Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- Neue Folge, elfter Jahrgang 5625 (1864/65) (1865)
- Date
- 1865-01-01
- Page
- Seite 3 (sequence 23)
- Language
- German
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…/2609281-2609302--5654-2613006- Visual Library
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3 der Gott zu sein." Die zweite Geseßgebungsschrift vom Gefilde Moabs (Deuteronium), mild und herzlich, wie ein Muttersegen, welche das Elend des jüdischen Volkes wegen Bundesbruches noch tragischer schildert, verfehlt auch nicht, die tröstenden Worte hinzuzusügen: „Wnn du (Volk Israel) dir meine Mahnungen zu Herzen nehmen wirst, dann wird dein Gott deine Gefangenen wieder heimführen/ dich lieben und sammeln aus allen Völkern, wohin Er dich zerstreut. Und mögen deine Verbannten am Himmelsrande sein, wird dich der Herr von dort in das Erbe der Väter zurücksühren und auch dein Herz beschneiden (sonstigen), daß du Ihn mit ganzem Herzen und ganzem Wesen liebest." Diese hier nur wie hingeworfen angedeutete messianische Hoffnung hat verschiedene Entwicklungsphasen dnrchgemacht; sie wurde enger und weiter, bald national und bald allgemein Pa räklet i sch, Hand in Hand mit der Erhebung der Gesammtmenlchheit, nüchtern oder mystisch-schwärmerisch aufgefaßt. Man bedenke nur die Kluft, welche zwischen der Messianologie des Propheten Jesaias und der in der Zeit des Pseudomessias Sabbatai Zewi liegt! Als David, „der König nach dem Herzen Gottes", zum Führer des israelitischen Volkes gewählt, es selbstständig und gehoben gemacht hatte, als Salomon ihm einen Glanz verliehen und einen Centraltempel gebaut, knüpfte sich diese Hoffnung an einen Sprößling aus dem Hause David, ohne welchen die Glorie in der Zukunft nicht vorgestellt werden konnte. Die Dichter und Psalmisten sagen: „David's Nachkommen sollten für die Ewigkeit bestehen, und sein Thron vor Gott stets wie die Sonne, wie der Mond für immer gegründet, ein bewährter Zeuge am Himmel." Die älteren Propheten, denen die undankbare Aufgabe zul*