Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- Neue Folge, achter Jahrgang 5622 (1861-1862) (1861)
- Date
- 1861-01-01
- Page
- Seite 133 (sequence 157)
- Language
- German
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133 scher Autoren in diesem Zweige habeich zu erwähnen: Tholuk: »Die Propheten und ihre Weissagungen« (für die Divination der alten Propheten, aber mit Berücksichtigung einer gemäßigten Kritik), W. Neumann: »Die Weissagungen des Sakharia« (sehr mystisch gefärbt; die 12 Propheten seien ein Abbild der 12 Stämme und der 12 Steine aus dem Brustschilde des Hohenpriesters!), I. v. Gumpach (Verfasser interessanter Schriften über alte Chronologie): »Der Prophet Habakuk« (für engverbundenen Zusammenhang der ganzen Prophetien Habakuk's, aberAuscinauderstellung derVerse; die»Chasdim,« 1, 6 seien die Schthen- und Abfassungszeit 623 v. CH.), H. A. Hahn,Commentarüber das Predigtbuch Salomo's(dem salomonischen Ursprünge selbst gegen Hengstenberg das Wort redend und den Koheleth von diesem Standpuncte aus commentirend!), ferner F. Bleek »Einleitung in das alte Testament«, ein mit vieler Umsicht gearbeitetes Buch, nach des Verfassers Tode herausgcgeben. — Steiuthal (in Berlin) und Roskoff (Professor an der evangel. theolog. Facnltät in Wien) schrieben »über die Simsonssage«. Ersterer in der Zeitschrift für Völkerpsychologie und Roskoffin einem besondern Werkchen. Des leßtern Schlußworte muß ich Ihnen mittheilen, sie lauten: »Zn unserer Zeit hat die Mythen- und Gagenbildung allen gedeihlichen Boden verloren, es soll sich aber Jeder selbst bestimmen, dem Herakles gleich — an dem großen Bau der menschlichen Bildung unverdrossen mitzuarbeiten, und wie Simson das Philisterthnm in der Gemeinheit nach allen Kräften zu bekämpfen zur Förderung des Wahren, Guten und Schonen.« *) — In England macht ein Buch, betitelt Essays and Rewicws, das der *) Vor Absendung dieses Brieses erhalte ich noch den l!. Ihrg. von Ewald's „Jahrb. bibl.Wissensch.",deraußereinigen Äußerungen über Luzatto's Pentat. und über Grätz's Ansichten von für jüdische Leser wenig Interesse bietet.