Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- Neue Folge, elfter Jahrgang 5625 (1864/65) (1865)
- Date
- 1865-01-01
- Page
- Seite 96 (sequence 116)
- Language
- German
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96 der Frauenpflichten nach dem Schulchan Aruch (Chobot ha- Naschim), welche sogar in frommen Kreisen Anstoß gefunden; obwohl ein gereimtes „Weiberbuch" von einer „frommen Rebizin" revidirt, schon 1552 in Venedig erschienen, die prosaische Bearbeitung eines bekannten Talmudisten Benjamin aus Grodno seit 1577 mehrmal gedruckt, auch überarbeitet und in's Italienische übersetzt worden; ob aber dergleichen in unserer Zeit noch für irgend eine Gegend passe, lassen wir dahin gestellt. Eine mehr ethische Blumenlese aus den populärsten hebräischen Schriften, hat Elieser Zweifel (pseudom. „Israel Epelweiß") in Wilna, unter dem Titel Nu3ar haskel zusammengestellt u. dgl. Es scheint uns eine sehr ernste, nur aus lokalen Motiven zu entscheidende Frage, ob unter den noch herrschenden mißlichen Sprachverhältnissen des Ostens, jener jüdische Jargon als Mittel zur Belehrung und Erbauung zu pflegen sei! Und nun zu den Schriften selbst! 1. Ausgaben älterer Schriften. Auch hier wäre eigentlich noch eine Unterabtheilung zu machen, zu unterscheiden zwischen Herausgabe unedirter Werke aus Handschriften U' d dem Abdruck älterer Ausgaben mit oder ohne neue Zuthat. Doch würde hiedurch das Netz dieser umfangsarmen Ueberficht ohne Noth verwickelter. Die Erfordernisse und erwünschten Eigenschaften einer Ausgabe sind sehr häufig dieselben, ob es sich um eine Handschrift, ob um ein schon gedrucktes Buch handle; Bedürfniß und Zweck, also auch die Beschaffenheit des Publikums. für welches die Schrift zunächst bestimmt ist, sind maßgebend für die Aufgabe und die dazu nöthige Befähi-