Jüdische allgemeine Zeitung
- Journal
- Jüdische allgemeine Zeitung
- Volume
- 15 (1935)
- Issue
- 10 (6.3.1935)
- Date
- 1935-03-06
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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werden des Göttlichen im Menschen. . Wer erzählt, kann gleichgültig, sein, von wem erzShlt wird, ist wichtig, was erzShlt wird, das Ausschlaggebende. Und dieses, was erzählt wird, können wir, wie' nllcB große Erleben des Menschen, in seinen Anfangen begreifen und verfolgen, vor seinem Vollenden beugen wir uns, wio vor jeder wahren Vollendung. Offehbarune sucht die Seele, der Bio sich offenbaren kann. Wir können begreifen, warum die Seelen jener Großen reif wurden, wir können ermessen — ort der Schwache unserer eigenen Seele —, wie tief! da» Sorgen und Fragen jener Männer Waren. Wir können vorstehen, wie laut gerfldo ihr Herz schreien mußte nach Antwort und Lösung. Daß ihnen Antwort ward, ist — wiederum — Gnade, Liebe, Erlösung. Wir' verehren die Gnode, daß lösende Antwort ihnen erging. Wir verehren sie, zu wenigl, wir leben im Lichte dieser Gnade. Gewißheit ist uns, daß der jüdischen Seele Sorgen und Fragen und Erleben zu ollen Zeiten eingetan waren und eingetan sein worden. Wissen und Hoffen ist es uns, daß ihr die lösendo Antwort zu allen Zeiten erging und ergehen wird. Mit dem Leben der jüdischen Seele lebt dio Offenbarung. Aller Offenbarung Geist ober zehrt von der Einen Größten Offenbarung, der an Mose. Einmalig der Quell allen jadischen Seins und Erlebens, ewig sein Fließen. Gewißheit ist es uns aber auch, daß Juden immer fragen und vorlangcn werden nach dem Wege ihrer besonderen Erziehung. Denn ist Begegnung mit Gört die eine Seite der Religion, bo ist Erziehung des Menschen zur Gattähnlichkeit ihro andere. Alle Religionen Wollen diese Erziehung, jüdische Religion weist der jüdischen Seele ihren eigenen. Weg, weif sie. ja auch ihre eigenen Begegnungen hatte. Die Verpflichtung zu diesem eigenen Weg,'die Verpflichtung zu. einem Leben in religiösen Formtn — wenn wir schon dieses unzureichende Wort anwenden wollen. — Ist auch die unsere. Auch wir wehren uns dagegen,'daß man eine Wahl im Judentum treffen dürfte, etwa nur die Begegnungen als das Jüdische anzuerkennen, die Verpflichtungen aber zu verwerten. Auch'wir Wehren uns dagegen, daß Judentum nur Lehre und Glauben sei, nicht Aber Leben. Tat, nicht nur sittliche, sondern religiöse, fordern anch Wir. Und doch, hier gerade. muß sich das eigene Bild. vom Judesein und vom jüdischen Leben, das der Liberalismus hat, klaren. Alle Erziehung braucht konkrete Anordnungen. Der Geist, in dem die Anordnungen getroffen sind, ist wie aller Geist, ewig. Die Gestalt, wie alle Gestalt, gebunden an Ort und Zeit.: Judentum aber kann und will nicht gebunden sein weder an Ort noch an Zeit. Daß es das nicht kann, beweist seine Geschichte, daß es das nicht will, beweist das Streben seiner Seele. Erst ein nun tatsächlich, verkümmertes Bild des Judentums, dos einige Jahrhundert« alt ist, wiU es wahr haben, daß das Judentum seine Aufgabe und seine Leistung nicht gerade darin sah, sich der Zeit zu stellen, nicht vor ihr zu fliehen. Wann immer auch Juden ihr Leben gestalten, die Forderung, die aus ihrer Zeit, aus ihrer Gegenwart herauswachst, ist so mächtig wie die Forderung der Vergangenheit. Wir dürfen folgern: keine der beiden Forderungen ohne' die andere, nicht sklavisches Erliegen der Zeit gegenüber, ohne im Strome der Tradition zu stehen. Wir sagen das — und wiedorholen nur, was eigentlich der Liberalismus in all seinen Vertretern immer gesagt hat — man darf nicht weiterbilden, nichts Konkretes schaffen, ohne daß^ jener owige Geist darin wohne. Wir sagen es aber auch im. Hinblick auf jene Haltung im Judentum, wo man auf Förderungen der Zeit und der Gegenwart nichts anderes als Schweigen oder gar Verdammen zu antworten wußte. Entwicklung fürs Judentum zu fordern, ist nicht eine Erfindung des 19. Jahrhunderts, sondern älteste, beste Tradition des Judentums, Schicksal des Juden ist nicht Privatschicksal. Hoffnung und Traume brechen zusammen vor der Wucht deB Geschehens um die Gemeinschaft und mit der Gemein- . schoft. Seele des Juden ist gebettet in Erlebnissen der Gemeinschaft. Ihr Weg, ihre Erziehung, ihre religiöse. Erziehung verlaufen in Gemeinschaft. Nicht als eine Unterdrückung der Seele des Einzelnen, sondern als Antwort eben auf ihr Erleben im Kreise der Gemeinschaft. Jüdisches Leben in religiösen Taten ist Chorgesang vieler, aller Stimmen. Die Stimmen der Einzelnen würden verklingen, das Lied des Chores ist das Lied vom Weg der jüdischen Seele zu Gott. Chorgesang ist Zusammenklingen von . Seelenleben. Nur dort, wo die Seele des Einzelnen mitlpht und mitleben kann, kommt das Lied zum Klingen, Individualismus und Kollektivismus sind ebenfalls nicht Probleme, die erst in der neuesten Zeit ans Judentum herangetragen wurden. Wenn im - . Talmud aufgestellt wird, daß eine Berachah (Segcusspruch) nicht ohne Kawanah (Andacht) gesprochen werden darf, so heißt dos mit unseren Worten: die für alle verpflichtende Dankesformel kommt nicht zur Erfüllung ihres Sinnes, wenn nicht die Seele des Einzelnen eintaucht in den Wunsch, Dank zu sprechen. Darum also braucht der in der Lehre des Individualismus großgewordene Zeitgenosse angesichts eines Lebens in Formen der Gemeinschaft nicht um das Heil seiner eigenen Seele zu hangen. Niemals sollte eine Seele in ihrem jüdischen Leben und Erleben verkürzt werden. Die Seele des Einzelnen aber, die nun zurückkehrt tum Leben in Gemeinschaft, braucht sich, dessen — auch vor sich selber —nicht zu schämen. Nicjht zur Vertuschung persönlicher Schwäche wuchs die gemeinsame Form. Hinauswachsen soll die Seele des Einzelnen aus sich selbst, hineii) in die Gemeinschaft und sich von dort holen alterprobt? Kraft und Haltung. ,y,\ Wir glauben . d.a,rum: gerade hier,.am Punkte des Verhältnisses ,des religiösen Liberalismus zum religiösen Tun, zweierlei deutlich sagen zu müssen; Betonung der Entwicklung des jüdisch-religiösen Lebens ist einzig echte Form dieser, Erscheinung und nicht etwa ein Bumpfgebilde der Orthodoxie. Umgekehrt aber müssen wir in unsere eisenen Reihen hinein erklären; bei aller Beachtung des individuellen' Emlebens, müssen wir wieder dazu kommen, For^erungenj die Gemeinschaft garantierende und darum verpflichtende Forderungen, jeden Einzelnen selbst erhaltende und darum notwendige Forderungen aufzustellen. Und wenn man ups aus unserem eigenen Kreise zurufen wird, was niaebt JJu; mit; denen, die Eur« Forderungen nicht erfalieti, wott,t .Ihr .yielleicht,?iw4scheii, meh\r unc}; rp, * n d « r.^vollwertigen ivpfif unterscheiden?, aj>, sei, unsere. Antwort* SdV darum;. wie " ' ..... " ' ' ' ■ "en darf, ist. eiu Klub flichtung ..ist —»-.wie libcral-rcliciösen Haltung, sondern Ernst der Entscheidung und Verantwortung, die zu tragen einem niemand abnimmt! Masse der Anhänger des Liberalismus darf nicht Bein eine JWassc von Menschen, denen das Programm der Orthodoxie zu umfangreich ist, liberal-religiöse Juden stehen zu ihrem Programm aus den oben ausgeführten Gründon. Aus sachlichen, d. h. aus Gründen jüdischer Religiosität, nicht aus Bequemlichkeit, können! sie'nichts andores sein als liberal-religiöse Juden. Wir-wissen zwar, daß wir damit die gar nicht lcichto Forderung, Stellung zu nehmen, aussprechen, aber es soll und daff ja nicht leicht sein;' (Ein zweiter Artikel folgt.) Kongreß des neologen Judentums tagt nach 67 Jahren in Budapest Budapest. Am Montag trat seit dem Jahre 1868 zum ersten Male wieder der Kongreß des ungarischen neologen Judentums zusammen, um die reformbedürftigen Statuten den ErfordemiBacn der gewandelten Zeiten anzupassen. Dpr Kongreß; bei dem das ungarische Kultusministerium durch Staatssekretär Dr. Petri an der Spitze einer größeren Abordnung vertreten ist, wurde mit einem Bittgottesdienst in der Hauptaynagoa;o eröffnet. Unter den 200 Delegierten befinden sich o Rcichstagsabgcordncte, 5 Oberhausmitglieder, 7 hohe Richter, 53 Advokaten, 35 Rabbiner, 15 Bankdirektoren, 13 Ärzte, 4 Staatsbeamte und 2 HochschulprofcsMjrcn. Nach der Eröffnungsfeier wurden die Denkmäler und Gräber der Staatsmänner und anderer hervorragender Persönlichkeiten bekränzt, die sich um die Emanzipation des ungarlfindischen Judentums verdient gemacht haben.. Der Kongreß wird mindestens die ganze Woche' in Anspruch nehmen. Die Rückgliederung der jüdiiehen Gemeinden des Saargebiets Saarbrücken. Die Vertreter der saarländischen Gemeinden traten unter dem Vorsitz des stellvertretenden Vorsitzenden der Gemeinde Saarbrücken, Rechtsanwalt Dr. Max Weiler, zu einem Gemeindetag zusammen, mit der alleinigen Tagesordnung des Anschlusses der saarländisch-jüdischen Gemeinden ari den Preußischen Landesverband jüdischer Gemeinden. Wie der Vorsitzende betonte, erfolge die Rückgliederung im vollen Vertrauen auf die bewährte Treue der jüdischen Gemeinden Deutschlands. Es sei selbstverständlich, daß in dem Augenblick, in dem endlich die Möglichkeit dazu gegeben "war, der Wiedereintritt in den Preußenverband freudig begrüßt worden sei. Der Vizepräsident des Preußischen Landesverbandes, Rechtsanwalt Dr. Klee, erklärte unter lebhaftem Beifall der saarländischen , Gemcindcvcrtnotcr, daß alles geschehen werde', um die religiösen und kulturellen Güter der saarländischen Gemeinden zu erhalten und zu entwickeln. Sämtliche anwesenden Gemeinde- Vertreter erklärten in der Sitzimg ihren Beitritt. „Zur Rcmerlialtuiig des deutschen Blutes" Vorschläge für ein ueuep Gefetz Gpneinac,hj|t,- die.keine Forderungen aufstellen darf, j*£..eig Klub Ungezügelter,. . Jö^ischo Religion .ipJbna .iVerpjlichrung ist —r .wie alle, RcliRionqn ohne Opfer — ein Pathos ,ol^o .WiAUchkehy .Es gflnügt.wcht^ S<^c]ksal,:zu,^rl(;enrAen,genügt nicht, in S&lcn zu Bitten und zu hören, es genügt auch nicht das Lernen allein, ,wenn .wir nicht zum Leben vorstoßen. paa Ordern wir,' das. müssen, wir fordern, wenn wir nicht;M5g- UcÜDeit«nddw• Stund.« versäumen, wollen. Mit dieser Jta&rungisttjht hnd;ft]|{ 4flf 0^m-k^S^. Mfatffa^-Wfi Erlü)uW dieser Forderung vnrd vonilnn den ihn, sehi ber Wtemcn . Eindruck; nehjnen., eni«. bequeme AuffanuntOtto aller Neina*ger.:zü sein,.'Nic)it Bequen>lic^ke,it ist das Tflr.zur Im Organ des Nationalsozialistischen JuriBtcnbundes (Deutsches.Recht) veröffentlicht T>r. Fritz H ar t in a n n Vorschlüge zu einem „Gesetz zur Reinerbaltung des deutschen Blutes". Die Schriftlcirung des Blattes bemerkt zu diesem Aufsatz, daß sie sich die Vorschläge Dr. Holtmanns im einzelnen nicht zu eigen mache. Der Verfasser stellt für ein solches Gesetz u. a, folgende Forderungen auf; Verbot der Eheschließung zwischen deutschen Staatsangehörigen arischer Abstammung und deutschen Staatsangehörigen oder Ausländern nichtarischcr Abstammung. Für dio Feststellung der arischen Abstammung gelten allein die Vorschriften des Rcichserbhofgesetzes, die den Nachweis der arischen' Abstammung Beit 1800 — d. h. vor Beginn der „Judenemanzipation" — fordern, zweckentsprechend. Das biologisch begründete Eheverbot müsse eine kulturpolitisch begründete Ergänzung dahin erfahren, daß auch die Eheschließung zwischen _ deutschen Staatsangehörigen arischer Abstammung verböten sei, wenn die Frau ein Kind habe, dessen nichtarischc Abstammung nachweisbar sei. Die vom Nationalsozialismus jeder Familie zuerkannte volkbildendo Aufgabe könne nicht erfüllt werden, wenn Wcsensvcrschiedcnheiten in die Familie gepflanzt werden. _ Aus dem gleichen Grunde ist dio Annahme an Kindes Statt bei verschiedener Abstammung der-beiden Vertragspartner unmöglich zu machen. Zur Vermeidung „außerehelicher Bastarde" sei dem deutschen Staatsangehörigen, sei es ein Mann oder eine Frau, die Ausübung des Beischlafs mit einer Person, deren lüchtarischo Abstammung ihm bekannt sei, bei Strafe (nur Freiheitsstrafe) zu verbieten. Nicht der Fremdstämmige sei zu bestrafen; nicht gegen ihn solle sich das völkische Empfinden auflehnen, sondern die strafwürdige Tat begehe der Angehörige deutschen Volkstums, der die Ehre mißachte, die ihm seine Vorfahren gegeben haben und sein Volk ihm erhalte. Dieser verächtlichen Gesinnung wegen müßten dem Täter auch die bürgerlichen Ehrenrechte aberkannt werden. Auch sei dringend die öffentliche Anprangerung durch Abdruck der Verurteilung im Amtsblatt vorzuschreiben. Die Eigenschaft der Tat als Gesinnungsdelikt erfordere die Einfügung der Kenntnis von der rüchtarischcn Abstammung in den Tatbestand. Die notwendige Ergänzung finde die Vorschrift in der Bestimmung, daß ein deutscher Staatsangehöriger nichtarischer Abstammung, der die Tatsache seiner nichtarischen Abstammung dem unwissenden Partner verschweige, dafür bestraft werde. Für nichtarischc Ausländer sei aus' naheliegenden Gründen eine entsprechende Vorschrift nicht vorzusehen; aber in diesen •Fällen werde in der Regel die Kenntnis dieser Tatsache beim Täter vorliegen. Eine weitere Vorschrift befaßt sich mit dem der Würde deutschen Volkstums entsprechenden Verhalten im persönlichen Verkehr mit Augehörigen fremder Rassen. Wer, obwohl er deutscher Staatsangehöriger arischer Abstammung sei, mit einer Person nichturischer Abstammung in Kenntnis dieser Tatsache öffentlich oder'nichtöffentlich in einher Weise persönlich verkehre, die gegen das völkische; Empfinden Verstoße, .sei zu b e s träfe n.-"Die Möglichkeit,' in besonders krassen 'Fällen '■ die Aberkennung der' bürgerlichen Ehrenrechte auszusprechen," sei zu eröffnen; Man solle nicht einwenden, daß damit einem Willkür^ liehen richterlichen Ermessen die Schranken geöffnet würden; denn es sei für einen Nationalsozialisten zweifehurei, wo die Grenzen lägen. Daß es mit dieser .Vorschrift in keiner Weise dfcm .in Deutschland hochgehaltenen' Gastrecht und dem in Würde und gegenseitiger Achtung verlaufenden Verkehre mit Angehörigen anderer Völker Abbruch geschehe, bedürfe keiner Betonung; daß . es jedoch' hierzu nicht Notwendig 'gehöre,' z. B. den Töchtern des" Landes, die boreirjfillige' Preisgabe der aus, lljrer ^st^unrhüng } folgenden Würde/ zu'jjeatitt«",-. »ei ebenso selbstverständlich; : In Völkern, denen'die I&haltimg ihrer' rassischen Eigenart selbstverständliche und' a,KgememverbiridUche ■ Pflicht .sei, seien. Vorschriften wie die vorstehenden unnötig,''welj sieungeschriebenes Gesetz seien, ^uch im deutschen'Volke'sei das so gewesen. Durch die Zersetzung völkischen LVnkens vin 'der vergangenen Zeit' sei jedoch mancher Volksgehösse irre gemacht worden. Diesen Volksgenossen die Achtung dervölkischen Lebensgesetzo wieder aufzuzwingen, sei die erzieherische.' 'Aufgabe eines Gesetzes zur Reiherhaltung deutschen Blutes.■•'■••'. . -." COber Juden in der HeiUiunde : . ^ujrnberig. Io der. .yon GauleiterJulius Streicherheraus- Ke^cbencn Zeitschrift „Dout«9h« Volksgesundhei;1; 'au» Blut und Boden^:schr«ibtj;wie di,e,„Fräukisclie T,9geszeitungi' berichtet, der »tellyfirtrete^o. GayJleit»! K»j hältqis der" Juden zur H.eilk«nde.> In dem Artiko), dem folgender Sat? vorangestellt ■ißU ,Är Talmud verbietet-: die fleijung. und befiehlt den Mord an Nicbtjuden", werben; unter Berufung auf Taknudifitate, die hinreichend bekannten.: diffamiprenden..:Außerungen •,gegen ,die Juden, vorgebracht. ,D«r- Jude, heißt.,, es-dann unter anderexo, habe luevd^e ^W*t, gel>abt,..den nich^ftdischeu Menschen sw Äcilen. Sein Ziel sei, ibrt;gesUfldbeitUcb,»U ruin(eten. Karf Hob zitiert eine aus dem Jahre„.ftffp starnmende angebliche Antwort der geheimen jüdischen Oberführung von Konstantinopel an den Rabbiner von Arles, in dem es heißt: Macht Eure Kinder zu Ärzten und Apothekern, daß Bio einst den Christen das Leben nehmen. Das habe der Jude getan. " „Der Judo", heißt es in dem Aufsatz weiter, „will kein gesundes, lachendes deutsches Volk. Er will, daß dieses Volk dahinsieche und sterbe. So gebietet es ihm »ein Haß. So befiehlt es ihm der Talmud ... .Es muß dafür gesorgt werden, daß Jude und Judcngcisl für immer Vorschwinden ans der deutschen Heilkunde." „Wenn es keinen Ehrlich und keinen Wassermann gegeben hätte" Wien. Die Führerin der christlichen Bewegung gegen den Antisemitismus in Ostorreich, Irene Harand, äußert sich' in der „Gerechtigkeit" Über den Kampf gegen jüdische Ärzte. Es sei nicht christlich, so meint Bie, daß man in öffentlichen Spitälern abßolvicrtc jüdische Mediziner zur Praxis nicht zulasse und ihnen dadurch die Möglichkeit nehme, ihren Beruf auszuüben. Man könne nie wissen, welche 'Geschenke und Wohltaten für die Menschheit der Arbeit eines solchen jungen Arztes entspringen könnten. Die Verfasserin schreibt: „Ich muß es bei dieser Gelegenheit immer und immer betonen, daß die Menschheit heute noch immer von fürchterlichen Krankheiten schwer gequält werden würde, wenn es.keinen Ehrlich, keinen Wassermann und keinen Frfinkel gegeben hätte. Vielleicht 'befindet sich unter den jüdischen jungen Ärzten, denen man den Weg zur Ausübung der Praxis auf diese Art und Weise verrammeln -will, ein Wohltater der Menschheit, der den .Krebsbazillus entdecken und die Menschen von der fürchterlichen Krebskrankheit befreien würde. Nirgends auf der Erde verwehrt man irgendeinem christlichen Menschen, seinen ärztlichen Beruf auszuüben. Sollen wir Österreicher auf, uns die Schande laden, daß wir aus purer Geschäftigkeit gewisser Kreise die Möglichkeit des Fortschrittes auf medizinischem Gebiete einschränken?" Juden und nordifche Kalte Aus einer Begrüßungsrede des Gauleiters Streicher Nürnberg. Wie die „Frankische Tageszeitung" berichtet, hielt Gauleiter Julius Streicher bei der zweiten Veranstaltung der „Nordischen Gesellschaft", in der Gräfin Fanny von" Wüornowitz- Moellendorff, eine Schwester der verstorbenen Gattin des Ministerpräsidenten Göring, Aber „schwedische Kulturbilder" sprach,' eine Begrüßungsrede, in der er u. a. ausführte:' Wenn aus Schweden, ftörwegen, Engtand oder einem anderen Land Menschen zu uns kommen, dann sagen wir: das sind Ausländer.. Begegnet im? nl» es viele, die denken, daß man den armen Kerl doch taufen müßte, damit er seine Ruhe habe. Man hat uns dazu erzogen', das eigene Blut, das in Brüdern und Schwestern in irgendeinem anderen Lande lebt, zu verleugnen urid diese Verwandten als Ausländer zu betrachten. Tatsächlich begegnet man. in Belgien, Nordfrankreich,''England und Skandinavien einem' Haß gjegen uns Deutsche, die wir wie diese zur nordischen; Rosse zahlen. Hieir hat der Jude mit Erfolg gehetzt; denn er vyeiß ganz genau, daß wir von allen diesen Völkern nichts wollen, ' sondern daß es' mit' der Macht Judos vorbei sein "muß, wenn diese Stamme gleicher' Art und Rasse eidi einig sind.. Nach den von den Juden diktierten Auslandszeitungen kann man nicht ohne die Befürchtung nach Deutschland kommen, überfallen und ausgeplündert zu werden. Hier in Franken soll es besonders schumra sein. Ja, man hat behauptet, ich solle tBgllch zum Fr'ühs:tuck «inen toten . Juden serviert bekwwnen. Nürnberg gleiche einem großen ' Schlachthaus. So hetzt der Jude gegen die Vereinigung von Völkern gleichen Woilehs und gleichen Blutes und deshalb hat sieh auch hier die'Nordische Gesellschaft gegründet, um mitzuhelfen,' dem a^eihsamen Streben alte? nordischen Menschen zu dienen.'' ■ . - Der Gauleiter schloß, seine Ausführungen mit dem Kampfruf: „Und wenn die W[elt voll Teufel wär* — es muß uns doch, ßelingeul" ' - Boykottbefchtrerde als begründet anerkannt Don zig. Der GenJemdevöVstond der Synagogengemeinde in Dflnzip Itjtitfo ' bffaa . 9mt.,,W(m .fAübHilgintff der, ^ufsebrift „Judensch.wiflde.l'' au, jijjflischcn Geschäften und wegen der . Verteilung .gedruckter BoyWttauffordei^ge.i(, _Srie. genieldet, ßcscliwerilo, eäoben. .,]f|i...d^...]^..^l|^.;4ntwjir| ,d«s. Sfinatf» gÜt er ,die. .der Besphwex^e, ^ugrund.e, liegenden. Tatsachen ,zu> drückt..jedoch sein Bedauern darüber, aus und vorspricht;Abh,ilfe. . Leider hat der, Gemeindqwretiuyl, wie er mitteilt,., sich nach Jgppft^A^te^is».''i^theldji-..genjj&ft. gesehen, lerneut b.e.i«» gi.jMU.'.'Aff.ffl&mej'tl* -W- WSW'-"#« .die ■ Vertei]ung .yon gedruckten wykpjrtaunorderungen in, .ponziger. Schulen UW; w«F BoybqttaiirciÄungcn durch ein/ep Beamten innerhalb aei^r. piens(- tätigkeit. '. .>...' -' ' .. : .:. '