Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- Neue Folge, zehnter Jahrgang 5624 (1863-1864) (1864)
- Date
- 1864-01-01
- Page
- Seite 107 (sequence 131)
- Language
- German
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107 | Auch der Haman soll leben, — der uns zu trinken gegeben. — Würde es keinen Haman mehr geben — woj von sollten die Angeber denn leben? j Pessach ist ein heilig Fest —Gescheuert wird ja jedes j Nest. — Kein Sauerteig zeiget fich dem Blick — er bleibet l tief im Herzen zurück. | Am heiligen Fest der Wochen — da geht es erst recht ] ans Backen und Kochen; — denn für 113 Gebot' — thun i dreimal so viel Kuchen noth. — das ist der Feste Brauch und Sitte — in des erwähten Volkes Mitte." „Das war eine kleine Kapuzinerrede, sagte August. Aber! mich verlangt zu wissen, wie der Satyriker die Charaktere 1 schildert." j Ich las weiter: Unsre heilige Gottgemeine — sie hat Männer wie sonst keine — voll gold'gem Glanz — Da steht der Mann vertrauet mit Fürsten und Schranz. — Gebogen ist ihm der Rücken — von vielem Kriechen und Bücken — vor all' den Herren und Fürsten, und denen, die deren Kleider bürsten — denn Stolz und Hochmuth kennt er nicht — es sei denn, daß er mit Juden spricht. Dort steht wieder ein weiser Mann, —der nicht denken. doch zahlen kann. — und darf man seinem Worte trauen — so kann er für Geld den Himmel sich bauen — — er kaust für vollen Beutel — sich einen gelehrten Scheitel. — Er ist der beste Reiter und Ritter — ob er auch zaget vor Roß und Splitter. — Er ist ein Genosse der Weii sen — wie er's (£utf) kann beweisen — durch Papiere von Rektoraten — das Stück zu hundert Dukaten. I Der dritte ist ein freier Mann, — der freies Wort ertragen kann. — Bon Widerspruch und Gegenreden — laßt