Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- Neue Folge, achter Jahrgang 5622 (1861-1862) (1861)
- Date
- 1861-01-01
- Page
- Seite 131 (sequence 155)
- Language
- German
- Belongs to
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J 31 Luzzatto's neue italienische llebcrsetzung des Pentateuchs liegt bis in die Mitte des vierten Buchs vor. ■— An einer Revision der zwar linguistisch meist getreuen deutschen Bibelüberseßnng Philippson's zu besserem Bolksgebranche wird mit Sorgsalt gearbeitet. — Bon E. Bondi (Oberlehrer zu Pohrlitz in Mähren) erschien das erste Heft einer Auswahl von Raschi'sPentateuch-Commentar, theils mit deutscher llebersetzung, theils mit einem Glossar. Das Werkchen hat den löblichen Zweck, jenen, Jahrhunderte hindurch fast den Hauptunterrichtsgegenstand der jüdischen Jugend ausmachenden, in seiner Art classischen Commeutar, durch Weglassung der vielen überschwenglichen Hagada's, auch ferner dem Schulgebrauche zu erhalten. Ich gestehe aber, daß, nimmt man dem Inhalte des Raschi-Commentars seinen poetischen Nimbus, so erscheint er ziemlich kahl und trocken. Ein Auszug von Salamo Dubno's Kinn oder Wiederabdruck von Reggio ^s hebräischem Pentateuch-Commentar wäre zum Gebrauche der Jugend vielleicht entsprechender. — Ich reihe hieran die Erwähnung eines Werkes, das zwar nicht eigentlich exegetisch ist, sondern gewissermaßen die Mitte zwischen Commeutar und homiletischen Betrachtungen einnimmt, aber nichtsdestoweniger zur populären Würdigung des Bibeltextes und mancher darauf bezüglichen hagadischen Erzählungen von Nutzen sein kann. Es sind dies die Meditations bibliques sur le Pentateuque von S. Bloch (in Paris, Herausgeber des Univers israeiite), nach den 54 Wochenabschnitten eingetheilt und von der französischen israelitischen Gesellschaft »für religiöse und moralische Bücher« herausgegeben. Der Verfasser hat mit sicherem Tacte und in einer glänzenden Diction den religiös-moralischen Kern der pentateuchischen Erzählungen und Gebote dargestellt und zur praktischen Anwendung die Gegensätze der einfachen und erhabenen Lehren des Judenthums mit manchen faulen Zuständen der modernen Gesellschaft hervorzuheben gewußt, und hat hierbei auch gelegentlich Anschauungen, die in anderen Religionskreisen Vorkommen, mit vielem Freimuthe 9 *