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Jüdische allgemeine Zeitung · 1935-01-09 · 2 (9.1.1935) · page 9

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Journal
Jüdische allgemeine Zeitung
Volume
15 (1935)
Issue
2 (9.1.1935)
Date
1935-01-09
Page
– (sequence 9)
Language
German
Belongs to
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) DIE SEITE DES BUCHE S iiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiuiiiiiiiiw Durch die Jahrhunderte Kaum eine Woche, in der nicht ein jüdisches Buch erscheint. Wertvolles, weniger Wertvolles, Gleichgültiges, auch Überflüssiges. ■ Zur Belehrung und Unterhaltung. Zur Einführung in die Schntz- ' kammern jüdischer Weisheit und zur Erweiterung jüdischen Wissens. Ideologische Literatur und jüdisch-politische Broschüren. Bücher von bleibender Bedeutung und vorübergehende Attraktionen einer Leihbibliothek. Bücher für uns Juden geschrieben, um der Juden willen. Ohno Anreiz hoher Honorare. Ohne die Lockung großer Auflogeziffern. Aber der Drang, Bich' literarisch in dieser Zeit mit indischen Problemen auseinanderzusetzen, ist ebenso groß wie die Aufnahmebereitschaft des jüdischen Lesers. In seinen Gesprächen mit Eckermann achorzte Goethe einmal über dio Schwierigkeit des Lesens und den Dünkel vieler Leute, die ohne alle Vorstudien und vorbereitenden Kenntnisse sogleich jedes wissenschaftliche Werk lesen möchten, als wenn es oben nichts woitor als ein Roman wflre. „Die guten Leutchen", meinte Goethe, „wissen nicht, was es einen für Zeit und Mühe kostet, lesen zu lernen. Ich habe achtzig Jahre dazu gebraucht und kann noch jetzt nicht sagen, daß ich am Ziel würe." Wer lesen lernen will, jüdisch lesen, der greife zu dem berci(s vor der Zeit des Sturms und Drangs nach „Erwachsenenbildung" im Schocken-Verlag;, Berlin, erschienenen „Jüdischen Lesebuch". Unter dem Titel „Sendung und Schicksal" haben Nahum Norbert Glatzer und Ludwig Strauß aus der Überfülle des nachbibliBchcn Schrifttums Proben ausgewählt, die, ohne eine . Systematik jüdischer Theologie und Ethik zu bilden, Anleitung und Anregung Bind zu weiterem vertieften Studium. „In losen Bildgruppen , heißt es im Geleitwort, „mit schwebenden Übergangen, sollte die ganze Stromlandschaft jüdischer Sendung und jüdischen Schicksals vom Quell in der Beziehung zwischen Gott und Mensch bis. zur Mündung ins Reich Gottes sichtbar werden." So steht neben den philosophischen Gedanken des Maimonidcs die einfache, lebensnahe Erzfihlungswciso des Midrasch, ein chassidisches Lied neben talmudischer Spruchweisheit, Mendclssohnscho Bibclkommcnöerürig neben der Hoffnung der .klugen Glückel von Hameln auf das Erscheinen des Sabbatai Zewi, des falschen Messias, . Dio Bibel ist in diese sorgsame Auswahl nicht einbezogen; Die Bibclzitate und biblischen Wendungen sind der Schriftüncr- . setzühg Von Buber und Rosenzweig entnommene was allerdings der Klarheit nicht immer förderlich ist. ßiö erstaunliche Leistung sprachlicher- Benennungen^ - die den Ürsinn aufspürenden Wo'rt- ETilgungen werden auch im „Buch der Zwölf", dem dreizehnten and dieser Schriftverdeutschung (Schocken-Verlag, Berlin) in Martin B u b c r s Übertragung offenbar. Für den Gebrauch populär werden die—Bücher der sogenannten Kleinen Propheten in dieser Übersetzung allerdings kaum werden. Sic ist, für das Ohr und nicht für das Auge, und ihr kolorierter Sinnklang wird so recht nur beim Rezitieren wirksam. Eine dankbare, aber keineswegs leichte Aufgabe hat sich Joachim Prinz gestellt, als er daran ging, „Die Geschichten der Bibel'? (Erich Rciss Verlag, Berlin) 'für die jüdische Jugend zu erzählen. Ein Versuch, der Anerkennung verdient und zweifellos' einem Bedürfnis abhilft, da ähnliche frühere Bearbeitungen, -wie etwa die Aucrbachscho .Kleine Schul- und Hausbibel, nicht mehr zweckentsprechend sind. Dr. Prinz ist ein Freund der Jugend. Seine Liebe gehört den Kindern. Das prägt sich auch in der klären, einfachen Ä^dryc&swcisci aus, die sich in Satzbildung und Tonfall ganz auf die kindliche' Psycho eingestellt hat. Auch in der Auswahl verrat sich das, pädagogische Geschick des Nachcrzfihlers. Bedauerlicherweise verläßt Prinz zuweilen diesen Standort und gcfflllt sich in der Rolle des Neuschöpfers und Umdichtcrs.- Warum ergeht er sich in Fantasien um Joseph? Ist dip Schilderung der Bibel nicht farbig und für das jugendliche Gemüt nicht anregend genug? Warum die banalisierende Parallele zu „Hans im Glück"? Warum die- Erfindung des Schmuckdiebstafits durch Potiphars Frau? In der Bibel erzählt Joseph zuerst seinen Traum Von den Garben. Ist es effektvoller, wenn Prinz ihn zunächst von den Sternen träumen laßt? Während nach Exodus II, 3, 4 Jochebed, dio Mutter Moses, den Knaben im Nil aussetzt, laßt Prinz dies durch dio Schwester Miriam besorgen. Diese Einwände, die sich noch vermehren ließen, können jedoch nichts daran ändern, daß das Buch in den Händen der jüngsten Jugend seino Mission' erfüllt. Hoffentlich. ist der Erfolg so groß; daß es nicht nur zu der versprochenen Fortsetzung kommt, sondern auch zu einer baldigen Neuauflogc und damit zu einigen Korrekturen. Die beigegebenen Zeichnungen von . Heinz Wellenberg charakterisieren, dio Vorgärige, mit knappen Strichen und werden zur Popularisierung des Buches sicherlich beitrogen. # Wenn man von den Juden als Jem Volk des Buches spricht, so denkt man dabei vor. allem an die Bibel, an „dos Buch", dos von den Juden der Menschheit übermittelt wurde und zum meistgelesenen Buch der Welt geworden ist. Die stark ausgeprägte Neigung der Juden zum Buch hat sich jedoch der Literatur in jeder Gestalt zugewandt und Bich besonders in allen Leiden der jüdischen Gcschichto gezeigt. Nicht nur die Heilige Schrift, sondern auch andere jüdische Bücher haben gerade in solchen Zeiten eine läuternde und festigende Kraft ausgeübt. Gleichviel," ob sie von jüdischer Vergangenheit Bprechen oder von der Problematik jüdischer Gegenwart. In die älteste Vergangenheit der Juden auf deutscher Erde führt das soeben im Verlag M. u.. H. Marcus, Breslau, erschienene große Sammelwerk „Germania Judaico.", das im Auftrag ' der Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentumsvon ' I. Elbogon, A. Freimann und H. Tykocinski herausgegeben wurde. Der Plan; ein alphabetisches Verzeichnis aller Ortschaften des deutschen Reiches^ an denen von den ältesten Zeiten , bis zu den Wiener Verträgen jüdische Ansiedlungen bebesonderem Interesseverfolgte man den Verlauf der Partie Michell—Thomas, weil Thomas durch einen Sieg oder eventuell sogar durch Ileinia sich .den ersten Preis hätte aichern können'. Michell gewann die Partie. Als, Nachziehender gewann Flohr;egen> Milner-Bary. Die Partien Capablanca—Botwinnik, Lilien- Jial—Vera Mcnchik und Norman—Euwe wurden remis. Somit fallen die drei ersten Preise gemeinschaftlich an Euwe, Flohr und Thomas, die je 6l/s Zähler haben. Den vierten Preis ge.wahn Capablanca mit 51/« Zählern. — Außer Capablanca. sind bekanntlich auch Euwe und Flohr Juden. 'S . Scliacli- Weltturnier in Paläflina Tel Awiw. In einer. Pressekonferenz in Tel Awiw sprach! Bürgermeister Dizengoff über die; Vorbereitungen zu der. im April. stattfindenden zweiten Makkablah, An der Makkabiah würden Tausende jüdischer 'Sportleute aus allen Ländern der Welt teilnehmen. Im Rohmen der Makkabiah werde außerdem das $rste internationale Schnchtournier in Palästina abgehalten werden., Zu:' diesem Tournier " seien ■ i Nennungen hp rvorrogender Schach'-, meist er aus 2 Ol« andern erfolgt. .. standen haben, anlegen und deren Geschichte auf Grund der Quellen wissenschaftlich darstellen zu lassen, geht bis ins Jahr 1903 zurück. Die von einem Stob von Mitarbeitern in minutiöser Kleinarbeit zusammengetragene Geschichte zahlloser Gemeinden . und Ortschaften bietet eine unendlich wertvolle und aufschlußreiche Darstellung der Frühgeschichte der Juden in Deutschland bis zum Jahre 1238. Leider hat es den Anschein, als oh dieses Werk infolge der Ungunst der Zeiten zunächst nicht weiter fortgeführt werden kann. Eingeleitet wird der mit Quellenangaben und Anmerkungen reich durchsetzte Band durch einen „Deutachland" überschriebenen zusammenfassenden Aufsatz des kenntnisreichen Professor Ismar Elbogcn,. der in Siedlungsgeschichto, Rechtsstellung, Organisation der Judengemeinden, Besteuerung der Juden, ihro wirtschaftliche Tätigkeit, Beziehungen zwischen Juden und Christen sowie kulturelle und religiöse Bestrebungen gegliedert ist. Unmöglich, auch nur andeutungsweise einen Eindruck der profunden Forschcrarbeit und der Vielseitigkeit zu vermitteln, dio auf diesen 540 Seiten ihren Niederschlag gefunden haben. Es ist in Daten und Namen, in Zahlen und nüchternen Notizen die Lebens- und Leidensgeschichte jüdischer Menschen auf deutscher Erde, von jener Zeit an, da sie im Gefolge der Römer sich auf dem Boden des deutschen Reiches niedergelassen hoben. So sind sie für Köln als römische Bürger im Jahre 321 ausdrücklich, für Trier vermutlich um dieselbe Zeit indirekt bezeugt. Die jüdischen Siedlungen in Deutschland sind dann offenbar infolge der Stürme der Völkerwanderung oder infolge von Vertreibungen durch die fränkischen Könige zugrunde gegangen. Ein neuer Ansatz zu Siedlungen beginnt orst wieder unter Karl dem Großen, wenn auch zu seiner Zeit auf deutschem Boden mit einiger Wahrscheinlichkeit nur in Aachen Juden festgestellt werden. Von den Gemeinden an dor Mosel wird Metz zuerst 888, Trier erst 1066 erwähnt, obwohl kaum daran zu zweifeln ist, daß beide lange vorher jüdische Bevölkerung hatten und behalten haben. Als die älteste nachweisbare jüdische Gemeinde ist Köln anzusehen. Bereits in der Colonia Agrippinensis ist zur Zeit des Kaisers Konstantin (306—337) eine Judengemeinde, mit Rabbinern und anderen in Gemeindedienst stehenden Beamten nachweisbar. Das Werk zieht aber nicht nur die großen Linien dor wechselvollen Geschichte der Juden in Deutschland mit lapidaren Strichen nach, es hebt auch Verborgenes, kultur- und religionBgeschichtliches Detail ans Licht. Man erfährt beispielsweise, daß die Burg Godesberg im Jahre 1210 vom Cölncr Erzbisehof Theoderich aus dem konfiszierten Vermögen eines Juden erbaut worden ist. Oder, daß die Juden der Stadt Cöln Wie die übrigen Bürger das Waffenrecht besaßen und hei der Stadtumwallung von 1106 ein besonderes Tor zur Verteidigung zugewiesen erhielten, das nach ihnen die Judenpforte hieß. Oder, daß der Cölner Hausbesitzer Brüning der erste war, der den Namen Judenbischof führte. In seinem 1146 an die Geistlichkeit und an dos Volk in Ostfranken und Bayern gerichteten Schreibon, in dem er zum Kreuzzug aufforderte, crmahnte .Bernhard von Clairvaux, dio Juden nicht zu verfolgen, sie nicht zu töten, noch zu vortreiben. Sie sollten nur den Kreuzfahrern die Zinsen erlassen. Erschütternd in ihrer nüchternen dokumentarischen Sprache die Berichte von den Blutbcschuldigungen, Qualen und Glaubenskämpfen, denen dio Juden während der Zeit der Kreuzzügo ausgesetzt waren. So haben bei der Verfolgung im Jahre 1241 in Frankfurt am Main 24 Juden ihr Leben durch dio Taufe gerettet, und mehr als 173 oder il80, darunter drei Gelehrte, sind als Opfer ihres Glaubens gefallen. Ein Stück jüdischer Heldengeschichtc auch die Darstellung des Märtyrertodcs von Männern und Frauen in Mainz, die sich .durch ein freiwilliges Endo unter furchtbarsten Tragödien einem Glaubenbübevtritt entzogen. Daneben gibt es auch Beispiele eines mannhaften Eintretens für die grausam Verfolgten. So entrollt sich in diesem Band ein Bild, das schonungslos die Flammenzeichen ruheloser Zeiten festhält und verbürgter Beweis ist für die — trotz allem — tiefe Verwurzelung der Juden in deutschem Erdreich. Das Werk, darf gerode heute, da die Frage nach Herkunft und Betätigung der Juden in Deutschland so viel erörtert wird, des Interesses aller wissenschaftlichen und gebildeten Kreise sicher sein. 1 * Von der Frühgeschichte in die Gegenwart. Don ersten literarischen Ausdruck jüdischen Lebens unserer Tage hat der junge Arzt Max Sumtor in einer Erzählung gefunden, die zuerst als „Legende von den Judeiv" im „Morgen" veröffentlicht' wurde, und jetzt (im Vortrupp-Verlag, Berlin) unter dem Titel „Die V e r s u c Ii u n g" erschienen ist. Auch dieses schmale Bändchen ein Dokument. Geboren, aus. der höchsten Verwirrung der Gegenwart und weisend in die Zukunft. In wenigen Sätzen wird zu Beginn die Stimmung jenes bedeutungsvollen f. April eingefangen, der ein junger Student, von seinem Studium ausgeschlossen, entflieht. Nach zielloser Wanderung findet er Aufnahme in einem süddeutschen Arbeitslager. Er, hat'nicht nur die Flucht vor dem Elternhaus ergriffen, er will auch der jüdischen Gemeinschaft entfliehen. In der Arbeit einer anderen Gemeinschaft,' im Träumen unter dem nächtlichen Himmel der Natur will er vergessen. Doch die Vergangenheit hält ihn umklammert, seine Unsicherheit wächst mit jeder Stunde. Als er beim Fällen eines Baumes durch' Einsatz .seiner-Person seine-Kameraden aus Lebensgefahr rettet, und dafür bei einem Fest im Lager ausgezeichnet werden soll, bricht es aus ihm hervor und mit dem stolzen Bekenntnis seines Jüdeweins verläßt er dos Lager, begleitet von den Wünschen der Zurückbleibenden. Heimwärts. „Noch war .alles Flucht und'nichts Aufbruch. Es gab kein Vergessen, alles war Schickaal, immer wieder mußte neu begonnen werden." - Ein tapferes, aufrichtiges Bucb geschrieben aus der zerrissenen Seele eines ringenden-Menschen, der sich durch lockende ■ Versuchung tapfer hindurch kämpft: auf den vom Schicksal mar- -. kierteh Weg. Max Samters Erzählung verdient weiteste Ver-* breitung. ' - Auch S. J. Agnona Novelle „Und das Krumme _ wird, gerade" um die die Schockenbücherci ihre. ,bunte Reihe bereichert bat, , könnte deii Titel „Die Versuchung" führen. Sie eriänlt, . mit .vielen anekdotischen und gleichniahaften Ornamenten ausr geschmückt, den. Abstieg eines ..begüterten Händlers in die Niede- .. rungen eines, ruhelosen, erbarmung^würo^geni Daseins. Bettler-; daseins. Die Versuchung tritt an ihn auf einem Jahrmarkt in Gestalt eines Gauners heran, der ihm. einen Empfehlungsbrief . eines Rabbi abkauft. Vom Unglück verfolgt, mit Schande überhäuft darf Menasche' Chajim gleichwohl als ein Begnadeter eingehen in den großen .Frieden, nach den Worten Raschle: „Sie; , sühnen ihre Qual durch'ihr Leiden". Eine, lose aneinandergereihte Kette von- Alltäglichkeiten heiterer, trauriger und' beschaulicher :Art, funkelnd im Glanz dichterischer Verarbeitung. In der gleichen Serie-läßt'Ludwig Strou.ß, der Dichter derQr lyrischen „Nachtwocho", zwölf Geschichten erscheinen, die unter dem- Sammelnamen „Botschaft" zusammengefaßt sind. Ihm stehen . nicht nur die Paatellfnrben einer fernen' Zeit zur •Verfügung', um' etwa die Guttaten seines Großvaters m «childernr die ihm im ' Leben .und nach dem Todo vergolten werden, sondern auch die kräftigeren und krassen Töno, um das Bild einer mariischen Brandstifterin eindrucksvoll zu malen. Nicht alles ist von gleichem Wert. Von stärkster gestaltender Prägung die Titolnovcllo mit der unerhörten Figur einer irrsinnigen Komödiantin, in der Kindertränen zu einer Hoffnung spendenden Botschaft worden. . Engen Tannenbaum. Ferner erfchienen: Der Retter von Chulo. Jüdische Jugend—Geschichten aus dem neuen Palästina. Von Elieser S m o f 1 y. Erich Rciss-Vcrlag. Das moderne jüdische Jugendbuch fehlt "noch immer. Auch der „Retter von Chuln" ist kein Rettor in' diesor Not. Aber er enthält immerhin eine Reihe von frisch zupackenden und aus dem - unmittelbaren Leben herausgegriffenen Kindorgeschichten, von denen die TitclcrzBhlung (vor allem), das spannende Abenteuer von zwei Jungen auf einer nächtlichen Bootsfahrt und dio Skizzo „Der Mann in der WüBte" alle dio Ingredienzien aufweisen, mit der solche Kost für die Jugend gewürzt sein muß. Heinz Wollonbcrgs Zeichnungen dienen wirksam der Verlcbcndigung. Wer? Was? Warum? 613 Fragen und Antworten. Von Dr. E. Grünthal und G. Kutachuk. Varia Verlagsaüslicforung, Berlin. Dos Bandchen will einen Querschnitt durch das Judentum geben, indem es dio vor Jahren aufgekommene amerikanische Manie des „Frag mich was?" auf jüdischo Dinge anwendet. Gewissermaßen als Fortsetzung des Kreuzworträtsels. Ein amüsantes Bildungsspiel, bei dem dem Auagefragten in beschämender Weise zum Bewußtsein gebracht wird, wie wenige Einzelkcnntnissc er besitzt. Eine unterhaltsame Methode, geistige GymnoBtik zu treiben und Strandgut der Bildung zu sammeln. Da das Buch den verstandlichen Ehrgeiz hat, „interessant" zu Bein, fragt es bisweilen nach Dingen, auf deren Beantwortung nur in den seltensten Fällen zu rechnen sein wird. Dos sind dann allerdings keine Fragen mehr, sondern', um einen hebräischen Ausdruck zu gebrauchen: Kaschcs. Alle Tage deines LebenB. Ein Buch für jüdischo Frauen. Von Martha W e r t h c i m c r. J. Kauf fmonn-Verlog, Frankfurt a. M. Dai Buch der klugen, mitten im jüdischen Leben stehenden Frankfurter Schriftstellerin Dr. Martha .Wertheimer will der jüdischen Frau in Stunden, der Besinnung, irt der Synagoge und im Hause,' in fdstlichen Zeiten und im Alltag ein Begleiter, sein. Kein Gebotbuch etwa, vielmehr ein Wegweiser, ein Anhaltspunkt, ein Bindoglicd. Es dient der unaufdringlichen Belehrung, ebenso wie der Aufrichtung, der zu gläubigem Vertrauen hinführenden Hingabe an jüdisches Sein und Dasein. Jüdischer Kalender 1935 (5695/96). Herausgegeben vom Verein „Freunde der Toubstummcn-Jcdido Jlmim". Zum Beginn des bürgerlichen Jahres ist dieser reich illustrierte Kalender erschienen, der neben den bürgerlichen Daten diejenigen des jüdischen Kalenders, mit Wochenabschnitt und den Berliner Gebetzeiten bringt; Gut ausgewählte Zitate und Bilder aus( jüdischen Bezirken geben dem Kalender, der geschickt für den wohltätigen Zweck zugunsten der jüdischen Taubstummen wirbt} einen besonderen Anreiz. %abtstaitQn Tanz-Kaffee Tr la n o n W 30. Baycillin« Platt 1 # Inhaber S. Bomiteln Mitglied .der 'üdtschen Oemelnde Täglich nachmittags und Abend« Tanz Für Vereine, Hochzeiten, Geburtslage. Konllrmatlonen usw. stehen aeoarate Räume zur Verfügung '# Erstklassige Oesterreichische - Ungarische Küche zu ganz billigen Preisen mmm tänckapbllr hans qbkrt Konditoreileon KurfDratendOmm 105 Sätt 40-800 Arswwn faiimd filr Veranataltungen jeder Art frei Caf 6 Uhlandeck Km-f0.rBt«ndamm 31 Konzertmusiki' Tanz! 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