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Kalender und Jahrbuch für Israeliten · 1857-01-01 · Neue Folge, vierter Jahrgang 5618 (1857-1858) (1857-1858) · p. Seite 237

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Journal
Kalender und Jahrbuch für Israeliten
Volume
Neue Folge, vierter Jahrgang 5618 (1857-1858) (1857-1858)
Date
1857-01-01
Page
Seite 237 (sequence 278)
Language
German
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IRI
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237 theilung an jüdische Arme. Doch genügte ihr dies noch nicht, und sie ersuchte den zu Odessa bestehenden Damenverein, welchem sie Vorsicht, einen Th eil des von ihr selbst ausgesetzten Betrages auch zur Linderung der Armuth unter der jüdischen Bevölkerung zu verwenden. Hierauf beschloß der Verein, den jüdischen Armen diese Theilnahme aus seinen Gesammtmitteln zuzuwenden, und bei fehlender Kenntniß der bezüglichen Zustände ei» besonderes Organ diesfalls auszuersehen. Die Fürstin Gogol und dieBaronin Alopäus begaben sich persönlich zur Gattin des jüdischcnBanquiers Ephrussi, welche natürlich das ihr angebotene Ehrenamt dankbar annahm. Gleiche Gesinnung hat die kürzlich zu Wien verstorbene, als Schriftstellerin wohlbekannte Gräfin Bagrves-Speransky gegen den Herausgeber dieses Jahrbuchs geäußert. Sie hatte sich von den patriarchalischen Tugenden ihrer jüdischen Gutsunterthanen so angezogen gefunden, daß sie dieselben in einer besonderen Novelle zu illusiriren gedachte. Wir wollen mit dem Gesagten keineswegs in Abrede stellen, daß in Rußland dennoch Vieles in Betreff der jüdischen Zustände zu wünschen verbleibt, allein den außerordentlichen Fortschritt, welcher innerhalb des vorigen Jahres eintrat, wird Niemand zu verkennen vermögen. Auch in Allein, was die Hebung der innern Zustände betrifft, zeigt die Regierung großen Eifer. Die jüdischen Schulen undAckerbaucolonien haben sich reichlicherllnterstützungvonSeite des Staates zu erfreuen, der auch für Unbemittelte Freiplätze gegründet hat. Schon im vorjährigen Herbste wurden jüdische Notablen nach Petersburg berufen, um ihr Gutachten bei den sie betreffenden Angelegenheiten abzngeben. Die Organisation der Schulen schreitet rasch vorwärts. Im Gouvernement Wolhynien allein gibt es 10 Elementar-, 1 Kreis- und 1 Rabbinerschule (letztere in den ersten 7 Gassen ein Seminar zur Ausbildung künftiger Lehrer) mit 300 Schn-

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