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Kalender und Jahrbuch für Israeliten · 1858-01-01 · Neue Folge, fünfter Jahrgang 5619 (1858-1859) (1858-1859) · p. Seite 304

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Journal
Kalender und Jahrbuch für Israeliten
Volume
Neue Folge, fünfter Jahrgang 5619 (1858-1859) (1858-1859)
Date
1858-01-01
Page
Seite 304 (sequence 348)
Language
German
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304 barste Anerkennung hervorgerufen und bei Gemeinden und Individuen den Eifer zum Fortschritt erweckt. Gleichwohl drängten sich noch so manche fromme Wünsche hervor. Nach außen hin beziehen sich dieselben darauf, daß die Regierung auf Mittel sinnen möge, um dem in manchen Provinzen sich anhäufenden Proletariat zu steuern, daß der mit Auszeichnung studirenden Jugend auch jede Carriere offen stehen sollte, — daß die Unterbehörden in humanen und toleranten Gesinnungen den Vorgesetzten nickt nachstehen mögen. Nach innen zu aber werden Verbesserungen im Kultus-, Schul- und Gemeindewescn und vorzüglich Emancipation vom Chassidismus gewünscht, welcher Aberglaube und Dorurtheil nährt und jedem vernünftigen Fortschritt im Wege steht. Don der scandinavischen Halbinsel haben wir wie gewöhnlich nur Weniges zu berichten. In Dänemark wurde der jüdische Professor-Oberarzt an dem Friedrichshospital in Kopenhagen, Dr. Med. S. M. Trier, Danncbrog-Ritter, vom König zmu Etatsrath mit dem Range dritter Claffe (wodurch der Ernannte hoffähig wird) ernannt. Unter den 15 Mitgliedern der Commission, welche von der Regierung zur Berathung eines neuen dänischen Zvllgesetzes berufen wurden, befanden sich drei Juden, worunter der k. k. österreichische Generalconsul Ritter von Salomonsen. — In Aalberg wurde ein Jude in den Magistrat gewählt. Nach der neuesten Zählung wohnen in Dänemark 8263 Israeliten, wovon auf Kopenhagen kommen. Die Synagoge daselbst — in Gesang und Predigt sehr würdig vertreten — feierte vor Kurzem ihr 25jähriges Jubiläum. Auch die Gencsungsfeier des Königs wurde jüngsthin in der Synagoge zu Kopenhagen feierlich begangen. Die Predigt, welche Dr. Wolf bei dieser Gelegenheit hielt, hatte sich eines besonderen Anklangcs zu erfreuen. Sie erschien im Druck, und der König hatte die Huld ein Exemplar derselben am Charfreitag aus den Händen des Dr. Wolf in Empfang zu nehmen, und ihm

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