Jüdische allgemeine Zeitung
- Journal
- Jüdische allgemeine Zeitung
- Volume
- 15 (1935)
- Issue
- 8 (20.2.1935)
- Date
- 1935-02-20
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/4109741-2613367-2613375--208-2615025- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Es wird gemeldet: ■ Auf einer Tagung <1cb Thüringischen Landesverbände fl, die am Sonntag in Eieenach stattfand, wurdo 'cmotimmip der Anschluß des Thüringischen Landcsverbpndcs und der ihm angehörenden Gemeinden an den Preußischen Landesverband beschlossen. H Die Gemeinde Pillnitz in Sachsen hat neuerdings auf zwei Hauptzufahrtsstraßen Schilder mit der Inschrift aufstellen lassen, daß der Besuch von Pillnitz durch Juden unc r w ü n s ch t sei. * ■ In Berlin ist eine nationalsozialistische Esperanto- Vereinigung gegründet worden. Der Erfinder der Eaperantosprachc war, wie bekannt, der Jude Dr. Ludwig Lazar Zamenhof aus Warschau. * ■I' Auf Antrag der Staatsanwaltschaft hat der Untersuchungsrichter beim Landgericht in Breslau gegen Herbert H611 wegen Verdachtes i des Mordes und zugleich Sittlichkeitsverbrechcns an den Geschwistern Otto und Erika Fehso die gerichtliche Voruntersuchung eröffnet. Wie bereits gemeldet, hatte der „Stürmer" versucht, diesen Fall als Ritualmord hinzustellen. * ■ Wie die „Londeszcitung" in Neustrelitz berichtet, sind die' Schaufenster verschiedener jüdischer Firmen von unbekannter Hand mit de r A,uf s.ch r if t ,iJuden" versehen worden. Die Beschriftung wurde mit einer säurehaltigen Farbe vorgenommen, die es bisher unmöglich machte, dieses Wort zu entfernen. * ■ Dr. vor» Leers und Dr. Konrad Frcnzel haben im Verlag von Velhagen und Kinsing in Leipzig einen Atlas zur deutschen Geschichte der Jahre 1914 bis 1933 herausgegeben, der insofern bemerkenswert ist, als er auch eine Karte über die Ausbreitung der Juden in Deutschland enthalt. * ■ Aus Brüssel wird gemeldet: Justizminister Hchriot hat den jüdischen Rechtsanwalt Rene' Dudesheim zum Generalsekretär des belgischen Justizministeriums ernannt. * ■ Es ist geplant, daß die Gemeindeverwaltung von Düsseldorf zum 1. April eine jüdische Volksschule einrichtet. Die Gemeindekörperschaften haben einstimmig einen entsprechenden Beschluß gefaßt. ■ Im Zusammenhang mit verschiedentlich aufgetretenen Boykottfüll'en in Danzig hat der Vorstand der dortigen Jüdischen Gemeinde beim Senat beantragt, unter Bezugnahme auf die wiederholten amtlichen Erklärungen über die freie Betätigung Idcr jüdischen Gewerbetreibenden, gegen den Boykott einzuschreiten. * H Wie aus Paris gemeldet wird, soll im Mai unter dem Vorsitz des jüdischen Kricgsteilnehmerverbandes Frankreichs eine Wcltkonfcrcnz jüdischer Kriogsteilnohmervcrbände stattfinden. ■ Wie oub Warschau gemeldet wird, wurde der Herausgeber einer nationaldemokratischcn Zeitung, Dr. Dolacki, wegen Verloumdung jüdischer Kriegsteilnehmer zu vier Monaten Gefängnis verurteilt. In seinem Blatt war ein Artikel erschienen, in dem behauptet wurde, daß jüdische Soldaten zur Zeit der Bolschewisten-Invasion im Jahre 1920 aus der kämpfenden polnischen Armee desertiert seien. *' MI Die italienische Regierung hat den Oberrabbiner von Alexandrien, Professor Davide P r a t o , der früher in Florenz tätig war, zum Großoffizier deB Ordens der Krone Italiens ernannt. * ■ Nach einer Meldung aus Paris haben dort Verhandlungen über die Verwirklichung des Planes begonnen, in dem südfranzösischen Departement Lot einige hundert jüdische Familien anzusiedeln. * ■ Auf der Leningrader Universität ist jetzt ein Lehrstuhl für Polarwissenschaft errichtet worden, und Studenten der arktischen Wissenschaften werden durch biologische und geophysikalische Kurse auf die Forscherarbeit im ewigen Eis vorbereitet. Der berühmte Polarforscher Professor Rudolf S a m o - ilowitsch, der auch an der Krassin-Expedition zur Rettung Nobiles teilgenommen hat, ist zum Leiter der neuen Fakultät ernannt worden. Um den Deutlichen Graß Dortmund. Wie die „Westfälische Landeszeitung Rote Erde" meldet, hat in Geilenkirchen ein Zigarrenreisender regelmäßig die Behörden besucht, um von den Beamten und Angestellten Aufträge zu erhalten. Mit der Zeit habe es sich aber herausgestellt, daß dieser Reisende jüdischer Herkunft ist. „Dieser aufdringliche Jude wagte es nun vor einigen Tagen, die Beamten des Rathauses während ihrer DienStstunden aufzusuchen. War dies schon eine Frechheit, «) erlaubte er sich noch die große 'Gemeinheit, seine judjschtc Abstammung mit dem Deutschen Gruß zu verdecken. Die Beamten, die seine Machenschaften durchschaut hatten, gaben ihm ihre treudeutsche Gesinnung dadurch zu verstehen, daß sie ihn vierkantig zur Tür hinauswarfen. — Man sieht an diesem Vorfall, daß die jüdischen Volksschädlinge wieder am Werk sind, um auf ihre Art den gutgläubigen Deutschen auszubeuten. Dabei scheuen sie nicht den Versuch, sich unter Anwendung des Deutschen Grußes wieder überall Eingang zu verschaffen." Auch die „Fränkische Tageszeitung", Nürnberg, befaßt sieb mit dieser Frage. Das Blatt spricht in einem .Fall, in dem ein jüdischer Makler seine, Geschflftsempfehlungen „Mit deutschem Gruß" unterzeichnete, von einer „unerhörten Verächtlichmachung" dieses Grußes. Zu dem Thema Nichtarier und deutscher Gruß hat Dr. v. Leers im vergangenen Jahre in der NS.-Bearritenzeitung erklärt, der Hitlergruß der Behörden gelte gegenüber allen Reichsangehörigen, dagegen' nicht gegenüber Ausländern. Der Jude, der die Reichsangeh&rigkeit besitze und damit auch ihre Vorteile genieße, müsse amtlich den Hitlergruß nehmen und geben. Im persönlichen Gespräch mit einem Juden werde man von der Lage der Dinge "üncV'denrnatürlichen ' Takt auszugehen haben.' Jedenfalls werde, hier kaum zu erwarten und zu fordern sein, daß der Jude auch im Privatleben den deutschen Gruß anwende. Die IViehterier im Verkehrsrerein und die Kennzeichnung deutscher Geschäfte Im „Westdeutschen Beobachter" nimmt der Vorsitzende des Kölner Verkehrsvereins (aus Anlaß von Anfragen, die an das Blatt gerichtet worden seien) nochmals Stellung zu der Frage, ob der Verkehrsverein darin richtig handele, daß er auch Nichtarier aufnehme. Diese Frage wird im wesentlichen dahin beantwortet, daß der Bund Deutseber Verkehrsverbände und Bäder, dessen Untergliederung der Verein ist, auf Anweisung des Propagandaministeriums den Standpunkt einnehme, daß alle direkten und indirekten Nutznießer am deutschen Fremdenverkehr sich au der Aufbringung der zur Fremdenwerbung erforderlichen Mittel zu beteiligen hätten. Da nun die i'üdischen Firmeninhaber zu den unmittelbaren Nutznießern des Fremdenverkehrs gerade in Köln gehörten, müßten sie auch zur Aufbringung der Mittel herangezogen und demgemäß als Mitflieder des Verkehrsvereins aufgenommen werden. Eine andere 'rage sei die des Mitbestimmungsrechtos jüdischer Mitglieder; da der Verein auf dem Fuhrerprinzip aufgebaut sei, könnten nichtarische Mitglieder niemals dem Vorstand des Vereins angehören. Im Anschluß daran wird darauf hingewiesen, daß die Plakette des Kölner Verkehrsvcreins also keinen Aufschluß über die Rassezugehörigkeit gebe; Eine Antwort auf die Frage, wie man deutsche und jüdische Geschäfte unterscheiden könne, gebe der stellvertretende Gauleiter als Leiter des Amtes für Volkswohlfahrt. Die NSV werde in den nächsten Tagen mit einer Aktion beginnen, und zwar werde jedes Mitglied der NSV, das Geschäftsmann sei, eine Plakette für das Schaufenster erhalten. Da Mitglieder der' NSV rein arischer Abstammung sein müßten, sei an dieser Plakette zu erkennen, daß das Geschäft unbedingt arisch sei. Wie das „Trierer Nationalblatt" mitteilt, soll jetzt auch .die Versorgung der EmzelhandelsgeschSfte in Trier mit Plakatstreifen für Schaufenster durchgeführt werden, um die deutschen Geschäfte kenntlich zu machen. „Dann mag," fügt das Blatt hinzu, „die klare Entscheidung in Trier wohl endgültig vollzogen sein." „Keine Diskriminierung" Der polnische Botschafter ,. ■ in London Ober die Lage der pplifoehen ^udenY,;/' London. Der'polnische Botschafter in I^ndoji) .Graf R a czynski, hat sich dem Vertreter einer Londoner;'.'jüdischen Wochenschrift gegenüber über die wirtschaftliche und, politische Logo der Juden in Polen geäußert und dabei die Versicherung abgegeben, daß die polnische Regierung entschlossen sei, jeder Zurücksetzung der Juden in Polen entgegenzutreten. Der Botschafter führte aus, es gäbe keinerlei Beschränkung der Beschäftigung von Juden im Staatsdienst, in den verschiedenen Ämtern oder in irgendeinem Beruf. Auf keinem Gebiet des Berufslebens würden die Juden diskriminiert. Auch im Außeiuninistorium gäbe es eine größere Anzahl von Bekennern des jüdischen Glaubons. Der1 Notwendigkeit, judenfoindlichc Hotzpropafa n d a , wie sie von Extremisten betrieben werde, zu unterbinden,' obe die Regierung große Aufmerksamkeit zugewandt, und sie sei : genötigt gewesen, eine Reihe von Leuten wegen ihrer antisemitischen Tätigkeit in Konzentrationslager zu bringen.■ Graf RaczynBki zollte der Vaterlandsliebe der jüdischen Tlevölkerung und ihrem Willen, im Interesse der wirtschaftlichen Wohlfahrt des Landes zu arbeiten, seine volle Anerkennung. Was die parlamentarische Vertretung der jüdischen Bevölkerung anbetreffe, so sei er der Überzeugung, daß nicht der geringste Wunsch nach einer Verdrängung der jüdischen Vertretung aus dem Sejm bestehe. i ... und die Gegen feite Die Judentragödie in Polen London. In krassem Gegensatz zu den Erklärungen, die, der polnische Botschaftor in Xondon über die Beziehungen der polnischen Regierung zur jüdischen Bevölkerung Polens abgegeben hat, Btehon Ausführungen, dio der Vorsitzende des Jüdischen KlubB im polnischen Sejm vor dem polnischen Parlament gemacht hat. Darin wird festgestellt, daß die wirtschaftliche Logo der Juden in Polen sich bo katastrophal gestaltet habe, daß fast dio Hälfte der jüdischen Bevölkerung dem Hunger und bitterster Not ausgesetzt sei. Die Verwaltungsbehörden benutzten jede Gelegenheit, es den Juden zu erschweren oder gar unmöglich zu machen, Erwcrbsmöglichkoitcn auszunutzen. Angesichts der Tatsache, daß die Regierung nach keiner Richtung hin bemüht sei, das Lob der jüdischen Bevölkerung zu erleichtern, der sie, wenn auch nicht feindlich, so doch mit Unwillen gegenüberstehe, verwandle sich die Stimmung der Bevölkerung allmählich in hoffnungslose Verzweiflung. Ein abgelehntes Mietsgefueh Anfragen und eine Erklärung im Unterhaus London. Im Unterhaus richtete der Abgeordnete G. Buchanan an den Staatssekretär für Schottland die Anfrage, ob ihm bekannt sei, daß die Eigentümer des mit Hilfe einer Rcgicrungssubvention erbauten Kings Park-Wohnungsbau-Komplexes in Glasgow ein Mi e t g c b u ch abgelehnt haben, weil der Bewerber der jüdischen Rasse angehöre. Der Abgeordnete fragte weiter, ob der Staatssekretär Schritte unternehmen wolle, um sicherzustellen, doß bei Vermietung von Häusern, die mit Regicrungshilfe erbaut wurden, ausschließlich' das Staatsbürgorprinzip und nicht religiöse Anschauungen maßgebend seien. Der UnterstaatsBekretär für Schottland, Skelton, erklärte dazu, die Eigentümer des betreffenden Hausbesitzes hätten ihren Standpunkt revidiert und machten bei der Vermietung Ihrer Häuser keine Unterscheidungen auf Grund der Rasse oder Religion des Bewerbers. Dio von dem Abgeordneten angeregten Schritte zu tun, stehe nicht in seiner Macht. Sir Percy Harris fragte den Minister, ob er nicht der Ansicht sei, daß Diskriminierung aus religiösen Gründen höchst unerwünscht ist. Der Minister antwortete, daß jedermann ihm beipflichten werde, er habe jedoch nicht die Macht, in dem zur Rede Btehcndcn Fall etwas zu veranlassen. Deutfche Juden in Chile Paris. Die Leitung des Verbandes HICEM für Auswandererfürsorge teilt mit: Die Einwanderung von Juden auB Deutschland nach Chile, dio zum Teil die Reise mit Unterstützung seitens HICEM bewerkstelligt haben, führte zu dem Gedanken der Schaffung einer alle Ausgewanderten aus Deutschland zusammenfassenden Organisadon. Dieser. Gedanke wurde durch die Gründung eines „G e m eindebundes deutsch-sprechender Juden" verwirklicht. Seine Ziele liegen in erster Reihe auf religiösem Gebiet; die Mitglieder wollen ein Bethaus errichten, das gleichzeitig als VerBammlunfjsstattc dienen soll. In seiner ersten Sitzung hat der Gememdcbund folgende Resolution gefaßt: „Der Gemeindebund deutschsprechender Juden erachtet es anläßlich seiner konstituierenden Versammlung zu allererst für seine Pflicht, dem Hilfskomitee für jüdische Einwanderer seinen herzlichen''Dank für die Unterstützung auszusprechen, die er den Einwanderern gewährt hat, und es seiner Hochachtung und Anerkennung zu versichern." Es ist. zu hoffen, daß die beiden Organisationen, die alte und die neue, den Ein-. Wanderern durch Schaffung einer ihren seelischen Bedürfnisseh entsprechenden Atmosphäre und durch Erleichterung ihrer, Existenzsicherung in dem für sie neuen Lande hervorragende Dienste leisten werden... Handels „Belfazar" im Kulturbund Verein Synagoge Lindenstraße. Donnerstag,- 21. Februar, abends 8 Uhr, Bismarck-Säle, Neue GrünstroiJo,28,. Vortrag.des Herrn Professor Dr. Eugen Wolh,e':, ,',Mit dein Rucksack/durch' ■ das heilige Land." v ifliiiiuiiiiiiiiiM^ Die Zeit ift nahe in der Ihnen der Briefträger die Quittung Ober das Abonnement des kommenden Monats vorlegen wird. Übersehen Sie bitte nicht, für die rechtzeitige Erneuerung Ihres Abonnements Sorge zu tragen, damit keine Unterbrechung in der Zustellung eintritt. Der Bezüge r preis beträgt RM. 1,— zuzüglich 10 Pfg. Bestellgeld. . , Zum -250,; Geburtstag Handels veranstaltete der: Kulturbund in Gemeu'ischaft mit der'. Künstlerhilfe eine Aufführung des „Belaazdr" und. erfüllte. damit eine selbsirverständliche Aufgäbe gegenüber einem, Meister,' dessen Oratorienschaffen immer' wieder die großen Gestalten delr :Bibel umkreist, immer wieder von dem Auftrag Israels kündet. Gewiß schreibt Händel als gläubiger: Protestant, er schreibt überdies: auch als Mensch des .Barockzeitalters —:"aber. was er zu sagen hat, /das geht;uns'in ejnem besonderen vMaße'an, nicht riti'r;wegen des. künstlerischen Wertes,, sondern /eben um des religiösen Gehaltes willen,' der zu Auseinandersetzung und Selbstbesinnung aufzurufen vermag. : Der „Belsazar" gehört, zu.den dramatischsten.Oratorien Händeis; die Schilderung der Flommenschrift ist sicher eine der genialsten Eingebungen des Meistere. Mit Recht macht die dem Programm beigegebene Elmführurig-auf-die abgrenzenden, Charakterisierungen der Juden, Perser lind Bnbylonier auch in der Musik aufmerksam. Die Zanderecho Neubearbeitung unterstreicht den dramatischen Grundzug des Werkes, der seinerzeit in Breslau sogar einer szenischen Aufführung: Anlaß .gab, durch Streichungen und Umlegung. einzelner .Nummern und erzielt so einen spannenden Ablauf. , Bestehen gegen dies Verfahren.auf Grund der nicht immer planmäßigen Entstehung der Handelscheu Oratorien keine Be-1 denken, so ist dagegen die Verwendung des .modernen Konzertflügels für den Generalbaß — trotz Ochs ü. a.l — 'als stilstörcnd abzulehnen; hier sollte man endlich überall das Cembalo in seine Rechte einsetzen. ' Die Leitung des Ganzen hatte Kurt Singer; er führte Orchester und Chor des Kulturbundes (verstärkt durch den Singerschen Chor) mit gleicher Lebendigkeit und Sicherheit, wußte die chorischen Höhepunkte machtvoll aufzutürmen und brachte so eine straffe, eindrucksvolle Aufführung zustande. Es blieben wenig Wünsche offen: der Sopran war im Verhältnis zu den Männerstimmen nicht immer dominierend, an einigen Stellen verschwommen die Koloraturen infolge zu'starker legati; die Einlage „Dank sei Dir" hätte man im Interesse des einheitlichen Ablaufs besser nicht wiederholt; orchestrale Crescendi sind bei Händel nur mit großer Zurückhaltung anzuwenden. Davon abgesehen, war das Gesamtniveau ein recht hohes. Unter den Solisten am stärksten der Gobrias Fritz Loch— n e r s, mit prachtvoll metallenem Stimrnklang, sowie Ruth , Wolffreim oIb ausdrucksvolle Nitocris. Gut auch Thea Bieber-Brand im Prolog sowie Ernst WoIff als Cyrus. ' Zu unausgeglichen dagegen der Belsazar von Hon« Joachim Heinz. Ausgezeichnet in den kleineren Rollen Martha Frost als Daniel sowie Alfred Lehmann als Bote. Den Orgelpart verwaltete mit sinnvoll abgestufter Registrierung Erwin Jospe; am Klavier saß Hugo Strelitzcr. — Die würdige Händelfeier fand verdient starken Beifall.: ' IL Freyhin.