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Kalender und Jahrbuch für Israeliten · 1860-01-01 · Neue Folge, siebenter Jahrgang 5621 (1860-1861) (1860) · p. Seite 26

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Journal
Kalender und Jahrbuch für Israeliten
Volume
Neue Folge, siebenter Jahrgang 5621 (1860-1861) (1860)
Date
1860-01-01
Page
Seite 26 (sequence 52)
Language
German
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26 n die Propheten waren reich, woraus der Talmud folgert (Id. 38), daß Gott seine Herrlichkeit auf jenen ruhen läßt, die mit Stärke, Weisheit, Reichthum und Bescheidenheit begabt sind. So mußte auch der Hohepriester alle Andern überragen an Schönheit, Kraft, Weisheit und Reichthum (Horioth 9). Fragen wir aber, warum beim Hohenpriester mtb Propheten der Reichthum ein solches Erforderniß war, so lesen wir die Antwort im 4. B. M. 16, 15 und I. Sam. 12, 3: Der weltliche wie der geistliche Führer des Volkes muß, soll seine Person von einer höheren Glorie ltmgebeit und sein Wort von einem unwiderstehlichen Zauber durchdrungen sein, materiell so gestellt sein, daß er dem sich erhebenden Ungethüm der Meuterei mit Moses und Samuel zurufen könne: »Hier bin ich, zeuget wider mich vor Gott und seinen Gesalbten,« »wessen Ochsen und Esel habe ich genommen, aus wessen Hand habe ich Lösegeld genommen?« rc. Betrachten wir ferner die Quellen, aus welchen der Talmud den Reichthum geschöpft wissen will, und was er eigentlich unter Reichthum versteht, so werden wir gleich sehen, welch ein Greuel die Plutokratie in seinen Augen ist. Als Quellen des Reichthums nennt der Talmud: 1) die Schafzucht (Chul. 84), mit Ausschluß der Klemviehzüchtung im Allgemeinen, welche von keinem Segen begleitet ist (Passachim 50); 2) den Handel, aber nur den redlichen und soliden (Nida 70), mit Ausschluß des Handels mit heiligen Gegenständen wie Tora, Tefilin und Mesusa, und mit zerbrechlichen Gegenständen, wie Krüge und Zaunstäbe (Passachim 50); 3) das Handwerk (Kiduschin 82) mit Ausnahme des Schreiberhandwerkes (Pos. 50). Da aber alle diese Erwerbsquellen weder zu schnellem nock

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