Jüdische allgemeine Zeitung
- Journal
- Jüdische allgemeine Zeitung
- Volume
- 15 (1935)
- Issue
- 2 (9.1.1935)
- Date
- 1935-01-09
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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»aß, \ Hatte den Eindruck., daß im, Inneren'•des 'Wageng. ein unmenschlicher Schrei "ertönte. .. .. ■ Das Licht der Scheinwerfer' schnitt die Straße haarscharf in ■ zwei. Teile. Pfeifend sauste das Auto wie ein Pfeil durch' die -. Straße, es war ein Wunder, daß die Reifen nicht am Bordstein platzten. Am Rando des Burgerstoigs ging Doktor Tarnten . Um die gleiche Zeit Bpielteh in der Wohnung des Schneiders Gold dessen Kinder, Boruch und Angelika, Verstecken, als wäre nichts geschehen. Dos Verlöschen des Lichtes mochte in dieser Behausung. keinen' sonderlichen Eindruck, es war auch ohnedies hell. Auf dem weißgedeckten Tisch brannten dio Kerzen, —' es war Freitag abend. „Guck , sap^te Angelika, „alle Laternen in der Straße Bind ausgelöscht." Sie hatte1 Benwarze, gelockte Haare, schmutzige Hunde und die Nase'voller Ruß. „Ich habo eine Laterne im Bauch", sagte Boruch schmollend. Er war wirklich ein Original, der 'Junge. Die kleine Angelika härte auf zu spielen, setzte sich ans Fenster und brach in Schluchzen aus. „Warum kommt Papa nicht? — Er wollte doch gleich wieder da sein?" . „Papa hat auch eine Laterne im Bauch", flüsterte der Junge. , Er war das sonderbarste Kind, daB es gab. Er schaute die sieben brennenden Kerzen an, dann blickte er durch das Fenster: . . . Nobel und roBtbraune Blatter. „Hörst du die Hupe? Das ist ein Auto . . .1" Der. Wind sang sein trauriges Lied, er kam und floh. Uber den Wolken zeigte sich ein hoher, herbstlich kalter Himmel , . . Dar AmbulonzWagcn .verlangsamte seine Fahrt und hielt dicht neben dem Denkmal Batorys. Paul Öffnete die Tür und sprang zuerst hinaus. Sofort roch die ganze Straße nach Jodoform, nach Äther und nach anderen dumpfen Duften. Ohne auf den Burgersteig zu blicken, auf dem der Schneider Gold in krampfhafter Verrenkung lag,' ging Paul rund um den Wagen, aber Oberarzt Bogucki kletterte bereits langsam heraus.' Er war in Schweiß gebadet. Sein Gesicht war roter als dio Kreuze auf den Scheiben. „Wo ist der Kranke?'^,fragte' er jedoch in aller Ruhe, ,. . . der Warter Paul kratzte ach hinter dorn; Ohr. Um den Körper des Schneiders Gold hart« sich eine kleine Zuschauermenge' versammelt. Der Polizist näherte aich dem Arzt ' und grOßte: „Ein Unglücksfall, Herr Doktor. Ein Mann hat mit der Hand die Hochspannungsleitung berührt." Der Alte hörte nicht mehr hin. Er bückte sich, die Schöße' Beines, Arztkittols wischten Ober das feuchte Pflaster.' Der Doktor nahm die. rechte Hand des Schneiders und suchte longo vergeblich nach dem Puls. Dann beugte er sich zu den erstarrten, verzerrten Lippen hinunter und roch. Er spürte den dumpfen, wohlbekannten Geruch des Seziersaales, Leichenduft,' den Geruch des Todes. Einer der Gaffer bemerkte: „Er hatte ganz nasse Kleider, das. hat ihn um so leichter getötet . . .1" Der alte Arzt erhob Bich, schüttelte den Kopf und befahl dem Wflrtor, den Körper in den Wagen zu schaffen. „Fohren Sio mit uns zurück, Herr Doktor?" fragte Paul. Der Alte wurde aufs neue böse und stampfte mit den Füßen auf: „Nein!" schrie er ungeduldig, „ich ziehe es vor, zu gehen!" — So wie er war, ohne .Hut, in dem weißen Kittel, einen Bleistift in der Hand, entfernte er sich hinkend, mit den Schritten eines alten Mannes ... Mathematiker plaudert aus der „Schule" Befuch bei dem 60jährigen Profeffor IJfai Schur „Gruppentheoretisch" gesprochen, zerfallen für den Interviewer die „Qbjekte" seiner Tätigkeit in zwei ganz verschiedene Gruppen. -Die eine Gruppe, dos sind die KüriBtler, die Schriftsteller, die Musiker, kurz die Menschen, die im öffentlichen Leben stehen, die jeder, gehört, gesehen hat, von denen er gehört; die sind im allgemeinen leicht zugänglich. Die andern sind die stillen, ernsten bescheidenen Gelehrten, die Männer der Wissenschaft, die sich beinahe komplexhaft der Öffentlichkeit entziehen und sich am liebsten . phot.' .Sonnonfojd. Issai Schür in ihre Bücher vergraben, mit ihren Gedanken und mit der Lösung der ßie beschäftigenden Probleme befassen. Ich telepHoniere an. „Hier Schur'«. ,;Herr Professor, Sie feiern demnächst Ihren 60. Geburtstag, darf ich dieser Tage zu Ihnen kommen, um Sie „auszufragen?" Die Antwort erfolgt zögernd. Erst als ich zur Aktivlegitimation hinzusetze, daß ich der Sohn von Max Simon, Straßburg, also eines Fachkollegen von ihm bin, verabreden wir Tag und Stunde. Sein Arbeitszimmer, ein bequemer Raum, ein Eroßer Schreibtisch, Regale mit Büchern an beiden Sjugswänden des Zimmers. Wie ich mich noch in dem sonst schmucklosen' Zimmer umschaue, kommt Professor Schur auf mich zu, eine schlanke Gestalt, hohe Stirn, klare, sehr ruhige, ernste Augen, graumelierter Bart, angegrautes Haupthaar. Gang unefHaltung lassen eher einen, Fünfziger als einen Sechziger vermuten.- Ich nehme' Platz, Professor Schur bleibt vorsichtig in Deckung, ich habe. dos unbestimmte Gefühl, er möchte am liebsten! jede Aussage' verweigern. Dann berichtet er ruhig, beinahe' gleichgültig, daß er Schüller' von Frobenius sei, bei Scnwarz-upd' Fuchs gehört habe, 1903 in Berlin sich habilitierte, 1913 nach Bonn und 1916 nach Berlin als Extraordinarius kam, 1919 in Berlin Ordinarius wurde und seit 1921 Mitglied der Akademie der Wissenschaften ist. Als er von seinen Arbeite^ berichtet, seinem Spezialgebiet, Algebra, Zahlentheorie' und Gruppentheorie, geht er kaum merklich aus seiner Reserve heraus. Er erwähnt, daß er Mitredakteur der 1918 von Lichtenstein gegründeten Mathematischen Zeitschrift ist. Seine wissenschaftlichen Arbeiten sind zumeist in den Sitzungsberichten der Akademie der Wissenschaften veröffentlicht. Mehr erfährt man aus seinen Arbeiten aus seinem Munde kaum; ober ich weiß, und das hat mir Prof. Hamburger, Köln, bestätigt, daß er einen großen Schülerkreis hat, der mit Liebe und Verehrung an ihm hängt, daß er mit seinen ehemaligen Hörern weit über die Studienzeit hinaus verbunden geblieben ist,' daß er nicht nur ein bedeutender Gelehrter, sondern auch ein glänzender Lehrer ist. Unter seinen direkten Schülern dürfte einer der bedeutendsten Richard Brauer, sein, der nach Amerika gegangen ist. Schur selbst ist in Rußland geboren, sein Vorname Issai hat nichts mit dem bekannteren Isay zu tun; er bedeutet so viel wie Jesaias. Ich hätte mich nun,um ein paar Notizen und um die persönliche Bekanntschaft reicher, verabschieden können, aber . . , wir beginnen zu plaudern, jetzt, wo* es sich nicht mehr um persönliche Dinge handelt, gibt Professor Schur seine Zurückhaltung auf. Anlaß geben Schwarz und Fuchs, seine Lehrer, meines Vaters Studiengenossen. Dann eilt das Gespräch'zu den großen i'üdischen Mathematikern der Vergangenheit, haftet »ei der Persönlichkeit von Jacobi, verweilt bei meines Vaters Lehrer Kroriecker, der sich, wie ich erfuhr, erst in den letzten Lebensjahren hat taufen lassen. Der Zeit um Felix Klein' wird gedacht, der reiner Arier war, aber durch einen Fehler der Jewish Encyclopaedia fälschlich zum Nichtarier gestempelt wurde, Der lebenden Mathematiker jüdischer Abstammung erinnern wir uns; Schur hat sie alle im Kopfe, die „reinen" und die „angewandten". Er erzählt von seinem früheren Kollegen V. Mises, der in großer Stellung in Stambul ist und erst vor einigen Wochen Ehrendoktor der Universität Brüssel wurde; er macht dann auf . den bedeutenden Zahlen- und Funktionentheoretiker Edmund Landau aufmerksam, der in Göt tingen, der Hochburg der Mathematik, war, wo auch der so früh' verstorbene bedeutende Minkowski lehrte. Toeplitz in Bonn erwähnt Schur ebenso wie Hausdorff, Er spricht von den Arbeiten des führenden Franzosen, des' Juden Jacques Hadamard, dessen Name in verschiedenen jüdischen Lexica fehlt. Beiläufig erfährt man noch, daß der Engländer Mordell Jude ist, ebenso wie die zur jüngeren Generation gehörige, jetzt in Amerika wirkende Emmy Noether.. V^in den Italienern wäre außer Volterra, Enriques, .Castelnuovo, Gino Loria. insbesondere noch Levi-Ciyita zu nennen. „Meinen Sie, Herr Professor, daß sich eine spezifische jüdische Begabung auf dem Gesamtgebiet der Mathematik feststellen läßt?" Der Gelehrte antwortet nicht gleich. Er überlegt - „Es scheint beinahe, als ob die Mathematiker jüdischer Abstammung Algebra, Funktionentheorie, Zahlentheorie, bevorzugen, aber auch das läßt sich kaum einwandfrei beweisen, v. Karmän und Mises sind angewandte Mathematiker und als Geometer fallen mir ein Levi-Civita und Max Dehn, Ich komme doch zu dem Resultat, daß über die Richtung, in der die . mathematische Begabung bei den Juden verläuft, in erster Linie entscheiden die Schule, aus der sie kommen, das Milieu, dem sie entwachsen, der Freundeskreis, dem sie sich'angeschlossen." Dr. T. Simon. Seltfame Schachpartie Von De BERNHARD HH18CHBERG-SCHRADER Nach Aufzeichnungen des Engländers C. Falberman lebte in Mainz ein berühmter Rabbiner, dor wegon scinor Frömmigkeit, - Beiner vornehmen Denkweise und großen Gelehrsamkeit von den jüdischen .Gemeinden seiner Hchnat. und des Auslands hoch| geehrt. wurdo. Er hatte eine ganz besondere Leidenschaft für das Schachspiel, das er meisterhaft beherrschte. Sein berühmtester Partner war der Fürstbischof von Mainz, von dem er des öfteren zu einer Partie eingeladen wurde. Der Rabbiner war noch jung. Er hatte viele Kinder, aber "sein Liebling war ein sechsjähriger Knabe. Wenn der Vater mit Bekannten' am Schachtisch saß, verfolgte der Knabe mit gespannter Aufmerksamkeit den Verlauf der Partie und erriet nicht selten den Zug, den der Vater zu machen gedachte. ,> Eines Tages war das Kind auf rätselhafte Weise spurlos verschwunden. Die Nachricht versetzte die jüdische Gemeinde in ungeheure Erregung. Es' tauchten allerlei Gerüchte 'und Vermutungen auf. Aber alle Bemühungen der vorzweifelten Eltern und einflußreicher Persönlichkeiten, den Knaben wieder aufzufinden, waren vergebens. Seit dem Tage, an dem der Rabbiner sein Kind verloren hotte, zog er sich von der Außenwelt zurück. Nichts vermochte ihn von seinem Leid abzulenken, Bclbst nicht das Zureden des Fürstbischofs, der ihn als Partner beim Schachspiel nur ungern entbehrte. Seit' jenem Tage rührte er keine Figur mehr'an. Er war fest davon überzeugt, daß der Junge noch lebte, aber die Ungewißheit über sein Schicksal verstärkte nur seinen Schmerz. Die Zeit verstrich. Selbst die langen Jahre des Leides brachten keine Linderung. Alle seine Söhno und Töchter hatten sich verheiratet. Und wenn er scino Enkelkinder auf dem Schoß hielt, dachte or stets schmcrzcrfülit an, seinen verschollenen Lieblingssohn. 'Eines Tages kam dio Nachricht, daß der Papst Mainz einen Besuch abstatten werde. Auf diese Kunde versammelte sich der Vorstand der jüdischen Gemeinde und beschloß, unter Führung ihres verehrten Rabbiners beim PapBt mit einem Gesuch um Aufhebung einiger Beschränkungen vorstellig zu werden. Als der Tag der Ankunft gekommen war, legten dio Vorstchor der jüdischen Gemeinde ihre Fcstgewürider an und traten vor den Papst. Der empfing sie wohlwollend und unterhielt sich eingehend mit dem Rabbiner über einige Gebräuche beim jüdischen Gottesdienst, von denen er kein klares Bild hatte. Doch kaum hatte sich der Papst beim Rabbiner nach dessen Gesundheit und dem Wohlergehen seiner Familie erkundigt, als sich das Antlitz des Greises verfärbte. Er schien einer Ohnmacht nahe. Der* Papst ließ ihm einen ScBsel bringen. „Haben Sic häufig solche Anfülle? Sind Sie krank?" „Nein, Eure Heiligkeit, zum ersten Male habe ich ein solches Gefühl. Ich vermag es nicht einmal der Verehrung zuzuschreiben, die mir Ihre erhabene Persönlichkeit einflößt. Aber in Ihrem Gesicht, noch mehr in Ihrer Stimme habe ich. etwas wahrgenommen, das in mir eine Wunde aufriß, die mir vor langen Jahren geschlagen wurde." Der Rabbiner hielt iruic und versank in tiefes Sinnen. Die Deputation erhielt die Zusage des Papstes, ihre_ Wünsche wohlwollend zu prüfen, und wurde gnädig entlassen. Als sich die Deputation entfernt hatte, fragte der Papst den Fürstbischof, ob ihm bekannt sei, welches Leid den Rabbiner quäle. Er habe bemerkt, daß. der Greis einen Kummer verberge, und er habe vermeiden wollen, durch weiteres Befragen seinen Schmerz zu vermehren. „Die Juden", erwiderte der Fürstbischof, „sind ein seltsames Volk. Sie verfügen über eine ungeheure Kraft; Leiden zu ertragen, aber sie empfinden sie tiefer als andere Menschen." Der Fürstbischof .erzählte von der. Weisheit des Rabbiners, von Bcincr Persönlichkeit, die in gleicher Weise von Juden;und Nichtjuderi geschätzt werde, und kam auch auf die Meisterschaft, irn-Schachspiel zu sprechen, die der jüdische Gelehrte vor etwa I vierzig Jahren gegenüber dem damaligen Fürstbischof des öfterenbewiesen hurte. Zu jener Zeit habe er eines Tages seinen Licblingssohn verloren und seitdem nicht mehr gespielt. „Ein großer Schachspieler?" fragte der Papst erregt. „Auch ich bin ein Verehrer dieser Kunst, und ich bin glücklich, wenn ich einen starken Pariner finde, mit dem ich meine Kräfte messen kann. Vielleicht gelingt es, ihn zu einer Partie zu bewegen." „Ich werde es vorsuchen", sagte der Fürstbischof, „obwohl, . wie man erzählt, mein Vorgänger olle Mittel vergeblich angewandt haben soll, ihn an don Schachtisch zu bringen." Der Rabbiner wurde gerufen. Als ihn der Papst bat, mit ihm. eine Partie Schach zu spielen, zitterte er und vermochte Bich kaum aufrecht zu halten, aber er raffte sich zusammen und sagte: „Es ist der Wille des Allmächtigen. Er geschehe. Der Kelch meiner Leiden ist noch nicht bis zum Rande gofüllt. Ich stehe zur Verfügung." Der Papst ließ ein Schachbrett bringen und bat dann alle Anwesenden, sich zurückzuziehen. Das Spiel zog sich in die Longe. Beide schwiegen. Man vernahm nur das Geräusch, das durch dio Bewegung dor Figuren verursacht wurde. Plötzlich stand der Rabbiner auf, veranlaßt durch einen unerwarteten Zug des Papstes, der alle seine Kombinationen umgeworfen hatte. Er sah mit tiefem, forschenden Blick dem Papst in die Augen und setzte sich dann wieder.. Als sich dio-Partie ihrem Ende näherte und es den Anschein hafte, als ob der Papst die Position nicht mehr halten könne, machte er wieder, einen ganz besonders eigenartigen Zug.und ttnderto dio Situation zu seinen Gunsten. ... Da rief der Rabbiner in großer Erregung aus: „Wer sind Sie? Woher kennen Sio diesen Zug? Das ist m.ein Zug. Kein Mensch außer meinem verschollenen Sohn kannte ihn. Ich be - schwöre Sie, sagen Sie mir, wer Sie sind, wie Sie ..." Den Satz vollendete er nicht mehr, denn im nächsten Augenblick hielten sich fest umschlungen: Vater und Sohn, der Mainzer Rabbiner, .und das /Haupt der Christlich-katholischen Kirche. Auf vielfach aus unserem Leserkreis geäußerten . Wunsch beginnen wir in der nächsten Nummer mit der Veröffentlichung einer ständigen Schachrubrik. » Die Sieger im Sdiaditurnier zu Haßiiigs London. Der Schlußrunde des internationalen Schachturniers, das , am letzten Sonnabend zu Ende ging, wurde mit großer Spannung entgegengesehen, denn zwischen den an der Spitze .stehenden Spielern waren nur Abstände von je */j Zählern. Mit, Heinrich Kannemann seit 1905 Papierhandlung—Buchdruckerei — Bflrobedarf — Monogramm-Pragcrel Berlin W 15, Uhjandstr. 31, Fernsprecher: J 1 Bismarck 1368 Tapeten . Farben C1 Stehplatz 3397 Fußbodenbelag . 1 ' ______ Linoleum Auiitgea von. Wohnungen und Trcppenhtuiira GEORG ADLER KANTSTRASSE 107 |wai<herelbetrleb Wilhelm Mertitz ■ leairftuM i*hT Berlin-Adlershof, SelchowstraBe 15 ■ 1^ ' F3Adlenhot7347 , J|