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Jüdische allgemeine Zeitung · 1935-01-30 · 5 (30.1.1935) · page 2

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Journal
Jüdische allgemeine Zeitung
Volume
15 (1935)
Issue
5 (30.1.1935)
Date
1935-01-30
Page
– (sequence 2)
Language
German
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ein Vortrag erscheinen, den ich bei meiner letzten Anwesenheit in Budapest gehalten habe: „Verbringt den Freitagabend in aer Familie!" Zu dem von den Frauen der Vereinigung veranstalteten Abend wurde feto;Weiri<Stf; illustriertes Flugblatt herausgegeben, 'das! in ^äußerst sinnfälliger Form den Gedanken! des Vortragff verlebendigt. Uber der Zeichnung zweier Kerzeii steht „Zündet lichter an", und darunter der "Segensspruch. Es folgen zwei segnende Hände, mit der;' D^ertcbiift.,,Segnet Eure Kinder}", und dem Wortlaut '.'des^Segens. Neben', der Zeichnung eines Pokals steht: der allgemeine Sabbatsegen, alles in ungarischer Sprache. Wir Behen weiter eine Weintraube und eine Anre, der die Segenssprüche in hebräischer Sprache beigefügt sind. Die End-Vignette ist ein aufgeschlagenes Buch, mit der Aufforderung: „Lest in der Bibel 1". Dieser kleine „Handzettel", in seiner Schlichtheit und Anschaulichkeit, wird sicher viel zur Ausbreitung des .Sabbat-Gedankens' beitragen. Ich hatte nach den verschiedenen Ansprachen und .' Vorträgen, die'ich hielt, bei Empfängen und sonstigen Veranstaltungen in den gastlichen Häusern vielfach Gelegenheit, mich mit den Freunden über die gemein^ samen Ziele, über den Verlauf und Fortgang ihrer Arbeit zu unterhalten. Sie alle sehen dem guten Fortgang der Arbeit mit Zuversicht entgegen. Sie alle hoffen,- daß; der /Vorstand .der 'Budapester jüdischen- Gemeinde, nachdem er gesehen hat, mit welchem Ernst die religiös-fortschrittÜche Gruppe ihr Ziel verfolgt, wie sie zur Vertiefung des Judentums joeiträgUund es versteht, bisher Abseitsstehende wieder heranzuholen, ihr wohlwollender entgegenkommen wird. Es besteht der Wunsch, jeden Freitagabend und jeden Feiertag zti gemeinsamem Gottesdienst, •zusammenzukommep, und die Vereinigung hat an den Vorstand. der Gemeinde ein umfangreiches Memorandum gerichtet, in dem sie verschiedene Bitten in dieser Richtung aussbricht und Vorschläge unterbreitet. Vor allem liegt ihr an Überlassung einer kleinen Synagoge. Der Gemeindevorftand wird gebeten ... „Die Bande vieler Budapester Juden mit der Synagoge", heißt es in dem umfangreichen Schriftstück, „sind zerrissen oder zum mindesten stark gelockert. Deshalb, ist es unsere, Mission, diese Kreise wieder zurückzuführen. Hier sind Menschen, die dem Judentum treu bleiben wollen, die seelische Zugehörigkeit, neue Kraft und innere Erbauung suchen. Sie "möchten keinen Gegensatz von Leben und Lehre, sondern sie suchen die neuen religiösen Grundlagen. Es sei festgestellt, daß die religiösen Bedürfnisse derer, die an den jetzigen Formen nicht teilnehmen können, stiefmütterlich behandelt werden. Was ihnen innerhalb der Synagoge geboten wird, kann ihrer seelischen Not nicht entsprechen, und zwar aus verschiedenen Gründen: Die Dauer des Gottesdienstes ist nicht nur an den Feiertagen, sondern selbst an den Sabbaten viel zu lang. Der Inhalt entspricht nicht dem, was wir von religiöser Erbauung erwarten, und die Form, in der es dargeboten wird, kann nicht mehr unsere Form sein; Wir benotigen für die Menschen, die uns seelisch , und religiös nahestehen, einen Gottesdienst, der eine Stünde dauert, und. zum größten Teil in der ungarischen Landessprache abgehalten wird. Wir bitten, uns für unsre Gottesdienste in obigem Rahmen am Freitagabend und für die Festtage einen Raum in einem Tempel zur Verfügung zu stellen. Wir wollen ferner, zusammen mit der Gemeinde, einen Ritus ausarbeiten. Hand in Hand damit muß eine Reform des Religionsunterrichts gehen, verbunden mit einer viel stärkeren Förderung der häuslichen religiösen Erziehun g zur Sicherung der Innigkeit und zur Entfaltung des religiösen Lebens. Die jüdische Gemeinde muß für jeden Juden jeder Schattierung Möglichkeiten der Andacht schaffen. Und dies verlangen wir, auch für uns, indem man uns einen Tempel gewährt, wo wir Andachten abhalten können, die auf den ewigen Traditionen unseres Judentums beruhen." Es steht zu hoffen, daß diese nur allzuberechtigten Forderungen bald' erfüllt werden. Das Gefdtenk des Blfchofs In dem großen jüdischen Hause der Budapester Gemeinde in der Tabakgasse ist auch das Jüdische Museum Budapests untergebracht, das hochinter-; essante alte Dokumente, neben wertvollen antiken Kunstschätzen birgt. Erinnerungen an große Männer .und denkwürdige Zeiten, mit viel Pietät zusammengetragen und aufgestellt, herrliche Tempelgeräte sowie bemerkenswerte ältere und moderne Bilder ergänzen die äußerst sehenswerte Sammlung. Als Zeugnis für die Bodenständigkeit der Juden in Ungarn sei ein Grabstein erwähnt, .der im Garten eines, ungarischen Bischof s jüngst gefunden und von ihm dem jüdischen Museum übergeben-wurde. Er stammt aus dem 3. Jahrhundert und zeigt eine in der Primitivität und Schlichtheit der Linien sehr eindrucksvoll eingemeißelte Menorah. Zum Schlüß seien in diesem Zusammenhang noch die künstlerisch äußerst gefülligen Gegenstände genannt, zu denen Dr. Namenyi in den letzten Jahren junge jüdisch-ungarische Künstler angeregt hat. Dazu;■ gehören, neben gewissen buchtechnisch vortrefflich gelungenen Broschüren und; Flugblättern': Talüsbeütcl mit besonders schönen und originellen Stickereien, der erwähnte Klingelbeutel, und vor allem vergoldete Mesusas in ganz neuen Formen, die, bei aller Anlehnung an die Tradition, in . ihrer künstlerischen Gestaltung viel Schöiiheits- und Formensinn zeigen. Man wird mit' Spannung' einer demnächst erscheinenden religiÖB-fortschrittlichen ungarischen Haggadah; und dem Entwurf einer neuen Scderschüssel entgegensehen. Diese, wenn auch zahlenmäßig noch nicht sehr große Schar geistig Führender, liberal Denkender, religiös Suchender hat in dem .ersten Jahre ihres Bestehens bereits einen so überzeugenden Beweis ihrer E^tehzfälMkdtuüd daß kein Zweifel an ihrer Äusbreitungskräft und ihrer zielsicheren Entwicklung besteht. > - ' „vSeliadet uns unfere Judengegnerfdiaft? Dr. Johann von Leers über die Haltung des Auslandes « In der Düsseldorfer „Volköparole" beschäftigt sich Dr. Johann von Leers unter der vorstehenden Uberschrift mit der Stellung zur Judenfrage in den verschiedenen Ländern. - Er geht -dabei von einer Behauptung aus, die man von allen.möglichen Kreisen, aus der Wirtschaft wie auch gelegentlich aus nationalsozialistischen Kreisen, hören könne, daß die scharfe Ablehnung des Judentums, die zur Grundvoraussetzung des Natjonalaoziali£(- . müs gehöre, dem deutschen..,Volke im Ausland v außerordentlich ig e a c h a d e t habe. „Dos sind", schreibt Dr. von. Leers, „selbstverständlich in erster Linio die altgedienten Freimaurer, Judenfreunde und Judenknechte, welche diese Parole ausgeben, daneben aber in nicht geringem Maße auch einfache Menschen, die persönlich übervorsichtig,/ außerdem auch noch schlecht unterrichtet sind." Das Ausland sei durchaus keine Einheit, sondern in den verschiedenen Landern sei die Stellung zur Judenfrage in den breiten Volksmassen verschieden. Der Verfasser fährt' dann fort: „Von allen Landern der Welt iBt England unzweifelhaft für die Judengegnerechnft am schwersten zu gewinnen. Es hat von altersher nur wenig Juden, dazu die weniger auffälligen Sponiol-Juden gehabt, erst ganz neuerdings sind Ostjuden, in England firgerlicherweise als „deutsche Juden" bezeichnet, dort häufiger geworden und geben in London, ähnlich wie einst in Berlin in der Grenadierstraße den Stadtteilen' Whitechapel und Soho bereits ein stark judisches Gesicht. Der DürchschnittsenglSnder aber hat die „ Judenfrage noch nicht begriffen, ist außerdem aus seinem strengen biblischen Denken ganz huebstabenmfißig daran gewöhnt, im Juden „Gottes auserwähltes Volk" zu sehen, ganz abgesehen von jenen Leuten, die den persönlichen Spleen haben, in den Engländern selber „die verlorenen zehn Stämme Israels" sehen zu wollen. Außerdem hat England in Lord Boaconsfield, dem Juden Di s r,a e 1 i , einen Staats- ' mann gehabt, in dessen Rejperungsperiode starke Erfolge der britischen Politik gefallen sind. Aus diesen ganz besonderen Gründen ist es in England nicht leicht, Verständnis für unsere Judenfrage zu erwecken, jedenfalls geht es hier viel langsamer. Schon in Frankreich ist es anders. Frankreichhatte im,. Ausgang des vorigen Jahrhunderts eine, sehr scharfe judengegnerischo Bewegung unter dem alten Edouard Drumont, es hat heute wieder in den Volksmassen eine steigende Judengegnerschaft, die der Skandal Stavisky ausgelöst hat. Die französische Presse gibt hier ein vollkommen falsches Bild von der wirklichen Volksstimmung; fast die meisten Pariser Tages- . .Zeitungen werden von dergroßen Edition Hachette ausgeliefert, die in rein jüdischer Hand ist, und.durch ihr"System"der"Kontrolle von Zeitungskiosken und Straßenverkauf weitgehend jede Zeitung lahmlegen kann, die den Juden unbequem ist.' Wo das > französische Volk selber aber sich äußern kann, hat es mehr als einmal Beweise seiner Judengegnerschaft gegeben, bo daß Maßnahmen gegen die' Juden im Deutschen Reich im schaffenden Volke Frankreichs, soweit dieses sich ein eigenes Urteil bewahrt .hat, durchaus nicht auf Ablehnung stoßen. Dr. von Leers meint weiter, daß durch eine einseitige Hinwendung nach Westen viel zu wenig beachtet werde, wie stark die judengegnerischo Strömung in den westslawischen Gebieten sei. „Während wir Engländern und Franzosen noch mit einer gewissen Mühe unsere judengegneriache Einstellung klar machen müssen, sehen nicht nur einzelne Gruppen, sondern die erdrückenden Mehrheiten bei Polen, Tschechen, Bulgaren, Südslawen in der Judengegnerschaft Deutschlands und seinem Kampf gegen die jüdische Vorherrschaft in der Welt ein Stück ihres eigenen Befreiungskampfes von Judo. Selbst polnische Kreise, die Deutschland gegenüber kritisch sind, treffen sich mit uns in der Erkenntnis von der Schädlichkeit des Judentums, der tschechische Bauer, oft genug vom Juden ausgewuchert, ist traditionelle! Judengegner. _ . _ „Alle diese Völker"," heißt es in dem Artikel weiter, „sind Bauernvölker, die Juden aus nächster Nähe als Dorfwucherer, Branntweinpächter und betrügerische Händler gründlich kennen, die sich gegenüber der anmaßenden Verurteilung jeder Judengegnerschaft durch die westeuropäische Presse mit ihrem gesunden Gefühl von der Schädlichkeit des Judentums nicht heraustrauten, und die nun alle darauf verweisen, daß ja auch das große Deutschland selber judengegnerisch sei. ■ Das gleiche gilt in gesteigertem Maße von Rumänien, das bis zum Weltkrieg als einziger Staat in Europa „seinen" zahlreichen Juden'das Staatsbürgerrecht verweigerte, erst durch das Deutsche Reich nach seiher Niederlage im Weltkrieg im Bukarester Frieden dazu gezwungen wurde —' ein toller Wahnwitz! —, den Juden Staatsbürgerrechte zu geben. Hier hat die Judengegnerschaft, vor allem vertreten von der sehr aktiven und kampfbereiten .Organisation der „Eisernen Garde", sich geradezu am deutschen Vorbild entzündet. 1 Auch in Ungarn ist es bei allen augenblicklichen Verschiedenheiten der Auffassung zwischen uns und den Ungarn in der österreichischen Frage und vielen anderen gerade unsere Judengegnerschaft, die in Ungarn immer wieder, aller Hetze der im wesentlichen jüdischen Budapester Presse zum Trotz, Verständnis', ju Sympathie für Deutschland erweckt. Außerhalb Europas sind es nicht zuletzt die 140 Millionen Mohammedaner, die heute sehen, wie der Jude in Palästina den arabischen Bauern verdrängt, die in ganz Nordafrika sich über die Bevorzugung der Juden durch Franzosen und Italiener beklagen, die mit gespanntester Aufmerksamkeit und stärkster Sympathie den deutschen Kampf gegen Juda verfolgen.^ Die jüdische Greueliropaganda gegen das Deutsche Reich löste im, Herbst des vorigen obres geradezu die großen judenfeindlichen Unruhen in Constantine in Nordafrika aus. Die einzige judenfreie Großmacht der Erde, Japan, hat schon vor dem Weltkriege die Judenfrage aufmerksamst beobachtet. Nach dem siegreichen japanischen Krieg gegen Rußland 1905 wurdo Japan durch die internationale Hochfinanz um eine Kriegsentschädigung betrogen und in eine böse Anleihe- Verschuldung hineingetrieben. , Das war für die klugen Japaner ^dcr'Anlaßj. sich sehr] eingehend Wt der Judenfrage zu beschäftigen. Seitdem sio das Judentum außerdem noch als Träger des ihre Machtstellung angreifenden Kommunismus erkannt höben, sind sie auf diesem Gebiete noch-mißtrauischor geworden. Die japanische Presse hat mit Ausnahme einer einzigen," sehr liberalen Zeitung darum auch , gar nicht daran , gedacht, unsere Maßnahmen gegen dos Judentum zu kritisieren, innen vielmehr das weitestgehende Verständnis entgegengebracht. Es ist also völlig irrig uiid hur aus der einseitigen Kenntnis des englischen und französischen Kulturkreises und der Unkenntnis der übrigen Völker und ihrer geistigen Strömungen und Grundlagen zu erklären, wenn man ernsthaft von einer Schädigung Deutschlands durch Beine Judengegnerschaft redet." „Ein Feldrdilufi" Die in Frankfurt a. M. erscheinende „Rhein—Main—Neckar- Bauernzeitung" schreibt im Rahmen eines Artikels, der sich mit dem Kämpfertum der nationalsozialistischen Partei und der nationalsozialistischen Presse befaßt, die sachlicher, aber keineswegs weniger radikal geworden sei, über die "Judenfrage folgendes: „Sic stand in der Kampfzeit sehr stark im Vordergrunde; ja es war jahrelang so, daß die große Masse vom Nationalsozialismus nur das eine wußte, daß er antisemitisch ist. Er ist es in der Tat und hat es durch zahlreiche gesetzgeberische Maßnahmen bewiesen. Nun ist es allerdings nicht möglich, jeden Tag ein ' neues Gesetz zu erlassen, das Deutschland von jüdischem Einfluß befreit. Wenn es eine Zeitlang still wird um die Judenfrage, glaubt der Bürger und seine Presse sofort, die Angelegenheit sei erledigt und es gäbe nun überhaupt keine Judenfrage mehr. Ursache, dieses Fehlschlusses ist die mangelnde innere Bindung an den Geist des Nationalsozialismus und sein unveränderliches .Programm. Eine wahrhaft nationalsozialistische Zeitung wird niemals müde werden, das Volk, über die rassigen Zusammenhänge aufzuklären und an der reinlichen Scheidung zwischen Deutschland und Juden auf ollen Gebieten beizutragen. Das ist eine Erziehungsäüfgäbe, die uns noch lange beschäftigen wird und die iwir nie aus dem Auge lassen werden. Wer es ehrlich mit dem Nationalsozialismus meint, folgt — auch hinsichtlich der Presse — demjenigen, der ihn immer wieder über die Tagessensation hinweg dem nationalsozialistischen Endziel näherführt." Juden lind Zigeuner Dr. Gercke gegen Milderung der'Ariergesetzgebung Im Rahmen von Betrachtungen über Rassefragen im Zentralorgan des Bundes nationalsozialistischer deutscher Juristen hat der Sachverständige für Rassenforschung beim Reichsinnenniinisterium, Dr. Achim Gercke, Grundsätze der Artethaltung als Ziel der Ariergesetzgebung aufgestellt. Dr. Gercke erklärt, Unterbrechung" der artgemilßen Entwicklung sei die Sünde 'wider das Blut, die die heute lebende und auch 'noch die nächste Generation mit besonderer Schärfe auszutragen haben werde.. Unter der arischen Abstammung sei die Entwicklung in den Grenzen des stammverwandten Blutes zu verstehen. Ein Blutscinschlag undeutscher Herkunft müsse wenigstens einem verwandten Volkstum entstammen. Dieses verwandte Volkstum sei bei den europäischen Völkern anzutreffen, insbesondere bei denen,, die seit geschichtlicher Zeit unvermischt in geschlossener Volkstumssiedlungin Europa ihre Heimat hätten. Das heimatlose Judentum und die vagabundierenden Zigeuner gehörten diesem Kreis nahestehender Völker mit ähnlicher rassischer Herkunft nicht an. Die Hoffnung auf'Milderung der Bestimmungen über die Raasenseh'eidung und der Versuch, Ausnahmen zu erreichen, gingen von der ' Absicht aus, die klare Scheidung von Art .und Art zu verwischen, und gingen völlig fehl in der Annahme, daß dieZwiBchenformen jemals als eine glückliche Lösung betrachtet werden könnten. Verwischung und Vermischung störten die Absichten einer sauberen Rassenpolitik. Die Beurteilungen seien falsch, die vom Einzelnen aus getroffen würden, die ihn als Sonderfall darstellen wollten. Im' V^jksaufbau gebe es keine Sonderfälle. S Lehrftuhl für Raffenreeht Eine Forderung aus dem Reichsausschuß für Gesundheit Im Rahmen einer grundsätzlichen Erörterung über die Ausgestaltung der Erb- und Rassenpflege in der Gesetzgebung und Rechtsprechung erhebt in dem von Rcichsminister Dr. Frank herausgegebenen „Deutschen Recht" Dr. Ruttke vom Rciclisaus- Schuß für Volksgesundheit die Forderung nach der Errichtung eines Lehrstuhls für Rassenrecht. Er sagt dazu, daß die Vorlesungen, denen auch seminaristische Obungen anzugliedern wären, dazu dienen sollen, herauszufinden, welche jungen Volksgenossen geeignet seien, später als Hochschullehrer oder Richter und in anderen nichtigen Stellen Verwendung zu finden. Der Nationalsozialismus lege keinen Wert auf. geschickte Paragraphenjuristen, sondern er brauche Volksgenossen auf dem Richterstulil, die selbst erbgesund und auf Grund ihres eigenen Rassenwertes in der Lage seien; wirklich deutsches Recht sprechen zu können. Der Nationalsozialiunus müsse Wert darauf legen, den rassischen Inhalt: lind die rassische Bedeutung der künftigen Rechtswahrer so früh wie möglich kennenzulernen. Aus einer Antrittsroriefang Der neuernannte Professor an der Universität Jena, Präsident des Thüringischen Landesamts, für Rassewesen, Professor Dr. A s t e 1, hielt unter großer Anteilnahme der Dozenten- und Stu-

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