Jüdische allgemeine Zeitung
- Journal
- Jüdische allgemeine Zeitung
- Volume
- 15 (1935)
- Issue
- 8 (20.2.1935)
- Date
- 1935-02-20
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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2. Beilage 20. Februar 193» JÜDISCHE AUGEMHNE ICiTVNC PRAG VON ZWEI SEITEN Wie es der Dichter sieht — und wie es sich dem Berichterstatter darstellt Traum und Wirklichkeit Gänge durch das judifche Prag Von BEN-CHORIN Prag, im Februar.! Es hat immer etwas Aufregendes, Prickelndes an sich, in einer fremden Stadt, wenn es Abend wird und die Lichtreklamen an den Häuserfronten auflodern, blau und grün und orangefarben, durch die Straßen zu bummeln, getrieben vom Strome hastender, geschäftiger Menschen, ein Müßiggänger, mitten in all dieser Geschäftigkeit. Prag aber, daB die Sage das „goldene" nennt, ist die Stadt der Gegensätze. Eben hat man sich noch im Gewühl der Weltstadt befunden, ist die hochmodernen Fronten der Lüden entlang den Graben odor den Wenzelsplatz hinauf- und hinuntergegangen, da steht man — ehe man sichs recht versehen hat — irgendwo in einem abseits gelegenen Gaßchen, und die Zeit hört auf, man ist mit einem Schritt herausgegangen aus dem Jahrhundert der Technik in ein langst vergessenes. Bleich hängt der Mond zwischen den Wolken über den schiefen Häusern und spitzen Türmen. Drüben von jenseits der Moldau hebt sich unwirklich verschwommen die Burg, der Hradschin, ab vom nächtlichen Himmel winterlicher Spätnachmittage. Die vielen Barockhcihgcn auf der Karlsbrückc stehen wie strenge Wächter einer verschollenen Zeit, und du nickst ihnen zu, wie alten Bekannten (sie sind es ja, du kennst sie von Brücken in Wien und München und Venedig . . . wo gäbe es sie nicht, die steinernen Brückenhciligcn?). Aber plötzlich bleibst du stehen. Was ist das? Am Ende der Brücke steht ein Kruzifix und darüber in goldenen hebräischen Lettern: „kadosch, kadosch, kadosch adonai zehaoth". Ein Zitat aus der Wiederholung des Achtzchngcbctcs über dem Bilde des Gekreuzigten? Aber die lateinische Inschrift auf dem Sockol belehrt dich: vor etwa dreihundert Jahren — steht da zu lesen — lebte zu Prag ein Jude, der „wider das heilige Kreuz schmähte" und der zur Buße verurteilt ward, in Lettern aus purem Golde mit don Worten des eigenen Gebetes das fremde Glaubenssymbol zu verherrlichen. Sinnend gehst du weiter ' durch alte Höfe, die man hier „Durchhfluscr" nennt, und die zum Charakteristischen dieser Stadt gehören. Und auf einmal stehst du vor jenem kleinen, gotischen Gotteshaus, von dem die Sage geht, seine Grundmauern, die vom Blut der heiligen Märtyrer befleckten, stammten noch von der Zerstörung des Tempels zu Jerusalem. Gehe hinein, oder besser hinab, denn die Stufen führen unter die Erde, geho hinein in die Synagoge des hohen Rabbi Löb, denn es ist die Stunde, da'der Sabbat erlischt in den Tropfen des vergossenen Weines. Der Platz an der Ostwand der uralten Synagoge Dleibt frei. Hier stand der legendenumwobene Babbi Löb, der Schöpfer jenes künstlichen Menscheny-aus- Lehm-gemacht und mit dem schein hamoworasch, dem verborgenen Namen, zum Leben erweckt — Golem genannt. "Und wenn das Gebet beendet ist, sollst du — nur wenige Schritte weiter, vorbei am jüdischen Museum, dessen Schatze bei hellem Tageslicht besser zu betrachten sind, auf den Jahrhunderte alten Friedhof gehen und nach altem frommem Brauch eine Kerze anzünden am Grabe des großen Kabbalisten und Meisters vom verborgenen Namen. Und wenn dir ein Wunsch auf der Seole brennt, schreib ihn auf ein Zettelchen und wirf es hinein zu den tausend kleinen Wunsch papierchen in das Grab des heiligen Rabbi, dos ein Briefkasten ist zum Throne Gottes. Und dann geh wieder zurück in die Wirklichkeit der Lichtreklamen und Autos, aber vergiß nicht, zuerst noch auf den Turm des jüdischen Rathauses nach der hebräischen Uhr zu sehen (wenn es das fahle Mondlicht gestattet) und dem Wahrzeichen der Heiligen Gemeinde Prag, das auf der Spitze des Turmes sich stolz erhebt: dem sechseckigen Davidstorn, in dessen Mitte der Schwedenhut zu sehen ist — ein Privileg Kaiser Ferdinands II., den Prager Juden verliehen für ihre heldenmütige Verteidigung der Stadt gegen die Schweden im Dreißigjährigen Kriege. GOLEM-STADT Und so gehst du, wie im Traum benommen Durch die Gassen dieser alten Stadt: Ferne, fromme Sagenbilder kommen Auf dich zu, ... du schweigst beklommen ... Bilder, die man fast vergessen hat. An den Wänden dieser Gotteshäuser Klebt und leuchtet noch Märtyrerblut. Dcino Schritte werden leiser. Und du schaust den Rabbi und den Kaiser Rudolf und du spürst des Feuers Wut, Das zu zweien Malen diese Feste Gottes wild verschlang, Und du siehst, wie tönern jener Riese, — Den der Rabbi in das Leben zwang — Löschend seinen Riescnkübel schwang. Und so gehst du, wie ein Träumender Durch die Gassen dieser, gold'nen Stadt. Manchmal stehst du auch — ein Säumender Auf den Brücken und ein schäumender Fluß umrauscht den dämmernden Schabbath. Ben-Ghorin. Die Prager Juden Brief für die „Jüdische Allgemeine" Von GAD M. LIPPMANN Prag, im Februar. Als der Insignienstrcit zwischen der Prager deutschen und der tschechischere- Karls-UniversitSt auf der Gasse ausgetragen wurde, schien es dem Ausland, als ob gewisse antisemitische Insulte symptomatische Äußerungen in bezug auf die Volksstimmung gegenüber den Prager Juden gewesen wären. Dem war gewiß nicht so, denn der Universitäts-Konflikt konnte von keiner politischen oder nationalen Seite .irgendwo mit jüdischen Dingen verquickt werden. Aber die Judenfrage wird im politischen Tageskampf mehr und mehr ein nicht ganz zu leugnendes Axiom auch in Prag; stehen doch dieses Jahr Parlamentswahlen bevor, die ihre Schatten bereits zu werfen beginnen. Die Situation der Prager Juden ist Bogar ein wenig mißlich geworden. Auf der ultranationalen tschechischen Seite wird alles Deutsche in Prag unter die Kategorie „Jüdisch" gebucht, obwohl es unter den Prager Deutschen eine beträchtliche Zahl Katholiken und Protestanten gibt. Wahr ist natürlich, daß die Prager Juden sich von je her als Wahrer deutschen Kultur- und Sprachguts betätigt haben. Ohne ihre finanzielle Tatkraft wäre der Bestand des „Neuen Deutschen Theaters" ernsthaft in Frage gestellt, auch andere deutsche kulturelle Institutionen könnten der finanziellen jüdischen Mithilfe nicht entbehren. Auf der anderen Seite ist man im sudetendeutschen Gebiet wiederum den Prager Juden nicht gewogen, weil man in ihnen ein tschechisches Element zu sehen glaubt, das deutschem Denken und Fühlen artfremd gegenüberstehe. Es entsteht eine tragikomische Situation, die leider ernst genommen werden muß, da die extremen tschechischnationalen und deutsch-nationalen Lager, so feindlich sie sich in nationalen und Minderheiten-Fragen gegenüberstehen, in bezug auf die Prager Juden aus ganz gegensätzlichen Motiven heraus; die von tagcspqlitischcr Opportunität diktiert werden, einig sind. In einem Nationalitätenstaat wie der Tschechoslowakei besteht für die Juden praktisch die Möglichkeit, sich zu einer im Parlament vertretenen nationalen Minderheit zusammenzuschließen, aber von denvier Millionen hier lebender 'Juden hat sich nur die Hälfte dor Nationalität nach als jüdisch erklärt, die andere Hälfte der jüdischen Bevölkerung, die der Religion nach als israelitisch geführt wird, verteilt sich auf die übrigen Nationalitäten.' Die „Jüdische Partei", die die Interessen dor sich als jüdisch fühlenden Minderheit vertritt, ist vorwiegend zionistisch orientiert. Diese Tatsache führt dazu, daß der. Zionismus im jüdischen Leben Prags eino scheinbar dominierende Rolle spielt. Die nichtzionistischen Präger Juden sind bis auf die auffallend geringe Orthodoxie, die sich im wesentlichen auB den Besuchern der „Altneuschul" zusammensetzt, organisatorisch nicht zusammengefaßt. Eine Organisation der Art nach'wie dio Vereinigung für das religiös-liberale Judentum in Deutschland gibt es in Prag jedenfalls nicht. In reUgiöser Beziehung ist daB Prager Judentum viel indifferenter als das deutsche Judentum z. B. Berlins. . Das hängt mit einer stärkeren Assimilation nach dem Umsturz zusammen und einer dadurch bedingten Abkehr von altjüdischcr Tradition. Das „jüdische P r a g" ist Historie geworden und seit der Assanierung des Judenviertola, der Josefestadt, nur noch eine Reminiszenz, mit der die Fremden gern Bekanntschaft machen, wenn sie in Autocars Alt-Prag besichtigen. Die junge jüdische Generation Prags hat zu den letzten Denkmälern jüdischer Vergangenheit keine lebendige Beziehung mehr. Doch diese jüdische Vergangenheit stirbt nicht aus, sondern bringt sich immer wieder in irgendeiner Form in Erinnerung. Die immanente Romantik, die von ihr ausgeht, wird noch bis in alle Ewigkeit Zeugnis vom Judentum ablegen, wie das z. B. in jüngster Zeit der Nichtjude Paul Leppin in seinem bereits in der „Jüdischen Allgemeinen" besprochenen „Enkel des Golem" getan hat. Die alten Ghetto-Mauern sind längst in Prag gefallen, aber neue, unsichtbare, sind aufgerichtet worden. Ich habe eingangs auf die Rolle der Prager Juden als Wahrer deutschen Kultur- und Sprachguta hingewiesen, welche Tatsache für nationalistisch eingestellte tschechische Kreise Anlaß ist, „deutsch" und „jüdisch" miteinander zu identifizieren. Aber es hat den Anschein, als ob die Prager Juden in kultureller. Beziehung ganz unbewußt ein — „deutsches" Ghetto errichtet haben, das in politischer und nationaler Beziehimg oft falsch ausgedeutet wird. Dos Präger i'üdische Großbürgertum nimmt regen Anteil an allen deutschen :ulturellen Institutionen der Hauptstadt und lebt irgendwie isoliert von der nichtjüdischen deutschen Bevölkerung, aie an diesen Institutionen gleichfalls partizipiert, aber vielleicht weniger finanzielle Mittel für sie aufzubringen vermag. Man hat das „Deutsche Theater", die „Kleine Bühne", das „Deutsche Haua", die „Urania", aber man hat kein jüdisches Krankenhaus, weil es nicht gelang, hierfür die nötigen Mittel flüssig zu machen. Denn die bestehenden kulturellen deutschen Institutionen verschlingen jedes Jahr größere private Subventionen, die eben besonders von jüdischer Seite aufgebracht Werden, wahrend dio Wirtschaftskrise den finanziellen Zuström immer mehr abebben läßt, zumal die choritativen Aufgaben in den eigenen jüdischen Reihen naturgemäß auch proportional mit der Krise wachsen, nicht nur in Prag allein, sondern auch in der Slowakei und in Karpathorußland, wo es geradezu jüdiacho Elendsgebiete gibt. Wie lange dieser neue „Ghetto"-Zustand dauern wird, hängt von der Zeit und ihrer nationalpolitischcn Konstellation ab. Die heranwachsende jüdische Generation wird schon von Kindesbeinen an vertraut mit der tschechischen Sprache, und auch in den jüdischen Organisationen der Erwachsenen hat sich das utraquistische Sprachenprinzip bereits Geltung verschafft. Das aufblühende tschechische Kulturleben gewinnt die jüdischen Kreise immer mehr für sich. Auch hier sind es wieder die Prager Juden, die als Mittler Kulturbrucken schlagen und kulturellen Güteraustausch pflegen. Gerade ihr« zärtliche Liebe zu den deutschen Kulturwcrten Prags wird dazu beitragen, die unfreiwillige Isolierung, in der sich noch dos deutscho Prag befindet, aufzuheben und ihm sichtbare Bedeutung jenseits der trennenden Staatssprache zu geben. Ein Kirchenleuchter Benno Eikerns fixr Cambridge London. In Erinnerung an Orlando Gibbons und Christopher Tye, die beiden berühmtesten Kirchenmusiker Englands (16. Jahrhundert), die in der' King's College Chapel von Cambridge, einer' der schönsten'"Otischen Kirchen Englands, wirkten, wurde von Freunden der Chanel" ein Leuchter gestiftet, der. das Werk des Frankfurter jüdischen Bildhauers Benno Elkan ist. Der Leuchter trägt in verschlungenen Armen sechs Kerzen, die die musikalischen Gestalten des Alten Testaments' Miriam und J u b a 1 umgeben. In feierlicher Wcibc wurdeder Leuchter im Abendgottesdienst kürzlich geweiht. Zu Benno Elkans bekanntesten Werken gehört " das große Denkmal für die Gefallenen im Weltkrieg in Frankfurt a. M.; das, ebenso wie seine Heine-Figur, nach dem Umbruch von seinem Platz entfernt wurde. Erinnerungen an ein Berliner Original Kommeraienrat Katzenflein, der BofUeferant Wilhelm» II. Wieder ist einer der Zeugen einer verklungenen Epoche dahingegangen: in Berlin ist der Kommorzicnrat Albert Katzenste i n im Alter von 72 Jahren infolge eines Herzschlags gestorben. Er war in seiner Art ein Original, ein beweglicher, liebenswürdig-verbindlicher, außerordentlich gepflegter Mann, der mit seinen lang hemiederwallcnden Bartkoteletten zu den bekanntesten Erschcinurigen der Berliner Gesellschaft gehörte. Er kannte alle, und alle kannten ihn, mindestens war man doch aber über seine Persönlichkeit unterrichtet. Denn man wußte, daß sein Geschäft, die altrenommierte Papiorwarenhandlung und lithographischc Anstalt A. Liobmann, Unter den Luiden, sehr aufig durch den Besuch Wilhelms II. ausgezeichnet wurde. Sic war wohl das einzige Unternehmen des Einzelhandels, das Bich solchen Interesses rühmen durfte, wie auch Albert Katzenstein der einzige Inhaber eines kleineren Detailgeschäfts war, dem dor Titel eines Königlich preußischen Kommerziem-ats verliehen wurde._ Es geschah sehr oft, daß der damalige Kaiser auf dor Heimkehr noch dem Schloß bei A. Liebmann vorfuhr, um mit dem klugen, gewandten Kommerzienrat zu plaudern, und bei einer derartigen Gelegenheit, bei der or in bester Laune war, forderte er KaUenstcin auf, einen Wunsch zu äußern. Katzenstein war sofort dazu bereit, aber nicht Egoismus, sondern Gemeinschaftsgeist diktierte diesen Wunsch: dor Sohn der Stadt Holzminden bat, daß dorthin Militär gelegt werde. Das geschah denn auch, und Magistrat und Stadtverordnete von Holzminden ernannten Katzenstein zum Ehrenbürger. Bcsondors gute Beziehungen unterhielt der Kommerzienrat auch zu den kaiserlichen Prinzen. Sehr gern machten sie bei pihm Weihnachtseinkäufe, was nur zu begreiflich war. Denn er hatte ihnen gesagt, daß jedes Stück in seinem Geschäft drei Mark koste, und nun wühlten sie nach Herzenslust unter don meist viel teureren Waren, und Bio waren sehr vergnügt, so schöne und wohlfeile Geschenke machen zu können. Auch die Hofgesellschaft deckte gern ihren Bedarf an Besuchskarten, Briefpapier, Mcnukarten usw. bei der Firma. Wilhelm II. solbst benutzte jeden Anlaß, um Katzenstein durch Widmung von Bildnissen mit Unterschrift usw. seine besondere Zufriedenheit zu bekunden. In der Wohnung des nun Verstorbenen finden sich viele Zeugnisse dieser Gunst neben kostbaren Kunstgegenständen, die Katzenstein mit Geschmack und Verständnis sammelte. Bücher und Bilder Was die Verfleigerung bei Max Perl bringt Eine reiche Schau malerischen Schaffens jüdischer Künstler wird eine Auktion vermitteln, die vom 26. bis 28. Februar bei Max Perl, Unter den Linden, stattfindet. Außer einer großen Büchersammlung, in der sich Werke aus der Bibliothek des bekannten Bibliophilen Robert Steinberg, Bielefeld, befinden, gelangen über tausend graphische Blatter und mehr als 600 moderne Gcmäldo und Aquorollc zur Versteigerung. In der großen Ausstellung, die bereits jetzt zu besichtigen ist,. wird, jüdisches . Kunstcchaffen bemerkenswert repräsentiert Das größte Interesse finden die Blätter des Bochen verstorbenen Altmeisters Max liebermann. Neben herrlichen Landschaften sieht man Blatter aus dorn Judenviertel in Amsterdam, eine biblische Szene „Simson und Delila", zahlreiche Solbstportrüts des Künstlers sowie Bildnisse vV» Lovis Coriuthi Charlotte Berend, die Gattin des Künstlers Richard Strauss, Siegfried Ochs, .Gerhart Hauptmann, Arno Holz .und Bialik. Mit interessanten Blättern sind weiterhin Hermann Struck, Ludwig Meidner, Jakob Steinhardt vertreten. Außer Radierungen von Joseph Israels, Leeser-Ury und Erich Wolfsfcld sind aus der graphischen Abteilung auch zahlreiche biblische Darstellungen von Nichtiuden, wie Oskar Kokoschka, bemerkenswert, der Lithographien der. Gestalten Deborah, Esther, Ruth zeigt, ferner ein Porträt von Max Reinhardt und eines von Lieberniann, das von ihm und dem Künstler signiert ist. Unter den Gemälden," Aquarellen und Handzeichnuhgen lenkt Eugen Spiros großes Porträt dor Filmschauspielerin Lern Riefenstahl die Aufmerksamkeit auf sich. Zahlreich sind die Aquarelle I. Asciiheims. Von Charlotte Berend, die auf einem Porträt ihres Gatten Lovis Corinth in Erscheinung, tritt, bringt dio Ausstellung drei Aquarelle. Weiterhin seien erwähnt Arbeiten von Pascin, Joseph Opnenhcimer, Segal, Julie. Wolfthorn, dem Düsseldorfer Maler Jankel Adler und der Breslauerin Kate Ephraim- Marcus. Auch die Büchersammlung enthalt für den jüdischen Bibliophilen mancherlei Bemerkenswertes; so einen Faksimile-Druck von, Heinrich Heines „Deutschland" nach der Handschrift, Luxusausgaben Hofmannsfhalscher Werke, vom Dichter signiert, sowie Stemer-Prags Lithographien zu Meyrincks Roman „Der Golem". I