Jüdische allgemeine Zeitung
- Journal
- Jüdische allgemeine Zeitung
- Volume
- 15 (1935)
- Issue
- 1 (2.1.1935)
- Date
- 1935-01-02
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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leihung einer Nadel geehrt. Spdann folgte die Obergabo einer Ehrenurkunde an Louis Wolff, die Wilhelm Marcus mit herzlichen Worten überreichte. Ein ausgezeichnetes Kabarett unter Leitung von William Berner sorgte für Unterhaltung. Die mitwirkenden Künstler, vor allem Else Dublon mit ihren chaasidischen Liedern, ernteten reichen Beifall. Siddy Bienstock erfreute durch Chansons; Irmgard Werther gab einige Proben ihrer Tanzkunst, auch Gialdini und Pachaucr standen in' nichb nach. Tragifches Ende eines Wiener Leikbibliothekars Wien. Am Nachmittag des ersten Wcihnachtsfcicrtagcs hat der bekannte Wiener Leihbibliothekar Ludwig Last, ein 81jähriger Greis, Selbstmord begangen, indem er sich aus dem Fenster stürzte. Als Hauptursachc seiner Lebensmüdigkeit hat er zwar in einem kurzen Abschiedsbrief den fortschreitenden AltcrsverfaH bezeichnet, doch wird im Zusammenhang mit seinem Tod auf ein Ereignis hingewiesen, das ihm die letzten Stunden verbittert hat. Ludwig Last war Arier, doch stand er stets jeder antisemitischen Tendenz vollkommen fern. Als aber vor Weihnachten eine antesimitische Boykottagita^iion gegen die jüdischen Geschäftsleute einsetzte und im „Arischen Geschaftswciscr" eine Liste „arischer" Firmen b!b antisemitische Bezugsquellen veröffentlicht wurde, hatte man auch die Firma Ludwig Last in die Liste aufgenommen. Dies hätte zur Folgo, daß die zahlreichen jüdischen Abonnenten der Bibliothek die Abonnements aufkündigen wollten. Ludwig Last sandte hierauf ein Protestschreiben an den Herausgeber des „Arischen Gcschäftswciscrs", in dem er darauf aufmerksam machte, daß er nie zwischen Nichtjuden und Juden unterschieden habe und daß bei der Auswahl von Werken jüdischer und nichtjüdiseber Autoren für eine Leihbibliothek stets nur die Utcrarische Qualität des betreffenden Werkes maßgebend gewesen sei. Mit aller Entschiedenheit protestierte Last gegen die Aufnahme seiner Firma in die Liste antisemitischer Geschäftsleute. Der Herausgeber des „Arischen Gcschüjftswciscrs" bat in seinem Antwortschreiben um Entschuldigung, verwahrte sich aber gleichzeitig gegen den sehr scharfen Ton des Briefes von Ludwig Last. Dieser hatte eine Kopie seines Briefes einer Wiener jüdischen Wochenzeitung zur Veröffentlichung übergehen und verfügte letztwillig, daß auch die Antwort des Herausgebers dort veröffentlicht werde. Die Lastschc Leihbibliothek besteht seit dem Jahre 1847. Sic wurde von dem Wiener Buchhändler Friedrich Jasper begründet, und später von Albert Last, dem Vater Ludwig Lasts, übernommen. Zu ihren Abonnenten gehörten viele bedeutende Männer dcB Wiener literarischen und künstlerischen Lebens, unter ihnen auch Franz Grillparzcr. Spanien feiert Maiinonides Ein Regierungsdekret über die Feierlichkeiten Madrid. Die spanische Regierung hat, ein Dekret über die Veranstaltung öffentlicher Feierlichkeiten von Staats wegen anläßlich der 800. Wiederkehr des Geburtstages Rabbi Mose Ken Maimons, des allgemein als Maimonides, bei den Juden vor allem als R a m b a m bekannten großen jüdischen Rcligionsphilosophen und Naturwissenschaftlers des Mittelalters, erlassen. Maimonides, der am 30.-März. 1135 in Cordova geboren wurde, starb am 13. Dezember 1204 in Kairo. Durch die Veranstaltung staatlicher Feiern zur Erinnerung an Maimonides wird zum Ausdruck gebracht, welche große Bedeutung für die allgemeine ge istig-kulturellc Entwicklung des Landes seinem Wirken in Spanien beigemessen wird. Vorbereitungen zur Veranstaltung von Maimonidca- Fciern i. J. 1935 sind gegenwürtig bei den jüdischen Gemeinschaften aller Länder im Gange. Die erste großzügige Veranstaltung, die für das Moimonides-Jahr angekündigt wurde, iBt die, die in Kairo, der Stadt, in der er sich während seiner letzten Lebensjahre aufhielt, im dortigen Königlichen Opernhaus abgehalten werden soll. Für diese Feier wurde ein Komitee von prominenten Persönlichkeiten gebildet, das an die Juden aller Länder den Appell gerichtet hat, den 800. Geburtstag Maimonides' auch ihrerseits würdig zu begehen. Maimonides, der den Juden als „zweiter Moses" gilt, wird im christlichen Spanien als „der große .Cordovaner, der Ruhm Spaniens und Israels" hochgehalten. In dem vom Ministerpräsidenten herausgegebenen Erlaß heißt es u. a. Die Republik, stets darauf bedacht, dem Andenken der Söhne Spaniens, die seinen Namen erhöht und über die Grenzen des Landes hinausgetragen haben, den Tribut der Huldigung und Bewunderung darzubringen, hegt den Wunsch, sich mit den Zielen des Komitees, das die 800-Jahr-Feier des Maimonides organisiert, zu verbinden; zu diesem Zweck hat der ■Vorsitzende des Ministerrats mit Zustimmung des Ministerrats beschlossen: 1. Alle Veranstaltungen, die von dem mit der Feier des 800. Geburtstages Maimonides' beauftragten Komitee in Cordova organisiert werden, trafen offiziellen Charakter. 2. Das Ministerium für öffentliche Erziehung und schöne Künste wird in allem, wob die Feier betrifft, mitarbeiten; es wird bei dieser Arbeit von dem staatlichen Amt für Fremdenverkehr unterstützt werden. Betüubuiigezwnng auch für Kleintiere Die Reichszentrale für Schächtangelegenheiten macht auf folgende, in der Fachpresse erschienene Notiz aufmerksam: „Vielerorts ist noch nicht genügend bekannt, daß die Vorschriften des ■ „Gesetzes über das Schlachten von Tieren" vom 21. April 1933 sieh auf das ganze: Reich und auf alle. Tierarten, also auch auf sämtliche Geflügelarten, 'und für jegliche Schlachtung' erstrecken, fonz gleich, ob sie. in einem, öffentlichen Schlachthauao, in einer rivatmetzgerei oder im ländlichen oder städtischen Haushalt „vollzogen wird. Der ReichBTier. Schutzbund macht erneut darauf aufmerksam,'daß'die Vorschriften des Gesetzes zu beachten sind. 'Zuwiderhandlungen werden mit Gefängnis bis zu sechs Monaten oder mit Geldstrafe bis zu 10 000 RM. bestraft. Anzeigen, von Zuwiderhandlungen gegen das Gesetz richte man an die zuständige Polizeibehörde."' . V > _ . <S Es wird gemeldet: ■ In Frankfurt a. M. ist im 88. Lebensjahr Professor Dr. h. c. Ludwig Cohnstacdt gestorben, der lange Jahre leitender Redakteur des Handclstcils der „Frankfurter Zeitung", Bpätor Geschäftsführer und nach seiner Emeritierung Aufsichtsratsmitglicd der Frankfurter Socictätadruckorci GmbH, gewesen ist. * ■ Die in Paris abgehaltene Konferenz des Verbandes OSE für Gesundheitsschutz der Juden hat beschlossen, die Einberufung eines Weltkongresses jüdischer Ärzte tatkräftig fördern. v *J * BS Wie verlautet, soll voraussichtlich Mitte März die Überführung der Gebeine Horzls nach Palästina stattfinden. Nach dein bisherigen Plan soll der Sarg nach der Exhumicrung in Wien zunächst nach Warschau und von dort nach Constanza zur überfahrt nach Palästina gebracht werden. * ■ Dio österreichischen Bischöfe haben zu den Weihnachtsfeiertagen eine Kundgebung an das katholische Volk erlassen, in der betont wird, daß gerade im christliohcn Staat noch katholischer Auffassung die religiöse Freiheit des Einzelnen in der inneren Überzeugung und äußeren Betätigung nicht angetastet wcrdc"n dürfe. ■; Nach einer Meldung aus Paris wird der V e r.b a n d f .fl;r, jüdische Auswandorer-Fürsorgo HICEM künftig nur noch auf den Organisationen HIAS und ICA aufgebaut flein. * ■ In Elsaß-Lothringen ist die Anwendbarkeit deutschen Rechts durch Gesetz auch dort für unzulässig erklärt worden, wo sie bisher gestattet war. * ■1 Auf der Versammlung der holländischen Oberrabbincr wurde als Nachfolger des" verstorbenen AmBtcrdamcr Oberrabbiners A. S. Ondorwijzer der Oberrabbincr von Arnhcm J. Vrodonb u r g zum Vorsitzenden des Rata der holländischen Oberrabbiner gewählt. # ■ Wie die ITA aus Jerusalem erfährt, sollen dio Stadtgemeinden Palästinas ermächtigt werden, Bestimmungen für den Ladenschluß und die Festsetzung von Ruhetagen, also auch eines Ru hctagcB am Sn b b a t, für ihr Bereich zu treffen. * ■B nci einer Brunnonbohrung in der palästinensischen Kolonie Pctach Tikwah wurden der jüdische Arbeiter Josef Lifschitz und ein arabischer Arbeiter verschüttet. Sie konnten nur noch als Leichen geborgen werden. Um die jüdifehen Ärzte der Stadt Wien Wien. Einige Zeitungen haben Meldungen über die gekündigten jüdischen Ärzte an Krankenanstalten und bei Krankenkassen gebracht. Der einen Nachricht zufolge sollen die gekündigten jüdischen Arzte der Gemeinde Wien aufgefordert werden, Gesuche um Wiedcranstcllung einzureichen, die nach einem gewissen Schlüssel zum Teil berücksichtigt werden würden. Nach einer anderen Nachricht sollen auf Grund eines Erlasses des Sozialministers Ncustütter-Stürmcr hundert Ärztckündigungen der Krankenkasse zurückgestellt worden sein; nur diejenigen Kündigungen sollen aufrechterhalten werden, denen der Reichsverband der Arzte Österreichs, der zu einer Überprüfung der Kündigungen herangezogen werden soll, zustimmen werde. J Diese Nachrichten sind zum größten Teil unrichtig, zum anderen Teil mindestens verfrüht. Richtig ist nur, daß sich der Vertreter der Juden in der Wiener Bürgerschaft, llnt der Stadt Wien Dr. Ehrlich, bemüht, gegen die Kündigungin anzukämpfen und daß Hoffnung auf eine gewisse Berücksichtigung in Fällen besonderer sozialer Not der Betroffenen besteht. Aber biß jetzt ist diese Hoffnung noch nicht verwirklicht worden; keiner der betreffenden Arzte hat bis jetzt eine Aufforderung zur Wicdcrbewerbung erhalten. Was die Krankenkassenärzte betrifft, so liegt überhaupt ein Mißverständnis vor. Der Erlaß des Ministers Neustätter-Stürmcr spricht bloß davon, daß künftighin Kündigungen und Nouafnahmcn im Einvernehmen mit dem Reichsverband erfolgen sollen. .Die bereits erfolgten Kündigungen werden von dieser Regelung keineswegs betroffen, auch steht durchaus noch nicht fest, wie sich der Rcichsverband in Zukunft bei Kündigungen oder Bewerbungen jüdischer Ärzte verhalten wird. Bei den Krankenkassen wurden im übrigen schon viele nichtjüdische Ärzte an Stelle der jüdischen aufgenommen und vereidigt und haben ihre Stellungen zum großen Teil bereits angetreten. Dasselbe trifft auf die Arztcsrcllcn bei der Gemeinde Wien zu. Eine Wiedergutmachung des den jüdischen Ärzten zugefügten großen Schadens läßt sich heute gar nicht mehr so einfach durchführen. Die Konfeffionen in Rheinland-WeÄtfalen . .. Im Rahmen des Statistischen Jahrbuchs 1934 veröffentlicht das Statistische Hcichsnmt jetzt die endgültigen Ergebnisse der im Zusammenhang mit der Volkszählung am 16. Juni 1933 angestellten Erhebungen über die konfessionelle Gliederung der Bevölkerung. Für die Rheinprovinz ergibt sich folgendes Bild: Es wurden ermittelt 5115 315 Römisch-Katholische, 2 236 263 Evangelische, 3153 Angehörige anderer christlicher Bekenntnisse (Orthodoxe und andere morgenländischc Christen, Altkatholiken und verwandte Christen), ferner 52426 Israeliten und 224566 „Sonstige" (Angehörige anderer Gruppen, GemeinBchaftslose, ohne Angabe). Von 1000 Personen waren in der Rheinprovinz 670,3 Römisch-Katholische, 293,0 Evangelische, 0,4 andere Christen, 6,9 Israeliten und 29,4 Sonstige. In Westfalen 2517 994 Römisch-Katholische, 2 357 837 Evangelische, 1289 Angehörige anderer christlicher Bekenntnisse (Orthodoxe und andere morgenländischc Christen, Altkatholikcn und verwandte Christen), ferner 18 819 Israeliten und 144 024 „Sonstige" (Angehörige anderer Gruppen, Gemeinschaftslose, ohne Angabe. Von 1000 Personen waren in Westfalen 499,6 Römisch- Katholische, 467,8 Evangelische, 0,3 andere Christen, 3,7 Israeliten und 28,6 Sonstige. ... und in Thüringen Für Thüringen ergibt sich folgendes Bild: Es wurden ermittelt: 1 485 63G Evangelische, 44 894 Römisch-Katholische, 110 Angehörige anderer christlicher Bekenntnisse (Orthodoxe und andere morgenländische. Christen, Altkatholiken und verwandte Christen), ferner 2882 Israeliten und 125986 „Sonstige". (Angehörige anderer Gruppen, GemeinBchaftslose, Ohne Angabe). s Von 1000 Personen waren in Thüringen 895,2 Evangelische, 27,1 Römisch-Katholische, 01 andere Christen, 1,7 Israeliten und 75,9 Sonstige. Was die Bibel beweifen Tollte Vor dem Sondergericht Halle Hatto eich, wie das Berliner Tageblatt berichtet, > wegen Vergehens gegen §§1 und 4 ader Notverordnung zum Schutze von Tolk und Staat vom 28.:Februar 1933 der 25jührige l^rich Zschauer zu verantworten, der mit der Bibel unterm Arm zu einer Bekannten gegangen war, um ihr aus der Heiligen Schrift zu „beweisen", daß die nationalsozialistische Regierung nicht lange mehr bestehen werde; das Reich JehovaB würde sie rasch ablösen. Das Gericht sah darin den Versuch, unter dem Deckmantel der Religion gegen den neuen Staat zu hetzen. Zschnuer wurde zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt. Berliner Konzerte In Paul A r o n hat der Kulturbund einen Pianisten von Rang gewonnen. Das Technische wird hier selbstverständliche Voraussetzung für ein großzügiges Gestalten moderner Musik, das aller Effekthascherei aus dem Wc^c geht. So erlebte man cino durchgeistigte Wiedergabe des zweiten Teils der Dcbussyschcn Prc"ludcs. Das für den einfachen Hörer etwas anspruchsvolle Programm brachte u. a. eine hebräische Rhapsodie „Tanz König Davids" von Castelnuove Tcdcsco, in der in moderner, durchaus origineller WciBC traditionelle Melodien verarbeitet Bind. AIb ChopinBpielcr vermag Aron weniger zu überzeugen; hier fehlt ihm jedo Versenkung ins Detail, so daß die Darstellung etwas nüchtern wird. * Huna B a e r beginnt sein wertvolles Programm mit alten Meistern des Barock und Rokoko, bei denen ihm eine glückliche Umdcutung des Cembalomüßigen ins Modcrn-PianiBtische gelingt; die Klarheit des Figurenwerks artet nie in klangliche Askese aus. Mit pianistischcr Kultur gibt Buer dann auch moderne jüdische Musik; Bearbeitungen jemenitischer Motive durch Edvard Moritz haften stark im Impressionistischen; eino Fantasie des Pianisten selbst über ein hebräisches Lied zeigt einen zumeist variationsartigen, wirkungsvoll gesteigerten Aufbau. * Als Auftakt zum Händcljahr bringt Leo Kopf mit seinem Chor und Orchester den ,,S a m s o n", sicher eine der großartigsten Schöpfungen des Meisters. Deutlicher als in anderen Oratorien sind hier die Einzelgcstaltcn hcrausgemcißclt; in den Szenen mit Dobia und Harapha entfaltet der' Dramatiker Händel seine so überaus hcrrUche Kunst; die Grenzen zur Oper sind hier niedergerissen. Samson selbst ist nicht ein bloßer Krafthcros, sondern, eher ein frommer Dulder, dessen gewaltsame Blendung für Händel ein Hauptansatz der Charakterisierung wird; zwei der schönsten Arien des Meisters kreisen um diesen Punkt. In den Chören weiß Händel das weltliche Treiben der Philister in großartiger Weise gegen die religiöse Hymnik der Israeliten abzuheben. Die Aufführung in der Neuen Synagoge vermochte zwar diese letzten Spannungen nicht restlos ausschwingen zu lassen, stand aber doch auf anerkennenswertem Niveau. Kraftvoll kamen dio zentralen Chöre heraus; nur im Sopran wäre eine Verstärkung ratsam gewesen. Im Orchester klangen die Streicher ausgezeichnet, und auch dio Bläser standen nach Kräften ihren Mann. Im übrigen würden unsere sämtlichen Oratorienaufführungen durch vermehrte Orchesterproben bezüglich der Solonummern außerordentlich gewinnen. Einige Tempi, so in der ersten Dalila-Ario, 4>efricdigten nicht; im übrigen aber erwies sich Leo Kopf wiederum als ein umsichtiger und gewandter Oratoricnlciter, der auch das Orchester nicht vernachlässigt. — Unter den Solisten an erster Stelle Paula Lindborg, bei der das tragfähige Organ, Stilempfindcn und gefühlsmäßige Vertiefung immer wieder meisterhafte Leistungen zeitigen. Israel Alter fehlt stimmlich wie ousdruckamäßig noch mancherlei für die Titelpartie; immerhin loistoto er Beachtliches. Julius Peissachowitsch, der auch Fritz Lechners Part übernehmen mußte, setzte seinen schönen Bariton ein; Hilda Lind gab eine lebendige Dalila, muß sich aber bisweilen im Tempo noch etwas zügeln. Ferner: Alice Hannes' frischer Sopran in der berühmten Seraphimorio, dio bewährte Gertrud Marcus am Klavier — in eine Händelaufführung gehört aber nun und nimmer ein moderner Flügell — sowie Ludwig Altmann, der mit sorgfältigster Abtönung, besonders Bchön im Trauermarsch, den Orgelpart versah. F. JudUouer Frauenbund. Am 5. Januar, 20 Uhr, sprioht Dr. Paula Phillppson, Frankfurt a. M., In der Berliner Müdobcnvolksiohule AuguststraDo 11-13 über „Die Akropolis von Athen"; mit Lichtbildern nach eigenen Aufnahmen. Das Elternhllfswerk für die Jttdlsohe Jugend E. V. in Borliu-Cbarlottenburg, Kantstraflo 168, veranstaltet am 27. ■ Januar 1935, abeads 8 Uhr, in den Räumen des Brüdervoreins Kurfürstenstraßo, einen Kloinkunstabond unter dem Titel: „Wir werben — wir helfea." Freude Im Winter. 2. 1.: Schabertsaal, Bülowstraße 101, 16.80 Uhr, Ktadornachmittag; 20 Uhr BunterAbend. ~6. 1.: Synagogo LindenstraDe: Konzert, 20 Uhr. Mitwirkkaade: Georg'Bertrami Prof. Nie. Grataj - dan, Bansi Graudan-Freudborg, Fritz Liebeok, Laura Pelteaohn, Hermann-. Schwarz, Greta Friedmann. Es apreohea: Dr. Frits Lamm: „Geben und Nehmen"; Mai Gundersheim: „Individuum und Gemeinschaft". — Oafo Leon, 16.30 Uhr, "Kinderaaehmittag; 20 Uhr Buntor Abond. , WhabüjXüvmiti 41 BEKANNT DURCH QUALITÄT*-WAREN