Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- Neue Folge, achter Jahrgang 5622 (1861-1862) (1861)
- Date
- 1861-01-01
- Page
- Seite 137 (sequence 161)
- Language
- German
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beschränkte Aufklärung« treffend gesagt ist. Die Gedanken im zweiten Abschnitte über eine »Ethik des Talmuds« verdienen Berücksichtigung. — Eine vortreffliche biographische und literarhistorische Darstellung des Lebens und der Werke des jüdischen Religionsphilosophen Levi ben Gerson (Ralbagh) enthält Frankel's Monatschrist aus der Feder des Dr. Joel (Docent am Seminar zu Breslau) und über »dieChronik desSulpicius Severus«, in mancher Beziehung auch für die Geschichte des jüdischen Alterthums von Interesse schrieb Bernays in dem jüngsten Jahresberichte des Breslauer jüdisch-theologischen Seminars. — Moritz Rahmer (Hörer am Bresl. Seminar) verfaßte als Inauguraldissertation eine Beleuchtung der hebräischen Traditionen in den Werken des Hieronymus durch Vergleichung mit den jüdischen Quellen. Es ist Ihnen aus einem früheren Aufsatze Grätz's, sowie aus manchen Angaben in meinem »Leben Abrahams« und sonst bekannt, daß wir viele talmudische und midraschische Hagada's, die man zuweilen für jüngeren Ursprungs hielt, in den Schristen jenes Kirchenvaters des vierren Jahrhunderts, theils unverändert, theils entstellt, wiederfindet. Der jugendliche Verfasser hat in dem vorliegenden Hefte die Aufstellung vieler jener Traditionen mit Geschick und Einsicht unternommen, wenn auch in manchen Fällen seiner Meinung nicht beizutreten ist. — Josua Wallerstein (gleichfalls Hörer des ged. Seminars) hat als Jnaugural- Differtation den bekannten für die jüdische Geschichte wichtigen »Brief des Scherira Gaon« aufs Neue hebräisch unter hinzugesügten Varianten nach einer Pariser Handschrift edirt, mit einer lateinischen Ilebersetzung und entsprechenden Anmerkungen in letzterem Idiome. *) — M. Kayserlinghatsein Talent histori scher Darstellung, aus fleißiger «1 S. 9. Anm. 4. des gedruckten Werkchens hätte der Vollständigkeit willen die Ansicht Joffs und anderer über »Rabbi und Antoninils« nicht selben dürfen.