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Kalender und Jahrbuch für Israeliten · 1865-01-01 · Neue Folge, elfter Jahrgang 5625 (1864/65) (1865) · p. Seite 15

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Journal
Kalender und Jahrbuch für Israeliten
Volume
Neue Folge, elfter Jahrgang 5625 (1864/65) (1865)
Date
1865-01-01
Page
Seite 15 (sequence 35)
Language
German
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15 efeftriftteu, daß es sich den Nömern entgegen warf und ein lautes, ruhmreiches Märtyrerthum für seine politische Unabhängigkeit und religiöse Freiheit bestand und dabei als Nation unterging. Der Andere bereitete jene große messianische Erscheinung vor, durch welche die Messiasidee durch Lausend wunderbare Verkettungen den Völkern der Erde, der außerisraelitischen Welt, zugeführt wurde. Seit dieser Zeit, wo die Mesflashoffnung ernstlicher in's Auge gefaßt und deren Verwirklichung energischer angestrebt wurde, traten zu verschiedenen Zeiten hintereinander Messiasse auf, welche meistens spurlos verschwanden; nur wenige von ihnen hatten einen, von ihnen gar nicht beabsichtigten Erfolg. Zn den letzten drei Jahrzehenten vor dem zweiten Untergang des jüdischen Startes tauchten mehrere Männer als Messiasse auf: Theudas, Simon aus C Ypern, ein Namenloser aus Egypten, welche zwar Anhänger und Gläubige fanden, aber eines schmählichen Todes starben, ohne irgend etwas vollbracht zu habeil. Die Erfolglosigkeit ihrer Anstrengungen brandmarkte sie als Pseudomessiasse. Als nach dreijährigem Kriege das jüdische Land von den römischen Legionen zertreten, die Hauptstadt in einen Trümmerhaufen verwandelt, der Tempel eingeäschert, die ruhmbedeckten Krieger zu Hunderttausenden aus den Schlachtfeldern gefallen, die ganze Nation trotz der heldenmüthigsten Anstrengung im Heimatlande vernichtet war. und die Gefangenen Judäas von den Sklavenmärkten nach dem Süden und Westen Enropa's geschleppt wurden, schien jede Hoffnung auf bessere Zeiten geschwunden und die messianische Erwartung eine Thorheit zu sein. Aber wann ließe ein Volk, das eine so erfahrungsreiche tausendjährige Geschichte hinter sich hat, die Hoffnung

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