Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- Neue Folge, sechster Jahrgang 5620 (1859-1860) (1859)
- Date
- 1859-01-01
- Page
- Seite 124 (sequence 162)
- Language
- German
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124 nach Befinden berichtigte. Manchen befremdlich dürfte erscheinen, -aß Luzzatto die von Mendelssohn eingeführte Uebertragung des vierbuchstabigen Gottesnamen durch »der Ewige« verwirft (ja sogar darin Annäherung an den Spinozismus wittert!) und dafür i! Signore (»der Herr«) setzt. — In englischer Sprache erschien ein -ausführlicher historischer und kritischer Commentar zum I. Buche Roses von Kalkscher uud in französischer Sprache die Ilebersetzung -er Psalmen von Crähange. — Manche Erläuterungen zu den tvestaramäischen und syrischen Bibelübersetzungen geben die Znau- -guraldissertationen von Seligsohn und Perles. Im Gebiete der philosophischen Dogmatik finden wir eine Schrift von H. F. Joel »Das Princip der Patriarchen als Religionsquelle des Zudenthums, Christenthums und des Islam, I. Band,« welche den einfachen Gottesglauben der Erzväter in sehr gesuchter Weise in die philosophische Zwangsjacke des Hegelianismus u. s. w. einschrauben will, dabei aber doch (z. B. über Auffassung der Willensfreiheit) manche leidliche Gedanken verräth. Höchst belehrend ist dagegen M. Zoel's größerer Aufsatz »über 3bn-GebiroI's Bedeutung für die Geschichte der Philosophie« (in Fränkel's Monatschrift), sowie dessen Abhandlung »die Religionsphilosophie des Mose ben Maimon« (im Jahresbericht des jüd. theol. Seminars zu Breslau 1859). Letztere gibt eine glänzende Skizze von Moses ben Maimon's Philosophie, von deren Ausgleichung mit der Bibel und von der maimonidischen Auffassung der biblischen Gebote. Ist allerdings Maimon's Bibelexegese im Lichte ihrer Zeit zu betrachten, so dürfte doch der Ausdruck (S. 3), »daß wir uns ihr gegenüber eines gewissen unbehaglichen Gefühls nicht erwehren können« zu stark sein. — Der trotz seines Augenübels unermüdliche Munk hat die zweite Abtheilung seiner Melange« de Philosophie juive et arabe herausgegeben; diese enthält nächst ausführlicher Darstellung der Quellen, woraus Jbn-Gebirol seine