Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- Neue Folge, zehnter Jahrgang 5624 (1863-1864) (1864)
- Date
- 1864-01-01
- Page
- Seite 253 (sequence 277)
- Language
- German
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258 ihr sonst nicht eigentümlich war, „eine feste..Thür'.ist,zu Allem gut, man kann darauf mit Kreide seine. Schulden.aufschreiben, und dann schützt sie Einen vor Dieben." . Ein anders Mal kam dieselbe Freundin zu Chgje, Md nach manchem Hin- und Herreden, sagte sie . unerwartet: „Chaje, die ganze Welt wundert sich über dich,, daß du dir für dein Perlchen nicht mehr von ihrem Vetter Zender geben lassest." „Mehr?" fragte die alte Annehmerin, und ihre Augen schossen wie in den vergangenen Tagen wildverhaltener .Leidenschaftlichkeit ein dunkles Feuer von sich. „Mehr? habe ach denn schon etwas verlangt, oder angenommen?" „Man sagt doch, er hat schon oft zu dir geschickt, und dir schöne Sachen oder auch Geld für Perlchen. angetxagen, du aber hast Alles ausgeschlagen, und jetzt wo Zenderein Mann in der Gemeinde ist, solltest du dir's überlegen,... ab du Recht thust, die Stolze zu spielen." ....... . „Die Stolze? Ich soll stolz sein? Ich bin demüthiger wie ein geschlagen Kind. Ich wart' nur daraus, daß, mir Gott zu meiner Thür verhilst." . . 7 „Du kommst immer aus deine alten Reden zurück" Meinte die Freundin verlegen lächelnd. . .. ... 7 7 „Ich bin nur Gottes Annehmerin," sagte Eh Ge.Mit starker Betonung. „Ich begehr' meine Sach', .nur, von Hott!" „Was hast du aber gegen Zender? Wer dich so reden hört, meint, er muß wenigstens, dir ein Kind einmal..gemordet haben. Wie schickt es sich, sich mit einem Wa-nneM: nerfeinden, den man bei einer Gelegenheit ganz gut .brauchen kann?" Chaje lächelte fein, ohne alle Bitterkeit. „Du weißt, die Me Chaje hat von jeher, ihre Hehan-