. Außerdem wurde im gleichen. Monat die Einwanderung von 277 Touristen, die sich nachträglich entschlossen haben, dauernd im Lande zu bleiben, legalisiert. * BS Dob „Frankfurter Volksblatt" fordert auf, die Zustellung von Waren in „getarnten Lieferwagen" grundsätzlich abzuchnen und* die ausschließliche Zustellung mit Wagen zu fordern, welche neben dem vollen Firmennamen das Schild ,;Dcutschc8 Geschäft" tragen. * ■ Im Anschluß an den Erlaß des Reichsministers des Innern über das Verbot der Hissung von Reichsfahnen durch Juden schreibt die Münchener Ausgabe des „Völkischen Beobachter" vom 30. April: „Diese Anordnung regelt klar und deutlich das Verhalten der Juden bei nationalen Feiertagen, also auch zum 1. Mai. Es wird aber bei dieser Gclegcn- * heit ,dnrauf hingewiesen, daß Juden nicht berechtigt sind, das Anbringen des grünen Girlandenschmuckes hier ih .München zu verweigern, im Gegenteil, sie sind v e r - »pflichtet, diese allgemeine Straßenschmückung wie jeder andere Münchener nach Kräften zu unterstützen." * Ifl Ganz Palästinn wurde von einer außerordentlich starken Hitzewelle erfaßt. In Jerusalem zeigt das Thermometer 41 Grad Celsius im Schatten. Noch höhere Temperaturen herrschen in Tel Awiw und in der Scharonebene. , ..... . * V . B Bei einem Flugzcugunfall in Ramsgatc ist Arthur Scbag Montcliom, ein Großneffe von Moses Montefiore und Neffe von Lord Bcarstcdt, ums Leben gekommen. Arthur Scbag Montefiore hat aktiven Anteil an der jüdischen öffentlichen Arbeit genommen. * BS In den Londoner Lcioester Gallcrics findet gegenwärtig eine Ausstellung von Werken des Malers Marc Chagall statt. Die Londoner Presse weist darauf hin, daß in dieser Ausstellung zum ersten Male in England ein umfassender Überblick über das Werk Chagalls geboten wird. ■i BS Das Brasilianische Parlament hat ein Gesetz zum Schutz der nationalen Sicherheit angenommen, das Aufreizung zum Rassenhaß und zur Verhetzung eines Teiles der Bevölkerung gegen einen andern unter Strafe stellt. * B Die antisemitische Presse in Belgien hat eine Kampagne gegen die kürzlich vollzogene Ernennung des ehemaligen Finanzministers Camillc G u 11, der Jude ist, zum Großoffizier des Lcopoldordcn8 eröffnet. Die übrigen Inhaber des Ordens werden aufgefordert, ihre Auszeichnungen zum Zeichen des Protestes zurückzusenden. * B I" Groningen ist im Alter von 87 Jahren der älteste berufstätige Rechtsanwalt Hollands, Dr. H. S c h a a p , gestorben. Schuap war ein Schwager des Malers Josef Israels. 5* d< Anfpruch auf Schutz der Ehre Die Klage eines jüdischen Hauseigentümers In der Zeitschrift „Jugend und Recht" wird von der Klage eines jüdischen Hauseigentümers in Berlin auf Mietaufhebung und Räumung berichtet, die er gegen Mieter seines Hauses, ein Ehepaar, erhoben hatte. Et behauptete unberechtigte Stromentnahme durch dio Beklagten, Beschädigung von zwei Betten, einen Rücketand in der Bezahlung von Miete-, außerdem aber habe ihn der beklagte Ehemann wiederholt dritten Personen gegenüber mit Ausdrücken wie „der verfluchte Jude", „dreckiger Jude" und ähnlich beschimpft. Die Beklagten bestritten die Behauptungen des Klägers. Das Gericht gab der Klage statt, .und zwar allein wegen der Beschimpfungen des Klägers, die als erwiesen anesehen wurden, während das Gericht die übrigen Behauptungen ies Klägers als unbegründet zurückwies. In der Begründimg der Entscheidung führte das Gericht u. a. aus, dos Gesamtverhaltcn des Ehemannes, für das auch die Ehefrau einzustehen habe, sei derartig disziplinlos und kränkend gewesen, daß dem Kläger eine Fortsetzung des Mietverhältnisses, das seiner Natur nach mehr als andere Vertragsverhältnisse verständnisvolle Zusammenarbeit aller Beteiligten voraussetze, nicht zugemutet werden könne. „Die Angehörigen einer fremden Rasse, die für diese Zugehörigkeit nicht verantwortlich sind, hoben darum allein nicht geringeren Anspruch auf Sohutz ihrer Ehre wie diejenigen, die das Glück, nicht das Verdienst, haben, in eine arische Familio hineingeboren zu sein." In der Zeitschrift „Jugend und Recht" wird das Urteil des Berliner Amtsgerichts abgelehnt Der Nationalsozialismus — so führt der Verfasser, Assessor Dr. Dageförde, u, a. aus — sei weit davon entfernt, sämtliche anderen Rassen als minderwertig anzusehen. Die Juden stellten jedoch ein Rassengemisch dar. Es entspreche einem deutschen rassebewußten Recht, daß es dem, dervon besserer Rasse sei, mehr Recht zubillige als dem, der von besonders schlechter Rasse sei. Gewiß werde kein Nationalsozialist der Ansicht sein, daß ein-Jude hemmungslos beschimpft werden dürfte-, denn man bekämpfe ja nicht den einzelnen Juden. Von einer Entscheidung, die der rassegesotzlichen Rcchtslelire entspreche, werde man jedoch erwarten dürfen, daß der Richter sich der rassischen Unterschiede bewußt Bei. 25 Mark angeboten wurde. In der Anzeige war nur die Adrcsso, nicht aber die Firma oder ein Name genannt. Jeder Leser glaubte, es handle sich um einen privaten Notverkauf, infolgedessen um ein besonders günstiges Angebot, während es sich tatsächlich um den Geschäftsvcrkauf von Scricnwarcn handelte. Der Verein gegen den unlauteren Wettbcwerb erstattete Anzeige. Gegen einen polizeilichen Strafbefehl erhob die Beklagte Einspruch, der vom Amtsgericht verworfen wurde. Die Frau legte Berufung ein und machte vor der Strafkammer geltend, sie habe nur diesmal auf Anraten des Anzeigenwerbers den Namen weggelassen, weil der Name auf dem kleinen Raum nicht Platz hätte. Dieser Einrede, dio der Werber nie Zeuge bestätigte, versagte das Gericht den Glauben, zumal da sich der Zeuge widersprach. Die Berufung wurde verworfen. Nach Ansicht des Gericht» bestand die Absicht, Kunden in den Laden zu locken, die sonst nur in arischen Geschäften kaufen. Firma oder Name fehlte VerHchwvigen der HHndlereigenscliaft ist unlauterer Wettbewerb Frankfurt d. M. Wegen unlauteren Wettbewerbs hatte sich, wie dio „Frankfurter Zeitung" berichtet, die Frau eines nicht- % arischen GoJdwnrcnhfindlera vor der Düsseldorfer Strafkammer zu. verantworten. Sic hatte in einer Tageszeitung eine'An zeige aufgegeben, in der eine schwersilberne Toilettengarnirur für nur Düsseldorf. Die neue jüdische Volksschule nimmt rasch einen erfreulichen Aufschwung. Die Aufnahraeziffer an Ostern machte es notwendig, eine neue Lehrstelle auszuschreiben. Meldungen von Lehrkräften, die auch hebräischen Unterricht erteilen können, nimmt der Vorstand der Synagogengemeinde Düsseldorf entgegen. Frankfurt a. Main. Martin Bubcrs Jüdisches Lehrhaus in Frankfurt am Main begann am 6. Mai sein Frühjahrssemester, das bis zum 4. Juli dauert. Unter den zahlreichen Vorlesungen, die gehalten werden, sind geschichtliche Themen, Lektüre aus der Mischna, Leseproben aus den Schriften des Maimonidcs und Arbeitsgemeinschaften über die mannigfaltigsten Gegenstände vertreten. Martin Bubcr selbst hält diesmal keine Vorlesungen ab. Köln. In den Städten des Spiclbezirks dcB Kulturbundes hält HanB llinrich einen Vortrag über Filmarbeit. Gcmeindcrnbbincr Dr. Kober hielt im Jüdischen Lchrhaus einen Vortrag „Meine Rcisccindrückc aus Ercz Israel". Aus dem im Heiligen Lande Geschauten -bot der Redner sowohl nach der historischen wie auch soziologischen Seite hin viel Interessantes und ernte dafür den Dank der überaus zahlreichen Hörerschaft, dio der große Saal der Uhcinlundloge kaum zu fassen vermochte. Mit diesem Vortrag fand das Semester 1934/35 des „Lchrhausca" seinen Abschluß. Im Mittelpunkte seiner Arbeit hatte das Gedenken an Maimonides gestanden. In der anschließenden Schlußfcicrstundc dankte der erste Vorsitzende, Gemeinderabbiner Dr. Kober, allen Dozenten des Lehrhauses im vergangenen Arbeitsjahr, ebenso dem Organisationsleitcr des Lehrhauses, Herrn Leo Grünebaum, nachdem Herr Dr. Braun einen Bericht über die zurückliegende Arbeit erstattet hatte. Hilfe für Jnngärzte! Ein Appell der jüdischen Arzte in Österreich Wien. Dio Vereinigung der jüdischen Ärzte in Österreich veröffentlicht nachstehenden Aufruf: „250 junge Kollegen haben ihr Diplom errungen — und liegen auf der Straße. Denn von den bezahlten Stellen und Stipendien an den Spitälern des Staates und der Gemeinde Wien sind sie als Juden ausgeschlossen und als unbesoldete Hospitanten können sie nicht arbeiten, weil sie zum allergrößten Teil völlig mittellos sind,. weil ihnen das Notwendige für Wohnung, Kleidung und Ernährung fehlt. Um diesem schrecklichen Zustande abzuhelfen, haben wir beschlossen, einen ,;A u s b i 1 - dungsfonds für Jungärzte" zu schaffen und aus diesem Fonds monatliche Stipendien zu verleihen, um die drückendsten Sorgen zu beheben. Wie viele solcher Stipendien wir schaffen werden, hängt von den Mitteln ab, die ihr, Kollegen und Kolleginnen, uns zur Verfügung stellen werdet. Der Appell an euch fällt uns nicht leicht. Es ist uns nur zu gut bekannt, wie schwer jeder einzelne um seine Existenz ringt und die Sorge um die Zukunft auf ihm lastet. Aber im Gedenken an eure eigene Jugend und an euren eigenen, wahrscheinlich auch nicht leichten Kampf um das Studium und dio Ausbildung werdet ihr Verständnis aufbringen für diejenigen, welche noch härter betroffen sind, weil sie für ihre Zugehörigkeit zum Judentum leiden müssen. — Helft uns, Hilfe zu bringen! Wir und die jüdischen Jungärzte hoffen auf euch!" Das Regiernngsjubiläum Ergcbcnlicits-Adrcssc der englischen Judcnhcit London. Die englische Judenheit hat anläßlich des 25jährigen Regierungsjubiläums des englischen Königspaares eine vom Präsidenten des Board of Deputies of British Jcws, Noville Laski,. und dem Präsidenten der Anglo Jcwish Association, Leonhard Montefiore, unterzeichnete Ergcbcnhcitsadrcsse an den König, gerichtet, in der es u. a. heißt: „Wir möchten Eurer Majestät versichern, daß bei den Kundgebungen loyaler Hingabe, die dieses Ereignis von glücklicher Vorbedeutung seitens der Millionen orgebener Untertanen jeglichen ''Bekenntnisses und jeglicher Rasse in allen Teilen der Welt veranlaßt, Eurer Majestät Untertanen jüdischen Glaubens niemandem an Tiefe ihrer Ergebenheit oder Aufrichtigkeit ihrer Gefühle nachstehen. Während der langen und schwierigen,, Herrschaft Eurer Majestät haben Eure jüdischen Untertanen die Anstrcn-. gungeu, Leiden und Triumphe ihrer Mitbürger mit tiefer Hingabc an den Thron und die Britische Völkergemeinschaft geteilt. Wenn sie ihre respektvollen Glückwünsche darbringen, so tun sie dies mit den übrigen Untertanen Eurer Majestät voll teilhaftig, derjenigen Rechte und Freiheiten, in deren Rahmen sich die britische Völkergemeinschaft in den letzten 25 Jahren unter der weisen Führung Eurer Majestät weiterentwickelt hat. Wir beten, daß die Herrschaft Eurer Majestät fortdauern und daß Eure Majestät sich noch viele Jahre der Liebe und Dankbarkeit Eurer Untertanen erfreuen möge." Fellzug in Tel-Awiw Jerusalem. Anläßlich des 25jährigen Regierungsjubiläums des englischen Königs wird im Gedächtnisgebäude in Jaffa ein Militärkonzert gegeben, dem sich ein Festzug durch die Straßen, von Jaffa und Tel Awiw anschließen wird. Der Bürgermcistervon Tel Awiw, Meir Dizengoff, gibt bekannt, daß die Regierung ihre Zustimmung zu der Erweiterung der Stadt Tel Awiw nach Norden erteilt hat Die Karniel - Straße in Tel Awiw wird anläßlich des Jubiläums in König Georg-Straße umbenannt und verlängert, so daß Bio die König David- und König. Salomon-Straßc schneiden wird. An dem Kreuzungspunkt der drei Straßen wird ein Platz entstehen, der „Drei-Königsp.l a t z" benannt werden soll. Mord in Jerufalem Jerusalem. Der Inatruktor der Nationalen Arbeitergewerkschaft,- S c h a p i r o , wurde bei einem Abendspaziergang in Jerusalem von Arubern angegriffen und ermordet. Schapiro war in Begleitung zweier Mädchen. Die Täter ergriffen die Flucht. Der Mord hat in Jerusalem ungeheures Aufsehen erregt. Unter dem Verdacht, den Totschlag an Kaiman Schapiro, einem Sohn Rabbi Jcsaiah Schapiros, begangen zu haben, wurden zwei Ära her verhaftet. In Haifa wurde die Jüdin Helene V i t o s , als sie mit einem Bekannten spazieren ging, von einem arabischen Jungen, der sich in Begleitung zweier erwachsener Araber befand, angcachosson und vorletzt Der Jungo und seine beiden Begleiter wurden verhaftet. „Uns«« JOdlsche Wirklichkeit" Ist das Thema eines Vortrags, den Dr. Allred Hirschberg Im Rahmen einer Veranstaltung des Landesverbands Qroß-Berlln des C.V., Ortsgruppe Wilmersdorf, am Mittwoch, 8, Mal, 20.30 phr, Im Oroßcn Saal des Cafe Leon, Kuifurstendamm 155-56 halt. Lotte Holms liest aus Werken von Qoethc -i. a. , Eine Atellcrbeslchllgung bei Professor Eugen Spiro, die der Jüdische Kulturbund Berlin veranstaltet, findet am Sonntag, den 1?. Mal, vormittags 11-2 Uhr, Cliarlottenburg 0, Relchsstr. 100, stalt. Der Reinertrag Ist für Künstler bestimmt.