Mannheim
Compact Memory

Kalender und Jahrbuch für Israeliten · 1864-01-01 · Neue Folge, zehnter Jahrgang 5624 (1863-1864) (1864) · p. Seite 51

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Kalender und Jahrbuch für Israeliten
Volume
Neue Folge, zehnter Jahrgang 5624 (1863-1864) (1864)
Date
1864-01-01
Page
Seite 51 (sequence 75)
Language
German
Belongs to
journal volume
OCR quality
98% known words query
IRI
…/2609281-2609300--5376-2612727
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

habe. Aber seinem Geiste schwebte der Geist der Bibel vor und lehrte ihn Behutsamkeit. Die Schrift weiß von keinem solchen entweder oder das die Einseitigkeit des Theismus und des P antheismus hervorgetrieben hat. Die Schrift lehrt allerdings einen von der Welt verschiedenen persönlichen und lebendigen Gott. Aber. „so spricht der Herr: der Himmel ist mein Thron und die Erde ist meiner FüßeSchemmel." Die Welt als Produkt Gottes ist darum doch durch und durch göttlich, und wir gehen keiner der gemächlichen und religiösen Vortheile verlustig, welche der Pantheismus für sich in Anspruch nimmt, wenn wir auch statt entweder oder, sowohl als auch sagen, statt Gott entweder in der Welt oder außerhalb der Welt, Gott sowohl in der Welt als außerhalb der Welt, außerhalb der Welt seinem Wesen nach, innerhalb der Welt seinem Wirken nach. Doch hören wir wiederum Philo selbst: „Von Gott aber ist Alles erfüllt, von Gott dem Umgebenden, der aber nicht umgeben ist. von Gott, dem allein es zukommt, überall und in einem gewissen Sinne auch nirgends zu sein. Nirgends, weil er selbst Ort und Platz für die Dinge mitgeschaffen. von dem Schöpfer ist es aber nicht angemessen zu sagen daß er in irgend einem der geschaffenen Dinge eingeschloffen sei. Ueberall aber, weil er die von ihm ausgehenden Kräfte spannend durch Erde und Wasser, durch Luft und Himmel keinen Theil der Welt leer gelassen, sie vielmehr mit unsichtbaren Bändern gebunden, daß sie niemals sich löse/' So weit nun spricht Philo zu uns wie allenfalls auch ein moderner Schriftsteller reden könnte und wir brauchen keine Nachsicht mit ihm zu haben und wir brauchen nicht daran zu erinnern. daß die Welt inzwischen älter geworden und fortgeschritten ist. Wir kommen jetzt zu einem Punkte seiner Lehre, der uns allerdings daran erinnert, daß er einer phantastischen 4 * A_

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.