Jüdische allgemeine Zeitung
- Journal
- Jüdische allgemeine Zeitung
- Volume
- 15 (1935)
- Issue
- 7 (13.2.1935)
- Date
- 1935-02-13
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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widersprecht!*, per Eine führt Beschwerde, daß — ausländische Genleindemitglieder zurückgesetzt werden, der Andere, daß ausländische Gcmcindenütglieder. beschäftigt werden. Der.Eino fahrt Beschwerde, daß die Frontsoldaten nicht genügend berücksichtigt werden, der Andere, daß die Jugend hinter dor schon filteren Generation der Kriegsjabre zurückstehen müßte. Der eine beanstandet, daß dio Kräfte nicht genügend hinübergezogen würden,, die <hlrch die Ereignisse der lebeten Jahre aus ihrer Sahn geworfen, sind, 'der Andere will denen den Vorzug geben', die jetzt ins Leben und in den Beruf eintreten. Der Eine beschwert sich, daß nicht nach besonderen Empfehlungen, sondern nach den Listen und Vorschlägen des Arbeitsnachweises gegangen wird (was doch für den Regelfall das beste Prinzip bleibt), der Andere führt Klage, daß in .einzelnen Fallen infolge besonderer Eignung jemand gewählt worden ist, der nicht den Listen des Arbeitsnachweises entstammt* .,.... •■ . ,. . Zweimal, in den Jahrgängen. 1932 und 1934, hat dio Jüdische Gemeinde eine Gruppe von etwa 10 jungen Menschen als Volontfire eingestellt, um sicV den notigen Nachwuchs zn sichern. Beij beiden. Jahrgängen sindin der, aberwiegenden Zahl der Falle Vorschlage „der ..Berufsberatung .und des ..Jugendpflegcdezcrnats maßgebendi:gewesen., $0 gehören von diesen, jungen Leuten,, um Hein» Kellennann »u antworten, diejenigen* die vom JugendpflegedCr^rpat vorgeschlagen worden sind, , wohl .durchweg zu Jugcndbunden; aber auch von den anderen gehört nach meinen Beobachtungen die Mehrzahl Jugendbünden an. „Die kleine Stenotypistin . aus dem Bund"; hat also Möglichkeiten, soweit ■ solche überhaupt gegeben sind. Aber ablehnen würde ich es allerdings mit Entschiedenheit, ein Monopol zu schallen für die btmdiscbe Jugend oder: ' ' ' . . auch nur für die Jagend Oberhaupt' ■ Ea soll auch nicht Vergessen weTdcn, doß'private- Arbeitgeber die ausgesprochene Neigung haben, die Jugend zu bevorzugen, und daß . es1, daher'leihe sozialeVerpflichtung der "Gemeinde ist, bei der geringen Zahl der sich bietenden Vakanzen, auch die alteren Jahrg&nge nicht zu vergessen. Befriedigung zu schaffen bei den Vielen, für' die Möglichkeiten sich nicht bieten, ist eine Unmöglichkeit. Wer aber an verantwortlicher Stelle steht in der Gemeinde öder in der jüdischen Jugendbewegung, der sollte die Verhältnisse sehen, wie sio sind und ungerechte Angriffe unterlassen. Icn will Ihnen, Heinz Kellermann, gern glauben, daß Ihr offener Brief nicht „aus verletzter Eitelkeit, Geltungsbedürfnis oder Oppositldnssucht" geschrieben ist. Aber ictf muß dann verlangen, daß Sie die Begabung, die' ihnen in so' ho^iem' M*aßc eigen ist, auch' nicht mißbrauchen und.daß' Sic; wenn' Sio. ein Führer der Jugend sein wollen, sich freimachen von einseitiger Betrachtungsweise" und 'sich'hei Ihren Ausführungen leiten'lassen von der ewigen Norm, die da heißt: Gerechtigkeit. Aus den Gemeinden 'v. ■''' "' ' ' '• u-.>:\-. '-' . >• . •■' ■ . .Breslau. Die Freie jüdische Volkshochschule eröffnete ihr 32. Halbsemester mit '' einem Vertrag von Professor Dr. Martin Buber: „Die jüdische' 'Geschichtsanschauung der Gegenwart". Anläßlich seiner Lantfesrobandstagiing sprach Dr. Wollcnberg im RjF über daa Thema „Erde, Ehre, Einheit,', AusKchenjl. von. der Gotteserkenntnis, die der .Glaube den Juden vermittle,, erfüllt von ,deutscher Tradition,, schilderte Dr.' Gollenberg das deutkehjüdische Schicksal. Im Verein für-judische Geschiente'und Literatur sprach Dr. Arthur. Czellitzer, Berlin, über „Seßhaftigkeit und Woiiderbewegung .der. .Juden im Spiegel der .Fiuniuengeschich^e''. Im Anschluß an den. Vortrag wurde eine schlcsische Ortsgruppe der Gesellschaft für' jüdische Faniiliertförschüng begründet. — Dds jü&BCue'Theb'logUche''& die Entlassungsfeier für die Kaiuu'datem, cHe die, Anstalt .nunmehr ols Rabbiner verlassen, und " traditionsgemäß gleichzeitig den alljährlichen Gedenkakt für die Stifter des Seminars. Verbunden-mit dieser Feier «ist der turnusmäßige Wechsel des Vorsitzenden des DozcntenkoHegiums. Der nunmehrige. Leiter Dr. Lewkowitz konnte bei. dieser Gelegenheit auf «ine •. SSjfthüige. geistliche. Tätigkeit. zurückblicken. Bei der Erteilung des .Manuel-Joel-Preises wurde bekannt gemacht, daß vonj un&kani|ter..~Sdto.<.neben dem , Mamiel-Joel-Preis. auch , ein Hirm^nn-.Vojtetstem-Ijrois". ausgeaet?£, werden wird, -jj Aus; dem rr^atouBchcn : Leben' Breslaus ,is|, von - einem ^Sohderkoize'rt'. des Celbaten, Jascha..Bern.stC4n zu._berichten,.den die. Breslauer Künstlerin Lotte Schocps Rogosinski begleitete. Die zweite Hälfte seiner Abonnementskonzerte begann der jüdische Mtis^creiji mit einem künstlerischen Ereignis ersten Ranges: einem Konzert' Alexander Kipnis',' der einst' Solist der scnlesischen Philhanrionic zu Breslau worj > Ruth . Tiehauer. Düsseldorf. Am 15. Februar feiern Rabbiner Dr. Eschelbacher und'Gattin das Fest der silbernen "Hochzeit.. Die ganze Gemeinde itird fr^ydigen Anteil an, der Fa'er ihres verehrten Seelsorgcrehepoares nehmen. — Die Gründung einer Da r lebnska e s.e durch die Gemeinde ist beantragt. Die Synagogengemeinde hat eine Kommission zur Erledigung .der Vorarbeiten eingesetzt. Vorsitzender ist Bankier Elkan als Dezernent, ferner gehören diesem Gremium ariV die' Herren R. A. Dr. Kann, Installateur Winter (Vorsitzender des. Handwerkervereinsji Dr. Goldstein,' Gottliob, ^ch^enstein, Saß. —• Zum 1. April ist durch die Gcmcindc-' verwaltnnff die 'Einnchhuig einer jüdischcn Volicsschule ih Aussicht;, gqiionuneri. Der Antrag wurde von allen Parteien einstimmig angenommen. Vorbehaltlich der Zustimmung der Reeierung. ist Herr Studienosaessör. Dr. Herz, Berlin, als Leiter der Schulein.Aussicht genommen, Gleiwitz. Die Oberirantoren Israel Alter, Hannover, und IUchard Cohn, Gleiwitz, gaben in Reuthen, Gleiwitz, Hindenburg, Ratibor und .Oppeln 'erfotereich'e' Konzerte»' Alter, der über eine kultivierte, schmiegsanie Stimme von bedeutendem Umfange verfügt, vermittelte im ersten Teil ariose Gesflnge und entfaltete:dann iii den musikalisch sehr wertvollen Kompositionen etwa' zu „Jaaleb" sein großes chasonisches Können.'. Richard: Cohns gesunder, wohltönender Baß kam in demmit, dramatischer Wucht., gestalteten Monolog aus „Rigolctto" und liturgischen Gesängen zu schöner Geltung. — Der obe'rschleslschc Kulturbund hatte Alexander Kipni» im Anschluß ah sein Breslaucr Gastkonzert' 'auch für Gleiwitz verpflichtet. Der große Sanger, dessen vokale Kultur, vollendete technische Beherrschung. und überlegene Interpretation wir erstmalig hier kennen lernten, gab uns Stunden erlesensten Genusses. Kurt Havelland (Breslau) zeigte sich als ausgezeichneter Begleiter'. ' , Hamburg. Der Landesausschuß der Hamburger jüdi- 8.cJi,on Jugendverbände .veranstaltete gemeinsam mit den Vertretern des Rcichsausschusses der jüdischen Jugcndyerbflndc, Dr. Friedrich Brodnitz und' Heinz Kellermann, eine Tagung, deren Zweck war, den Mitgliedern des Landesausschusses einen Oberblick über die Tätigkeit des Reichsausschusses zu geben. — Die „Jüdische Gesellschaft für Kunst' und- Wissenschaft", der Bildungsausschuß der Hamburger U. 0. B. B. - Logen und der Bildungsausschuß der Gemeinde, beabsichtigen, vom 17. März bis zum 14. April, eine Ausstellung von Werken hamburgischer jüdischer Kunsthandwerker zu Veranstalten. — Willy Buschoff rezitierte auf einem Vortragsabend der jüdischen Gesellschaft für Kunst und Wissenschaft,aus, Werken von HanBum, Andersen, Tolstoi, Dda^ojowski und erntete reichen Beifall. E. F. K51n. Die, JamtarrTagung. der, „Vereinigung für das religiösliberale Judentum in Deutscnland".'(in Berlin, wird dazu beitragen, auch unsere Ortsgruppe Köln wieder aktiver werden zu lasseh. In einer Vorstan'dssitzüng sprach das Mitglied des Hauptvorstandes Herr Leo Grünebaum über seine Eindrücke von der Berliner Tagung und. gab einen Ausblick in die Aufgaben der nächsten Zukunft, wobei er insbesondere den Anteil der „Jüdischen Allgemeinen" an dieser Arbeit unterstrich. — Der Gemeindeetat für 1934-35 ist durch den Vorstand unter Vorsitz, des Herrn Konsul Bendix, Mitgliedunseres Hauptvorstandes, fertiggestellt und der Rcpräsentantcnvereammlung zugeleitet. Das Steuerreferat innerhalb des Vorstandes liegt in den Händen deB Herrn Siegfried, Abel (liberal). Die Repräsentantehversommlung wird, den Etat am nächsten Donnerstag beraten. Der bisherige Steuersatz betrug 30 o/o. — Das Jüdische Lehrhaus hat zum 14. April eine große Maimonides-Gederikfeier vorgesehen, die zu einem Festakt der Synagogengemeinde ausgestaltet wird und an der die rheinischen Gemeinden teilnehmen sollen. Rabbiner! Dr. Baeck hat den Festvortrag übernommen. Zur würdigen Durchführung der Feier ist ein Ehrenausschüß eingesetzt worden, dessen Vorsitz Herr Univ.-Professor Dr. Kisch übernommen hat. Ihm fchören ferner u. a. an: die Herren Konsul Bendix, Rechtsanwalt onas, Leo Grünebaum, Frau Martha Coblenz, Konrektorin i. R. Paula Loch. nehmende Juden fuhren biB in dio äußersten Kontinente. Ein Jude, Isaak, war der Gesandschaft'Kails des -Großen an. Harun ol Raschid beigegeben, dio er spater aHein, weiterführte. Mit der christlichen Umwelt lebten die Juden in freundschaftlichem Verkehr. Sie erwarben Grundbesitz und betätigten sich als Bauern, ferner als Kauflcute und Arzte. Als der Konkurrenzneid erwachte, •wurden ihnen gewisse Berufe verboten r;I^rad-; und -WcinboTgsbesitz, Handwerke, Handel mit Lebensmitteln u. dgl; Man drängte siej in Geldgeschäfte undi ^inBOrwcrb hinein. Besonders 'traurig wiirde ihre Lage mit Beginn der Kreuzz(ke; TAuacndo verloren ihr Leben, ganze Gemeinden gingen zugrunde. Kaiser und Fürsten nahmen sie als Kammerknechte in ihren Schutz — gegen Zahlung hoher Abgaben. Man suchte aus ihnen möglichst viel Geld herauszuholen. So zeigt schon die erste Geschichte der Juden ein wechsolvolles Auf und Ab. Mit größtem Interesse folgten die Zuhörer den Ausführungen des Redners. Der Vortrag wurde Umrahmt von künstlerischen Darbietungen:. Toni Dasen (Gesang), Fritz Wellenberg (Cello) und , Heinz Schneemann (Harmonium). Viel Freude' bereitete der Schluß: Gemeinsames Singen, ähnlich cinor offenen Singestunde unter Führung einer Jugendgruppe. Am 2. Februar feierte die „Liberale. Synagoge Nordost" die eHte BarinizWah ih'' ihrem Bctraum. Es' war ein weihevoller Gottesdienst,- eine Barmizwah für 'die ganze K'hillah, dio sich nach der Andacht zu gemeinsamem Kiddusch vereinigte. - Eine Kindergemeinde Freitagabend in der Synagoge Fafanenftraße Ich war in einer"Ktodcrgemeinde. Fünfzig Kinder, vielleicht mehr, vielleicht 'weniger,' saßen ah langen,' weißgedeckten Tischen, vor sich ein kleines ProMe'rglflschen "mit-Wein uhd in den 'Augen die ganz große Erwartung,- die Kinder immer haben,-wenn etwas Neues sich ereignen will. , Freitagabend, sollte ,gefeiert werden. Zuvor hatte man eine Stunde lang im Gotteshaus gesessen, die Liturgie gehört und die Predigt, aber herzlich wenig verstanden. Das War der Freitogabend der Großen, an dem die Kinder nur . staunenden, aber'nicht begreifenden. Anteil nehmen. . Aher. dieser . Teil des Freitagabends gehört innen, Zwar saßen der Rabbiner und der Vbrbeter in feierlichem Ornat an der Spitze "der Tafel, ^aber sie präsidierten hur noch, sie regierten nicht mehr. Das-Wort, hatte der große. blonde Junge an .der Spitze der Tafel, der. da erklärte: „Was wir, jetzt machen werden, das ist unsere Sache, die-.uns gehört, und die wi r gestalten. Viele von unB kennW vielleicht schon den Freitä^abenä 'aÜB'den Bünden oder aus dem Elternhaus, aber viele kennen ihn gar nicht,-und <lic wenigsten wissen, daß der Freitagabend eigentlich nur nach Hause, zu ■• den Eltern, zu der Familie. gehört. Seht mah'1 sagte der Junge, „wir Bündischen, wir haben unsern Freitagabend zum Teil in den Heimen verlebt. Heute sind wir aus den Heimen herausgegangen, in die Synagoge eingekehrt, aber merkt Euch, nur zu einem kurzen Aufenthalt. Das. olles hier ist ein Zivischenschritt, der Weg endet erst im Elternhaus; wo wir die Lichter hoch einmal anzünden sollen.' Man kann" das nicht ersetzen. -Das .Heim ist eine Notliilfe, und unsere Feier hier ist, nur ein Ubergang. Wir müssen uns selber dazu erziehen, dem Judentum den Raum zu geben, der ihm nun einmal durch.geheiligte Überlieferung und wirkliches Erlebnis zukommt- Versteht Ihr das?" Vielleicht haben sie es verstanden, die Größeren wenigstens; aber allmählich werden sie alle es begreifen. Der Liberale Verein in Gemeinschaft mit den Synagogcnvorständen hat durch die' Ein'richtunj; dieBer Freitagabend-Feiern' eine wertvolle Vorarbeit geleistet. Von jeher war.'.<a^<x..twle.,d^jUhiBrah!f>., Judentums und die, Einsicht der hündischen Führer,-' daß der Freitagabend in die Familie gehört, daß alle Bemühungen außerhalb der Familie nur Notbehelf sein können. Die Bünde haben, wenn sie ihre Jungens und Mädels am Freitagabend frei geben, den Eltern ein großes Geschenk gemacht. Es ist nicht so sehr die Frage der jüngeren,'"wie die der älteren Geheration, ob diesem Geschenk richtig. empfangen und gewürdigt wird, Das -Stück, Erziehung, daß hier zu leisten bleibt, ist eine Erziehung, an den Eltern. Sie mögen kommen und sich einmal ansehen, wie hier ihre Kinder Freitagabend feiern, wie sie' den Kiddusch: erleben, wie sie dos gemeinsame Lied singen, , den Midrasch hören und das Tischgebet sprechen. Der Geist der Gemeinschaft, der der. jüdischen Familie .vielfach verloren ging, und den .der Bund wiederfand, kann heute wiederum in das Elternhaus zurückkehren. Mir scheint, der Freitagabend ist eine Station auf dem Weg zur Lösung der Generationehfrage; und er ist eine gute. ' H. K. Gedäditnisfeier für George A, Goldfchlag Für den Dichter - George A. Goldschlag veranstaltete die Künstlerhilfo der Berliner Jüdischen Gemeinde in der Wohnung von-Frau Toni Frankfu r (ho r einen Abend des Gedenkens. Rabbiner Dr. Manfred Swarsensky ließ aus Wort und Werk die künstlerische und menschliche Wesensgcstalt George A. Goldsdilags in feinorsnflrtem Umriß erstehen. Swarsenskys Würdigung vermittelte ein Gefühl für die schdpferische Einsamkeit, die um den Dichter George A. 'Goldschlag gewesen ist, für die kindliche Einfalt seines Herzehs, für die. ihm gnadenvoll verliehene Qabe des Staunens und Sich-Wunderns inmitten aller Wunder dieser Welt und so, im letzten uhd entscheidendsten, für dieses Dichters ehrfürchtenden Glauben und seine religiöse Vcrsunkchheit.. Im Namen der Jüdischen Gemeinde warb Dr. London für dio Errichtung eines Grabdenkmals, das GoldachlagB Namen an der' Statte des ewigen Friedens 'bewahren möge. Dr. Hans Wollenberg' vom Reichsbund Jüdischer Frontsoldaten entbot dem Kriegskameraden Goldschlag den Gruß der Treue.. , .... Aus Goldschlags dichterischen Werken los Erna Feld, und ihre rejntatoriscne Gestaltung, mitvollziehend und mitleidend), erschloß diesen Gdldschlagschen. .Gedichten seoÜBche und' (Jeistjge Not.- Das aber Wohl 'war das am tiefsteh Bewegende; wie hier die Wandlung erwuchs; die «liesem Dichter geschah, .als er. im Kampfe für., sein Vaterland aus einem Dichter .un4 .Künstler, ein, Soldat «er Kunst; geworden war.'■^ .»Eih Soldat der Kunst''.' — so .hatte. ]Ör'. W(iU renberg den Kameraden in einem!tuten, ehre'ddeh.'^ort .fienahht; Denn Goldschlags: •ffandrlsche-Gediente-ieigeh'-e'meAidurdi 'T^ 'uhd Scbjeksal. lOefoiniteni i;Gj:b8rteti6ji>.l:;NuhT3M/'.n«l«:'und andeiis, mamjjtüekt fllB j^jy«tUji^nh^;^|es ^tMij)l&jBhejii| K^^i^bui} ols- Hingabe an? Duu» und Erecheinung undÜjcdes' BeMsh'end'e. rNirn, rn -aeS.%üh^fen''4&. m&SF&m ^l&ch^^hten-pä JSrtftii&ti» Visionär6^Vor iU^V0äuti'tlm''4^^l^i{%ti ini.14,«ii|!.4i«£> des' Kanöweis, .inij?.der:i.^UliJi^;;bestraff^i^{ f?W«ff^PJL?r#ti«i;^'..'; .lel )i}?iB«> gespannten Seele, Edvard Moritz, ein sakraler Deuter des Gold- 8chlagschen „Propheten" und ein wirkungssicherer Interpiret des soldatischen lUiytnmus im Lied vom Kanonier.' Wilhelm Güttin a n n s gesangliche Kunst war die erlesene Beglückung, die man aus der geistigen Musikalität dieses Sängers immer wieder erfahren darf. M. F. Fritz Engels Beifetzung Auf dem jüdischen Friedhof in Weißensee fand die Beisetzung Fritz Engels im engsten Kreis der Verwandten und Kollegen des Entschlafenen. statt. Dr. J u t r o s i n b k i und Dr. Lutz Weltm ann zeichneten IicbcvbÜ das "Bild' des" bescheidenen, zurückhaltenden Menschen, dessen erfolgreiches Wirken immer nur der Sache galt. Orgelspiel und der Gesang des Oberkantors David-, söhn umrahmten die Trauerfeier, die dem schlichten Wesen des Verstorbenen angepaßt war. *g .£U«ji5 •SV.tvcx-.MWvJ Ein Vortrag und eine Barmizwah Gemeindeabend in; der Liberalen Synagoge Nordost Die';,Liboralo Synagoge Nordost" hatte ihtö Freunde zu einom -Gemeindoobehd geladen. Rabbiner Dr. vin der Zyl sprach über.die „Anfänge .der^adisphen, Geschichte in Dj^uuichland!. ..^ann '.die Jiiden - nach .Deutschland gekonuneri sind, .laßt sich.nicht besthnmt feststellen. In Worms und anderen Gemeinden' abllen"'eie'1>'nach1 sagehliäftra^.Berichten ■'schon vor* Christi' Geburt,"ja ih -det biblischen1 ■Zeit^gewöhht ihoben. .-Sicher isi^/ÜA' die';Br¥t«n.'4ude.nansjedlunge.n ilimge.-Wfr^der, .yöUcerwande^ ruhg,l.'9nt81tandß^i ,flin<l-.,/.Pw,;yon ..Titus;,,fortgefübrten jüdjschen, : Sklaven, wiu-den bis, an jilie' Grenzen" des i römischen" yv'ettreicljpB ' .«^iieÜeIrf!,fin<l,-'£itUieii "«Üf aÜeSl'ki Khiln 'imd';D<mau.' 'Dio verstet Urkuhdliclie ' Nachricht < ein« .Verfügung. des. dKaisers j Konstantin aus dem Jahre ^sMtlMet^^b'^i^tJ^Aw1! "W-KPfal ^^«ff^felW^ ,!^~.#?^ru,^f.J%$Wi*V?«:»Bfe Ürsten sahen ,die Juden gern im Lanqip; durch sie konnten Bich Hähuelsbezlehuiigen Ihr hnch^Ktöta1''entwickeln:^ .ii'.i>:;^nJ-; iw.—>».-" 'i:b ri?;.!mf'jät?"* nhü .y.tu;)-.v«!l iti->& in den Berliner Synagogen mit neuem Ritus Freitag, 15. Februa'r. Lindenstraße (Salier) und Friedehstempel (Lewkowitz):. 5:30 Uhr. Friedenstethpel, 2. Abcndi gottesdienst: 7.15 Uhr (Sänger).. — Neue .Synagoge, Lützowstraße (Vogelstein), Fasanenstraße (Wiener): 6 Uhr. — Levetzowstraße (Graf) und Schmargendorf:'? Uhr. — Prinzregentenstraße (Galiiner): 7.15 Uhr. Liberale Synagoge Norden, Schönhauser Allee 162: 7.15 Uhr (Zimet). — liberale Synagoge Osten, Kaiserstraße 30: 7.30 Uhr (Rosenthal). — Liberale Synagoge Nordost, Prenzlauer Promer nade 176: 7.30 Uhr (Braach). — Liberale Synagoge Westend, Kaiserdanun 78: 7 Uhr (Scheuermann). — Liberale. Synagoge Wedding-Reinickendorf, Persische Straße 13: 7.30 Uhr '(Goetz). — Jüdische lleligionsgemeinde Charlottenburg, Schulstraße 7n 5.30 Uhr Hamburger). Jüdische Reformgemeinde, Joachimsthaler Str. 13: 6.30 Uhr (Rosenthal). — Jüdische Religionsgemeinde Charlottenburg: 9.30 Uhr (Barmizwah). Sonnabend, 13. Februar. Hauptgottesdienst: 10Uhr. Neue Synagoge, Predigt: Weyl, Frühgottesdienst Lindchstraße, Levetzowstraße und Prinzregentenstraße: 7.30 Uhr. Liberale Synagoge Norden: Zimet. — Liberale Synagoge Osten: Goetz. ( Sonntag,, 17. Februar: Jüdische. Reformgemeinde Johannisstraße 16: 10.30 Uhr. (Gottschalk). ■ Der Bildungsverein deutscher Juden e.. V. zu Berlin, der es sich zur Aufgabe .stellt, .Kinder: deutscher Juden in deutscher ICultur bei treuer, Pf lege,, religiösen Geistes heranzubilden, eröffnet zu Schulbeginn im E^nverneluheri'mit der'Schulverw'altung dei* Jüdischen-Gemeinde eine PriVnte-'Volksschule im ehenialigcn Logcngebüudo, Joachimsthaler -Straße-13. ■ Damit eifährt daa...3öc^8cJiei;,SchjiIwer%,,Jn..pCT eine;:w)Br^o|i(t..4|iitI .bedeutungsvolle Erweiterung, inaein" nigi' c^nj ^einten' Kufe in Ahr passung an die heutigen1' Vernafinisseeine 'Öchüle- 'eirideu'ig deutsch-jüdischer Präguna1,.ge^q^a,{ffii\.j.wvd. Die Geschäftsstelle des Bildungsvereins deutscher Juden befindet sich in Berlin N24, Joltahniastraße, 16..(Norden 5150);t-ji. ,>-,--:!; •: ,.•,....•(•,.,..,., ,,-..k .:i '(,ji.l.:.'v>i-ui\:>r.' '.:>>Uh.'.t,--\>r:' ' y Art' der NV'V«.'y Ä'lf"t-* *k« Ä'lV'iV a'f * »-V wird W dem B^jphänttsifi°-B^n^äel^te^t•''',efat"!^«^^'''!!!^ liö'b* r fli'itfh'e S'i» riiy\t9■ U'rfa-'Li:iil(Vk'*{i''P'«l5dd«a. 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