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Jüdische allgemeine Zeitung · 1935-04-03 · 14 (3.4.1935) · page 2

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Journal
Jüdische allgemeine Zeitung
Volume
15 (1935)
Issue
14 (3.4.1935)
Date
1935-04-03
Page
– (sequence 2)
Language
German
Belongs to
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Quelle verstopft wird, muß das Wasser getrübt werden. Und daneben kam eine zweite Gattung von Juden aui, die alles Innerliche veräußerlichte, alles Seelische nach der Mode des Tages ummodelte, um eine äußere Gleichheit zu erzielen. So entstand ein Gebilde ohne innere Kraft, ohne Wurzelfestigkeit. Die Einsamkeit, der man entweichen wollte, blieb, ohne daß Haan es sich eingestehet! wollte.. Die Auswüchse einer fortschrittlichen, aber rationalistisch gestimmten Zeit wurden allmählich gemildert. Wie in der großen Welt, so sah man auch in der kleinen jüdischen Welt ein, daß der Mensch nicht von kalten Formern lebt, daß das Irrationelle nicht nur die Religion, Bondern auch das Leben beherrscht, und daß man die Gefühlswerte nicht entbehren kann," Weil sie einen. Teil des Seeleninhalts bilden, ja, den Teil, in den sich das Menschenherz immer wieder flüchtet. Man erkannte auch, daß . die Einsamkeit nur beseitigt werden kann durch ein Ineinanderleben, durch gegenseitiges Verstehen, durch Rücksichtnahme auf die von Natur und Geschichte gegebene Eigenart, nicht durch ihre Verwischung. Man sah ein—- wo man. sehen wollte .— daß Nuancen kein Hindernis, sondern eine Bereicherung bedeuten. Und ein gemeinsames Streben auf vielen Gebieten begann. Dann kam der Krieg, der alles Sinnen und Streben des Volkes auf einen Gedanken konzentrierte. Eine wahre Kameradschaft, nicht auf Schein1 und Berechnung beruhend, entstand. Gemeinsame Not und gemeinsame Hoffnung schmiedete die Menschen aneinander, und man dachtet nicht an Differenzierungen. Das große Sterben schien auch die Lebengebliebenen ausgeglichen zu haben, und die, große Sehnsucht nach Frieden schloß auch den inneren Frieden ein. Aber wie der unselige Friedensschluß einen dicken Strich zwischen die Staaten und Völker zog, so wurde auch bald — nach außen unsichtbar, für den Behenden wahrnehmbar — ein Strich zwischen die Menschen in Deutschland gezogen. Dahn kam die große Umwälzung, von. 1933, die Umwertung aller seelischen Werte, die kein Volkselement so schwer traf wie das jüdische. Die Einsamkeit wurde fühlbar bis in jedes Haus, bis in jede Seele. Sie wurden/dynamisch so stark wie vor 150 Jahren, psychologisch aber noch schlimmer als damals, weil die Juden inzwischen anders geworden sind, weil eine Rückgängigmachung einer langen Geschichte immer e^as Katastrophales ist. 'Aus vielen Gebieten völlig ausgeschaltet, sah der Jude wieder seine Einsamkeit vor sich. Und schwerer! als jemals traf ihn diese Wandlung, für die er in keiner weise vorbereitet war. Nun muß er in sein Heim, in seine engere Welt zurückkehren, aber auch diese Welt ist nicht die von vor 150 Jahren, sie hat eine andere Gestalt angenommen, und auch er ist anders geworden. Ein Heim, das nur jüdisch ist und nicht die ganze Außenwelt in sich birgt, kann ihm nicht mehr genügen. Er kann nicht vergessen, das ist seine Tragödie, er kann nicht aufgeben, was solange sein Gut war, das ist sein Verhängnis. Eine glühende Sehnsucht nach Erweiterung, nach Ausdehnung seiner Seele lebt in ihm, die Einsamkeit quält ihn, er findet viele Wege gesperrt, muß sich durch Geröll und Gestrüpp einen schmalen Pfad bahnen. Und — das Schlimmste — wohin führt dieser Pfad? Kann er sich auch nur ein ungefähres Bild seiner Zukunft ausmalen? Das ist das.Große, aber auch Furchtbare der Einsamkeit, daß der Weg zu sich und nicht aus sich herausgeführt. Einsamkeit kann zur-Höhe, ober auch zur Wüste führen. Wir haben heute die schwere Probe zu bestehen, ob wir stark genug sind, die Krise zu überwinden und uns zur Gesundung empor zu ringen. Unser Schicksal liegt nicht in unserer Hand, wohl aber die Wertung des Schicksals. Wir_ sind, wie oft in der Geschichte, unterwegs, ohne dos Ziel klar zu sehen. Umkehren? Das können wir nicht, aber das Tempo können wir ändern, unsere Schritte können'wir bedenken. Wir können unsere engere Welt reich ausstatten, daß wir zu Hause wenigstens heimatlich wurzeln, daß wir uns im Judentum, nicht einsam fühlen. Wir können, wie unsere Väter, mit dem Optimismus des wahren- Idealismus Zeitliches ertragen, wenn wir an die Ewigkeit des Judentums glauben. Wir können, ohne etwas aufzugeben, zu unserem Wesen zurückkehren, wir können die Linie der Geschichte .suchen und aus ihr Dulderkraft und Zuversicht schöpfen, das ist alles. — und es ist nicht wenig. Ein Verband jttdlfcher Helmaty ereine gegründet In Berlin ist, wie die JTA meldet, ein Verband jüdischer Heimalvereine gegründet worden. Während bisher die jüdischen Heimatvereine, die sich die Erhaltung der landsmanrischaftUchen Beziehungen unter ihren Mitgliedern und die Pflege von Gräbern in den kleinen, jetzt größtenteils in Auflösung begriffenen Gemeinden ihrer Heimat zur Aufgabe gemacht haben, als einzelne Vereine bestanden und nur ein Zusammenschluß der Posenschen Heimatvereine vorhanden, war, soll der-neue Verband sämtliche Heimatvereine, die in Berlin bestehen, umfassen. Disher haben s sich ihm - die oberschlesischen, westpreußischen und Posenschen Heimatvereino angeschlossen. Mit anderen. Vereinen' stehen die . Verhandlungen vor dem Abschluß? Der Jude iiiStaat^WiptfdiaftiiiidKulttir . / - ■ . ■ Was die Jadennammep des „Weftdeutfehent Beobachter« bringt . Unter dem Titel „Der Jude in Staat, Wirtschaft und Kultur"' ist die bereiti seit länger Zeit angekündigte Sonderbeilage des „Westdeutschen Beobachten", Köln, erschienen. Ihr' Zweck ist,, wie. die Hauptschriftlcitung bemerkt, das Problem Ariertum und Judentum im Zusammenhang darzustellen. „Unabhängig vom Tageskampf ergreifen im folgenden namhafte Autoren das Wort, um in sachlicher Darstellung unseren Volksgenossen Material in. die -Hand zu geben, wenn jetzt wieder verschärft die Frage auftaucht: was habt Ihr eigentlich gegen die Juden? Was wir gegen die Juden haben, welche Rechnung das deutsche Volk Israel zu präsentieren hat und welche unüberbrückbare Scheidewand die Natur zwischen deutsch und. jüdisch setzte, will der „Westdeutsche Beobachter" heute zusammenfassend aufzeigen." " Der Zweck der umfangreichen Nummer wird dadurch be~ sonders betont, daß ihr als Motto ein im Faksimile wiedergegebener Ausspruch des Gauleiters Julius Streicher vorangestellt ist: „Ohne Lösung der 'Judenfrage keine Erlösung, der Menschheit 1" - ' '; Das Geleitwort hat Gauleiter G r o h 5 geschrieben. Er bezeichnet darin den Kampf gegen das Judentum als eine Ehrensache aller Deutschen und läßt im übrigen die gleichen Argumente und Tendenzen erkennen, die in seinen letzten Reden ihren' Ausdruck fanden. In seinem „Ariertum und Jude" Oberschriehenen Beitrag'. spricht Hauptechriftleiter Dr. Peter'Winkelnkemper von dem Juden als dem geborenen Feind seßhaften Volkstums und völkischer Kraft. Aus seinem ewigen Haß gegen die tittlichen . Werte des Ariertums erwachseseit Jahrhunderten die zerstörende Tätigkeit des Judentums auf allen Gebieten der nordischen Kultur und Gesellschaftsordnung. Bernhard Köhler, der Leiter der Kommission der Wirtschaftspolitik der NSDAP wendet sich gegen die Obermäßigen Einflüsse der Wirtschaft auf die Politik, die aus jüdisch-materialistischem Geist "herstamme. Erinnerungen aus' der antisemitischen Bewegung der .70er Jahre steuert; Graf E. Heventlow bei. Hauptschriftleiter Martin Schwache schreibt unter anderem: „Ohne Judentum kein Marxismus I Ohne Judentum keine Revolte von 1918, kein Schandfrieden von Versailles, kein Niedergang des deutschen Volkes bis zum Rand des Abgrundes, keine Verelendung von Millionen deutscher Familien — ohne Juda hätte .das Meer von Tränen, hätte ^das Blut unserer besten Söhne und Väter nicht zu fließen brauchen I Juda ist der Todfeind, dessen verruchter Geist den Bruderhaß in unser Volk . getragen hat. Wer Wissen will, ot es richtig ist, daß wir die Rasse ablehnen und damit jeden einzelnen bekämpfen, der schaue zurück auf die 14 Jahre marxistischer Herrschaft! Der erkenne endlich,, daß Marxismus und Judentum dasselbe bedeuten 1 Daß ohne Judentun) die Welt niemals diese fürchterlichste oller Plagen, . schlimmer als Pest und'Cholera erlebt hätte I" ,. Au» allen Artikeln, gleichviel ob sie sich mit der Börse, der Wirtschaft, dem" Bauemstand, mit der Warenhausfrago; öder, [ mit der Kultur befassen, geht die Mahnung hervor, im antisemitisohoit Kampf nicht nachzulassen. „Wenn eine gesetzliche Regelung der Judenfrage", heißt es in einem Artikel des Gauwirtschaftsberaters Dr. K. Schmidt, „auf dem Gebiete der Wirtschaft nicht erfolgen konnte, und wenn verantwortliche Reichsstellen ausdrücklich betonen mußten, daß auf dem Gebiete der Wirtschaft eine Anwendung der Arierparagraphen nicht stattfinden könne, auch wenn dies der nationalsozialistischen Auffassung nicht voll entspreche (Ministerialerlaß vom ö. Februar 1934), so deshalb, weil es zurzeit darum geht, die wirtschaftliche Entwicklung nicht durch Kapitalabzug zu stören, und insbesondere, weil es sich., darum handelt, den im - DienBtc jüdischer Finnen stehenden . Volksgenossen .die . Arbeitsplätze zu sichern. Es kann aber j^u^ Zweifel sein, daß die nationalsozialistische Gesetzgebung auf die Dauer Mittel und Wege finden, wird, den jüdischen Einfluß auch aus der Wirtshcaft zu bannen." ' .->;' Die mit Karikaturen durchsetzte Nummer beschäftigt sich. weiterhin mit .den Protokollen der Weisen von Zion sowie, mit der Stellung der Juden im Kulturleben, in-der Musik, im Sport und im deutschen Volksleben. Eine ganze Seite trägt-.die Überschrift „So sehen die Juden au« I" Hier werden Falle aus der Tätigkeit von Juden im Gau Köln-Aachen angeführt. Der Inseratenteil erscheint-unter dem Titel „Judenfreie Wirtschaft". In einem - das Kölner Handwerk überschriebenen, 74 Seiten starken, Verzeichnis werden, nach Stadtteilen geordnet und innerhalb der Stadtteile, nach Geschäftszweigen unterteilt, alle arischen Handwerksmeister aufgeführt. Die ganze Nummer läßt erkennen, daß Ziel und Marschrichtung in der Judenfrage genau innegehalten -werden und daß, wie der Gauleiter bei einem Kreisappell der NSDAP , in Wiesbaden vor kurzem erklärte, die praktische Lösung der Judenfrage keine Frage von Gesetzen, sondern eine Frage der Erziehung zum Art-; bewußtscin und völkischen Selbstbewußtsein sei. In seiner Nummer vom 29. März berichtigt der „Westdeutsche Beobachter" das erwähnte Handwerkerverzeichnis mit folgenden Worten: „Durch teilweise unrichtige Angaben haben sich in. dieses Verzeichnis auch einige jüdische Firmen eingeschlichen, deren Namen wir hiermit öffentlich bekanntgeben." Das- Verzeichnis dieser Firmen schließt mit den Worten: „In einer Aufstellung arischer Firmen .des Westdeutschen Beobachters haben diese Tinnen nichts zu suchen. ' Wir bitten daher unsere Leser, sie aus der Liste zu streichen." In einem zweiten . Nachtrag wird richtiggestellt, daß eine der Firmen, die unter den jüdischen aufgeführt war, ein arisches Unternehmen sei. Eine Rede des Reichsinnen» minüters in Nürnberg Iii drei Nürnberger-Sälen fanden in -der' vergangenen 'Woche . Massenkundgebungen statt, in denen Rcidifflnftenrrnnißtcr Dr- F r i c k sprach. In seiner Rede erinnerte der Reichsinnermünister unter anderem an die Erfolge der Arbeitsschlacht und. der Erzeugungsschlacht und sprach von der Verwirklichung der Volksgemeinschaft im Dritten Reich, sowie den, Erfolgen auf bevölkerungspolitischem Gebiet. „Ich möchte in diesem Zusammenhang", fuhr der Minister fort, „der großen Verdienste unseres Pg. Julius Streicher gedenken, der gerade auf diesem Gebiet seit über einem Jahrzehntunermüdlich war, immer von neuem hinzuweisen auf die verderblichen Einflüsse-der Rasaenmischung des Judentums, und ich glaube, wir sind seiner Zielsetzung in unserer zweijährigen Reglerungszeit doch schon nahe gekommen." Ungefchriebene Geteilte Halle. Die „Mitteldeutsche Nationalzeitung!1 berichtet von einem Ortsgruppenappell in Eilenburg, bei dem Gauleiter Staatsrat Jordan u. o. folgendes ausführte: „Wer Nationalsozialist ist, muß Judengegner sein. Für den .Salon-Nationalso^ialisten ist das keine Selbstverständlichkeit. Sie schicken ihre „gnädigen" Frauen in die jüdischen Kaufhäuser und besitzen die Frechheit, vor deren Eingängen auf sie zu warten. Sie meinen, kein Gesetz verbiete das. Für uns gibt es ungeschriebene Gesetze I A^er es ablehnt, Judengegner^zu sein, muß. heraus 'aus der Partei. Wir werden im Gaugebiet <üe ganze Parteiarbeit auf die Frage der Judengegenerschaft neu einstellen und ihr hinzufügen die Frage der internationalen überstaatlichen Mächte." *. Köln. Auf einem Appel der Gauamtsleiter und der Kreisleiter sprach, wie der „Westdeutsche Beobachter''' berichtet, in Köln Gauleiter Grohe\ In bezug auf - die Judenfrage sagte er nach dem Bericht des BlatteB:'„Die Juden werden in Deutachland langsam wieder frech. - Aber solange das Judentum Anspruch, darauf erhebt; seinen Einfluß innerhalb de* Nation geltend zu machen) wird es entschlossenem Kampf der Bewegung begegnen. Dieser Kampf wird - um so rücksichtsloser ' geführt werden, ■ je mehr das Judentum offen oder' un Stillen gegen uns arbeitet. Die Grundsätze der Partei sind unerschütterlich. Und zu diesen Grundsätzen "gehört der Antisemitismus. ^Der Nationalsozialismus ist antisemitisch, weil'er dem deutschen -Wesen entspricht. Das Judentum bedeutet eine Gefahr für alle arischen Völker. Darum Ist es sehr, zu begrüßen; daß unsere Gauzeitung, der „Westdeutsche ' Beobachter", m diesen Tagen eine große Beilage herausgebracht hat,'in. der auf allen Gebieten des öffentlichen. Lebens das Judentum als Gefahr.'für-die deutsche Volksgemeinschaft entlarvt -wird/! . :- ' •'»'■■ ,; J5 Wir und die Juden tt Ober dieses Thema sprach, wie das „Neue Pommers che Tageblatt" berichtet, im Neuen Gesellschaftshaus Pg. Wolter Pfltsch- Breslau.. „Der Redner entrollte in seinem Vortrag die großen! Gefahren, die dem deutschen Volk durch das Judentum drohen und-daß es daher Pflicht ist, aufklärend zu wirken. Nicht hoch! wissenschaftliche Vorträge, sondern in der Sprache des Volkes, ungeschminkt und deutlich; muß auf das dunkle Treiben des* Judentums hingewiesen werden.' Die Judenbekämpft man nicht, bo führte u. a. der Vortragende, aus, wenn man ihnen die Schaufensterscheiben einwirft. Diese Tat ist unbedingt zu verurteilen. Nur deutsches Volksvermögen wird,-zerstört, der Jude erleidet keinen Schaden, weil er ja versichert ist. . Durch derartige Handlungen werden wir dem Juden nicht gefährlich. Gefährlich werden wir erst dem jüdischen Volle, wenn wir dafür sorgen, daß auf deutschem Boden jeder Einfluß des Judentums endgültig und für immer vorbei'ist. Was uns von dem Judentum trennt,' ist biutsmflßig begründet. Wenn jemand behauptet, nur der gehöre zum deutschen Volk, der blaue Augen habe, der fälscht entweder bewußt oder aus Dummheit den Rossegedanken. Dagegen ist es richtig, daß es keinen deutschen Volksgenossen gibt, der nicht nordisches Blut in den Adern hat. Wir gehören zur nordischen Rasse, der Jude zur jüdischen Rasse, abgesehen davon, daß er sich schon rein äußerlich von uns unterscheidet, trifft es-auch charakterlich in hohem'Maße zu. Denn für uns Nationalsozialisten ist Rasse nicht allein, was am äußerlichen haftet,' sondern Charakter' 'lux! Leistung,'beides ist'beim' Juden, nicht zu finden. Er versteht es glänzend,'andere, für sich arbeiten zulassen. ■',, Im weiteren Verlauf seiner Ausführungen beleuchtete der Redner dann den Talmud, den er als Gebrauchsanweisung des Judentums für seine Betrügereien bezeichnete. Die deutschen Juden Bind vom Osten zu uns gekommen. Im Osten liegt die Wurzel des .deutschen Judentums. Und wenn jemand behauptet, daß die Juden bodenständig seien, so ist dazu zu bemerken, daß der Jude im deutschen "Ostgebiet erst seit 250 Jahren eingewandert'ist. Eine weitere große Gefahr für unser. Volk besteht darin; daß das deutsche Blut mit jüdischem Blut vermischt'wird; Die Tatsache, daß in einem Dorf im Kreis Lauenburg von 1900. bis 1934 60 Judenmischlinge geboren wurden, läßt in aller Deutlichkeit die, bewußte Zersetzung deutschen reinen Blutes-erkennen. Zum Schluß wandte -sich der Vortragende energisch dagegen, daß mancho Juden auch mit dem deutschen Gruß grüßen und auch die Hand hochheben. Die Judenfrage muß aus dem deutschen Volk heraus selbstgelöst - werden. Erfüllen wir olle unsere Pflicht in der Judenbekämpfung, dann wird-Deutschland auch ein freies, starkes,- unabhängiges-deutsches Reich bleiben'im Sinne unseres Führers." -'-i

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