Jüdische allgemeine Zeitung
- Journal
- Jüdische allgemeine Zeitung
- Volume
- 15 (1935)
- Issue
- 3 (16.1.1935)
- Date
- 1935-01-16
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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DER JÜDISCHEN ALLGEMEINEN Leiter: Öieigfried Winitzki Mitteilungsblatt der jüdischen Schnchvereino in Deutschland Wo bereits angekündigt,. beginnen wir heute mit'unserer Schachrubrik, die jede Woche erscheinen wird. Entsprechend dem itamer grüßer werdenden Interesse au Schach", veröffentlichen wir neben bedeutsamen Mitteilungen Über Ereignisse im jüdischen Schachleben Deutschlands abwechselnd Schachaufgaben, Studien und lehrreiche Beispiele aus der praktischen Partie. Darüber hinaus betrachten wir es als unsere Aufgabe, WcttkBmpfe und Fernpartien zwischen; den Vereinen und einzelnen Spielern zu vermitteln. Mitteilungen, werden an die Schachredaktion der „Jüdischen Allgemeinen Zeitung«; Berlin W15, Uhlandst'raße 158, erbeten. Sdiachaüfgabe Von Georg Panke, Berlin G'o widmet Herrn Joseph Borggrün, Barlin a b c d e f g h Weil!: 8 Figur an. Kd8, Te6, Le8, Sp. f6, Sp. hG; Bauer h3, ff. o£ Schwarz: 7 Figuren. KI5, Te3| Lc8, Bauer 13, eS, d4, c7. Weiß tloht und setzt in zwei Zilgon matt. — Auflasung in unseror nächsten Schachecke. Übüngsbeifpiel fäf Lernende Weiß: 12 Figuren. KgiT Dg6; Uli, at; Oi7, d2; Spf3; Bauer h2, £4, c3, b2, a2. Schwarz: 11 Fig. Kh8; Df6; Tf8, d8; Lh3; h4; Suc6; Bauer g7, c7, b7, a.7. Der letzte Zug von^eiß ^" ... f - ■• - —..... ■•<? -._ , „-. pkritif leitet Schwarz eine glänzende Sclilußkomm&tion' ebi S'bhVvaVz' am Zügel Wie fuhrt' er die Entscheidung; sofort herbei? ÄtiflSsuhg in dei nSchiten Nitmmer. Lehrreiche Schachfehler Weiß: 6 Figuren. Ke2, TOS, Bauer ä3, b2, f2, h2. Schwarz: 7 Figuren'. Kd7, Sf3, Bauer h5; gß, g4, e6, b5. Die Partie ist für Weiß leicht ^zu gewinnen; Er braucht nur den König aus .der Schachgefnhr ziehen,' am' besten nach e3, worauf Bauer bS verlören ist. Die beiden verbundenen Freibauern gewinnen dann leicht. Statt dessen' zog Weiß b.2—h3? Ein grobes Versehen; .denn Sf3—d4+l und! Weiß muß nach fl, damit der schwarze h-Bauer gestoppt werden kann. AUS ÖEN SCHÄCHVEREINfeN fierfin B. 8. Ö. lin ^ortbund «W UV).'F. Bohaohobteilung, Spieltag: DonnersiagB 20.80 Ohr; Spielloknl: CaüS Imperial, Potsdamer Straße 46. Der Vorstand/plant demnächst die Veranstaltung von Vortragen-und Turnieren. Bar Kocbba* Hakenn. Schachabtollünt*. Vorsitzender: Dr. Höohvfdld; Spieltag: Möritagi1 20.30 Uhr; Spiellokal; Hormann, JagerstraOe 18. Dato unttfr Bt&rlc'Bter Teiln:ali>üB begonnene Winterturnier nimmt einen erwartungsmoOigen -Vorlauf. In der ersten Klasse führen Braun und Chormatz, in' der zweiten Klasse: Frau Frank. Jugend.Sobachabtellung. Spieltag: .Montags von 6—7.80 Uhr' abends; Spiellokal: Biermann, Jägerstraßo 18. Der Besuoh ist ausgezeichnet, man merkt) .deutlioh bei der Jugend ein,außergewöhnliches'SohachihtereSse. Der : gewühlte, Jugendvoretand setzt' sich wie folgt zugammen: 1. Jugendführer Arnold Sohlachet. (12 Jahre); 2. Juge'ndfahrer,Claus Kuttner (12 Jahre). ' Kassiererin:v S9nta;Qoraoa ,(16, Jahre); Pressewart Arthur .Beiz und Möx Joohnowitz (11 und IG Jahre). Sohaohwart Kurt"Beiz' (11 Jahre); Fran^uW a. M. T:S.V; „Schild", Schaehabte'lmnc Obmann: Jak. Sandel; Spielleiter: Prof. Dr. N. Mannheimer 'und E. Stad'e'ok'er; Schaxihjugedtlobmnnn: Herb. Blooh; Spieltage: DonnorBtngs 20.80 Uhr und Mittwooha von 6—7 Uhr für die Jugondabtoiluhgi' Spiellokal: OoSo Froimoik. ' Dortmund Bohachabtellung Im tt. J. F. Loiter: Louis Willig; Spiellokal: Qomoindehaua;. Spieltage: DannorBtags 20.30 Uhr, Sonnabends nachmittags und Bönnings vormittags. Hellbronn n. Neckar Behachabtellnng des „Bldu-WelD". Vorsitzender: Sigmund Stobozki; Splollokal: Adlerbrouorol, Deutsohhofatraße; Spieltag: Mittwochs 20.80 Uhr. Rheda (Westfalen) Jüdischer Schachklnb „Rheda". Vorsitzender: Kurt Mondeis; Spiellokal: Jüdisches Gemoindehaua, Steinweg; Spiolabend: Donneratags 20 Uhr. Dar jüdisch« Sohaohklub Rheda und der judisoho Schachklub von Bielofold haben sich zu einer Spielgemeinsahaft zuBammengeschlossen. Der ^UBammonsohluß ist nnr für Kampfe gegen andere Vereine gedacht. Der letzte Wettkampf, kombiniert gegen den jüdischen Sohaohklub des R. j. F. Dortmund, endigte 6: 51 Stettin Bar Koobbsi Schaohabtellang. Vorsitzender: Siegfried Koh; Spiellokal: Bar-Kochbo-Heim, Klostorhof 3; Spieltag: Donneratags 20.80 Uhr; Leitung. B. Moritz. Gusto willkommen! Wornts Jüdischer Bchncuvereln Worms 10113. Vorsitzender: Frau Gisela Sineheimer; Schriftführer: Martin Weiss; Spioliik'al: Jüd. Gemeindohaue; Spieltag- MittwoohB und Sonnabends 20-30 Uhr; Jugendabteilung Sonnabends mittags, ebenfalls im Gemeindehaus. Zurzeit findet hier dos ' Wintorturnier statt. 4» 10, 5 Z> D;B,10,6 ❖ - 4« 10 Aufgabe 1 Von Dr. S. Lurie. *f fr . $ 6, & $ h & w w o * B, 6 C? 7 <> i Ö , 8 * K, 5 Qhrib Atiuuf. Süd ist am' Spiel und darf nur einen Stich abgeben. jjjb ■ mumm mmm mmm mmm r m R'.; fr. :.. i_ 8 » R£ «; Sonkrcoht: 1. Nachfolger Moses, 2. mannliches Haustier, 3. Windrichtung, 4; Teil des Gartens, 5. Ncbonfluß der Donau, 6. Fisch, 7. Verwandter, 8. genuesisches Fürstcngcschlccht, 12. Ün- . hcilsgBttin, 14. türkischer Mttnncrnamc, 17. Wiese, 20. Vorfahr, 21. Kanton, 23. biblische Mflnnorgcstalt, Zeitgenosse von 1 senkr., 24. Namo einer spanischen Königin, 25. jüdischer Gelehrtentitel, 27. Berg in Kleinasien, 28. Gattung, 29. Fruuennamc, 31. Weitenbezeichnung, 32. Farbe, 35. Präposition, 37. nkad. Abkürzung. LCsilng des Kreuzworträtsels aus Nr. 1 Wangerecht: 3. Maimonides, 8. Ems, 10. Arn, 11. Amt, 13. Oel, 15. Bang, 17. Karmel, 20. Nio, 21. Kanu, 22. Er, 24. Eros, 25. Ale, 5!6. Uricl, 28. Insel, 29. Sir, 31. Ader, 33. Es, 34. Bnse, 35. Tal, 37. Ararat, 39. Anis, 41. Ido, 42. Ire, 44. Emu, 45. Enz, 46. Israeliten. Senkrecht: 1. Erna, 2. Abo, 4. Mole, 5. Nab, 6. Iran, 7. Daniel, 9. Makkabfior, 12. Massoreten, 13. Orne, 14. Emu, 16. Ger, 18. Aal, 19. Lerse, 23. Riesa, 26. un, 27. el, 28. Iraner, 29. Sara, 30. Isa, 32. Eta, 34. Bad, 36. Lima, 38. Rigi, 40. Suo, 43. Eis, 45. eng. Die Myftik der Zahl 7 In der B.B.Z. veröffentlicht Mar Jungnickol einen ausführlichen Artikel über Zahl und Murchen, in dem er auch auf die Z a h 1-e n m y s t i k zu sprechen kommt und die Rolle boschreibt, dio gewisse Zahlen spielen:' „Es gibt kleine Zahlen, die» sich als Glückslirüc in das McnschenschicksaT gewoben haben. Die 7 ist die Zahl, die am tiefsten Vom Mythos ergriffen ist. Die Zahl, die ums Ewige der Seele kreist und vor den Füßen Gottes liegt. Dio alten Griechen konnten 7 Weltweiec und 7 Weltwunder; Dio Offenbarung des Johannes ist das Schicksalsbuch, daB mit 7 Siegeln verschlossen tot. In diesem Buche ertönen 7 Posaunen; ein Drache hat 7 Köpfe, und 7 Zornesschalen werden ausgegossen: ChriBtua sprach' 7 Worte am Kreuz. Dos Vaterunser hat 7 Bitten." Wir können dem hinzufügen, daß die Zahl sieben, die heilige Zahl der Babylonicr, schon bei den alten Juden ein« besondere Bedeutung hat, was wohl ursprünglich mit der Siebenzahl der Planeten zusammenhing. Es Bei nur an die Er- "sA8 sehaffunpr.der. Welt ini-der Bibel, erinnert; andie Heiligung dei sahw>ofe Ii»»* fsM} mMmääijm^mmasä ufotf m m Jpß'ellttnV"MW sTeBeri SaWaWiffiWJnV ..AMch» w&* tfte Bauer, de¥ AMmift £c8t&\ fteist1 .auf sfeMn' Tage Bera&Ä Jj'aA . '>a>J d-xVtf.M. jiiA -V-l-^i:^.-. iöl-tt.Aje.v0ÄJ' Jhfe «Sft. äii, #0 9 - <> 9,7,6, 5 ❖ D, 6 mim Wa'sl^eifec h't! 1} SrnmimVate, 5. jüdischer König, 9. FiAir aus „Peer1 GyrVt", id. Segelatange, 11. Flache SäiäSäT, 13. Teil des.Gotteshauses, 15. Figur aus der Nibelungensage, 16. Nicdersi;lirag,jl8.. Hqhepriester,. 19^..Zeitabschnitt, 21. Wldherr von1 5; 22: bibliflcJie ' Era'u.engeiätatt,'' 2j».- Fiuchtinneresi'' 26.*/ Vatei. yori; 5; 3qi indisch^ Kftämtlfeu& 3^'. Arb^itMirdleit, 33.. geirteskraiik, 34.' Schwiegervater von 1, 36. Einsammeln der Fmcnt, 38. Schiftsteil', 39. Frau von 1, 40. Wind, 41. Angehöriger eines europäischen Staates. «5e' die mystische Vorstellung von den sieben Himmeln. m er*»**'? Mr? Malmonldps-VortTage In Berlin. Dio bereits angekündigte Vortragsreihe über Mnimonldoa in der Lehranstalt für die Wiaaenachaft dea Judentums hat am 14. Januar mit einom Vortrage von Prof- Dr. I. EU bogen ühor „Leben und Leistung" begonnen. Ea folgen am: 28. Januar: Rabbiner Dr. L. Baeok: Der Kampf um dio Idee; 11. Fobruar: Dr. Oh. AIbock: Der Ideale jüdlsohe Staat und Beine Gesetzgebung; 26. Februar: Rabbiner Dr. Max Wiener: Das Ringen um das System; i. Marz: Dr. Fritz' Bamborger: Die Wirkubg in die Zukunft. Die Vortrage beginnen jowöUa 8 Uhr abenda. KammormuBlkobond. Dr. Hans Nathan (Klavier), Haurits v. d. Berg (Violino) und JSwel Stegmann (Cello) ..apiolen am 19. Januar, .abends 8 Dlir, im Hause Woil, Schlüteratraüo 87, Trioa von Jean Philipp Ramoau,' Alexandre Tansman und Anton Dvorak. „Freude Im Winter": 23. 1-, 16.30 Uhr nachm., Kindornaohmittag, M&rchenbrunnon, Am Friodrichshain 29/32; 23. 1., 20 Uhr abenda, Bunter Abend; 2G. 1., 20 Uhr, Konzert, Synagoge Lützowstrafle; 27. 1., 11.30 Uhr vorm., Kinomatineo, Kino LuiBenthcator, Roiohenborger Straße 3-1. Das Frey-Qnnrtett veranstaltet, unter Mitwirkung von Generalmusikdirektor Joseph Rosenstock (Klavier), am 29. Januar, abends 8.15 Uhr, im Großen Logensaal KlciststraOo 10 seinen oraten Kammermusikabond. Haydn: Streichquartott op. 20 Nr. -1, Erneut Bloch: Klavierquintett, Beethoven: Streichquartett op. 5'J Nr. 3. Hnseiunsiuhruiigen. Prof. Dr. Franz Landsberger voranstaltet int Kaisor-Friedrloh-Musoum am 2-1. und 31. Januar aowio am 7., 14., 21. und 28. Februar, vormittags 11—12 Uhr, Führungen. Dia Thema lautet „Einführung in die Kunst dea Barock". Die Jüdlsohe Ohorverelnlrung (Dirigont Leo Kopf) bereitet die Aufführung von ,J)io Zorstdiung Jerusalems" vor. Stimmbegabte Damen und- Herren werden gebeten, sich Donnerstag, abends fi Uhr, in der Synagogo Prinzrogontenstraßo odor bei der Geschäftsstelle, Pariser Straße 24; tu melden. Jüdischer Kulturbund Khefn-Bubr. „Micanol Kramer" von Gerhart Hauptmann in Köln: 21. und 24. Januar, 20.16 Uhr, Rheinlandloge; Wuppertal: 22. Januar, 20.30 Ubr, Stndtholie; Aachen': 231. JD> nuar, 20.30 Uhr, Neues Kurhaus. Goldeno Hochzeit. Am 13. Januar 1936 feierten der langjährig^ Ehrenvorsitzende des Humunitutsvereins Gow'ul Tauw, Herr Hermann Siegel, und seine Gattin Paula, gob. Juliuaburger, das Fest ihrer goldenen Hochzelt. Der Jubilar, der durch oino religiöse Foier im Logen'- haus la' der Kleiststraße. geehrt wurde, ist weiten Kreisen der jüdlschen- Bevölkerung Berlins durch seine nie' ermüdende Tätigkeit auf tXUS Gebieten der Wohlfahrtspflege bekannt. Wohlfiihrtsbrlofmarken. 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