Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- Neue Folge, zehnter Jahrgang 5624 (1863-1864) (1864)
- Date
- 1864-01-01
- Page
- Seite 106 (sequence 130)
- Language
- German
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106 Schranken — Für die Rettung seinem Gott zu danken — j ißt er die fettesten Hühner — als des Herrn demüthiger - Diener. \ Am Neujahr wird das Herz so weich — es wird der j Geist an Wünschen reich. —- Der Satan fliehet vor Schoser-;; schall — die Juden sind verbrüdert all'. — Es wünscht l der Eine dem andern — er möchte mit dem Satan wan- { dern, — sie thun sich Buße an und Herzenkeid— beson- ] ders wenn der Wein nicht gedeihet, — denn mit dem; Schofar reist die Traube — und jede Frau will eine neue Haube. In den zehn Bußetagen — müssen die Römer sich mit : den Keltern Plagen; — um sich am „großen Tage" zu | versöhnen — muß man vorerst der Rauflust stöhnen. j Dann gehen hoch die Andachtswogen, — kommt der j „Sühne Tag" daher gezogen. — Es klagt der Menschseiner Sünden Roth — des Festes Rüste ist der Hühner Tod. — In langen Gebeten, durch Flehen und Bitt' — verschaffen die Reichen sie einmal Appetit— Welch' heil'ger Eifer um die göttliche Lehre. — Der Aufgang zur Thora! ist Vorrang und Ehre; — um Frieden und Versöhnung sich zu bereiten — sieht man um die Ehre sie balgen und streiten. Schön geschmückt ist die Lauberhütte — dem Gast wird's wohlig in der Mitte; — denn Gäste muß man ehren — weil sie mit aller Welt verkehren — und erzählen soll j man an allen Enden — von dem Schmuck an der Hütte Wänden. Wie wacker die Makkabäer fochten — beweisen sie mit \ der Lampe Dochten. — Die Helden waren nicht feige — darum kneten wir die Teige. — Heil dem Volk, das Hel- Z den besaß — und an Siegesfesten Kuchen aß.