Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Journal
- Kalender und Jahrbuch für Israeliten
- Volume
- Neue Folge, vierter Jahrgang 5618 (1857-1858) (1857-1858)
- Date
- 1857-01-01
- Page
- Seite 256 (sequence 297)
- Language
- German
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256 Pismon am Tage vor Neujahr recitirten, mögen geahnt habe», daß diese Gesangstücke von einem Manne herrühren, der nicht nur zu den größten Denkern seiner Zeit gehörte, sondern dessen originelles philosophisches System auf die christlichen und muhamedanischew Schulen über zwei Jahrhunderte hindurch großen Einfluß übte! Saalsckütz hat seine »Archäologie derHebräer« (vergl. unfern vorjährigen Ueberblick) mit dem zweitenTheile, dem eine ehrfurchtsvolle aber kräftig gehaltene Zueignung an den König FriedrichWilhelm IV. von Preußen vorhergehet, geschlossen. — AuchHerzfeld's Geschichtswcrk bis zur Einsetzung des Maccabäers Schimon liegt nun beendet vor. Man kann über manche Auffassungen und Argumentationen des Verfassers reckten; das Ganze bildet aber eine mit vielem Fleiße und mit Gründlichkeit zusammengestellte Arbeit, die besonders wegen der Vollständigkeit der beigegebenen speciellern Quellenforschungen ihren Werth behalten wird. — Von Wiener (in Hannover) erschien eine (leider nur zu klein gedruckte) gelungene deutsche Übersetzung des Buches Schevet Jehuda mit Zusätzen. — Lieben's »Galed« oder »Grabsteinschriften des Prager israelitischen alten Friedhofs« enthält verdienstliche Beiträge zur jüdischen Special- und Localgeschichte im Mittelalter; die umfangreiche hebräische Einleitung des ehrwürdigen Rapoport gibt allerlei bemerkenswerthe Aufhellungen über jüdische archäologische Gegenstände. — Inhalt und Tendenz von Reckendorf's »Geheimnisse der Juden« (3 Bändchen), mehrere wichtige Momente aus der jüdischen Geschichte novellenartig dargestellt, wären zu loben; nur ist der Titel unpassend, und die Einkleidung zu phantastisch. — Noch gehört hierher Reich »Orientalica oder Skizzen aus dem jüdischen Leben,« I. Heft; ferner Benjamin II.., »cinq annees de voyage en Orient,« eine ziemlich romanhafte Reiseskizze in ferne Länder, welche der Verfasser besucht haben will. War dies auch vielleicht der Fall, so ist der Inhalt doch großentheils aus verschiedenen, mehr oder weniger un-