Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- Neue Folge, neunter Jahrgang 5623 (1862-1863) (1862)
- Date
- 1862-01-01
- Page
- Seite 48 (sequence 68)
- Language
- German
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48 durch ihn zur hohen Stufe der Herrschaft gelangten, aus der sie ein Recht hatten stolz zu sein, ihn vernachlässigt haben, seinAndenken der Nachwelt zu überliefern? Sollten sie kein Wort des Lobes für ihn ausgesprochen haben? Es ist nicht denkbar. Bruchstücke aus einem Divan eines älteren morgenländischen Dichters, der in Bagdad heimisch gewesen zu sein scheint, besingen, neben einem Schulhaupt und Gam Ali und andern Personen, auch den jüdischen Günstling eines Herrschers, mit Namen Mardahai Jbn-Alcharbija, „als derselbe zurückkehrte, den Münzpalast in Augenschein zu nehmen." Bon ihm fingt der unbekannte Dichter in wohlgesetzten Weisen, welche den jüdisch-spanischen Dichtern entlehnt sind: ,,Gin glänzender Fürst ist Mardahai: Treu und mächtig im Herrschen, beliebt beim König und den Großen, Gr zieht in fürstlichem Glanze aus, Und Sänger empfangen ihn mit Liedern.... Gr schützt mit seinem Fittiche das Volk Gottes Und breitet seine Wolke darüber aus.... Sein Name ist im Munde der Großen und Kleinen.... Gott hat in seinen Tagen dem heiligen Volke die Herrschaft verliehen". .. . Wie diese Werse nun auf Saod-Addaula passen, so kennt die jüdische Geschichte im Morgenlande keine einzige Persönlichkeit, weder im finkenden Chalisat, noch später im Sultanat, welche eine so hohe Stellung eingenommen hätte. Es ist also im hohen Grade wahrscheinlich, daß Saod-Addaula bei seinen Religions- und Stammgenossen unter dem Namen Mardahai Jbn-Alcharbija in hohem Ansehen stand, daß sie sich in ihm gespiegelt und ihn besungen haben. In der That erzählt eine neidische christliche Quelle: „Die Juden sind aus den entferntesten Ländern zu Saod-Addaula's Sitz zusammengeströmt und sprachen es aus einem Munde aus: „In Wahrheit, zum Herrn der Erlösung und zur Hoffnung des Ruhmes