Jüdische allgemeine Zeitung
- Journal
- Jüdische allgemeine Zeitung
- Volume
- 15 (1935)
- Issue
- 13 (27.3.1935)
- Date
- 1935-03-27
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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■ m ei ia DER JÜDISCHEM ALLGEMEINEN Leiter: Siegfried Winitzki Schachaufgabe Nr. 10 Von Dr. A." W. Galitzky Weiß: 4 Figuren. Kh5; S«7, Sf5; Lg2. Sohwnrz: 4 Figuren. Kf4; Bauer g3, IG, e5. a b c d e f g b a b c d e f g Ii Matt in 3 Zügen. Auflösung in unserer nächsten Schatticcke Aus der Praxis (Aua einer Partie zwischen Nimzowitsch (weiß) und Dr. Tarrasch schwarz.) Weiß : 12 Figuren. Kgl; Do2; Tfl, Tel; Lb2; Sd2; Bauer a2, b3, dl, f2, (t2. h2. Schwarz:, 11 Figuren. Kg8; Do7; Tf8. Td8; LcG, LdG; Bauer a7, cß, fr, g6, hT. In dieaer sehr interessanten Stellung geschah: 1. . . . LdGXhS-)-; 2. KglXh2 Do7—h4-f; 3. Kh2—gl Lc6Xg2; Don aohwarzon Läufer darf Weifl jetzt nicht nehmen, da sonst Dg4-(- Khl; Td5l folgt. Er zog also deshalb 4. f2— f3, worauf im woitoren Vorlauf dor weiDo König ina Froie getrieben und mitton in Feindosland duroh 4. . . . Tf8—c8: 6. SdZ—o4 Dh4—hl-f; 6. Kgl—£2 Lg2Xfl; 7d4—d6 (7. TclXfl geht nicht, wegen Dlil— h2-f-) f7—f5; 8. Dc2—c3 Dhl—g2-f-; 9. Kf2— e3 Te8X«<H-; 10. f3X«l fß—f4+; 11. Ke3Xf4 Td8—£8+; 12. Kf4—e6 Dg2—h2-f-| 13. Ke6—oG Tf8—e8-f-; 14. KeG—d7 und Lfl—b6 matt gesetzt wurde. Übungsbeifpiel Weiß: 4 Figuron. Kb3; Tdl; Bauer b7, o7. Schwan: 4 Figuren. Kg8; Tf8; Bauer f2, g2. Diese Partie wurde nach einigen Zögen romis ■ gegeben. WoiO am Zuge hätte aber gewinnen können. Wie? Auflösung in unserer nächsten Schachecke Auflöfung der Schachaufgabe Nr. 9 Y) 1. Ldl—g4 Ta7—aG; a. Kol—dl Ta6Xb6; 8. Lg4—e2 matt. 2) 1. Ldl—g4 Sd8—cG; 8. Sf6—d7 beliebig; 0. Sd7—c6 matt. Auflöfung „Humor im Schach" 1. Lg2—fl; 2. TgS-g2; 3. Kh2—g3) 4. Lgl—b2; 5. Tg2—gl; 6. Lfl—«2; 7. Tgl—fl; 8. Thl—gl; 9. Lg2—hl; 10. Tgl—g2; 11. Lh2—gl; 12. Kg3—h2; 13. Tg2—g3; 14. Lhl—g2; 15. Kh2—hl; 16. Lgl—h2; 17. Tfl—gl; 18. Lg2—fl; 19. Tg3—g2; 20. Lh2—g3; 21. Tg2—h2; 22. Tgl—g2; 23. Khl—gl; 24. Th2—hl; 25. Tg2—h2; 26. Lfl—g2; 27. Kgl—fl; 2 8. König fl schlagt Springer el. Auflöfung des Übungsbeifpieles aus der vorigen Nummer Mit oinem einzigen Zuge war dBr Gewinn für Sohwarz entachiedon. 1. ... Ld4 — gl I I Damonvorluat und damit Verlust dor Partie Ist unvermeidlich. AUS DEN SCHACH VEREINEN Berlin B.S.G. 33 Sohacbabtellung. Schachmeister Rotonstoin gab eine SlmuHanvoislollung an 15 Brottorn. Er erzielte ein ganz ausgezeichnete* Besultut +12—0 (I) 3 (gegen Loevy, Dr. Hirachborg, Dunjo). , Gelsenkirchen „Hakoah" Im E.J.F. Altmeister Mieses epielto an 31' Brettern simultan. Trotzdem sehr starke Spieler am Kampf .teilnahmen, erzielte Mieses nach sechsstündiger Kampfzeit ein ausgezeichnetes Ergebnis von 231/j:7'/j Punkten. Er gewann 20, verlor 4 (gegen Dr. Basenbaum, Boaenthai, B. Windmüllor und Bosenberg) und machte 7 unentachieden (Kronenberg, E, LSwonthal, Kurt Löwenthal, A. Oomportz, K. Schettner, E. Levie und Heins Bosenthal). Don zahlreichen Zusohauorn wurden abwechslungsreiche Kämpfe geboten. Derartige Veranstaltungen durften sehr wortvoll für die Entwicklung und Verbreitung des Sohachapiels innorhalb der jfldisohen Gemeinschaft sein. Die Veranstalter dieser SimultanvorateUung können auf den Erfolg mit Beöht zufrieden sein. SCHACH AUS ALLER WELT Schachmeifter Nimsowitfch gefiorben Kopenhagen. Im Alter von 48 Jahren verstarb der danische Schachmeister Aron Nimzowitsch. Der Verstorbene war ein Anwärter auf die Weltmeisterschaft. Im internationalen Schachturnier in Marienbad 1925 teilte er mit Akiba Rubinstein die beiden ersten Preise. In Dresden wurde er 1926 erster Preisträger vor Alechin und Rubinstein; ebenso in Hannover 1926. Nimzowitsch wurde 1887 in Big« geboren und kam 1928 nach Danemark. Sein Schachbuch „Mein System" ist in der Schachwelt ruhmlich bekannt. Vor kurzem gründete er in Kopenhagen einen jüdischen Schachklub. Schachmeifterfchqß von Paläßina Sonde r he r i c h t für die „Jüdische Allgemeine" Das Turnier um die Schachmeisterschaft von Palästina hat begonnen. Es spielen: Tchalik (Rußland), Winz (Deutschland), Blaß (Warschau); Brohn (Deutschland), Janowski (Rußland), Ahroni (Palästina), Lapin (Palästina), Apelbaum (Polen), Dobkin (Rußland), Weintraub (Polen),1 Taub (Polen) und Lucovich (Frankreich). Das Turnier ist ausgezeichnet besetzt, und die Frage nach dem Sieger erscheint recht schwierig. — Mon erwartet ein heißes Ringen, aus dem Blaß (Warschau) nur knapp als Sieger .hervorgehen sollte. '• Das Moskauer Großmeifterturnier Per Verlauf des Meisterturniers, über dessen Ausgang wir bereits kurz berichtet haben, brachte hauptsächlich zwei Oberraschungen, das Vorwärtsstürmcn des Russen Botwinnik, Bowie zuerst «Tob Versagen des Favoriten Capablancn. Flohr verlor keine Partie, gewann 7 und machte 12 unentschieden. Seine Partien bestätigen aufs neue, daß es ungemein schwer ist, gegen ihn eine Partie zu gewinnen, dagegen sehr leicht, remis zu machen. Von besonderem Interesse war wieder das Auftreten des Altwclteicisters Dr. Laskor, der wie in seinen besten Jahren spielte und ebenfalls unbesiegt blieb. Sein Erfolg läßt für die Zukunft noch viel von ihm erwarten. Löwenfisch hat überraschend gut abgeschnitten, wahrend man von Großmeister Spielmann noch mehr erwartet hatte. Die geschlossene Mittclgruppc zeigt am besten die Ausgeglichcnhcit in der Spielstarke der weiteren Teilnehmer. Ein alber Punkt spielt hier eine große Rolle. Das Turnier diente der Förderung des Nachwuchses und hat Beinen Zweck voll erfüllt. Zu den alten, vielfach erfolgreichen Namen gesellten sich neue versprechende Talente, von denen man noch marfches in der Zukunft erhoffen darf. Das Turnier im Mufeum Spieler und Zufchauer — Gedämpfte Unruhe — Frauen find keine ScJiachfpielerinnen — Statt in die Schule zum Schachbrett. Über' das mit größtor Spannung verfolgte internationale Schachturnier in Moskau^ das nach vierwöchiger Dauer zu Ende gegangen ißt, veröffentlicht dio „Frankfurter Zeitung" ein ansohaulichea Stimmungsbild von Angeia Bor, dem wir folgendes - entnehmen: Es ist vielleicht nicht ganz unwesentlich, wo eine Sache stattfindet. Das Schachturnier hat sich hier in einem Museum eingelebt, Gipsabgüsse, wohin man schaut. Und wenn man von dem Oiivid des Michelangelo absieht, der lässig das Pressebüro des Turniers bewacht, so schwebt über allen anderen Nike, die „Göttin des Sieges^ in jedem Wettstroit". . . . Die Räume, in denen das Turnier stattfindet, haben bis jetzt' nichts vom winterlichen Moskauer Museum. Eine wohlige Wörme und an manchen Tagen sogar mehr als diese, durchflutet sie. In drei Sälen sind Podien errichtet, auf denen die Schachtische stehen. Die Spieler erwarten hcllrotsamtcne Rcnaissanccstühlc, auf deren Rückenlehne eine goldene Sonne steht, die einen Spruch einschließt: „Zur Arbeit und zur Erholung". Unsicher ist nun, ob Denken eine Arbeit ist, denn die Turnierkampfer sitzen auf ihnen mit einer Beharrlichkeit, nur solange sie ihren Zug überlegen, und verlassen sie fast in derselben, in der kleinsten Zeit, wenn sie mit einem hastigen Schlag auf die Schachuhr geendet haben! ßio ersten Tage des Turniers zeichneten sich durch eine gewisse Unruhe aus, und wie diese natürlich nichts mit Bewegungslosigkeit und Stille zu tun hat, waren die Räume des Museums von unklaren unfertigen, vergehenden Geräuschen erfüllt, die wohl dazu angetan sein konnten, die Spielenden zu stören. Schon das Gehen auf den Marmorfliesen wurde zu einer Reihe von klappernden, schlürfenden Hörbarkeiten, zu denen sich geflüsterte Worto und Gehüstcl gesellten. Dieso Unruhe mag bei den russischen Spielern trotz allem ein Gefühl des Gebor^enseins in einer brüderlichen Menge hervorgerufen haben '(es ist ein Artikel Botwinniks noch nicht vergessen, den er nach seinem verlorenen Spiel in England veröffentlichte. Er machte die lähmende Stille des englischen- Turniers für seinen VerluBt verantwortlich). Dennoch fing man daran, diesem Ubelstande abzuhelfen, was sicherlich der Gäste willen geschah. Es kamen aus den Lagerhäusern schöne persische und afghanische Teppiche, die nun die Räume stumm machen und mit einem leisen Geruch von Mottenpulver einhüllen. Nun konnte man ergründen, was von ihr, jener Unruhe, blieb und wo sie ihren Ort hatte. Sie war nun nicht mehr hörbar, sie saß nun plötzlich in den Augen der Spieler, und es war noch das Verständlichste, wenn die Augen Laskers, überaus flink wie kleine Tiere, Ober den Figuren des Schachbretts irrten. Botwinnik, der russische Favorit und last der jüngste Spieler des Turniers (er ist 23 Jahre alt), hat es oft mit seiner Brille zu tun. Es kommt vor, daß sie einfach nicht sitzen' will — das Gedankenbild stimmt anscheinend nicht mit der Wirklichkeit überein — er zerrt und rückt an ihr herum, bis er förmlich erstarrt: er zieht, s'hlägt zu, und schon geht er zwischen den Zuschauern auf und ab, allerdings mit den fernsten Augen der Welt, ja, das unterscheidet ihn gerade von allen anderen, seine Augin Behauen nach innen. Capablanca sieht über ol?s Maßen unternehmungslustig' aus, solange er nicht spielt. Dann aber werden alle Teile an ihm lebendig und selbständig. Gelegentlich klopfen die Hände seinen Leib, oft verdeckt er sein Gesicht wie in der größten Verzweiflung mit ihnen, und seine Füße klopfen auf dem Teppich einen lautlosen Wirbel. Spielmann (Österreich) erlaubt dem Zuschauer jede und auch die geringste Regung auf soinem vollen Gesicht zu lesen. Es scheint ihm immer heiß zu Bein, und er leidet sichtlich unter jeder Schwankung des Glücks. Als er siegte, zeigte er die Freude eines Kindes, das über ein unerwartetes Geschenk restlos zufrieden ist. Rabinowitsch, ein Mathematikprofessor aus Leningrad, hat ein würdiges Aussehen, aber dabei jene Sclmlbowcgujigcn, die wir alle, von unseren Lehrern her kennen: er kann den Bleistift nicht aus der Hand legen, er denkt mit einem Szepter. Flohr, der tschechoslowakische Meister, bekommt durch sein Denken ein verkniffenes und höchst uhlustigea, Gesicht, das seinem Gegner gerade keine Hilfe"11 bedeutet. . . . Lilicnthal (Ungarn) sticht durch seino merkwürdige Gepflegtheit, die an Hemmnis und Zwang erinnert, von seiner Umgebung ab, währond sich die englische Spielorin MentBchik, die einzige Frim des Turniers, weder in ihrem Aussehen noch in ihrer Kleidung von einer russischen Frau unterscheidet. Ragosin hat ein „cäcilicnhuftes" Lächeln, das sein Gesicht leer macht, Rjumin, der gleich am ersten Tage Capablanca besiegte, ist groß, jung und lebt im ewigen Kampf mit seinen Haoren, die ihm ständig in die Augen fallen. Bogatyrtschuk, der ukrainische Meister, ist der einzige, der vollkommen in den Museumsrahmen paßt; seine Stirne und seine Nase entsprechen ganz dem griechischen Vorbilde. ... Die Zuschauer kommen zu einem geringen Teil zum Sitzen, fast alle stehen in vielen Reihen, sie stehen Körper an Körper, sie Bcheuen die Berührung mit ihren Nachbarn nicht, sie schmiegen sich eng aneinander. Inrö Augen sehen selten die Spielenden selbst an, wichtig für sie ist allein das Resultat des Spiels, das auf großen hölzernen Tafeln verzeichnet wird. Wirklich ein Spiel dem Bilde nach, kleine, aus Holz geschnitzte Figuren werden mit Hilfe eines Stockes auf die Felder des großen Brettes gehängt. - Es ist nicht so; daß die Spieler ein gleichmäßiges Interesse besitzen. Es gibt Bevorzugte, deren Züge keinerlei Unwillen auslösen und deren Erfolge man mit lautem Händeklatschen belohnt, obwohl dies hier, strenge verboten ist. Diese seltsame Ergriffenheit ist aber auch noch bei denen zu linden, die keinen Einlaß in das Museum erhalten haben, sei es, weil ihnen das Eintrittsgeld mangelt, oder weil dieses wegen Uberfüllung geschlossen wurde. Eino Menschenmenge steht Tag für Tag vor seinen Toren und wartet auf jeden Herauskommenden, daß er die verschiedenen Züge ihnen mitteile. Unter diesen Zuschauern gibt es wenige Frauen und Mädchen, sie sind so nebenbei vorhanden, das Mittelalter ist verschwunden, die Frau ist keine Schachspiclcrin mehr. Viele haben ihre Freude an diesem Schachturnier, aber eine Sorte Mensch ist In dictum Zusammenhange sicherlich zu bedauern: das sind dio Lehrer. Viele Knaben kommen überhaupt nicht zur Schule, um sich auf geheimnisvolle Weise Eingang zu dem Turnier zu verschaffen. Die anderen aber bringen nicht soviel Rulle auf, um zu lernen, weil Bic nicht einmal den Mut aufgebracht haben, ebenfalls die Schule zu schwänzen. Waagerecht: 1. Stadt in Niederösterreich, 4. chcmal. franz. Strafanstalt, 8. Gastwirtschaftsomgcstelltcr, 10. Wild, 12. Wohnort Samuels, 14. flüss. Brennstoff, 15. bibl. Frauennamc, 16. Papierformat, 19. gricch. Naino dor Thorn mit dem Buch Josua, 22. Ansturm, 24. jüd. Koloniulgescllschoft, 25. Getränk, 26. Teil des AugeB, 28. OatscchalbinBcl, 29. Erlöser, 30. Schwiegermutter Ruths, 31. Pflanze. Senkrecht: 1. Onkel des Ocdipus, 2. Abscheu, 3. Reisebüro (Abkürzung), 5. Luft (griech.), 6. Skalencinteilung, 7. Menschenaffe, 9. Buch der Thora, 11. Schlachtort aus den Makkabüerkriegen, 13. Erzengel, 17. Werkzeug, 18. Vater des Josua, 20. Stern, 21. Stadt in Hannover, 23. Schmied bub der deutschen Sage, 25. König von Moab, 27. Sohn Noahs, 28. kleiner Wald. Auflösung dos Treppenrätsels aus dor vorigen Nammer 1. M, 2. Au, 3. Ida, 4. Main, 6. Ohlau, 6. Norden, 7. Italien, S.Diluvium, 9. Erlkoenig, 10. Sardanapol. — Maimonides. Wctw? Wr? JOdtBches Lchrhaus. Im Bahmen dor Donnerstag-Vortragsreihe spricht am 28. März, 20 Uhr, im Brüdervoroinshaus, Kurfürstenstroßo 115—116, Paul Eppstein über „Jüdische Gegenwart: Tradition und Leben". „BSlimlscho Musikanten." Unter dioaom Titel findet am 30- März, abends 8 Uhr, im Trauaaal der Synagoge Levetzowstraßo eia musikalischer Abend statt. Mitw.: Max Bosenthal, Violine; Hilde Leibholz- Kuasel, Gesang; Gustav Sabol, Klavier. Veranstaltungen der Kflnatlerhilfe. 30. Marz, abends 8.15 Uhr, in der Privaten Waldschulo Lcßler, Berlin-Grunewald, Hagenstrnßo 66, OporngemoinRChhuft der Künstlerhilfo: „Dor Barbier von Bagdad". — 31. März, abends 8.16 Uhr, Bechsteinsaal, Liakstraßa 42: Boris Kroyt-Quartett unter Mitwirkung von Georg Bertram (Klavier). Programm: Mozart, Tsoh.iikowsky, Brahms. Der Koue Synagogenverein" Rykestraße veranstaltet am 31. März, abends 7>/3 Uhr, in den Musikersälen, Kaiser-Wilhelm-8traßo 31, eino Purimfoier, deren Beinerlös ungekürzt dem Jüdischen Wohlfahrtsamt, Bezirk' Norden, zufließt. Die Begrüßungsansprache hält der Gemeindcvorsitzendo Direktor Hetnrioh Stahl. „Ein Abend der Phantastlk und des Humors." Eine Wiederholung dieses Vortragsabends gibt Moinhart Maur im Bahmen einer Sonderveranstaltung der . Künstlerhilfe am Mittwoch, den 3. April, abends 8.16 Uhr, im Vortragasaal des Cafo Leon. Die Vortragsfolge umfaßt 13 Meister der Phantostik und des Humors, von E. T. A. Hoffmann bis Scholom Alejchem. Die Borllner Uraufführung von Verdis Oper. „Nabuoco" (Nebukadneznr), dio, wie bereits angekündigt, am Donnerstag, den 4. April, im Borlinor Theater stattfindet, beginnt um T/j Uhr. Die Titelpartie singt Siegfried Urias. Die Solusihllfcgruppo Jüdlsoher Körperbehinderter in Deutschland veranstaltet zugunsten ihres Untoratützungsfonds am - 4. April, abends. 8 Uhr, einen Bunton Abend im Schubortsaal, Bulowstraßo 104. Mitw.: Camilla Bpira, Bita Atlasz, Else Dublon, Uanni Bosen. Danny Grün, Martin Kettnor, Siegbort Steinfeld. Jüdisches Jugondpflogoumt Norden. Am 13. April, 23 Uhr,' in den Praterlichtspiolen 'Vorführung des Films „Der stählerne Strahl". Anschließend buntes Piogramm mit Camilla Spira, Dora Gerson u. a. Lehrgang für technische Lehrerinnen. Unter Mitwirkung der Reichsvertretung der Deutschen Juden und des Jüdischen Frauenbundes beginnt am 1. Mai in der'jüdischen Haushaltungsschule in Frankfurt n. M., Königawartcrstr. 20, ein auf ein Jahr berechneter Lehrgang für technische Lehrerinnen. Er soll auf der Ausbildung der wissenschaftlichen oder Volksschullehrerin aufbauen. Ziel des Lehrgangs ist die Befähigung zur Erteilung von Hauswir.^chafts- und Handarbeitsunterricht uu jüdischen Schulen und in hauswirtschaftlichen Betrieben. . Dio Kosten betragen für Schulgeld 25,— RM. monatlich; für Wohnung und Verpflegung in der Frankfurter Haushaltungsschule 60,— RM. monatlich. Anmeldungen sind,lU richten an dio Jüdische Haushaltungsschule, Frankfurt a. M., Königswarterstr. 20, oder an den Jüdischen Frauenbund, Berlin-Charlottenburg, Kantstraße 158. Für _ Hilfe und Aufbau. In den letzten Monaten besuchte unser Mitarbeiter Dr. Felix Heimann aus Berlin im Auftrage des bei der Reichsvertretung der deutschen Juden gebildeten ZentraluuBschuß für Hilfe und Aufbau mehrere Gemeinden der Rheinprovinz und Hessen-Nassaus. In Andernach, Bonn, Düren, Euskirchen, Fulda, Hachenburg (Westerwald), Koblenz, Neuwiedj Selters, Trier, Wetzlar und Wittlich wurden Gemeindeversammlungen einberufen, in denen Dr. Heimann über den Aufbau und die Aufgaben von Reichsvertretung und Zentralausschuß berichtete, Der gute Besuch dieser Versammlungen zeigte, welchem VerständniB ReicliBvertrctung und Zentralausschuß un gesamten. Judentum begegnen. Das Interesse an deren Arbeit kam durch die rege Fragestellung, <üe sich regelmäßig an die Vorträge anschloß, zum Ausdruck. . .......