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Kalender und Jahrbuch für Israeliten · 1861-01-01 · Neue Folge, achter Jahrgang 5622 (1861-1862) (1861) · p. Seite 136

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Journal
Kalender und Jahrbuch für Israeliten
Volume
Neue Folge, achter Jahrgang 5622 (1861-1862) (1861)
Date
1861-01-01
Page
Seite 136 (sequence 160)
Language
German
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136 samkeit erkennen, womit man sein Werk liest und sich veranlaßt fühlen, seine ansprechenden historischen Arbeiten mit Umsicht fortzuseßen. — Ich reihe hieran eine Schrift des literarhistorischen Veteranen Dukes »Salomon den Gebirol I. Heft.« Sie müssen wissen, daß, wenn man etwas von Dukes liest, man nicht geradehin erwarten darf, über den Gegenstand, der auf dem Titel des Buchs oder des Aufsatzes steht, speciell Neues zu erfahren; man findet darin vielmehr eine Aufspeicherung wissenswürdiger und scharfsinniger Aussprüche aus den Literaturen aller Zeiten und Völker, die mitunter das Thema des Buches nur wenig berühren, aber dennoch (einzelne nicht immer passende, witzig sein sollende Antithesen ausgenommen) im Ganzen eine belehrende Wirkung haben. So ist es auch mit diesem Büchlein. Als beherzigenswerth hebe ich Ihnen unter Anderem hervor die Bemerkung im Vorworte, »warum es kein eigentlich literatur-historisches Urtheil in der hebräischen Literatur gibt,« und was dabei »über die beschränkte Frönrmigkeit und die liert jene Versanwendung die Spitze. Zbn Esra scheint aber den längeren Exod-Commentar früher abgefaßt zu fmücn, wofür allerlei Anzeichen sprechen, war damit 1153 zu Ende und begann erst später die anderen pentat. Bücher in etwas conciserer Form zu commentiren. als er 64 Jahre alt war; so läßt sich jene Stelle in Cliemda aemisa mit der Annahme seines Todes zu 75 Jahren vereinigen. Zu weiterer Ausführung dieser Meinung ist hier der Raum zu kurz. — Auf des Verfassers Anmerk. S. 217 muß ich erwiedcrn, daß auch die seltene ed. Rimini des Kolbo ri N’"120 iS hat und man ohne dringende Gründe Ausdrücke, die in allen Ausgabe» sich vorfinden, nicht zu Korrupteln machen kann. — Noch ist in Bezug auf S. 66 hinzuzusügen, daß der Messias schon in beiden Talmuden (jer. Berachoth Abschn. 2 und babl. Synhedr 98) Menachem genannt ist; für ben Chiskia (aus Jes. 11. 1 entnommen) ist jedoch später aus besonderem Grundeben Amiel (wie Salomos mütterl. Großvater hieß, 1 Chron. 3, 5) gesetzt worden.

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