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Jüdische allgemeine Zeitung · 1935-01-16 · 3 (16.1.1935) · page 5

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Journal
Jüdische allgemeine Zeitung
Volume
15 (1935)
Issue
3 (16.1.1935)
Date
1935-01-16
Page
– (sequence 5)
Language
German
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1. Beilage 16. Januar 1935 JÜDISCHE AUGEME1NE leivmtc Disku/fionsthemen auf der Berliner Hauptverfammlung der religiös-liberalen Vereinigung am kommenden Sonntag Zur Krife des religiöfen Liberalismus Von HERMANN VOGELSTEIN Zum Wesen der geistigen Haihing, die wir Liberalismus nennen, gehört die stolig erneute Selbstkritik. Mag es andere Anschauungsweisen geben, die, einmal gewonnen, relativ unverändert bleiben, gewissermaßen problemlos sind, so stößt die liberale Anschauung auf Schritt und Tritt auf Probleme, die nicht nur dio Auswirkungen der Anschauungsweise, sondern die gesamte Grundlage 'der geistigen Haltung betreffen. In dieser Problematik des Lib'erhlisnius ist es zum Teil begründet, daß er im Kampf um die praktische Verwirklichung anderen in sich geschlossenen Anschauungsweisen gegenüber als der schwächere erscheint; in dieser Problematik begründet,, daß innerhalb des Liberalismus nicht nur Schattierungen und Nuancen, sondern oft weit auseinander gehende Meinungen bestehen. Eine dogmatische Fixierung des religiösen Liberalismus ist daher kaum möglich. Wenn man von cinor Krise des Liberalismus spricht, so ist dies nur mit Einschränkung zutreffend. Denn der Sinn des Liberalismus ist die Krise — nicht nur die Kritik — jede Erstarrung ist der Tod des Liberalismus. Aber diese scheinbare Schwache ist, von der andern Seite gesehen, gerade die K r a"f t dieser Anschauungsweise. Denn nur 'wer gedankenlos in den Tag hineinlebt, gibt sich damit zufrieden, daß die großen Fragen des Lebens, unter denen die r e 1 i - giflso Frage eine der größten ist, ihm'als gelöst, als fertig dargeboten werden. Wer denkend und fühlend sein Leben wirklich erlebt,' den erfaßt ganz anders, was er selbst in seiner ganzen Wucht als Problem erkannt und bis zu einem gewissen Grade bewältigt hat. Der religiöse Liberalismus im Judentum ist überhaupt erst denkbar seit der Meridelssphnschen Zeit. Wohl hat es auch in früheren Jahrhunderten Mahner gegeben; die wesentlichen religiösen Lehten freier gegenüberstanden. Aber der Unterschied war ein gradueller, nicht ein methodischer. Zwei Dinge sind es, die seit dem Ausgang deB 18.' Jahrhunderts den religiösen Liberalismus Oberhaupt erst möglich gemacht haben, zugleich aber auch mit Notwendigkeit schaffen mußten. Das eine Moment ist der Eintritt der Juden in die Kulturgemeinschaft der Umwelt, von der sie bis dahin gewaltsam abgeschlossen waren, dos andere die gerade seit jener Zeit veränderte Problemstellung, dio den Begriff der Heb'gion anders faßte als die voraufgegangenen Jahrhunderte. In enger Verbindung hiermit stand die Lösung des Einzelnen von der bisherigen zwangsmäßigen'Bindung an die Gemeinschaft. Der Kampf entbrannte mit der Altorthodoxie, die in dem Einströmen von Elementen der modernen Kultur eine Untergrabung jüdischer Tradition Bali. Max Wiener zeigt in seinem gedankenreichen, freilich trotz weitgehender Ubereinstimmung kritisch zu wertenden Buche „Jüdische Religion im Zeitalter der Emanzipation" die vielfach enge Verbindung dieser religiösen Kampfe mit den Fragen der Emanzipation, wobei er allerdings das Problem der geistigen Emanzipation, des Eintritts der , Juden in die gesamteuropäische Kultur gegenüber der bürgerlichen. Emanzipation ein wenig zurücktreten läßt." In' dies^ anfangs unmethodisch, um Einzelfragen fast nur der Süßeren Form'geführt , wurden,'ging «3 letztlich'um die Frage der religiösen Freiheit deB Individuums'oder des bindenden Hechte der. Gemeinschaft, um die Begriffe Offenbarung. und Tradition, wenngleich alle diese Probleme erst in der nächsten Generation der Reform methodisch in Angriff genommen worden sind. Denn auch die Neuorthodoxie und ihr Begründer Samson Raphael Hirsch mit seinem Grundsatz „Tora im derech erez" ist Reform. Die -Problemlage komplizierte und verschärfte sich dadurch, daß Materialismus und Rationalismus in äußerster. Zuspitzung, ja . Überspitzung die Geister: beherrschten, daß-auf verschiedenen Gebieten der Individualismus übersteigert würde. Dazu kam ein Weiteres. Durch die staatliche Gesetzgebung ist vielfach die örtliche Gemeinde als die einzige Zusammenfassung der religiösen Interessen hingestellt worden. War seit ältesten Zeiten die. Gemeinde die Einheit, so-war sie es doch nur als Spiegelbild der jüdischen Gesamtheit,'der K'neeseth Israel. Dies Bewußtsein war weitgehend geschwunden oder doch < außerordentlich geschwächt. Die seit einem halben Jahrhundert veränderte Problcmlage der geistigen Welt wirkte sieb innerhalb des Judentums erst allmählich aus.; Wie stark Außere Einwirkungen ihren Einfluß ausübten, bedarf keiner Erörterung. " . . '' - . Wiederum , scheint die' Welt anders geworden zu sein, und das Wort von der Krise des Liberalismus scheint berechtigt zu sein. Wie weit es-auf andern Gebieten, politisch, sozial, wirtschaftlich zutreffend ist, kann hier außer Betracht bleiben. Für uns steht lediglich der'religiöse Liberalismus im Judentum zur Diskussion. Hier gilt dies Urteil in dem eingangs erwähnten Sinne in der Weise, daß die Gegenwart uns stärker als die vergangene Zeit die Pflicht und die Notwendigkeit der Prüfung der Grundlagen und der Betätigung der liberalen Anschauungsweise nahe legt. Dabei ist vorweg die Auffassung abzulehnen, die man mehrfach findet, daß wir nicht liberal oder konservativ, sondern nur Juden seien. Vielmehr ist dem entgegenzuhalten, daß wir nun einmal unser Judentum nur in irgend einer bestimmten Welse ansehen können, daß diese odsr jene Anschauungsweise dem Judentum und unserer jüdischen Betätigung nichts raubt, sondern nur die Art der Betätigung bestimmt, Dio Prüfung der Grundlagen unseres religiösen Liberalismus ergibt, daß sie unverändert auch heute in Geltung sind. Offenbarung und Tradition sind die Pfeiler, auf denen unsere ' Anschauung vom Judentum ruht. Sie ist, wie Abraham Geiger es ausgedrückt hat, offenharungsgläubig; sie glaubt an den Gottesgeist, der im Judentum die nirgends sonst erkannten Wahrheiten weckte, kräftigte, zur Reife und zum Siege führte durch seine absolute Schöpferkraft und sie ist traditionseläublg, sie glaubt an den Gottesgeist, der im Judentum seine Schöpfimg erhält, sie fortzeugen läßt, sie immer frisch geistig belebt. Alles ist ihr des Judentums unveräußerliches Eigentum, vom ersten Worte der Bibel . bis zum letzten eines Talmuduten, von den tiefen - Gedanken der mittelalterlichen Philosophen bis zu den Lukubrationen eines jeglichen Danchan, von der buchstäbelnden Enge des Kasuisten bis zum; freien Wort der neuen Predigt. Uberall erkennt sie den ursprünglichen Geist, nach den verschiedenen Zeiten und der verschiedenen Begabung und dennoch in -voller Einheit. So nennt er die Tradition die ebenbürtige Tochter der Offenbarung und betont > nachdrücklich die geschichtliche Kontinuität, die sich nicht aufheben, läßt' Was Geiger vor mehr als zwei' Mensclienaltem ausgesprochen hat, ist und bleibt, wie. man im übrigen zu Einzelheiten seines Wirkens stehen mag, der klaisisch« Ausdruck deB religiösen Liberalismus' auch in unserer Zelt Wenn in neuerer Zeit B u b c r Tradition edelste Freiheit dem Geschlcchte genannt hat, das sie hell und sinnvoll lebt, aber elendste Sklavorei den Eingewöhnten, die sie zäh und träge übernehmen, so ist dieso Charakterisierung fast wie eine Erläuterung des liberalen Begriffs der Tradition, der nicht dos unbedingte Festhalten der gewordenen Äußerungen, sondern das Festhalten des Geistes, der dio ganzo Geschichto des Judentums durchzieht, fordert. Sind dio Grundlagen auch durch die neuere Entwicklung nicht verändert, so worden dio Lehren von ondorthalb Jahrhunderten sorgfältig zu beachten Bein. Stärker, als es in der Vergangenheit vielfach geschehen ist, ist die Forderung der Synthese von Individualismus und jüdischem GemeinBehaftsbewußtsein zu betonen. Wohl ist Religion in erster Reihe Sache des Einzelnen, aber alle persönliche Religiosität verflüchtet sich' ohne die enge Verbindung mit der Gemeinschaft. Der religiöse Liberalismus besteht keineswegs in der Beseitigung der religiösen Ausdrucksformen, ist, wio Montefioro ea ausdrückt, nicht Subtraktion von der Orthodoxie, vielmehr fordert er von dem religiösen Verantwortungsbewußtsein eines jeden die persönliche Entscheidung in dem Bewußtsein, daß alles Geistige des Symbols und der Ausdrucksform bedarf. Und stärker als bisher muß auch in dieser Hinsicht das Bewußtsein lebendig sein, daß die religiöse Ausdrucksform über das Persönliche hinaus dos Zeichen des Bekenntnisses der Zusammengehörigkeit der Gemeinschaft des Judentums ist. ■ Was der jüdische Liberalismus nie, viele Liberale ober oft außer acht gelassen haben, muß jetzt mit allem Nachdruck betont und gefordert worden: Wissen vom Judentum. Die harto Gegenwart muß einen jeden darüber belehren, daß die Zeiten für immer vorüber sein müssen, in denen manche unserer Glaubensgenossen auf allen Gebieten des Wissens zu Hause waren, aber fast mit Stolz ihre völlige Unwissenheit auf dem Gebiet des Judentums bekannten, die Zeiten, in denen in vielen Häusern deB „Volks des Buches", wie die Araber die Juden nannten, eben dieses Buch gar nicht, zu finden und inhaltlich unbekannt war, dio Zeiten, in denen manche ihre Kinder vor der „Uborbürdung" behüteten, die gerade ein gründlicher Religionsunterricht und ganz besonders der Unterricht im Hebräischen verursacht haben würde. Mit der vor fohlten Anschauung muß aufgeräumt worden , die dio Kraft des Liberalismus vielfach arg beeinträchtigt hat, als sei man um so liberaler, je weniger man äußerlich und innerlich mit dem Judentum zu tun habe. Aus tiefster religiöser Verbundenheit mit dem Judentum wie aus fester Verbundenheit mit der Kultur der Zeit ist der jüdische Liberalismus geboren. So wenig die äußeren Ereignisse die Grundlage der Anschauung zu verschütten vermögen, so sehr Bollen sio zur Abstellung von Schäden veranlassen. Sorgfältigster Uberprüfung bedarf in ihrer praktischen Auswirkung die Haltung gegenüber der Gemeinschaft des Judentums. Wenn irgend eine Zeit, so muß die gegenwärtige einem jeden klar vor Augen fuhren, wio stark wir mit unzerreißbaren Banden an die Gemeinschaft des Judentums geknüpft sind. Das Bewußtsein der K'nesseth Israel, dieser Gemeinschaft, die nicht bloße Schicksalsgemeinschaft ist, sondern eine solche, die durch gleiche religiöse Grundanschauung und durch gleiche Ideale die Autgabe und den Sinn der Gegenwart bestimmt, muß wieder lebendig sein. Liberalismus iBt nicht Auflösung, sondern freie Bindung an dio Gemeinschaft Ein innerlich starker Liberalismus wird und muß sich innerhalb der Gemeinden und des Gesamtjudentums seine Stellung und seinen Einfluß wahren, unbekümmert um Zeitströmungen seine Anschauungen festhaltend und zur Verwirklichung bringend. Die Rückgewinnung des Sabbats In schweren Stunden seelischer Bedrängnis und wirtschaftlicher Not erlebt dos Judentum seine Wiedergeburt. Die Rückkehr zur Religion der Väter hat bei uns eingesetzt, die Zahl der Beter im Gotteshause steigt an. Tief ist die Sehnsucht nach den geistigen Quellen unseres jüdischen Seins, die jüdischen Lehrhäuser sind zum Teil überfüllt. Am stärksten ergriffen von dieser Welle der Umkehr ist der religiös - liberale Jude. Dem Menschen wird das Element. seines eigenen Lebens gar leicht zur Selbstverständlichkeit, zum mühelosen und deshalb zum allzu gering geachteten Besitz. Was es ihm wert ist, erkennt er häufig erst in der Stunde der Gefahr, wenn er drum leiden muß oder ihm sein Verlust droht . Das Leid der Gegenwart trägt das liberale deutsche,Judentum.gememsam, mit^l!5n„Richtungen unserer Glaubens- und Schickaalsgcmeinschaft. Aber keine Gruppe vor in der Vergangenheit so sehr in Gefahr, ihr jüdisches Sein, ihr« jüdische Lebenshaltung, ja sich selbst an die deutsche-Umwelt zu verlieren wie die Schicht, die man gemeinhin, wenn auch häufig.zu Unrecht, unter dem Sammelbegriff „Uberale Juden" zusammenfaßte. Sie hatten sich im vergangenen Jahrhundert mit leidenschaftlicher Inbrunst dem europäischen und deutschen Kulturkreis verschrieben, haben ganz außer Verhältnis zu ihrem Bevölkerungsanteil Bedeutendes für. deutsche Wissenschaft, deutsche Kunst, und deutsches Gemeinschaftsleben geleistet; sie haben sich ober nicht nur aus den geistigen Mauern des Ghettos emanzipiert, sondern gleichzeitig auch weitgehend altvaterische Religiosität und Lebensführung verlassen. Die in der Gegenwart-auf sie eindringende Außenwelt, die ihnen das Deutschtum abspricht, traf sie besonders hart.' Die deutsche Wurzel ihres Seins wurde jäh beschnitten. Die jüdische Von Dr. JULIUS L. SELIGSOHN war weitgehend verkümmert, schien vielfach zu schwach, um den Baum des Lebens zu tragen und ihn mit neuer Kraft zu erfüllen. Erneut hin'abzuBtoßen zum Urgrund unserer Religion, zu den ewigen und nie versiegten Quellen des Judentums wurde daher die Forderung des Tages für den religiösen Liberalismus. Ihm besonders gilt daher der Aufruf der Reichsvertretung der deutschen Juden, den Sabbat neu zu eigen zu gewinnen; „Aber der siebente Tag sei ein Ruhetag dem Ewigen, deinem Gottel" Die Forderung des sozialen Ruhetages haben wir nicht-nur der Welt geschenkt, sondern auch selbst zu erfüllen getrachtet, soweit dies nach den Gesetzen der Umwelt, in der wir leben, möglich erschien.. Doch 'fragen wir uns ehrlichi Wie weit haben wir auch'die .zweit«' Förderung verwirklicht nicht nur körperlich von der Arbeit' 'äiu&ninen,' sondern; diesen Tag dem Ewigen _zii widmen, unserem Corte?. Viele von uns werden beschämt keiner Antwort wissen. Aber gerade darauf kommt ea jetzt an. Des körperlichen Ausruhens bedürfen leider nicht olle, da gar zu Viele ohne Arbeit und Stellung bereits die Werktage feiern müssen. Aber um so mehr ist ihrer aller Seele ob der schweren Gegenwart voller Unruhe und zerrissen. Seelische Beruhigung tut ihnen not, geistige Aufrichtung, Halt des Charakters und Wissen um das, was es heißt und heißen soll, ' in dieser Welt Jude zu sein und als Jude zu leben. Sie werden es lernen, sie werden die Ruhe aus der Unruhe Ihnes heutigen Lebens finden, wenn sie den Sabbat wieder nicht nur der Zerstreuung und allzuoft der Zerstreutheit: widmen, sondern dem Ewigen. . Damit ist nicht nur die religiöse Andacht gemeint. Sie wird, wenn Not auch beten lehrt, von einem weltlich gesinnten Ger schlecht vielleicht am schwersten wiederzugewinnen sein. Gott offenbart sich uns nicht nur in seinem Tempel, er lebt in seiner Tora, im biblischen und nachhiblischen Schriftrum, in der heiligen Sprache unserer Gebete, wir spuren sein Wirken in der Geschichte des Judentums.. Wenn wir uns in ,diese Quellen versenken, wenn wir uns mühsam die Mittel wiedererwerben, um zu ihnen 6inahT zusteigen, wenn wir von neuem anfangen, zu „lernen", .wie es . unsere Väter1 taten, auch, dann widmen wir den Sabbat dem Ewigen und geben ihm die Bedeutung zurück, die ihm in; alten Zelten zukam und die ihm gerade im deutschen Judentum heute gebührt- Vor allem gilt dies für unsere Jugend, deren Zukunft die ganze Arbeit von uns Alteren dient Der Unterricht am Sonnabend ist durch die Einführung des Staatsjugendtages in den allfemeinen Schulen neu geregelt An diesem Tage findet für das . bis 8. Schuljahr wissenschaftlicher Unterricht nicht mehr statt. Die jüdischen Schüler können auf Antrag,der Ekern am Sonnabend vom Schulbesuch befreit werden. Man mache von dieser durch den Staat uns gewahrten Möglichkeit Gebrauch, sobald Landesverbände, Gemeinden und jüdische Organisationen die Einrichtungen geschaffen haben, die der Sabbatgestaltung der Jugend dienen. Man fürchte nicht, daß die jüdische Jugend durch das Fernbleiben von der Schule am Sonnabend ihren. christlichen Mltschükra weiter entfremdet wird oder daß diese Befreiung vom Unterricht zu einer Verstimmung der Lehrer fuhrt Erste res Ist nicht zu besorgen, da auch die organisierte nationalsozialistische Staatsjugend ain Sonnabend-Unterricht nicht teilnimmt Und jeder Lehrer wird Verständnis dafür haben, wenn Eltern ihren Kindern eine betont religiöse Erziehung geben und hierzu ganz besonders die Jahre benutzen, in denen sich dies 'mit den Anforderungen der Schule am leichtesten verträgt •„.',. . Wird in dieser Weise unsere gesamte Jüdische Schuljugend aus den jüdischen und weltlichen Schulen Wenigatens vom 5. bis,, zum 8. Schuljahr zusammengefaßt, so muß es gelingen, sie bewußt zur jüdischen Religiosität, zur jüdischen Bildung und zum iüdlsohen Gemeinschaftsbewufttgeln zu führen. Synagoge, Familie und Bund sind die gegebenen Träger dieser Erziehungsarbelt Eine sorgfältige Planimg hat einzusetzen, die das jüdische Wochenende, . wenn man diesen Ausdruck einmal gebrauchen darf, ganz umfaßt Der Freitag-Abend wird dem Gottesdienst und der Familie geboren. Gerado die Abendstimmung Im Tompol hat für dio Jugend etwas besonders Festtägliches und Anziehendes. Letzteres gilt auch von dem längeren Aufbleiben an diesem Abend, das seihst für dio kleineren Kinder unschädlich Ist, wenn ■ sie am nächsten Morgen nicht früh zur Schule müssen.' Der Sonntag ist der gegebene Tag für dio körperliche .Ertüchtigung unserer

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