Jüdische allgemeine Zeitung
- Journal
- Jüdische allgemeine Zeitung
- Volume
- 15 (1935)
- Issue
- 3 (16.1.1935)
- Date
- 1935-01-16
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Kinder, mag sie vom Bund oder von der Familie wahrgenommen werden. So wird der Sonnabend, vom etwaigen Besuch des Gotteshauses abgesehen, zum Tage der jüdischen Bildung. Unsere besten Seelsorger und, Pädagogen worden, darin wetteifern, in unseren Jungen und durch unsere .Tungen hoffentlich auch in unseren Alten die Freude am jüdischen Lernen zu erwecken. Ein Oneg Schabbat, der sich überraschend schnell dio Herzen der ganzen jadischen Jugend erobert hat, wird den Festtag beschließen und ein Gemeinschaftsgefühl froh und natürlich emporwachsen lassen, zu dem sich manch Altere jetzt erst mühsam unter dem Süßeren Drück der Verhältnisse zurückfinden. Es bedarf nicht der Hervorhebung, daß der feiertägliche Charakter des Sabbats jedem Zwang auf die Jugend abhold ist. Man wird ihn nur ausnahmsweise und nur zu Anfang dort anwenden dürfen, wo ohne die obligatorische Verpflichtung ziir Teilnahme das ganze Werk gefährdet erscheint. Der Besuch dea Gotteshauses hat nur Wert, wenn er freiwillig geschieht. So planvoll die Gemeinden 'und Organisationen dies jüdische Wochenende' gestalten mögen, von jeglicher .Schemotisieriing halte man sich fern.. Je größer das freie Spiel der Kräfte ist, um bo fruchtbarer werden Anregungen und Versuche sein. Die Rückwirkung von der Jugend auf das Alter wird nicht ausblieben. Um der Kinder willen, die es fordern sollen, wird dio jüdische Muttor am Freitag dio Sabbatkerzen anzünden, auch wenn sie dics( früher nicht zu tun gewohnt war. Der jüdische Vater wird neu anfangen zu lernen,' um teilzuhaben an dem, was Geist und Herz seiner Kinder erfüllt -. Die Reichsvertretung .der deutschen Juden, hat lange gezögert, bis sie dos deutsche. Judentum zur Rückgewinnung des Sabbats aufrief.- Sie war sich der Größe der Aufgabe, ' abor auch der Schwierigkeit ihrer Erfüllung wohl bewußt. Kein Verständiger würde C3 dem deutschen Judentum1 zur Last legen, wenn es .ihm wegen der gewaltigen Widerstände der Umwelt trotz aller Anstrengung nicht gelingen sollte, sich wirtschaftlich oder staatsbürgerlich zu behaupten. Wenn aber das deutscho Judentum darin versagen sollte, seine religiöse Gegenwartsaufgabe zu erfüllen und den Sabbat zurückzugewinnen, so wäre es für diesen Fehlschlag allein verantwortlich. Nachdem aber einige mutige Gemeinden und tatenfrohe Jugendbünde bereits beispielgebend vorangegangen sind, glaubte dio Reichsvertretung, nicht länger zurückhalten zu dürfen. Alle jüdischen Richtungen und Stellen sind nun aufgerufen, an dem großen Werke mitzuarbeiten. Der Appell gilt besonders dem liberalen deutschen Judentum, seine Sache ist es zu zeigen, welch religiöse Kraft ihm heute innewohnt. Flauen. Der Kunstausschuß der Gemeinde Plauen hat .seinen, ersten Instrumental-Musik-Abend abgehalten und dazu dds "Gottlicb-Trio aus Leipzig verpflichtet. Es wurde noch durch den Klarinetten-Solisten Hans Peter Bernfcld und den Bdritonistcn Santo Sonini erweitert. Die Vortragsfolgo ließ dio hohen Ziele erkennen, dio sich das Trio gestellt hat. — Auch im abgelaufenen Jahre 1934 hat dio Abwanderung unserer Gcmcindemitglicdcr angehalten. In Plauen selbst leben noch 360 jüdische Seelen. Der gesamte Bezirk der BezirkBgcmcinde Plauen umfaßt 49l Seelen. Dies bedeutet eine Verminderung der Mitglicdorzahl um' mehr als 500/6 seit dem 31. Dezember 1932, Von der angegebenen Seelcnzahl sind aber nur noch 94 Personen Steuerzahler. Die Rcligionsschulc wird in Plauen von 46 Kindern •und im Bezirk von 18 Kindern besucht. Hiervon werden zu Ostern etwa 12 Kinder entlassen werden, ohne daß ein Ausgleich durch Neuaufnahmen geschaffen wird. Bad Salzbrunn. Der Verband der Synagogengcmcindcn Nicdcrschlesicns sowie der Synagogengemeinden Oberschlesiens und dio Mittelstclle für Erwachsenenbildung veranstalteten in Bad Salzbrunn eine Lernwochc. Sie wurde durch eine Begrüßungsansprache des Vorsitzenden, Obermagistratsrats i. R. Dr. Guttmann, Breslau, eröffnet. In einer grundsätzlichen Ansprache behandelte B u b e r die letzten zwei Jahre deutsch-jüdischer Geschichte. Im Laufe der folgenden Tage hielt er einen Bibelkursus ab, dessen Thema „Dcutcro Jesaja" war. Seine Persönlichkeit gestaltete diese Vorlesung zu einem Erlebnis. Professor Dr. H'c i n c m a n n vom jüdisch-theologischen Seminar in Breslau sprach über „Das Judentum in der römischen Kaiserzeit". Dr. Simon behandelte das Thema „Manasse hen Israel" und gab ein großartiges geistig untermaltes Geschichtsbild. Professor Dr. Ernst Kantorowicz gab im Rahmen seiner Vorlesung über „Gesellschaftslcundc" soziolor'rchc Gesichtspunkte und wirtschaftliche Blickpunkte. Dr. Albert cwkowicz, Breslau, referierte über die „Jüdische Erwachsenenbildung in Schlesien" und schöpfte hier aus der Fülle des von ihm bearbeiteten Materials. Die Abende galten den Diskussionen. Eine Frcitagabcndfeicr, in der Buber mit hinreißendem Schwung Psalmen rezitierte, bleibt den Teilnehmern unvergeßlich. Der letzte Abend brachte Musikalisches, gemeinsam Erlerntes, in dem sich noch einmal gelöst die frohe Stimmung der Teilnehmer, die unendlich viel von diesen Tagen mitnehmen konnten, kundgab. IL T. DIE BIBEL ERZÄHLT i m Wochenabfchniit Befchaüach von dem Versuch Pharaos, die Israeliten in die Knechtschaft zurflekzuzwingen. Er zog ihnen mit einem großen Heere nach und erreichte sie am Schilfmeere. In ihrer Verzweiflung schrieen die Israeliten zu Gott und murrten gegen Mose. Auf Gottes Geheiß aber teilten sich die Wellen deB Meeres, und das Volk schritt trockenen Fußes hindurch. Die Aegypter folgten ihm und versanken in den -zurückströmenden Fluten. In jubelndem Lied dankten die Israeliten Gott für die Rettung und setzten dann ihren Weg fort. $ Am Schilfmeer ist das jüdische Volk durch'Gottes Gnade der Gefahr entgangen, seine soeben gewonnene Freiheit von neuem zu verlieren. Damit aber war seih Schicksal nooh nicht für alle Zukunft entschieden. Auch wahrend der Zeit, in 'der es im eigenen Lande lebte, hat es Jahrhunderte hindurch Fremdherrschaft ertragen, war die Selbständigkeit seines nationalen Lebens eingeschränkt. Auf fremdem Boden war es wiederholt unter entehrende Und drückende Ausnahmegesetze gestellt. Auf jede Knechtung aber ist stets die Befreiung gefolgt. Von diesem geschichtlichen Stande punkt aus ist auch unser heutiges Schickpal zu betrach-. ten. Es verliert dadurch den Charakter des Äußergewöhnlichen. „Damals sangen Mose und die Kinder Israel dieses Lied." — In den Schicksalsstunden eines Volkes wird seine Religion zum Lied. Sein leidenschaftlich erregtes frommes Gefühl strömt dann in brausenden Akkorden aus. Echte Religiosität aber erklingt nicht nur, wenn das Leben seine dramatischen Höhepunkte ersteigt, sie begleitet vielmehr als ewige Melodie mit leisem Tori auch den ruhigen Strom des' Geschehens'. Da, wo im normalen Ablauf der Ereignisse die RoUgiön aus den Herzen geschwunden ist, können auch außert gewöhnliche Schicksale sie nicht mehr zu vollem Leben erwecken. Von diesem Gesichtspunkt bub ist die Wandlung zu beurteilen, die sign im religiösen LebenunBerer Tage vollzieht. In der Not ihres Herzens haben die jümachen''Massen den Weg ins Gotteshaus, dem sie lange entfremdet waren, wiedergefunden. Eine echte Renaissance des' Glaubens aber wird nur darin 'vorhanden sein, wenn unabhängig von aller Tragik besonderer Ereignisse das fromme Fühlen der Mensche^ nach. Gott verlangt. Das Danklied am Schilfmeer ist nicht; nur deshalb von unvergänglicher Bedeutung, weil es mit einer entscheidenden Wendung im Schicksal'des jüdischen Volkes verknüpft ist, es ist auch ein ewiges. Dokument jüdischer Frömmigkeit. Relieiöse Demut und dankbare Freude eines ganzen Volkes gelangen hier, zu ergreifendem Ausdruck. ...Seinen; besonderen Charakter aber gewinnt dieses Lied durch die Reinheit.des humanitiiren Empfindens, das jede Regung unedlen Fühlens yerhiriderf.:. Jahrhunderte n^dürch hat Israel in Aegypten gelirnach und Elend, erduldet, und; trotzdej^: dringt aus ' seinem Herzen in der Stunde, , in der seine Unterdrücker in; den Fluten versinken, kein Lied des' HasjäesVfe ertönt.; ,Goftea; /Allmacht > und, aeifle .rettende, Tl^ebe. werden.-inj reiner Frömmigkeit;.vom Volke gepriesen; In all; dem' Traurigen; dös wir erleben, keine unedle- Empfindung in uns entstehen 'zu lassen,: unserein T^li-; giösen Gefühl seinen reinen humanitären Charakter zu erhalten, isf auch'ih; UnserenTagen Kellige' Pf lieht Lewkowitz-Berlin. Um das Gefetz / Von HEINZ KELLERMANN In einer der Diskussionenauf der vorjährigen 'Londoner .Weltkohferenz würde die Frage nach dem GeBetz 'gestellt! Es Bei nunmehr lange genug von 'liberaler Seite mit dem Rotstift gearbeitet worden. Die Abstriche hatten zur "vollständigen Negation geführt. Wollte man aber die allgemeine Pürolo nach autoritativer Führung heute richtig verstehen, so müsse es — namentlich soweit sie von der Jugend gestellt wird — als die Sehnsucht nach freiwilliger Bindung begriffen werden. Nun diese Bindung einmal verlangt werde, solle man sie auch ruhig geben, und zwar als Gesetzt Diesem' Ansinnen würde mit dem Einwand begegnet: Die Frage nach dem Gesetz könne immer nur da gestellt werden, wo zwei Voraussetzungen ' erfüllt seien: Einmal müsse eine allgemein anerkannte G e w a 11 da sein, die dos Gesetz erlasse, zum zweiten müsse eine Gewalt da seih, die vermöge der nötigen Machtbefugnisse die Durchführung dieser Gesetze garantiere. Beide Voraussetzungen waren Mb zum Untergang des jüdischen Staates zweifellos vorhanden. „Das Gesetz war ein nationales Ferment, und ist als solches von Anfang an gedacht" (Hermann Cohen, Die Religion der Vernunft), das Erstaunliche freilich ist, daß dos Gesetz, . das. als Staatsgesetz Religionsgesetz und als Religionsgesetz Staatsgesetz war, sich, behauptet hat und ,in der ganzen Geschichte des Judentums festgehalten und ausgebildet worden ist", als ihm die nationale Basis entzogen und die staatliche Sanktion; versagt wurde. ' Dies eben ging, weil und solange an die Stelle der obrigkeitlichen Aufsicht der Begriff der Tradition als patriarchalische Verpflichtung und geheiligtes Zeugnis trat. Anders wurde es eist, als auch diese Tradition durchbrochen wurde. Die Generation, die für ihre Person den Bruch vollzog, die wußte freilich noch um dio Kraft einer mizwoh; ihre Entscheidung war negativ, aber sie geschah im Vollgefühl der schweren Verantwortung, die jeder Einzelne übernahm. Dieses Grundgefühl aus echtem Protest, 'aus edler Wahrhaftigkeit, jjd|t>-, sid!»' nun und nimmer -vertragt ' mit der Zweideutigkeit streng theoretischer Vorschriften und lauer Praxis" (Emil Lehmann), war und blieb da« Eigentum einer Generation, die aus den Toren eines politischen, und geistigen Ghettos ausgebrochen war, '. -| Wenn nunmehr heute die Forderung nach dem Gesetz gestellt wird, so hat man wohl zu unterscheiden, von welcher Seite sie gestellt wird. . Im religiösen Liberalismus ist die völlige Freiheit der religiösen Übung schon, verschiedentlich Gegenstand, besorgter Kritik gewesen. In seinem sehr beachtlichen Aufsatz über „Die Grenzen des Liberalismus" (1928 erschienen in der Festgabe für Claude G. Montefiore) hat der leider so früh verstorbene Felix G o 1 d in a n n bittere Klage über die „Vernachlässigung des Gesetzes*" geführt. Mit einem für einen Liberalen' bemerkenswerten Eifer wird hier betont;- daß das- Judentum „seinem Ursprung nach OHenbarungsreligion, seinem Charakter nach Gesetzesreligion war". Die Leugnung der'göttlichen Offenbarung, die Loslösung vom Gesetze: bedeutet für jede jüdische Bewegung das Fortstreben vom jüdischen Boden ... Nirgends findet man in der liberalen Theorie die klare Erkenntnis, daßeeeln Judentum ohne Gesetz nicht geben kön ne!" Felix: Goldmann war ein Liberaler, und wenn er für den GesetzUchkeitsIcharakter des Judentums eintrat, so war es Ihm um dos Prinzip und nicht um die Form zu tun. Auch dos Gesetz unterlag nach seiner Ansicht der Entwicklung. Als Einzelerscheinung war es'für ihn absetzbar^ 'als Institut-dagegen un- \ eraetzlich. Darin unterschied er sich grundsätzlich von dem Orthodoxen, ober darin liegt auch seine Distanz zu 'denjenigen, die aus den Reihen der Jugend heute das Gesetz geflissentlich herbeiwünschen. Der Orthodoxie ist dos Gesetz Prinzip und Form in eins, der jüdischen Jugend in ihrer überwiegenden Zahl ist sie kein« von beiden. Felix G o 1 d m a n n stand mit seiner Ansicht in der besten Tradition derer, die noch um jüdischen Wert-, und vom historischen Kampf d«r religiösen Gegensätze innerhalb des Judentums wußten. Dio jüdische Jugend steht außerhalb der Tradition. Sie weiß von keiner Antithese zwischen sich und der Orthodoxie, weil sie vonreligiösem Judentum so herzlich wenig weiß. Ihre Bemühungen um dos Gesetz wirken daher nur selten echt und meist verkrampft. Nichts aber verträgt wahre Religiosität yeniger als erzwungene Liebe. Hier gilt wahrhaft _ das Talmudwort: „Man legt dem Volke keine Gesetze auf, wobei die Mehrzahl nicht bestehen kann." Es ist eben noch immer richtig, daß der wahre Zugang zur Religiosität von jedem allein gesucht und für niemanden konstruiert werden kann. Er führt über den Glauben und nicht über das Gesetz. Welchem Gesetzgeber aber soll die Jagend heute Glauben schenken? Hermann Cohen hat dem Gesetz die Bedeutung des Symbols zugewiesen. Nun wohl, das ist-die Rechtfertigung des vernünftigen Menschen vor - sich selbst, daß er Beine irrationalen Handlungen mit dem Sinn eines „echten Werts" belehnt. Was aber kann die Jugend einem Gleichnis an Werten abgewinnen, wenn sie nicht die Werte kennt, die hier; versinnbildlicht werden. So will es scheinen, als ob dos Gesetz'in seiner schweren Fülle nür dem begreiflich ist, der .nicht nur um die Kräfte weiß, die es feschafferi, sondern 'der ah iler g 1 a irbt. Fehlt dieses, dannist ob Gesetz nicht mehr als Krampf, mechanische Übung, Selbsttrug, höhle Form' auf tönernen Füßen. ' Immerhin, so wird gesagt, ein Anfang müßte, einmal gemacht werden. Zugegeben. Aber dann entkleidet die Handlung von der Glorie gottgefälliger Übung! Haltet es nicht um Gottes Willen und beileibe nicht um des Gesetzes Willen. Haltet es aber z. B. Um der Gemeinschaft willen. Wie das? Nun, das deutsche Judentum hat in seiner jungen Generation ein soziologisches Faktum geschaffen, wie ea selten kom- Sakter, willensstärker, einsatzbereiter es gegeben hat, den Bund, ieser Bund sucht seine Formen, seine Symbole. Warum sollten es nicht auch jüdische Symbole sein? Warum sollte er nicht die Gewalt sein, die dem religiösen Gesetz zur Anerkennung und Durchführung verhilft? Wohlgemerkt nicht jedem religiösen Gesetz und vor allem nicht mit dem psychologisch gänzlich verfehlten Anspruch auf „Verre 1 igio.nisie.rung" seiner Menschen. Religiosität kann nicht doziert und nicht gemacht werden, Sie -wird oder sie wird nicht. Aber der Bund ist auch ein Lernbund, der reinen Menschen das Wissen um jüdischen Wert und jüdische Geschichte vermittelt, und er ist vor allein ein Bund gläubiger Menschen. , 1 ' Sollte es nicht denkbar sein, daß auf diesem Boden auch das Gesetz seinen besten Sinn zurückgewinnt? Aus den Gemeinden Dortmund. Die Vereinigung für das religiösliberale Jude n tum und der Bund deutsch-jüdischer Jugend hatten zii einem Vortrag des Bundesführers Heinz K e 1 Te r m a-n n - Berlin eingeladen, der über dos Thema „Jugend und Religion" sprach. Nach einem hebräischen Liede der Buhde'smltgUeder und einer, kurzen Begrüßung des Herrn Rabbiner' Dr. Appel behandelte der Redner das bedeutsame TKema'.in tiefschürfender poriegung. Er wies-mit Schärfe auf die Fehler' hiii> die 'die religiöse' Bewegung der vergangenen Zeit gerade der Jugend gegenüber sieb hat zuschulden, kommen lasseh und die zur Folge hatte, daß die 'Jugend sich nach und nach vollkommen .von der Religion abkehrte. Wenn auch nun ein äußerer Anlaß gegeben ist, einen besseren Weg ab bisher zu gehen, so) solle man sich doch hüten, nun alte Methoden auf neue Zeiten anzuwenden-, Methoden, ■ die von außen beeinflußt, nicht in den Brennpunkt des religiösen Lebens vorstoßen. Jugend hat ihr Judesein von der Geschichte her wieder begriffen; eine Geschichte, die .nicht der Geschichte' anderer Völker' gleichgestellt Werden kann. Für den' Juden ■ ist' kennzeichnend die Beschreibung des Gottesknechtes im Deüterbjeäaio, der nicht die Schuld'de*. Weh aü\. sich: nimmt, jedoch' -diesem* durch seine. Standhaftigkoit überwindet. Deutsches Judentum' Wird 'nur "lo be ii, wenn, es religiös ist. fiundesführer O rgl er - Essen, sprach'idem-: Redner herzliche Worte des. Dankes, aus4; Der•• eindrucksvoll verlaufene Abend wurde durch ein deutsches Lied 'des Bundes deutsch-jüdischer 'Jugend beschlössen'.': \V >* :' ' '-' >.- •••.. - . . •' .■ -* i:. ',•;>•' ■■!'■■/'\-■•'; - *'! Dresden, , Die. Fra^rmtasioge; Diesdeh.'; .iui|«rli{l)t'" jejf vielen Jahren > in. Qho rrqch.Mri.li*, .(Kurbezirk^.Wejßeji;'..'ffirsch) ein jF.O.si'e u h e i in dos - ytm^a., fcK .^'^miriiig^äifi. ^Erwachsenen und ..Kindern als ErhöljmgsVüfenth'*)^ daneben,.auch,.ab luwawixtech^oitlic^e. und Bäuerische. Aushildimjjii'- «tynifc. idi«j»«o>;|^.,j^%J^&f..?iiI>BB, gänzlich^ Vmgäijtzf .stand. Vor-kurzem fanden sich nun in öbe'rrochwitz, auf Anregung und unter, der Leitung von-Rabbiner Dr. Wolf etwa 50 Kinder im Alter von 9 bis 16 Janren aus allen Kreisen der Dresdener Gemeinde zu froher'Gemeinschaft zusammen, Spiele im Haus und im Freien, Waldspaziergängo und anregende geistige Unterhaltung ließen eine Gemeinschaft entstehen, wie man sie herzlicher in einer so kurzen Zeitspanne nicht erwarten kann. Das gemeinsame Gebet und Anhören der Toravorlesung bedeutete stets den religiösen Höhepunkt des fröhlichen Ferientagewerks. Hamburg. Das Repräsentanten-Kollegium der Deutsch-Israelitischen Gemeinde hat dem Vorstand ,den Etat für das Jahr 1935 bewilligt. Der Voranschlag balanciert in Einnahme und Ausgabe mit 885 000 Mark. Der - Vorstand hat sich ermächtigen lassen, erforderlichenfalls den EinkommensteuerzuBchlag auf 20 o/o festzusetzen, Dies würde'eine Erhöhung von lo/o gegen das Vorjahr bedeuten. Der Etat des Jahres 1934 wird voraussichtlich mit ein^m Defizit von. 30 000 Mark abschließen. Die Portugiesisch- Israelitische Gemeinde , hat ihr. Gotteshaus . an. den Synagogen- Verband der. Deutsch-Israelitischen Gemeinde auf 5 Jahre verpachtet. Die' Gottesdienste ' der \ portugiesischen Gemeinde finden jetzt in einem Prlvathäuse statt. — In einer Delegierten-Versomni. fun^:;der jüdischen Frauenvereine sprach Fraulein Hannah JCairi njinski über die Ziele des Frauenbundes. -; E.;E,'.\. it':-: «Karlsruhe i. P. Die Konzortabteilung dei Vereins ffJFjT sc-h e Geschichte und Literatur hat in der 'letzten: Mjiiisine Re^ '.yoh gutenjKqnrtrten-'dargeboten. '; Frau Ine M&nt"-' Kar^ruhe /..zeagfti in, eincni ^Uederabciid iP.r^iben', ihrer, ^höineft! pUnufre. Ami gleichen" Abend erran'gen':.Dr.' Solomon und J!ran jiosieijbaum aus Frankfurt an zwei Klavieren wohlverdienten.IJfii-t {'tjft&Voa besonderer Bedeutung yfav'dÄ'TCbhzert der Stutt»4t$ Tjüchen Kuhetgeraeinschaft unter Leitung von Karl Adjer.. Tfyttolffi tfejini.daB Orchester zusammen mit dem Geiger Stefan FrenfailV Berlin Instrumentolwerke, zur Aufführung gebracht hatte, Jijtöi raewhto Adler zusammen-.roit. Beinern.Singkreis..das Puhlilaiih.;& Mit^t'lrungVi^^^ ' tuaheriken iKonzertsalsoh^be^ü^ Alexander Kipriisl" Der ÄBend war ein gewaltiges Erlebnis. Ul