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Kalender und Jahrbuch für Israeliten · 1860-01-01 · Neue Folge, siebenter Jahrgang 5621 (1860-1861) (1860) · p. Seite 152

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Journal
Kalender und Jahrbuch für Israeliten
Volume
Neue Folge, siebenter Jahrgang 5621 (1860-1861) (1860)
Date
1860-01-01
Page
Seite 152 (sequence 178)
Language
German
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IRI
…/2609281-2609294--4524-2611872
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152 er unter Littrow als freiwilliger Zuhörer oblag. Nachdem er in Pilsen die Gymnasialprüfung gemacht, und in Prag das Triennium der Philosophie beendet hatte, ging er als Magister der Mathematik, in welcher er Wydra's begabter und fleißiger Schüler gewesen war, nach Wien, wo er 1811 zum Doctor der Heilkunde promovirt wurde. Im Begriffe, nach Böhmen zurückzukehren, machte er zufällig die Bekanntschaft des reichen und angesehenen Hirsch Lackenbacher aus Groß-Kanischa, der dem jungen Doctor rieth, sein Glück in Ungarn zu versuchen. Horschetzky nahm sich einige Tage Bedenkzeit. Nachdem sein einstimmender Entschluß gefaßt war, nahm ihn Lackenbacher mit sich nach Kanischa. Später heiratete er dessen Tochter, welche bis aus den heutigen Tag in K. als ein edles Vorbild jüdischer Frauen verehrt wird. Einige Jahre ärztlicher Praris reichten hin, um den verständigen, besonnenen, ruhigen, klugen und leutseligen Horschetzky zum beliebtesten Arzte der Stadt zu machen. Seine zarte Rücksicht für die Armen gewann ihm alle Herzen. Seine uneigennützige Behandlung des k. k. Militärs wurde zu wiederholten Malen belobt: am 20. März 1828 vom Brigadier Mengen; 15. September 1831 vom Obersten Sustenau; 25. März 1832 vom Rittmeister Szabä; 9. April vom General der Cavallerie Erzherzog Ferdinand; 12. Mai 1833 vom General Auersperg. Horschetzky's Wirksamkeit für den Fortschritt in der durch ihre Einigkeit und ihre vortrefflichen Institutionen rühmlich bekannten israelitischen Cultusgemeinde zu Groß-Kanischa nahm erst in den dreißiger Jahren ihren Anfang. Unsterblich sind die Verdienste, die er sich um die dortige Schule erworben. Die Schüler, die unter seiner Leitung die Anstalt besuch-

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