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Kalender und Jahrbuch für Israeliten · 1861-01-01 · Neue Folge, achter Jahrgang 5622 (1861-1862) (1861) · p. Seite 140

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Journal
Kalender und Jahrbuch für Israeliten
Volume
Neue Folge, achter Jahrgang 5622 (1861-1862) (1861)
Date
1861-01-01
Page
Seite 140 (sequence 164)
Language
German
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140 auch Einzelnes hier zu apologetisch und dort zu aphoristisch finden dürfte. Besonders verdienen die Ermahnungen im »Nachworte - über jüdisch-religiöse Erziehung allgemeinere Berücksichtigung! — Specialgeschichtliches verfaßten noch A. Stein (»Geschichte der Juden in Danzig -) undM. Wiener (»GeschichtederJuden in der Residenzstadt Hannover--) in Frankels Monatschrift. —In den Bereich der Culturgeschichte gehört auch ein Buch eigenthümlicher Art, nämlich eine »Sammlung und Erläuterung aller Sprichwörter und Redensarten deutsch-jüdischer Vorzeit von Abraham Tendlau (in Frankfurt a.M.). Die vorliegenden Sprichwörter sollen, wie ein Recensent richtig bemerkt, zunächst von dem intellectuellen Zustande der Juden während mehrerer Jahrhunderte ein Bild geben. Bei allen Vorurtheilen, schiefen Ilrtheilen und abergläubischen Ansichten, die sie an den Tag legen, bezeugen sie doch zugleich die Verständigkeit und Vorsicht, sowie den sittlichen Kern des jüdischen Volks. Der Verfasser hat auch talmudische Redensarten eingeflochten (wobei einige Unrichtigkeiten, z. B. ist Nr. 43 R. Jehutla ben Hai mit R. Jehuda hanassi verwechselt), sowie allerlei Provinzialismen, die außerhalb der betreffenden Gegend nicht gekannt sind; manche Erläuterungen genüge» nicht und die Ausbrüche gegen Andersgläubige, ohnehin selbst in frühern Zeiten nicht allgemein und keine eigentlichen Sprichwörter, hätten wegbleiben können. — Auch achtungswerthe christliche Gelehrte haben schätzbare Arbeitet geliefert zur Aufhellung mancher Partien der jüdischen Geschichte, sowie manches Dahingehörige. So habe ich Ihnen über zwei aus den Verhandlungen der Academien der Wiffenschastcn zu Wien besonders abgedruckte Schriften von Alois Müller (Amanuensis an der k. k. Universitätsbibliothek zu Wie») zu berichten. Die erste verbreitet sich über phönizische Münzen, *) sowie über römische ans *) Der geehrte Verfasser möge entschuldige», wenn wir der Ableitung des Wortes auf der phönissschen Inschrift von nicht beistim-

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