Jüdische allgemeine Zeitung
- Journal
- Jüdische allgemeine Zeitung
- Volume
- 15 (1935)
- Issue
- 2 (9.1.1935)
- Date
- 1935-01-09
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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cfe#* ^W**W. 4. JÜDISCHEN AUGEMEINEN" Sportbund boxt gegen holländifche Ausivahlmannfdiafl Nach Spannendem Kampf 7:7 unentschieden . KOln. Zu einer großartigen Demonstration dea RjF.-Sportcs ■ wurde am Sonntag die Begegnung einer Auswahlmannschaft des niederländischen Boxverbande; gegen eine Mannschaft des Sportbundes des RjF., der sich durch seine kürzlich ermittelten Rcichsmeistor vortreten ließ. Ein großartiger Rahmen gab der Veranstaltung, die unter Aufsicht dea Deutschen Amateur-Box-Verbandes stand, würdiges Gepräge. Das Reichahallenthcatcr in Köln, die größte für diese Zwecke zur Verfügung stehende Räumlichkeit, war ausverkauft, so daß etwa 1600 Porsonen begeisterte Zeugen dieses Ereignisses wurden. Unter den Ehrengästen bemerkte man neben Vertretern der Bundesleitung des RjF, den niederländischen Genoralkonsul, offizielle Vertreter des Deutschen und Niederländischen Boxspörl-Arcfbändcs sowio Vertreter der Behörden und Gemcindcorganisationcn. Pünktlich um 11 Uhr begannen unter großer Spannung die Kämpfe. Nochdcm im Einlcitungakampf Frank (Krefeld) gegen Grünebaum (Köln) in der zweiten Runde zum Siegor durch technischen k. o„ erklärt worden war, betrat mit Gladbeck (Holland) gegen Hahn (RjF.) das ersto Paar des Mannschaftskampfcs den Ring. Es begann nicht gut für den RjF; denn nach ausgeglichener erster Runde wurde Hahn in der zweiten Runde nach zweimaligem Niederschlag vom ausgezeichnet amtierenden Ringrichter aus dem Ring genommen. Sieger durch technischen k. o. Gladbeck. Anschließend standen sieb im Bantamgewicht Hendriks (Holland) mit Langmann (RjF) gegenüber. Longmunii sammelte sich im Verlauf der Runden durch sauberes Boxen genügend Punkte, um zum Schluß unangefochten den Punktsieg zugesprochen zu erhalten. Im Federgewicht boxte dann von Ei (Hollana) gegen Eisenborg (RjF). Der Kampf, in dem Eisenberg nie an seine Meisterschaftsform anknüpfen konnte, endete nach gleichwertigen Leistungen unentschieden. Die nächsten Gegner im Weltergewicht hießen R a so nbe r g (Holland) und Meyer (RjF). Das Urteil, doB nach Ablauf der Runden Rasenberg den Punktsieg zusprach, fand nicht den ungeteilten Beifall der Zuschauer. Beide Boxer boten erstklassige Leistungen. Meyer war dauernd im Angriff, doch zeigt der Holländer, der bereits Beinen 92. Kampf absolvierte und nicht umsonst unter dem Narben „holländischer Tänzer" bekannt ist, eine hervorragende Vcrteidigungsarbeit, die den verteufelt knappen Punktsieg rechtfertigen kann. Nach einem zweiten Einladungskampf, den Wirz (Krefeld) durch k. o. gegen Schmidt (Köln) gewann, ging es weiter. Noch einmal gab es einen Kampf im Weltergowicht, van der Tak (Holland) und K u h n u p t (RjF) bestritten ihn. Der Kampf stand im Zeichen schwerer Schlagwechsel und war v3llig ausgeglichen. Wenn Kuhaupt zum Schluß den Punktsieg, bekam, so hatte er das allein seinem Angriffsgeist zu verdanken. Der Mannschaftskampf orreichte seinen Höhepunkt. 5:5 und noch standen zwei Treffen aus. Im Leichtgewicht boxten zunächst der diesjährige holländische MeiBtcr B a a n gegen Grüneberg (RjF). Der Deutsche, der an seinen Gegner viel Gewicht obgeben mußte, stand von vornherein auf verlorenem Posten und wurde schon im Verlaufe der ersten Runde auf einen genauen Haken an die Kinnspitze hin ausgezählt. 7:5 für Holland. Die Aussichten des RjF sanken vollends, als van der Heyden und C a h n (Köln) den Ring betraten. Der Holländer ist ungefähr cinon Kopf größer als sein Gegner und machte einen körperlich weit überlegenen Eindruck. Doch Cohn war sich der Situation bewußt und griff ungestüm an. Rechts Und links landete er dauernd schwer, aber der Holländer steckte alles ein und ging sogar in der letzten Rundo selbst zum Angriff vor; er konnte jedoch nicht mehr verhindern, daß Cahn einen vidi bejubelten Punktsieg erhielt, der der RjF-Mannschaft das verdiente Unentschieden gegen diesen international anerkannten Gegner sicherte. Alles in allem ein großer Erfolg für den Sportbund des RjF, der auf seine Boxer mit Recht stolz sein kann. Verbandsfpiele im RjF — Rheinbezirk JTV 02 Köln setzt sich durch Um die Jahreswende gab es im Bezirk Rhein des RjF regen Spielbctieb. In der Fußballklasse A bewies der ITV Köln durch zwei Siege auf fremden Plätzen, daß er augenblicklich wohl als beste Mannschaft des Bezirks anzusprechen ist. Sowohl in Krefeld als auch in Bonn gewannen die Kölner mit 2:1. Beido Kampfe waren hart, doch gute Schiedsrichter sorgten für einen sportlichen Ablauf. Bonn holte sich in Düren den erwarteten 6:2 Sieg in einem ruhigen, aber leistungsarmen Treffen. v Im Lager der Handballer erlitt die Düxener Damen-Elf ihre dritte Niederlage; denn sie wurde zu Hause von Bonn H, bllerdings erheblich verstärkt, mit 3:0 bezwungen. Die Kölner Damen-Elf wurde überraschend zweimal geschlagen: In Krefeld 4:1 und in Bonn 2:1; in letzterem Spiel hatte sie nur 10 Spielerinnen im Felde." Die Aachener Damen gewannen gegen M.-Glndbacli 3:0 ........... " Gladb (0:0) und die Aachener Herren gegen M.-Gladbach 7:2 (3:2), wobei betonte Flügelspiel den Ausschlag für die hohe Trefferspanne Die Fußballklasse A sieht am kommenden Sonntag drei interessante Begegnungen vor. In Düren erwartet man RiF- Oberhausen, dessen Mannschaft bisher ohne Punkte ist und über ein Unentschieden nicht hinauskommen dürfte; Köln tritt die weite Reise nach Cleve an, und der Tabellenführer Bonn wird in M.- Gladbach schwer zu kämpfen haben, um beide Punkte zu erobern. Dos einzige Herrenhandballspiel Bonn gegen M.-Gladbach wird hart, umstritten sein, doch werden die Gäste kaum verlieren. Dazu gibt es drei Damenspiele, in denen Bonn II und M.-Gladbach, Aachen und Krofcld sowie Köln und Düren zusammentreffen werden. Auswahlfpiel in Leipzig "Makkabiah-Vorhereitungcn der Fußballer Der deutsche Makkabikreis hatte am letzten Sonntag in Leipzig etwa 30 seiner besten Fußballer aus allen Teilen des ReicheB zusammengezogen, um Bich über ihre Spielstarke im Hinblick auf die Aufstellung der deutschen Mannschaft zur Mokkabiah genauestens zu informieren. Nachdem die Prüflinge bereits am Vormittag ein Training absolviert hatten, mußten sie in den Nachmittagsstunden noch einmal in einem Spiel zu 3 mal 30 Minuten gegeneinander antreten. In dem Spiel, das unter der hervorragenden und sichcrerl Leitung dea ehemaligen internationalen Schiedsrichters Fuchs stand, ^unterließen den besten Eindruck und qualifizierten sich als erste Anwärter auf einen Platz in der Repräsentativ-Elf folgondo Spieler: Die Verteidiger Sperber (Berlin), Raffe (Leipzig) und. Cohn (Mannheim), die Läufer: Neumann, Weiß (beide Berlin) und Cisinski (Leipzig), sowie die Stürmer Zwicklcr (Mannheim), Weinstock ^Leipzig), Sattler (Berlin] und Falik (Dresden}. Dagegen kann ein geeigneter Torsteber bisher noch nicht nominiert werden. ' Die Makkabi-MannschAft, die, wie wir erfahren haben, endgültig nach einem Mitto Februar stattfindenden letzten' Kursus aufgestellt werden soll, wird zwecks Einspielens Ende^Februar gegen eine Auswahl-Elf des Bezirkes Westdeutschland undiinfang März gegen eine Vertretung des Bezirkes Brandenburg ihre Spielstarke unter Beweis zu Btellen haben. Tisc hten n isklubkampf > Zur gleichen Zeit fand in Leipzig ein Tischtennia-Klubkampf. zwischen deu beiden ersten Mannschaften des Bar Kochha Leipzig ■ und des Bar Kochba Berlin statt. Die Borliner lieferten ihren Gastgebern eine; überraschend ausgeglichene Partie und gaben sich nur'knapp mit 12:14 gewonnenen Spielen geschlagen. Berliner Sport JTSC 05 fiegt überlegen gegen TSGB, Tegel 'In Tegel erfochten die ersten Frauen- und Männer-HandballmannBchaftcn des JTSC 05 überlegene Siege gegen die Abteilung > Tegel der TS-.G«>ß-Berlin. ..Die Frauenmannschaft spielte stets im Vorteil» Bei Halbzeit stand es' 6:0;.das Schlußresultat lautete daiui 10:1. Trotzdem kann den JTSC-Frauen : geraten werden, durch; eifriges Training ihr Können im. Fangen und Schießen''beträchtlich zu verbessern. Die: Erfolge der Mannschaft, .dio durch diese . Anregung.keineswegs geschmälert worden sollen, könnten dann noch viel müheloser und sicherer errungen werden. Die Männer, die ohne Mundstock, Dorfmann und Model antraten, gewannen ebenfalls hoch mit 12:1 (7:0). Der JTSC nahm von vornherein die Führung des Spiels in die Hand, ohne sie je gegen die im Feld recht stark spielenden Gegner abzugeben. Bar Kochba Schlägt Stettin 10:4 In den Verbandsspielen gab es dos interessante Zusammentreffen der beiden Bar Kochba-Mannschaften aus Berlin und Stettin. Das Spiel, das eindeutig mit 10:4 für den Berliner Makkabi-Verein endete, enttäuschte trotzdem, da man Bowohl von den Stettinern als auch von den Berlinern eine bessere Leistung hätte erwarten können. Berlin ging sofort in Führung, E. Spandau begann den Torreigen und konnte mit seinen Sturmkameraden einen 7:0 Vorsprung herstellen. Nach der Pause vermochten sich dann die Gäste weit besser ins Spiel zu bringen und durch vier aufeinanderfolgende Tore, an denen der Bar Kochba-Torsteher übrigens nicht immer schuldlos war, das Resultat noch einigermaßen erträglich gestalten. In den sonstigen Verbandsspielen gab es folgende Ergebnisse: JTSC 05 2. Frauen — Bor Kochba 3. Frauen 4:1, Bar Kochba IV — ISK I 0:7, BSG 33 1. Frauen — Damen RC 23 I 1:1, BSG 33 1. Jugend — Bar Kochba IV 18:1. In den FußballverbandsSpielen siegte ISK I gegen Hagibor Ib 2:0 Uberraschend und doch verdient kommt der Sieg der ISK- Mannschaft über Hagibor Ib. Es scheint, als ob der ISK sich' endlich gefunden hat. Die glücklichen Torschützen, die den Sieg ihrer Mannschaft sicher stellten, waren vor Halbzeit Wartelaky durch direkten Eckball, und nach der Pause Eisfelder durch schönen, unhaltbaren Kopfstoß. Die weiteren Verbandsspiele hotten folgende Ergebnisse : BSG 33 II — Hagibor II 5:1, BSG 33 III — Hakoah III 3=3, ISK U — Hakoah II 1:1, ISK III — Hagibor IV 1:2, JTSC 05 — BSG 33 V 3:2, BSG 33 Schüler — Hakoah 2. Schüler 8:1, BSG 33 Jugend A — Hakoah Jugend Ib 4:1, BSG 33 Jugend B -f Hakoah Jugend IA 1:10. BSG 33 — Russischer Sport-Club 8:1 Die erste Mannschaft der BSG 33 hatte sich zu einem Gesellschaftsspiel eine Mannschaft des Russischen Sport-CIuba als Gegner verpflientet. Nach überlegenem Spiel siegten die BSGer, gegen doren ausgefeilte Technik auch die Härte der Russen zu keinem Erfolge kam, klar mit 8:1 Toren, nachdem es bei Halbzeit schon 4:0 gestanden hatte. Die Tore für dio BSG schössen Hilkowitz (5). Rodenberg und Straßberg (2). Kegeln der Sportkeglervereinigung im RjF Bei einem Gruppen-Klubkampf, der der Vereinigung angeschlossenen Vereine im Parkrestaurant Südende' siegte in Klasse A SKK Merkur 1919, in der B-Klasse SKK Eintracht 1925 und in Klasse C die Kegel-Abteilung der BSG 33. Bester Einzelkegler war Kerbel (Harmonia) mit 721 Holz. Berliner Vorfchau Boxen und Ringen beim „Maccabi" Der JBC „Maccabi" tritt am heutigen Mittwoch wieder einmal mit einer internationalen Veranstaltung an die Öffentlichkeit. Im Spichernring, Snichemstraßc 3, werden 10 tschechische Sportler, 8 Boxer und 2 Ringer,, der Kampfmannschaft des „Maccabi";egenüberstehen. Die Tschechen entsenden recht stärke Kämpfer, iie, in Repräsentativ- und Meisterschaftskjuoipfen geschult, den Berlinern schwer bezwingbare Gegner sein (dürften. Der Kampfabend, der aicher ausgezeichneten Sport bringt, beginnt pünktlich um 8 Uhr. Es werden* zunächst 8 Boxkämpfe und anschließend 2 Ringkämpfe abgewickelt. I Fußball : Hakoah Sonntag, 13. Januar ', Concordia Wittenau Aut dem Sportplatz am Scbäfersee wird Hakoah mit 5 Mannschaften Conoordia Wittenau gegehQbertreten. Dos Spiel der' ersten Mannschaften beginnt um- 2 Uhr. ' '; ..• r BSG 33 — Reinickendorfer BC Die BSG, die in ihren letzten* Spielea 'mit verjüngter Mann-'.; schalt eine stark verbesserte und konstante Form im .den Tag gelegt hat, spielt um 2 Uhr gegen die Elf des Reinickendorfer BC Jüdische Sportler Erich MnndAock Erich Mundstock, der in diesem Jahre auf ein 15jähriges Wirk«n in der Handballbcwogung zurückblicken kann, darf mit Recht als cinor der''Vorkämpfer und eifrigsten Anhänger dieses jungen deutschen Sportes bezeichnet werden. Als Schuljunge bereits trat er» dem bestrenommiorton TSV Schöneberg bei, dem er . mit einjähriger Unterbrechung, wo er zum Bar Kochba herübqrgcwcchßclt war, die Treue gehalten hat. Als er 1933 freiwillig aus dem TSV ausschied, war er gerade wegen seiner Verdienste um den Klub zum Vorsitzenden der Sportabteilung gewählt worden. Mit 18 Jahren kann „Ete" oder „Muni" — unter diesen Namen ist er in Turnerhandballkrcisen bekannt — in dio erste Mannschaft seines Vereins und spielte noch im selben Jahre mit bestem Erfolge als Halbrechter in einer Auswahlmannschaft des Kreises Illb (Brandenburg) der Deutschen Turnerachaft. Noch zehnmal etwa Btand er seither in der Turnerrepräsentative, der er durch sein Können und aufopferungsvolles Spiel eine genau solche Btarkc Stütze war, wie seiner Vorcinsmannschoft in ihren Endkämpfen um die Berliner Meisterschaft. Hervorzuheben wäre außerdem noch, daß Mundstock lange Zeit Schiedsrichtcrobmann des Kreises Illb und bis zu seinem Ausscheiden Mitglied des Schiedsgericht gewesen ist. Heute gehört Mundstock, der übrigens auch in der Leichtathletik ah Staffelläufer und Mehrkämpfer seinen Mann zu stehen weiß, dem JTSC 05, Berlin, an, dessen erster Handballraannschaft er Führer im wahrsten Sinne des Wortes ist. Denn nicht hur sportlich hat er kaum etwas von seiner früheren Leistungsfähigkeit eingebüßt; seine jüngeren Kameraden können sich auch an seinem bescheidenen, kameradschaftlichen und sportsmännischen Auftreten nachahmenswertes Beispiel nehmen. auf dessen Platz in der Aroser Allee 63. Vorher untere Mannschaften. Handball : Die Verbandsspiele gehen weiter In den Punktekämpfen, die mit 10 Spielen ihren Fortgang nehmen, stehen sich in der ersten Klasse um 2 Uhr gegenüber: auf dem Platz am Bahnhof Grunewald Bar Kochba I und Triton I und in Schönholz Maccabi I und JTSC 05 I. In beiden Spielen dürfte die Frage nach dem Sieger keine Schwierigkeit bereiten. Interessante Paarungen sind daneben auch JTSC 05 II — Jvria I und dos Wiederholungsspiel BSG 33 1. Frauen — Bar Kochba 2. Frauen. Sportliches Allerlei Mo x B ae r i n g ro ße r Form In Chicago zeigte Bich MaxBaerin großer Form» In einem Schaukampf, der Sin mit King Lewinski zusammenführt«, " gelang es ihm, schien Gegner schon in der zweiten Runde durch fc. b. zu erledigen. Trotz der langen Ringpause hinterließ Baer bei den etwa 16 000 Zuschauern einen ausgezeichneten Eindruck. Schwimm-Meistersc haften des R. j. F. Die Reichsmeisterschaften im .Schwimmen, die der Sportbund des R. j. F. dieses Jahr zum Austrag bringt, sind dem Sportverein „Schild", Frankfurt a. M., übertragen worden. Sie werden dort am 2. und 3. März stattfinden. R o t - W o i ß , Leipzig, im R. j. F. . Der bekannte Tennisklub Rot-Weiß, Leipzig, der in den letzten Jahren im Tennissport eine große Rolle spielen konnte und im Augenblick zu den spielstarksten jüdischen Tennis-Klubs in Deutschland gehört, ist dem Sportbund des R. j. F. beigetreten. Stiftungsfest des Jüdischen Box-Clubs, Berlin Der I. B. C, Berlin, feiert am Sonnabend, dem 19. Januar, sein erstes Stiftungsfest in den gesamten Räumen dea Logenhauses KlciBtstrnßc 10. Makkabi, Warschau, in der Endrunde geBohlagen Der Boxclub Makkabi, Warschau, der in den Kämpfen um die polnische Mannschaftsmeisterschaft im Boxen bisher eine ausgezeichnete Rolle gespielt hat, mußte sich in der Schlußrunde vom vorjährigen Meister Warta, Posen, mit 4:12 geschlagen bekennen. AUS DEM REGELWERK Unter dieser Rubrik worden wir künftig aus der Feder berufener Sportskameraden Regelbesprechungcn veröffentlichen, dio auch für den Nichtfachmann allgemeinverständlich und interessant, dabei aber für den aktiven Sportler von unbedingter Wichtigkeit Bind. Das ,JHineindrehen" beim Handballfpiel Jahrelang waren unsere Verteidiger einem Vorgang ausgeliefert, den man in Fachkreisen kurz das „Hinoindrehen", nämlich der Stürmer in die Arnie der Verteidiger, nennt. Auf diese Weise kamen die Stürmer leicht zu Strafwürfen und Toren, da ja die Verteidiger zwangsweise „von hinten" angreifen mußten, was nicht gestattet ist. Es hatten sich. sogar - schon Spezialisten auf'diesem Gebiete gebildet, die ihrer Mannschaft durch Verwandlung solcher, mit Absicht erzwungener Strafwürfe, manches Tor einbrachten und das Endergebnis eines Spieles dadurch oftmals irregulär beeinflußten. DieBcm Ubelstand wurde neuerdings durch die Bestimmung; die, im obengenannten Folio jetzt dem Verteidiger, gerade ent^ gegengesetzt der früheren Auffassung, einen Freiwurf sichert, abgeholfen. Diesoi neue Ikistimmung kann, wenn sie erst einmal \pa den Schiedsrichtern konsequent beächtet wird, sehr zur Vervollkommnung unBorcB Handballspieles beitragen und : vermindert vor allem unnötige Härten im Kampf „Mann gegen Mann". Die Stürmer werden jeUt angehalten, weder ihre Deckungsspieler anzurennen, d.' h. also „aufzulaufen, was ebenfalls und.mit Recht nach Regel "6b verboten ist, noch sich^durch „Hineindr eJjou"-biIlige Lorbesren-zu holen.' Sie müssen, sich vielmehr durch geschickteB^möglichst körperloses Umspielen der Verteidiger, ihre Tor-Erfolge gerecht erarbeiten. ' ^Erlcli Mundstoek. '" . .-, ' ,'. ', \> ■■ . ' Hauptaehriitleiter: Dr. Bug e.n_ "ta n.n e n b o u in , Berlin-Wilmersdorf. ''Leite; der Anzeigen-Abteilung"und.verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen:. Ha ns; .E b r.li eh , Berlin W 15. — D.-A, IV. Vj., 6000. Zur. Zeit ist Pro^Uste l?r. ".i gültig. Verlag; Verlagsg'eaossenscliait in Deutioalaaa aasäjaW; Juden 'la . Jerlln eGrablt., ^Berlin W15, r/hlandatraßo 168. Druok: Sonnendruokerel GmbH. (Felix Wolf), Berlin-Oharlbg.