Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- Neue Folge, siebenter Jahrgang 5621 (1860-1861) (1860)
- Date
- 1860-01-01
- Page
- Seite 153 (sequence 179)
- Language
- German
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153 tcn, und die Lehrer, die an derselben wirkten, werden seinen Namen stets mit dankbarer Verehrung nennen. Von der Ueberzeugung geleitet, daß ein Jugendfreund vor Allem ein Freund und Lehrer sein müsse, war er stets bemüht, den tüchtigen Fachmännern seiner Schule aus allen Kräften beizustehen, um durch die Würdigung ihres mühereiche» Standes zugleich die Würde der Schule und die der Gemeinde zu heben. Als er sich daher 1867 in Rücksicht auf sein vorgerücktes Alter vom Schulvorstande zurückzog, drückte ihm der Lehrkörper in einer Dankadresse seine Gefühle aus. Die medicinischen Abhandlungen Horschetzky's haben seinen Ruf in weiten Kreisen verbreitet; 1845 wurde er von der königl. ungarischen Gesellschaft der Aerzte zum correspondirenden Mitgltede ernannt. Die Neigung zu jüdisch-geschichtlichen Studien wurde in ihm schon während seiner Studienzeit in Prag von Ignaz Jeiteles angeregt. Josefus Flavius war sein Lieblingsschriftsteller; er übersetzte das 1., 11., 12., 13. und 14. Buch, und einen Theil des zweiten Buches, er fügte Anmerkungen, meist geographischen und archäologischen Inhaltes, hinzu. Neben der Uebersetzung des Josefus beschäftigte ihn längere Zeit die Ausarbeitung einer Geographie von Palästina, die aber unvollendet blieb. Die »Allgemeine Zeitung des Judenthums«, »der Orient« und der »B. CH.« haben Arbeiten aus seiner Feder gebracht. Der Realisirung seines Aufrufes zur Gründung eines Ackerbauvereines (in der Ofner Zeitung) waren die Umstände nicht günstig. An der Gründung des Handwerkervereines <1841) hat er sich thätig betheiligt. Ueberhaupt gehörte anhaltender Fleiß zu seinen hervorragenden Tugenden. Und wie -er als Gatte, Familienvater und Arzt zu den glücklicheren Sterblichen gehörte, so war es ihm auch gegönnt, seine lite-