Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- Neue Folge, zehnter Jahrgang 5624 (1863-1864) (1864)
- Date
- 1864-01-01
- Page
- Seite 70 (sequence 94)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 97% known words query
- IRI
…/2609281-2609300--5395-2612746- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
10 seres Volkes begonnen, und deren Andenken von der ganzen Nation mit gerechter Bewunderung und gerechter Dankbarkeit gesegnet wird, da sie Lichtkörner ausgestreut, deren Saaten heute noch Millionen Geister und Herzen erleuchten — sollten die Geburtstage solcher Männer nicht auch von der Schule dazu benützt werden, um die Funken nationaler Begeisterung in den jungen, empfänglichen Gemülhern zu wecken? Müßte z. B. der Geburtstag jenes Mannes, der nicht nur der Zufälligkeit seines Namens halber, sondern wegen seines gewaltigen Geistes und seines unermeßlichen, alle Fächer des Wissens umfassenden Genie's, sowie des unberechenbaren Einflusses wegen, den er auf die Fortgestaltung des Judenthumes geübt, der zweite Moses genannt wird, nicht ein begeisternd herrliches Fest für jüdische Schulen und Schüler abgeben? — Gewiß, d er 14. Nissan , als der Geburtstag unseres großen Maimonides, wäre ganz dazu ausersehen, ein jüdisches Schulfest zu bilden, wenn man nicht dagegen einwenden könnte, daß der 14. Nissan, zugleich als Rüsttag des Pesachftstes, nicht ganz geignet zu einem Schulfeste erscheine, weil es auch psychologisch richtig ist, „daß man ein Fest mit dem andern nicht mengen solle." — Wir würden daher Vorschlägen, statt dessen den 20. Tebet, als den Todestag Maimuni's. in unseren Schulen zu feiern, und da dem Leben und Wirken dieses unvergleichlichen Mannes ein Denkmal der Liebe und der Nacheiferung in den Herzen der Jugend zu errichten. 3. Und der 12. Elul, der Tag, an dem der Mann, der „mit Weisheit gehandelt," — der Mann, Moses aus Dessau dys Licht der Welt erblickte, dürfte wohl auch ein schönes Schulfest abgeben. Wer mehr als eben die Schule,