Jüdische allgemeine Zeitung
- Journal
- Jüdische allgemeine Zeitung
- Volume
- 15 (1935)
- Issue
- 3 (16.1.1935)
- Date
- 1935-01-16
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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welche mit der Entwicklung des gesamten menschlichen, seelischen und geistigen Lebons im Einklang stehen. Es Bind drei Punkte, auf die ioh hier eingehen möchte. Von grundsätzlicher Bedeutung scheint mir zu sein, daß wir -den Gctneinschaftscharnkter unserer Bewegung Btllrker hervorheben und, bei aller Würdigung der Rechte der , religiösen EinzclpcrBÖnlichkeit, das Lebensrecht der Gemeinschaft als solches starker in! unseren Gedanken- und Arbeitskreis einschalten.' Daß dio Gesamtheit nicht nur eine Summe von Individuen ist, Bondern Truger eigener Persönlichkeit und eigenen Lebens, ist nicht nur ein . philosophischer und juristischer Satz; wir deutschen Juden hoben ' dieses Xeben der Gemeinschaft und seine Ausdrucksformen im 7letzten Menschenalter handelnd und leidend, als' Deutsche und Juden, genugsam verspürt Das Wesentliche ist nun, die Folgerung zu ziehen, und . den Auegleich zu finden zwischen Individuum und. Gemeinschaft. Bisher hat im Widerstreit zwischen diesen Forderungen fast immer das Individuum seiner eigenen Ansicht und seiner eigenen — geistigen und leihlichen — Bequemlichkeit zum Siege verholfen-, heute gilt es, für diese Gemeinschuft Opfer zu bringen, Opfer nicht nur des Geldes, nicht nur der gelegentlichen Tat, sondern auch der ständigen Arbeit und de$ Gedankens. IJe geht nicht an, daß in jeder kleinen Einzelfrage in Haus, Schule, Gotteshaus und Gemeinde der Einzelne seinen Verstand und sein Gefühl zum alleinigen Maßstab macht. Dio jüdische Gemeinschaft hat ihr geschichtliches Recht zu leben, und diesem Recht müssen wir uns ein-' und unterordnen. Manche Anschauung, manche Ausdrucks- . fonni die. geschichtlich geworden ist, und ein lebendiges Merkmal unserer Gemeinschaft gebliebern ist, .hat ihr Recht, weil es die Gemeinschaft will, auch wenn der Einzelne, nicht will. Ein zweiter wesentlicher Punkt betrifft "die Frage nnsercs jüdischen Seins In Deutsehland, Manche hoben versucht, ih» Dasein als deutscher Jude nur aus ihrem deutschen Empfinden heraus zu formen und zu erklären. Ober die jüdische Begründung dieses Daseins haben sie nie' nachgedacht. Gerade ihnen scheint daher der ganze Bau erschüttert. Nun, wir brauchen hier nicht oft Gesagtes zu wiederholen, zu wiederholen, daß tiefste Liebe erst im Unglück ihre Probe besteht; das Ist die Einstellung'des wahrhaft vaterländischen Mehschen. Wir haben in. unserer Vereinigung darauf hinzuweisen, daß es jüdische Verpflichtung ist, anderthalb Jahrtausende jüdischer Geschichte auf deutscher 'Erde ' auch mit stärksten geistigen und materiellen Opfern' fortzusetzen. Wer daran glaubt, daß Judentum und jüdische Gemeinschaft unabhängig sind v.öti Ort Und Zeit, Weil der Gottesgeist, dessen Träger und Künder wir . sind, nicht ort- und zeitgebunden ist, der muß eintreten für die Gleichwertigkeit jüdischer Arbeit, wo immer sie ehrlichen Herzens und mit Ernst geleistet wird. Aus dieser Anschauung entnehmen wir doa* Stecht und die Pflicht zu unserer . Aufbauarbeit. Und nun das Letzte und Wichtigste, Jede 'Weltanschauung ' beweist ihren Wert erst durch ihr Werk. Innere Klarheit ist wichtig und notwendig, sie bleibt Philosophie im luftleeren Raum, wenn ihr nicht die Arbeit folgt. Noch immer behaupten sogen, gute liberale Juden, es sei „noch nicht" die Zeit, unsere Arbeit aufzunehmen. „Wenn nicht jetzt, wann dann'?" Wenn unser Judentum jemals eine Chance gehabt hat, die Menschen nicht nur äußerlich als Rubrik im Stahdesregister zu nominieren, sondern innerlich zu durchdringen, so jetzt, heute in diesem Augenblick. Alles Lernen und Lehren, jede religiöse, wirtschaftliche und soziale Arbeit bleibt Kärrnerarbeit, wenn sie nicht getragen wird. , von dem Glauben, daß sie 'nicht nur Beruf ist* sondern Berufung, ein noch so geringer Beitrag am Aufbau einer lebendigen jüdischen Gemeinschaft der Zukunft. 9 Wo -wir zusammenkommen, um zu lernen, zu beten, zu feiern lind für unsere Nebenmenschen zu arbeiten, muß uns der Gedanke begleiten, daß es jüdische Gemeinschaftsarbeit ist, die geleistet wird. Erst dann und nur dann bauen wir auf. Neben diesen wichtigsten Fragen unserer Arbeit tritt alles ändere zurück, auch die notwendige Abgrenzung gegen andere jüdische Weltanschauungen. Das Bewußtsein, ein lebendiges Judentum eigener Prägung in sich zu tragen, ist die beste Abwehr gegen fremde Angriffe und Eingriffe. Wer den Wert jüdischer Arbeit hier in Deutschland erkannt hat, wer immer wieder genötigt ist, sein jüdisches Weltbild der Umwelt gegenüber zu werten und zu wahren, den wird nie. j encs ftfinde r wertigkel tage fQh 1 be fallen, das immer noch Menschen aus unseren eigenen Reihen gegenüber den anderen jüdischen Bewegungen angstigt, Respekt vor der eigenen Überzeugung lehrt Respekt auch vor ■ ehrlichem jüdischem Glauben und judischem Werk, die nicht die unseren sind. Man soll sich hüten, den Gegner zu unterschätzen, ganz fwiß aber auch, ihn zu überschätzen. In diesem Gefühl eigener Qrde und eigener Lebenskraft wollen wir religiös-liberalen Juden unsere Arbeit fortsetzen 1 Abfdüedsfeier im Krankenhaus für dta G&efgyaUcologen BaniUtorat Dr, Abel Zu Ehren des bisherigen Chefgynäkologen des Jüdischen Krankenhauses in Berlin, Sanitätsrat Dr. Karl Abel der sich nach langjähriger Tätigkeit von der Leitung der gynäko logischen Abteilung de» Krankenhauses zurückgezogen hat, fand eine Abschiedsfeier statt, an der der Vorstand der Berliner Jüdischen Gemeinde, der Kranhenhausvorstand und die dirigierenden Arzte des- Krankenhauses mit ihren Assistenten teilnahmen. In einer Reihe von Reden wurden die wissenschaftlichen Verdienste Dr. Abels und seine hervorragenden Leistungen im Dienste des' Krankenhauses gewürdigt. Für den Gemeinde vorstand sprach Rechtsanwalt Dr. Alfred Klee dem scheidenden Arzt den Dank der Gesamtgemeinde für sein erfolgreiches Wirken aus, dos immer von besonders herzlicher Menschenfreundlichkeit getragen war. . Namens des - Gesundheitsamtes der Gemeinde sprach Professor Dr. Selig m arin. Geheimrut .Professor Dr. Hermann Strau&s widmete dem, scheidenden Kollegen im Namen der dirigierenden Arzte besonders herzliche Abschiedaworte. Ein dankbares Bekenntnis ZU dem in der wissenschaftlichen Welt ' hochgeschätzten Altmeister ' legte sein Nachfolget! derneue dirigierende Arzt der gynäkologischen Abteilung, -P,r,4 Joseph (dessen. Bild wir :ju d^r^Beilage jn. der Rubrik „Aus der Welt des Arztes" veröffentlichen), ab. Auf Anregung von Dr. Klee wurde beschlossen, alljährlich 4hr 10. Januar' den Gemeindevbrstandj den1 Krankenhousvorstend un)i die1 Arzte des .Jüdischen Krankenhauses zu einem „Abel V i Aus dem Meiodiensehalr jüdischer Komponisten "Xro 19. Jan nu4rf:iLn3iVnbr^^^ «irte, ■■^^^MiSU^»At^'-^tM' 'Mit^.V'Max' Ilosentllat nuor, coenue o uur, uouw w iwuw <jy—0~a----.----i Straße eih'-Msikalisener"'Abend1 statt; MitW.r Max' Ilbaenthal' (Vibtfki«))^ Hildo Ixibbolz-Kussel (Gesang), GuBtav Seibel (Klavier) Das Staatsbürgcrredit der deutfehen Juden Wie in der Tagespresso mitgeteilt wird, hat der Reichs- und preußische Minister des Innern, Dr. F r i c k, einem Mitarbeiter der Hearst-Presse eine Unterredung gewahrt, in der er eine Reihe wichtiger verfassungsrechtlicher Fragen beantwortete. Dr. Frick führte dabei aus, daß organisch mit der fortschreitenden Entwicklung Tag für Tag ein neues Stück Verfassung wachse, und am Schluß der vom Führer beanspruchten Vierjahresfrist werde das Werk mindestens im Rohbau vollendet dastehen. Das deutsche Volk werde dann selbst Gelegenheit hoben, dazu Stellung zu nehmen. Eine der dem Minister vorgolegten Fragen betrifft die zukünftige staatsrechtliche Stellung der nichtarischen Bcvölkcrungstcilc in Deutschland. Aui die Frage, ob das bisherige allgemeine gloiche unmittelbare und geheime WjO h I r e c h t weiter in Geltung bleibe, und ob auch die nichtanschc deutsche Bevölkerung das ■ aktive Wahlrecht weiter ausüben dürfe, gab Rcichsniinistcr Dr. Frick folgende Antwort: / Das allgemeine, gleiche, unmittelbare und geheime Wahlrecht zum Reichstag wird für beide Geschlechter aller deutschen Staatsbürger weiterhin in Geltung bleiben. Die Frage, ob die nichtarische Bevölkerung des Dritten Reiches das aktive Wahlrecht erhalt oder nicht, hängt von der weiteren Gestaltung des Staotsbürgerrechts im Deutschen Reich ob. Nach den Grundsätzen der NSDAP vom Jahre 1920 sollen Staatsbürger des Deutschen Reiches nur Deutsche Bein. Deutsch ist aber nur der, der deutsch c n D1 u t o B ist. » Die Frage einer Neugestaltung der deutschen Rcichsverfossung, deren Bestimmungen' durch die zahlreichen, diu bisherige Verfassungssystem in vielen grundsätzlichen Punkten abändernden Gcsctzo seit der Machtübernahme durch den Nationalsozialismus vielfach gegenstandslos geworden sind, ist auch, für uns Juden von eminenter Wichtigkeit. Wie auB den Erklärungen des RcichsinncnminiBters hervorgeht, ist die, Gestaltung dea neuen Staatsbürgerrechts noch nicht endgültig festatchend. Obwohl das parlamentarische System beseitigt und das Wahlrecht vielfach, zum Beispiel bei Gemeindekörperschaften, abgeschafft worden lBt, ist es trotzdem für Volksabstimmungen und für die Wahlen zum Reichstag bedeutungs\oll. Als Ausdruck der Mitwirkung am Staatslebeu können wir deutschen Juden nur wünschen, daß es uns erholten bleibt, ah Bürgern des Staates, die ihre Pflicht dem Volksganzen gegenüber, steta gern und freudig getan haben. Die Grundsätze der NSDAP aus dem Jahre 1920, auf die der Reichainnenminister verwiesen hat, und die auch heute als Grundlage der Arbeit der Partei gelten, sehen eine Berücksichtigung der rassenmfißigen Zugehörigkeit bei der staatsbürgerlichen Betätigung vor. Die Arierbestimmungen in den Bcamtcngcsetzcn und in den übrigen das öffentliche' Leben betreffenden Vorschriften sind der Ausfluß dieser Grundsätze. Bisher hat man darauf verzichtet, die Rechtsstellung der nichtariBch.cn Bevölkerung bei der Ausübung ihrer staatsrechtlichen Betätigung zu beschränken. Wir' möchten. hoffen,' daß auch die in Aussicht stehende Neugestaltung des Staatsbürgerrechts uns deutschen Juden wenigstens keine weitere Minderung unserer Position bringen wird. * ... Die .„Fränkische- Tageszeitung".,., ein Organ . Jcs GaulciterB■ Julius Streicher, veröffentlicht das Interview und stellt ihm bcmerkenswerterweiso eine Vorbemerkung voran, derzufolgc daB Interview vom Berliner Dr.- 0.' H.-Mitorbciter der Hcorst Press dem Blatte „liebenswürdigerweise wörtlich zur Verfügung" gestellt wurde. Im .Gegensatz zur Wiedergabe in anderen Blättern ist das Interview in der „Fränkischen Tageszeitung" mit dem vollen Namen des Fragers, Dr. Otto Heuer, unterzeichnet. ' ie Raffeneleuiente der Jaden Ergebniffe anthropologifcher Forfchuiig — Bildergalerie gibt AuffchluJl — Die Vertreter der filterten Raffeiütraktur Prag. Im Rahmen einer Artikelserie, in der die Ergebnisse der anthropologischen Forschung überdie Raascn Zentrale u r o p a b dargelegt werden, hat die ..Präger Presse" einen den Juden gewidmeten Aufsatz veröffentlicht, der von Dr. S. Czortkower vom Anthropologischen Institut der Jan Kazimicrz-Univeraität in Lemberg verfaßt ist. Für den Anthropologen, sehreibt Dr. S. Czörtkowcr, bilden die Juden eine der interessantesten ethnischen Gruppen, die ihre Existenz von den entlegensten Zeiten bia zur Gegenwart bewahrt haben. Das jüdische Volk, dessen Geschichte über 3000 Jahre alt ist, darunter beinahe zwei Jahrtausende in der Zerstreuung, konnte über geschichtliche Kataklysmen hinweg, ohne irgendeine staatliche Bindung und ohno durch eine dem ganzen Volke gemeinsame Spracho verbunden zu sein, seine kulturell-ethnische Eigenart bewahren Die Juden haben zwar ihre ursprüngliche Rossenstruktur nicht behalten können, besitzen aber noch jetzt eine Reihe Rassenmerkmale, welche vqn der nichtjüdischen Bevölkerung abstechen und zusammengefaßt die sogen, „facies iudoica" darstellen. Diese Merkmale können wir nicht nur unter der gegenwärtigen Judengeneration beobachten, sondern auch auf altägyptischen und assyrischen Denkmälern. Wenn wir z. B. eine Bildergalerie besichtigen, die Juden von der ältesten Epoche bis zur Gegenwart darstellt, kommen wir zu der Überzeugung von der Stabilität dieser Merkmale. Wenn wir zur Feststellung gelangen, daß unter den Juden Rassenmerkmale vorkommen, die den sie umgebenden Völkern eigen sind, bo ist dieser Umstand Infiltrationsprozessen zuzuschreiben. Sogar vom Standpunkt aus, daß bei den jüdischen Gruppen keine Beimischung fremden Blutes stattfand, hätten wir auch kein Recht zu behaupten, daß die Juden eine einheitliche Rassehformation bilden, wie jede andere Population, so bildet auch dio jüdische einen Komplex mehrerer in verschiedenen Quantitäten vertretener Rassenelemente. Auf die Heterogenie der Rassenkomponenten der Juden im Altertum hat als erster Luschan (1892) die Aufmerksamkeit gelenkt. Er unterscheidet drei Komponenten: das hellhaarige Element, dpa semitische und das . dunkle kurzköpfige. Daa erste Element führt Luschan auf die A m o r i t e r zurück, das zweite schreibt er den Kanaanitern und das dritte den He ttitern zu. Die übrigen Komponenten sind auf spätere Einflüsse zurückzuführen. Luschans Amuhmen stimmen, mit den Forschung»- rcsultaten von Lenipert-Bauer, Motiegka, Fischer, Stojanowski, Lipieo, Szpidba>tm, Günther U. v, a. überein. In welchen Mengen die erwähnten Elemente Unter dea Juden vor ihrer Zerstreuung vertreten waren, können wir aui Grund der prähistorischen Archäologie erschließen. Czortkower geht diesen Ursprüngen nach und charakterisiert dann die beiden in der .Diaspora entstandenen, sprachlich' und ethnisch getrennten Gruppen: 1. der Sefardim, deren Ursprung-auf den Stamm Jehuda. zurückgeführt wird, upd 2. der Aschkenasim, die angeblich die Nachkommen des Stammes' Benjamin bilden. Nach. Prof. J. Czekänowsld bilden den Kern der europäischen Bevölkerung vier Rassen (die nordische, mediterrane, lapponoido und armenoide)' und deren sechs Mischformen (subnordische, nordwestlich?, bUnarische, - alpine, sublapponoid« und llttoralel Diese Rasseh sind auch unter den Juden vertreten in Gesellschaft einer fünften Komponente: der Orientalen Rasse. Bei Kreuzungsproressen ergeben die für die europäischen Völker bezüglichen'Elemente zehn Kombinationen, bei den Juden — in Berücksichtigung der ^, Die Zeit Uft nahe ■; in' der Ihnen der. Briefträgerdie Quittung überdaß Abonnement deS' kommenden Monats vorlegen; wird, pbe'rse&en/Sie bitt&^ntchtj itür die rec^tzöiti'^fe Orientalen Rosse — 15 Kombinationen (fünf Hauptrassen und zehn Mischrassen). Die Vertreter der ältesten Rassenstruktur sind heute;, die Sponiolcn, dio Juden Mesopotamiens, Syriens und Persiens. Bei ihnen überwiegt die Orientale RasBe, (45,7 °/o) bei einer starken Mischung mit der mediterranen Rasse (2(5,3 o/0) und der armenoiden Rasso als ansehnliche Minoritäten (16,7 o/0). Hingegen finden wir dort nur in kleiner Anzahl nordische (5,1 o/o) Und Iapponoidc (6,8 %) Komponenten. Eine ganz anders geartete Struktur weisen die Juden-des Kaukasus und Armeniens auf. Dort' herrscht die armenoido Rasse (60,3 o/o) vor, an der zweiten Stelle die Orientale Rasso (16,6 o/o), dann die Iapponoidc Rasse (13,5 0/o) und an. letzter Stelle die mediterrane (9,6 o/0). Die Juden Mitteleuropas 1 stellen eine vom Rossenstandpunkt aus quantitativ beinahe ausgeglichene Formation dar. Von den beiden früher erwähnten Gruppen unterscheidet sich die stärkere Beimischung der nordischen^ (21,5 o/0) und lapponoiden Rasse (23,8 0/0), während die armenoide bei ihnen mit 20,3 o/0 und die mediterrane mit 18,4 o/o hervortritt. Die für die ursprüngliche Population charakteristische Orientale Komponente ist bei den Juden Ost- und Mitteleuropas bloß mit dem verhältnismäßig niedrigsten Prozentsatz von 15,9 o/o vertreten. Die bedeutende Beimischung des Blutes nordischer und lopponoider Rasse, die im Durchschnitt übor 40 °/o der GeBOmtjudenheit Ost- und Mitteleuropas umfaßt, ist unzweifelhaft jüngeren Ursprungs. Sie ist der Einwirkung der autochthonen Bevölkerung, in erster Reihe der Chasaren, Slawen und Finnen, zuzuschreiben. In mancher Hinsicht Bind hier auch die Germanen zu berücksichtigen, welche sich als wesentliche Welle mit den Ostjuden kreuzten, der Umgangssprache der Juden, dem sogen. Jiddisch, den fränkischen Charakter aufdrückten. l^ie^eyÄBtg lfares'Äbbnnemenis /' §orge' j^'^ Uap)rl>Kcbw®W .^^kSm'^^^- ÖfifeBezugspifeifl beträgt ,BM. BUtÜgÜoh -lÖ. Pfg-. Bestellgeld» Dichtung weiter wachsen. Apfelbaum und Mittel Will Vesper über die Judenfrage Der Dichter Will Vesper, der von schwedischen und norwegischen Gesellschaften zu Vorlesungen' aus seinen Werken eingeladen worden war, ist jetzt von Beiner Nordlandreise zurückgekehrt und hat sich einer Mitarbeiterin des Dresdener „Freiheitskampf" gegenüber über seine Erlebnisse und Erfahrungen ausgesprochen. Unter den Btets wiederkehrenden Fragen, die ah den Dichter gerichtet wurden, habe sich auch die'befunden: Wie Btchen. Sie zu der .Judenfrage? „Vesper benutzte," so schreibt Dr. Mally Behler Iii dem erwähnten-Blatt, „zu ihrer eindeutigen Beantwortung die anschauliche Form der Bildersprache, den BiJdvcrgleich. (An einem Bild ist nicht so leicht zu deuteln wie an einem Wort.) „Heißt Freiheit nicht: Wachsendes sich frei im Saft Beiner'Kräfte entfalten lassen? Gehört hierzu nicht daa Fernhalten von schädlichen Giften, die den gesunden Stamm zersetzen? , . . Hält nun nicht auch bei euch Schweden oder Norwegern der Apotheker schädliche Gifte streng unter Verschluß? . . . So hat auch das deutsche Volk von heute endlich begriffen, daß es zür Reinerhaltung und zur freien Entfaltung seiner Eigehsäfte die Giftstoffe, die es Bchon seit Jahren zerfraßen, abriegeln muß . , ." In dieser. Begriffsdeutung liegen jedem Einsichtigen die Antworten.für die beiden andern Fragen enthalten:'Ausscheidung der Rassefremden nicht an sich, sondern'rasseschädlicher Elemente ist ein entscheidendes Anliegen des Nationalsozialismus. „Von hier aus," erklärt Will Vesper,, „wird gerade dem Skandinavier das neue starke deutsche Wullen am.-schnellsten klar. Denn er hat einen gesunden, Sinn für Eigenwüchsigkeit. Aiw diesen Überlegungen heraus läßt Will Vesper, jetzt den treffenden Vergleich,', besser die Fabel, foljgeri von dein deutschen Apfelbaum und der fremden Mistel, die sich'auf ihm'niederließ und ihm seine Kräfte entzog, so daß er selbst kaum noch. FrQchtp reifen lassen < konnte. Die fremde. Mistel war das Un -. kraut eines übe.r^achteten. dekadenten Juden tunis (Judentum also ün eingeschränkten Sinn, nämlich soweit es/.für unsfere'Haltmig 'äusscnla'ggebend Bern das den Apfelbaum zudeckte und nach außen fast verdeckte,., so daßman. draußen,- glauben : mußte, dio, Mistelbeere, sei ' dier Frucht, de» Apfelbaumes.' Mag. pah 'nun! deh,.deutschen Äpfel' mögen oder nicht;' mag' man den Geschmack der Schmarotzerpflanze vorziehen '•^ - devgustibuij moh .est disputandüml —: Wii Deutsche wollen jedenfaUs den -deutschen ApW..- esBen,- unsero; g«8und<),.;;6t*mm!..