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Kalender und Jahrbuch für Israeliten · 1857-01-01 · Neue Folge, vierter Jahrgang 5618 (1857-1858) (1857-1858) · p. Seite 42

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Journal
Kalender und Jahrbuch für Israeliten
Volume
Neue Folge, vierter Jahrgang 5618 (1857-1858) (1857-1858)
Date
1857-01-01
Page
Seite 42 (sequence 83)
Language
German
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42 eigenen Adel unb persönliche Würde dem Gatten eine Achtnng und Liebe abgerungen, die sich ans eine höhere als blos geschlechtliche Bedeutung des Weibes gründet, verstanden es am besten, ihre Söhne zu wahren Männern zu erziehen. Ferner eben jene Frauen, die den Kindersegen mit um so glühenderer Dankbarkeit entgegennahmen, als sie ihn so lange schmerzlich entbehrten, lernten die Bedeutsamkeit ihrer mütterlichen Pflichten um so tiefer erfassen. Das ist aber auch der natürliche Grund, wodurch die Helden der Geschichte das geworden, was sie gewesen find: Frauen, die durch ihr besseres Selbst zu siegen verstehen, Mütter, die den Werth des Kindersegens zu schätzen wissen, konnten auch Helden erziehen, und die Zukunft der Söhne ist zu allen Zeiten das Werk der Mütter gewesen. Einer Nation, bei der dieses gewürdigt und anerkannt wird, kann es au bedeutenden Frauen nicht fehlen. Die alten Hebräerinnen betheiligen sich überall an dem öffentlichen Nationalleben; wir treffen sie auf Schlachtfeldern wie im Rathe, als Prophetinnen, Dichterinnen, Königinnen undFürstinnen, wetteifernd mit den Männern in Begeisterung für Volk und Vaterland, solange beides noch in Unabhängigkeit bestanden. Als Staat und Land der zerstörenden Zeit erlagen, und die Nation ein unvergänglich Reich im Gebiete des Geistes zu gründen begann, schloffen die Frauen sich dem Stteben der Männer liebreich an, und wenn einige reichbegabtere, wie eine Berujah, Jaltha u. s. w., selbst in gelehrten Kreisen, ans Hochschulen und Lehrstühlen mit Ruhm gewirkt, so stehen jene noch höher, von denen der Spruch gegolten: »Ohne Frauen wie diese kein Gut, kein Segen, kein Seelenfriede auf Erden! Heil ihnen, daß sie unsere Söhne für die Thora großgezogen!« Selbst in jenen ernstwissenschaftliche» Folianten, die als Vermächtniß eines zweiten geistigen Heldenalters auf uns gekommen, wird der Frauen so zart und sinnig Erwähnung gethan, wie mau es auf solchem Gebiete

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